Beiträge von pardalisa

    Ich habe wirklich Glück mit meiner Familie – ich bin zwar diejenige, die die "treibende Kraft" war und das ganz Getier angeschleppt hat, aber der Rest meiner Familie mag die Hunde wirklich gerne. Meine Eltern hatten bis letztes Jahr selbst noch einen Hund, meine Schwester kann zwar im Studentenwohnheim keinen eigenen Hund haben, will aber später wieder einen, und meine Hunde fahren völlig selbstverständlich mit zu Familienbesuchen und in den Urlaub. Selbst die Großeltern, die mit Haustieren vorher überhaupt nix anfangen konnten, haben mit dem Einzug unseres ersten Hundes einen Platz für Hundeleckerli in ihrer Küchenschublade reserviert und freuen sich immer, wenn wir vorbeikommen.

    Dass ich einen zweiten Hund wollte, konnten sie zwar mehrheitlich nicht verstehen, aber wie meine Tante so nett sagte: "Ich muss das auch nicht verstehen, aber der Shawnee hat's ja gut bei dir, da passt dann auch noch ein zweiter hin." :smile:

    Das war ich.Die Elterntiere wurden geröntgt und geschallt.
    Die Verpaarung war - wie gesagt - SH (VDH) x SH/Gordon-Setter-Mix.
    Und bewusst wurden diese beiden ausgesucht - bzw. ich hätte nicht irgendeinen anderen Rüden meine Hündin decken lassen.
    Die Welpen waren alle gesund und haben lange gelebt. Waren innerhalb von 2 Jahren 10 Welpen. Zwei sind an Krebs gestorben, 1 überfahren worden, 1 Hündin hat eine Gebärmutterentzündung nicht überlebt, ein Rüde hat Gift gefressen und die anderen sind altersbedingt gestorben - irgendwann zwischen 11 und 13 jährig.

    Ich fühle mich immer noch nicht "schuldig" ;)

    Nur mal so interesshalber: Hättest du die Hunde, die bei dir geboren wurden, auch später zurückgenommen, wenn sie aus irgendwelchen Gründen ihr Zuhause verloren hätten? Auch, wenn sie heftige gesundheitliche Probleme, die hohe Kosten verursachen, oder Verhaltensauffälligkeiten, die einen "normalen" Alltag unmöglich machen, entwickelt hätten?

    Das ist einer der Punkte, der mich an so vielen "Hobbyzüchtern" stört – selbst wenn die Aufzucht vernünftig läuft und nicht völlig unpassende Rassen miteinander gemischt wurden (was ja schon ein großes WENN ist, bei den meisten scheiter's ja sogar daran...): Ich kenne keinen einzigen "Produzenten" von gezielten Mix-Würfen, der die Möglichkeiten hätte, erwachsene Hunde wieder bei sich aufzunehmen. Die meisten hatten Welpen, weil sie selbst einen behalten wollen, weil "eine Hündin mal werfen muss", weil's sich so ergeben hat, etc. Alles sind normale Familien, die weder das Geld, noch den detaillierten Sachverstand, noch die Zeit hätten, einen oder mehrere "Problemhunde" artgerecht zu versorgen.

    Bei den Züchtern, die ich kenne, geht das. Die haben alle ein Vorkaufsrecht in ihren Verträgen und nehmen Hunde aus ihren Würfen ohne zu zögern zurück. Die haben die Möglichkeit, die Hunde im Haus zu trennen, falls sie problematisch mit Artgenossen oder Menschen sind, haben jahrelange (teilweise sogar jahrzehntelange) Erfahrung mit der Rasse, sind "Rudelhaltung" gewöhnt und haben andere Züchter mit entsprechendem Fachwissen im Hintergrund, bei denen sie sich Rat holen können, falls das nötig ist.

    Meine beiden laufen auch viel "nackig" rum – da, wo meine Eltern wohnen, ist die Marke am Halsband keine Pflicht; da, wo ich wohne, eigentlich schon – aber da meine Hunde besonders im Winterfell eine ganze Menge Fell haben, würde man eine Steuermarke am Halsband eh nicht sehen können, also habe ich die Marken einfach immer am Schlüsselbund. :p

    Ich hab' zwei alte Leuchties in blau und grün. Die sind schön hell, selbst durch die Mähne des älteren Rüden weit zu sehen und ziemlich robust. Das Einzige, was mich etwas stört, ist dass man sie nicht vernünftig ausschalten kann – im Alltag ist mir das egal, da hängen die eh an der Garderobe, aber wenn ich unterwegs bin und die Halsbänder nur kurz in den Rucksack schmeißen will, nervt das.

    @Mejin Kommt auf den jeweiligen Menschen an und ob ich mit dem noch was zu tun haben will, wie deutlich ich werde. ;) Letztendlich kann jeder selbst entscheiden, was er mit seinem Leben, seiner Zeit, seinem Geld und seinem Hund anfängt, das geht mich erst mal nix an.

    Ich würde aber z.B. nicht im Bekanntenkreis einen "bewusst produzierten" Mischlingswelpen übernehmen (nicht für Geld und auch nicht umsonst) und ich habe auch nullkommagarkein Mitleid, wenn das mit der Welpenaufzucht dann doch nicht so rosig-romantisch ist, wie der- oder diejenige sich das vorgestellt hat. Da ich außerdem absolut gar nix von diesem Seelenhund-Konzept halte, bin ich auch da der falsche Ansprechpartner.

    Anita Balser kenne ich nicht, an den beiden anderen stört mich hauptsächlich, dass sie ihre "Trainingsphilosophie" abseits jeglicher wissenschaftlicher Grundlagen aufziehen. Dieses nebulöse Gefasel von "Energien" oder "Stellungen" des Hundes nervt mich und ich find's nutzlos bis schädlich. Es gibt genügend Wissen darüber, wie Säugetiere lernen, da kann man sich das schon zu Nutze machen.

    Bei Herrn Millan kommt noch dazu, dass ich diese dünnen Würgehalsbänder in den Top 3 der tierschutzrelevanten Hilfsmittel verorte, auch bei Frau Nowak stört mich die permanente Einschüchterung des Hundes. Ich will, dass meine Hunde, die schließlich Familienmitglieder sind, gerne und motiviert mit mir zusammenarbeiten, das verträgt sich nicht mit der ständigen Unterwerfung, die da propagiert wird.

    Im Freilauf sind meine beiden meist "nackig" unterwegs und ich habe die Retrieverleinen dabei. Ansonsten habe ich für kurze Runden Zugstopphalsbänder + kurze Leinen, da müssen die Hunde dann auch ordentlich laufen; für lange Runden an der Leine (z.B. in der BuS oder im Naturschutzgebiet) Geschirre, da darf ruhig ein bisschen kreuz- und quer getappt werden.

    Für's Training habe ich für beide ein gemeinsames Klickhalsband + 1m-Leine.

    Unsere Aufstehzeit hängt davon ab, wann ich in die Uni muss, aber der Ablauf ist immer der gleiche: Wecker klingelt, kurzes Kuscheln mit beiden Hunden, dann stehe ich auf – Myrddin auch und ist wach! und begeistert! und will ein Abenteuer erleben! :D Shawnee würde mir bei allem vor 10 Uhr (was meistens der Fall ist) die Mittelkralle zeigen, wenn er könnte, und spekuliert lieber auf mein vorgewärmtes Kopfkissen. Ich koche mir 'nen Kaffee für den Thermosbecher, sammle den immer noch morgenmuffeligen Shawnee aus dem Bett und laufe eine gemütliche Runde zum Wachwerden mit beiden Hunden. Anschließend gibt's Raubtierfütterung, Frühstück für mich und während ich mich für den Tag startklar mache, wandern die Hunde zurück auf ihre Schlafplätze.

    Ich liebe unsere Morgenrituale – egal wie das Wetter ist und welche doofen Termine am Tag so anstehen, das morgendliche Kuscheln und den ersten Spaziergang brauche ich, das ist für mich der beste Start in den Tag. :smile:

    Ich bin überhaupt kein Shopaholic und meine armen Hunde müssen damit leben, dass sie immer die gleichen langweiligen Leinen und Halsbänder tragen. ;) Ansonsten kalkuliere ich pro Hund pro Monat ungefähr 100€ ein.

    1. Futter
    Meine Hunde bekommen Querbeet alles, was sie mögen. Hauptsächlich Trockenfutter, weil ich auch unterwegs/im Büro/wenn ich irgendwo zu Beusch bin füttere und das von der Handhabung und dem Ekelfaktor für Nicht-HH am einfachsten ist. Wenn wir zu Hause sind, gibt's aber auch Essensreste (Reis, Nudeln, Huhn, etc.) oder ab und zu 'ne Dose. Die Futterkosten lassen sich deswegen schlecht schätzen, aber so 50€ pro Hund würde ich schon sagen (inkl. Knabberkrams).

    2. Tierarzt
    Meine Hunde sind dankenswerterweise recht "sparsam", was TA-Besuche angeht – sie benötigen im Moment keine regelmäßigen Medikamente und so sind wir nur 1x im Jahr zum Impfen und zur Kontrolle da. Für Notfälle habe ich aber größere Summen gespart (gut 1000€ pro Hund) bzw. könnte bei der Familie noch zusätzlich was leihen.

    3. Zubehör
    Kaufe ich kaum, weil ich mit dem Krams, das ich habe, gut zufrieden bin. Zubehör kaufe ich nur nach, wenn tatsächlich was kaputt geht, was aber selten vorkommt.

    4. Leckerli
    Fallen bei mir mit unter den Punkt "Futter", weil's hier keine große Ausgabe ist und eh von der täglichen Ration abgezogen wird – ein Hund muss auf sein Gewicht achten und der andere ist sowieso besser mit Spielzeug zu belohnen.

    5. Spielzeug
    Kaufe ich nur selten, weil es a) ewig hält und b) die Hunde gerne was von der Großfamilie geschenkt bekommen, da sammelt sich mehr an, als ich verlieren kann. :D

    6. Sonstiges
    Hundesteuer (150€/Jahr für beide) und Haftpflichtversicherung (120€/Jahr für beide) natürlich, ist aber auf den Monat runtergerechnet kein großer Posten. Dazu kommt noch die Mitgliedschaft auf dem HuPla, aber auch da komme ich als Studentin und durch die Arbeitseinsätze relativ günstig weg. Ich glaube, das sind im Moment 40€ pro Jahr, müsste ich aber nachgucken.

    Insgesamt finanziell also gut machbar. :smile:

    Hier wurde ja vor kurzem von Jogging/Bauchgurten gesprochen.
    Ich wollte mich auch mal umsehen nach einem, gerade für Wanderungen.
    Meist wird nur Fenja dran sein, aber für Abby sollte die Möglichkeit auch bestehen.
    Welche habt ihr?

    Ich hab' meine beiden (26 & 23kg) am Canicross-Gürtel von Uwe Radant. Funktioniert prima, sitzt bequem und hält auch Urlaub am Meer (Salzwasser), lange Wanderungen und plötzliches, begeistertes In-die-Leine-Hüpfen gut aus. :smile: Ich habe zwei getrennte Leinen mit Ruckdämpfer dazugenommen, damit ich die Hunde auch einzeln anhängen kann, aber es gibt auch eine Leine mit Koppel für zwei Hunde.