Beiträge von pardalisa

    Sagt mal, hat jemand seinen Hund schon kastrieren lassen bzw. hat jemand vor, das bald machen zu lassen? Warum (nicht)?

    Mein älterer Rüde wurde aus medizinischer Notwendigkeit kastriert, der Lütte ist jetzt knapp zwei und (noch) intakt. Ich bin, was das Thema angeht, wirklich hin- und hergerissen. :/ Auf der einen Seite finde ich präventive OPs Blödsinn, weil es ja sein kann, dass er nie Probleme bekommt - und dann kann ich ihm auch die Kastration ersparen.

    Auf der anderen Seite: hätte ich meinen älteren Rüden mit 2-3 Jahren kastrieren lassen, hätte ich ihm monatelange, unspezifische gesundheitliche Probleme, die aufwendige Diagnose, die anschließende Kastration (mit sieben Jahren) und die Darm-OP, die danach fällig war (mit neun Jahren), ersparen können. Und das alles mit einer Routine-OP, die beim Rüden wirklich ein ziemlich kleiner Schnitt mit überschaubaren hormonellen Folgen ist.

    Im Endeffekt warte ich jetzt erst mal ab und lasse mich nächstes Jahr dann von der TÄ meines Vertrauens bzgl. der verschiedenen Risiken beraten. Das ist zum Glück keine, die direkt immer zur Kastration rät, also fühle ich mich da gut aufgehoben.

    Mal 'ne blöde Frage, aber: Warum muss der Hund denn überhaupt Agility machen?

    Für mich klingt das nach einen Hund, der ziemlich gestresst und "drüber" unterwegs ist und den man permanent runterfahren müsste, um ihn im Parcours überhaupt (für deine Nichte) lenkbar zu machen. Das ist doch für den Hund weder schön noch gesund.

    Ich bin ein ganz bisschen neidisch, wenn ich hier so mitlese: Ich hab' unsere Turnierpläne für's nächste Frühjahr erst mal auf Eis gelegt, weil ich absolut keine Lust habe, unter dem Namen des Vereins, wo wir im Moment trainieren, zu starten und quasi noch "Werbung" für den Haufen zu laufen. :/

    Kann man eigentlich auch als "privat" melden, obwohl man Vereinsmitglied ist?

    Ich möchte mich mit Myrddin bei der Streber-Fraktion anschließen. :D

    Wir haben am Wochenende meine Familie besucht und waren im Wald spazieren. Ich war kurz abgelenkt und ins Gespräch vertieft, als vor uns ein Reh aufsprang. Graf Unfug ist ein paar Meter durchgestartet – und hat auf meinen Pfiff hin auf den Hinterbeinen gewendet und ist mit Highspeed zurückgekommen! Ich wusste ja, dass er deutlich wendiger und sportlicher ist, als ich das von unseren bisherigen Hunden gewohnt bin, aber die Kehrtwendung sah schon beeindruckend aus...

    (Ich glaube, von der folgenden Loberei hat sich sein Ego immer noch nicht erholt, der hält sich jetzt noch für unschlagbar großartig. :lol: )

    Welche heutige Rasse hat denn anatomisch und/oder genetisch durch die moderne Rassehundezucht profitiert? So im Vergleich zu dem jeweiligen Modell von vor hundert Jahren? Bin sehr gespannt.

    Den Vergleich mit dem Zustand vor 100 Jahren finde ich, aus den schon genannten Gründen, auch schwierig, aber die Aussies haben z.B. vom MDR1-Test profitiert. Man kann Verpaarungen von betroffenen Hunden (-/-) heute ziemlich sicher ausschließen und m.W.n. werden auch (fast) nur noch Träger oder freie Hunde geboren. Schon netter, wenn der Hund nicht "urplötzlich" nach der Gabe von Medikamenten tot umfällt... ;)

    Ich erwarte relativ wenig von meinen Hunden beim Spaziergang (andere Menschen und Tiere werden nicht belästigt und der Abruf wird sofort befolgt), entsprechend ruhig sind normalerweise auch unsere Runden und wir laufen einfach zusammen durch die Landschaft. Ein bisschen Training läuft so nebenbei, je nachdem wie's benötigt wird z.B. Warteübungen, wenn wir Jogger/Radfahrer passieren lassen, kurzes konzentriertes Fußgehen, wenn wir einen angeleinten Hund treffen, usw.

    Etwas "Besonderes" mache ich eigentlich nur, wenn ich auf einen der Hunde warten will: wenn Shawnee gemütlich ein paar Grashalme zupft, übe ich mit Myrddin manchmal ein paar Sequenzen für's Rally-O, wenn Myrddin im Bach planscht, frische ich mit Shawnee ein paar Tricks auf. Das "richtige" Training mache ich aber eher Zuhause im Garten oder auf dem HuPla, weil ich da das entsprechende Zubehör habe.

    Die täglichen Hundespaziergänge sind für mich absolute Entspannungszeit, die für uns alle so nett wie möglich sein soll, deshalb mache ich mir da überhaupt keinen Stress. :smile:

    Was denkt ihr, erstmal laufen lassen und guggn ob es wirklich ernst wird?

    Nein, würde ich nicht machen. Wenn du den Konflikt unter den Hunden erst mal auflaufen lässt, wird es nur schwieriger, da hinterher gegenzuwirken.

    Bei uns ist's so, dass das Klauen von Knabberkrams untereinander streng verboten ist. Wenn es Kaukrams gibt, geht jeder Hund damit auf seinen Platz und hat den anderen in Ruhe zu lassen.

    Ich habe mich heute über einen Radfahrer mit Hund gefreut. Ich kenn den Hund, einen wirklich hübschen, aber leider total unverträglichen Kleinen Münsterländer. Normalerweise lässt der Besitzer den trotzdem freilaufen, wenn er am Rad unterwegs ist, was oft damit endet, dass man als HH entweder flott die Flucht ins nächste Gebüsch antreten darf oder minutenlang angekläfft wird, während man sehen kann, wie man den Münsterländer von seinen eigenen Hunden wegbekommt.

    Heute war der Gassigänger mit ihm unterwegs, weil der Besitzer wohl krank ist, und siehe da: Hund war angeleint (sogar mit Geschirr), ruhig und friedlich. Ich wünsche dem eigentlichen Besitzer ja nur ungern eine längere Krankheit an den Hals, aber... :hust: