Beiträge von pardalisa

    Passiert hier auch oft, da Cara gern mit Menschen flirtet und sich bewundern läßt.Ich finde das eher lustig als nervig. Selbstverständlich warte ich immer stumm ab, ob Cara die Frage beantwortet. ("Pudel sind ja soo intelligent!")
    Schließlich ist es unhöflich, sich ungefragt in fremde Gespräche einzumischen.

    Dagmar & Cara

    Ach, wenn jemand nur so vor sich hinschwatzt, während er den Hund krault, finde ich das auch nicht nervig. Aber wenn man eine Antwort erwartet (und teilweise folgen da auch echt vorwurfsvolle Blicke, wenn ich schweige), kann man sich m.M.n. schon an denjenigen wenden, der sie auch tatsächlich geben kann. Und den Gesprächpartner vielleicht mal angucken... Mag sein, dass ich da zu empfindlich reagiere, aber ich finde das einfach unhöflich.

    Allerdings könnte sich der Jäger dann nicht herausreden mit "... ich habe ihn mit einem Fuchs, Hase, Wildschwein oder was auch immer verwechselt" [...]

    Wenn er Pech hat, kann der Jäger damit sogar ziemlich flott einen Jogger "erlegen" – und das gibt dann richtig Ärger. Bei uns im Wald sehe ich das immer öfter, dass die Jogger und Nordic Walker auch bunte, teilweise blinkende Bänder tragen.

    Das habe ich von vornherein bei meiner Rassewahl bedacht.
    Ganz bewusst verzichte auf einige meiner Traumrassen, einfach weil ich körperlich eingeschränkt bin und das mit dem Alter nicht besser wird. Dazu mein Mann der weder Zeit noch Lust hätte so einen Hund zu bespaßen.
    Meine Jungs sind mit wenig zufrieden, das könnte mein Mann auch als alleinerziehender Vollzeitarbeitender gut hinbekommen, der mit Hunden nicht so viel am Hut hat außer das er sie lieb hat.

    Das kann ich gut verstehen. :smile:

    Ich träume immer noch von einem "richtig großen" Hund, aber ich weiß, dass ich alles über 40kg einfach nicht heben/tragen und im Krankheitsfall des Hundes richtig versorgen könnte – und damit fällt das für mich dann auch aus. Ist zwar blöd, aber langfristig vermutlich vernünftiger... :/

    Ich find's spannend, dass sich hier so wenige Umstände vorstellen können, unter denen sie einen Hund abgeben müssten/wollten. Ist bestimmt auch abhängig vom jeweiligen Hund, aber mir würden da schon ein paar Gründe einfallen. Wenn ich z.B. dauerhaft körperlich stark eingeschränkt wäre (nach einem Unfall oder so) würde ich mich wahrscheinlich von Myrddin trennen – der ist so aktiv und liebt freie Bewegung und wildes Spiel so sehr, für ihn wäre das kein Leben, permanent auf mich Rücksicht nehmen zu müssen, nicht mehr am Fahrrad unterwegs zu sein, keine langen Querfeldein-Spaziergänge zu machen, etc.

    Shawnee ist deutlich weniger "anspruchsvoll" als Myrddin was tägliche Bewegung angeht, aber auch da: er wird älter, braucht ab und zu Hilfe/muss gehoben werden – wenn ich das körperlich nicht mehr könnte, würde ich ihn wohl zu meinen Eltern geben, damit er optimal versorgt ist. Auch, wenn das für mich eine furchtbare, schwere Entscheidung wäre.

    Myrddin und ich haben/hatten das gleiche Problem, allerdings schon bei der 270° Linksdrehung. Ich habe auch versucht, größere Kreise und Schnecken zu laufen, hat auch ein bisschen geholfen, aber nicht komplett. Schließlich habe ich angefangen, die Linksdrehung direkt in "Belohnung nach vorne" übergehen zu lassen, d.h. Linksdrehung - kurz zergeln - Linksdrehung - Leckerliewurf nach vorne - Linksdrehung usw. Kann gut sein, dass das Hinsetzen an meiner Köpersprache lag oder vielleicht auch daran, dass Myrddin das Langsamerwerden mit Sitz/Platz verknüpft hatte, auf jeden Fall ist es viel besser geworden. :smile:

    Wäre das vielleicht was für Bliss?

    @Sandra2208 & @AussieAlina

    Klar, fasse ich gerne kurz zusammen. :smile: (Sorry wegen den unübersichtlichen Zitaten, ich hab' aus einem älteren Beitrag kopiert...)

    Ich bin so vorgegangen, dass ich im Garten angefangen habe zu Üben und erst mal etwas total langweiliges – hartes Brot, normales Trockenfutter oder so – gut sichtbar auf den Boden gelegt habe. Dann den Hund an die Leine genommen und in ausreichendem Abstand stehen geblieben. Sobald er den Blick vom Futter abgewandt hat, und wenn's auch nur für eine Sekunde war, gab's bei mir Click+(höherwertige) Belohnung. Funktioniert natürlich auch ohne Clicker, man baucht aber bei "gierigen" Hunden ein gutes Timing.
    Nach ein paar Übungseinheiten habe ich ihn dann mit einem Freigabekommando (ganz wichtig!) das Futter vom Boden fressen lassen, damit er später nicht auf die Idee kommt: "Das am Boden darf ich eh nie haben, also lieber schnell fressen, bevor jemand was merkt." Langsam kann man dann den Schwierigkeitsgrad steigern: Wurst- oder Pansenstücke auf dem Boden, andere Untergründe, andere Umgebung, usw.

    Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund gar nicht mehr zum Futter hinzieht, sondern gleich zu dir guckt, kann man das Ganze ohne Leine trainieren. Ich habe an der Stelle dann ein Anzeigeverhalten eingebaut, d.h. Hund sieht/riecht Essbares, Hund guckt zu mir, ich sage "Sitz", Hund bekommt Belohnung. Mittlerweile haben meine beiden diese Verhaltenskette so verinnerlicht, dass sie sich bei "Futtersichtungen" von alleine hinsetzen und auf ihre Belohnung warten. Genau das wollte ich haben.

    (Auf keinen Fall schimpfen/strafen, wenn er die "Beute" schon im Maul hat, die meisten Hund schlingen dann nur noch hastiger; lieber für den Notfall ein ruhiges "Aus" üben.)

    Leckerli-Suchspiele im Freien sind ja dann eigentlich auch eher kontraproduktiv, wenn das Ziel sein soll, dass der Hund Fressbares anzeigt, oder?

    Nein, finde ich nicht. Leckerlie-Suchspiele beginne ich immer mit einem Freigabe/Such's-Kommando, das können meine Hunde sehr gut von zufällig gefundenem Essen unterscheiden.

    @pardalisa
    Wieso meist du dass es nicht nachhaltig genug ist?

    Weil der Einsatz eines Sprühalsbandes in solchen Fällen von Futtersichtung einfach nur eine (je nach Hund ziemlich massive) Unterstützung des Abbruchkommandos ist. Der Hund hat dadurch ja nicht weniger den Drang, das gefundene Futter aufzunehmen, die Erwartung des Strafreizes ist bloß größer. Man arbeitet damit also permanent gegen das an, was der Hund eigentlich will.

    Mein Ziel bei dem oben beschriebenen Vorgehen ist, dass der Hund mit mir arbeitet – je toller er es findet, das Anzeigeverhalten zu zeigen, desto zuverlässiger wird das ausgeführt. Dadurch, dass der Hund das gefundene Futter ab und zu behalten darf, bleibt die Motivation hoch – für Myrddin ist das mittlerweile eine Art der gemeinsamen Beschäftigung: er zeigt mir Dinge und freut sich dann, wenn er dafür belohnt wird.

    Bei der Variante mit dem Sprühhalsband wäre mir das Risiko viel, viel zu hoch, dass der Eindruck des Strafreizes mit der Zeit nachlässt und der Hund irgendwas frisst, das er in dem Moment verlockender findet als der Strafreiz abschreckend wäre. Letztendlich führt das meiner Erfahrung nach dazu, dass der Einsatz des Sprühhalsbandes irgendwann immer wieder "aufgefrischt" werden muss – ergo, für mich nicht nachhaltig.

    Edit: Anzeigen hatten wir mal sporadisch angefangen, aber das haben wir noch nicht genug gefestigt.

    Genau da würde ich dann ansetzen. Im Moment klingt es so, als ob dein "Nein" quasi der Startschuss für sie ist - so nach dem Motto, "Oh, da kommt ein 'Nein'? Dann muss hier was Tolles liegen!"

    Ich hab' es mit Myrddin so gemacht, dass ich die Erwartung quasi umgekehrt aufgebaut habe: ER soll mir zeigen, was er Leckeres findet (... seine Definition von 'Lecker' :D ), dafür gibt's dann quasi die extragute Belohnung. Ab und zu darf er das Gefundene als Bonus dann auch haben (z.B. bei Äpfeln oder - im Moment ganz aktuell - Rübenstückchen), meistens aber nicht. Da für ihn aber schon das Anzeigen so hochwertig belohnt wird, ist das, was er dann gefunden hat, mittlerweile zweitrangig geworden - Kot, Grillreste, gammeliges Zeug, usw. findet er z.B. überhaupt nicht mehr spannend.

    Vielleicht hilft dir das auch? :smile:

    (Sprühalsband käme mir z.B. nie an den Hund und in solchen Fällen schon mal gar nicht. Das wäre mir eindeutig nicht nachhaltig genug.)