Beiträge von pardalisa

    Ach so, Nachtrag: Wirklich krasse Veränderungen im täglichen Zusammenleben und der Beziehung/Verbindung/wie-auch-immer-man-es-nennen-will zum Ersthund hab' ich bisher nur bei Fällen miterlebt, wo die Zweithund-Anschaffung generell eher... suboptimal gelaufen ist. :ops:

    Eine Hündin in meinem Bekanntenkreis hat z.B. richtig, richtig doll angefangen als Stressabbau/Übersprungshandlung an der Leine zu pöbeln und sich im Freilauf zum Jagen zu verabschieden, als ein Zweithund dazu kam – mit ein bisschen Vorausdenken hätte man aber darauf kommen können, dass es nicht die beste Idee ist, zu einem gesundheitlich angeschlagenen, unsicheren Ersthund einen sehr willensstarken, zum 'Unterbuttern' neigenden Zweithund zu setzen... :hust:

    In einem anderen Fall wurde der Zweithund "zum Spielen" für den Ersthund angeschafft – blöd nur, dass die Hunde darauf überhaupt keine Lust haben und eher so locker nebeneinander her leben. Die Besitzerin ist total gefrustet, weil sie jetzt beide Hunde irgendwie auslasten muss, dabei hatte sie doch gehofft, dass die sich gegenseitig bespaßen. :roll: (Stattdessen hat sich Nummer 1 die Alleinbleib-Problematik von Nummer 2 abgeguckt, auch das war ja gaaaar nicht absehbar... |))

    Ich denk, mit 'ner vernünftigen, durchdachten Zweithundwahl und realistischen Erwartungen an die Mehrhundehaltung kann man solche Probleme ganz gut umschiffen und muss sich über Wesensveränderungen keine großen Sorgen machen. :smile:

    Hier hat sich der Ersthund vom Wesen her auch überhaupt nicht verändert, als ein Welpe einzog.

    Ich hatte wegen des großen Altersunterschieds (die beiden waren neun Jahre auseinander) und weil der Ersthund tendenziell wenig bis gar kein Interesse an anderen Hunden hatte, eher damit gerechnet, dass sich die beiden nicht viel "zu sagen haben" und eher als Zweck-WG ;) miteinander leben würden, aber das Gegenteil war der Fall. Der Welpe durfte hier vom ersten Abend an mit in der Kudde des älteren liegen, die hätten aus einem Napf gefressen, wenn ich sie gelassen hätte, und gespielt wurde auch regelmäßig und richtig schön ausgewogen miteinander.

    Das Einzige, wo sich der ältere Rüde in den nächsten Jahren ein bisschen verändert hat, war, dass er einige "Aufgaben" nach und nach an den jüngeren abgegeben hat – das Wachen und Abchecken neuer Situationen z.B. (so nach dem Motto: "Prima, da kann der Jungspund sich drum kümmern, ich lieg hier gerade so bequem..." xD). Und es hat den Ersthund schon ein bisschen 'entlastet', dass sich meine Aufmerksamkeit auf zwei Hunde verteilt hat und er nicht mehr jeden Blödsinn mitmachen musste ;), der mir so in den Sinn kam.

    Am Gehorsam hat sich nix verändert und Probleme mit Rudeldynamik gab's auch nicht – klar, die beiden waren sich häufig selbst genug und hatten wenig (noch weniger) Interesse an anderen Hunden, aber keiner von beiden wäre losgezogen, um irgendwie Stress anzuzetteln oder so; da gab's nichts, was ich hätte managen müssen.

    Insofern: nur geringfügige, positive Veränderungen, und keine davon im Wesen des Ersthundes. :smile:

    Zu Glück spielen die persönlichen Befindelichkeiten der DF User hier keine Rolle -

    aber rein aus persönlichem Interesse: wie oft hast Du Normen schon getroffen ?

    Wir diskutieren hier doch seit 200 Seiten über VB und die HHF. Mit war weder TB noch NM vorher ein Begriff. Rein vom gelesen isser mir halt unsypatisch. :ka: is halt so.

    Naja, da sollte man aber schon sauber trennen zwischen 'nem (sehr, sehr oberflächlichen) persönlichen Eindruck, der für den Thread hier ja eigentlich irrelevant ist ;), und 'ner begründeten Meinung, die sich auf das Fachwissen von jemandem bezieht...

    Ich find' ihn zwischenmenschlich auch gelegentlich, öhm, schwierig, um es mal vorsichtig auszudrücken |), aber ich denke nicht, dass man ihm die Kompetenz in der Sache hier absprechen kann. Der hat schon 'ne Menge Ahnung von dem, was er tut.

    ist glaub ich auch eine frage des standpunktes....

    wenn man aussies gewöhnt ist, empfindet man border sicher als anders...bzw. umgekehrt. ist man eher beagle/dackel/bulldoggen/etc. gewohnt, erscheinen aussies und border (oder generell hütis) wahrscheinlich schon recht ähnlich...

    Das find ich auch 'nen ganz entscheidenden Aspekt. :smile:

    Ich hab' ja jetzt schon seit einigen Jahren Aussies und würd mir zutrauen, bei der Frage "Aussie oder Border?" mit einigermaßen Treffsicherheit sagen zu können, was da vor mir steht, wenn ich den Hund live sehe. (Und wenn ich unsicher bin, frag ich meinen Hund xD: der findet andere Aussies meistens prima und BCs – nicht alle, aber häufig – dezidiert überflüssig... |) Der würde das sofort unterschreiben, dass es zwei sehr verschiedene Rassen sind. :lol:)

    Wenn ich mir dagegen angucke, wie oft ich z.B. bei der Unterscheidung von Galgo, Greyhound (und Mixen daraus) durcheinander komme, kann ich sehr, sehr gut verstehen, wie's umgekehrt Leuten, die wenig mit Hütis am Hut haben ;), mit Aussies und BCs gehen muss.

    Mia hat ca 58cm mit 23kg (gut, aktuell fast 24, aber wir streben die 23 wieder an) und Leevje hat ca 55cm mit 18,5kg.

    Noch eine Stimme pro Doppelbox. :nicken:

    Meine Rüden mit ähnlichen Maßen (der eine sogar noch ein Tick größer und schwerer) hatten 'ne Box mit 95cm Breite und 105cm Tiefe, das ging super. Für längere Aufenthalte, während das Auto stillstand (Wartezeiten bei Seminaren oder so) hab' ich die Trennwand rausgenommen, beim Fahren war die drin. Viel größer würde ich den Platz für zwei Hunde in der Größe auch nicht planen, sonst wird's bei 'nem Unfall mit der 'Flugbahn' wieder unschön.

    Einen Fragebogen musste ich für den Kontakt zu einem Züchter bisher noch nie ausfüllen – aber wenn dem Züchter eine schriftliche erste Kontaktaufnahme lieber ist (was ich gut verstehen kann :ops:, ich bin auch eher Telefon-Muffel), würde ich 'ne kurze Email schreiben: Sich selbst kurz vorstellen, was man für einen Hund sucht, was man mit dem Hund machen will, wie man den Züchter gefunden hat/warum man genau bei dem Züchter gelandet ist. Bislang hat sich da bei meinen Kontakten zu Züchtern immer entweder eine Verabredung für ein Kennenlern-Treffen oder ein nettes Telefonat draus ergeben. :smile:

    Eure Rassewahl finde ich allerdings auch interessant und würde dringend empfehlen, einige Mini-Aussies vorher mal 'live' kennenzulernen (wichtig – erwachsene Hunde! Aussies sind tendenziell eher Spätentwickler, die erst so mit drei bis vier Jahren charakterlich wirklich 'fertig' entwickelt sind).

    So grundsätzlich sollen Aussies fremden Menschen gegenüber distanziert sein. Viele haben den Teil ihrer Rassebeschreibung aufmerksam gelesen ;) und ignorieren fremde Menschen einfach/haben kein Interesse an ihnen, einige finden fremde Menschen (und fremde Hunde) wirklich aktiv blöd und würden ihren gewünschten Individualabstand notfalls auch mit den Zähnen einfordern.

    Ein Züchter, der damit wirbt, dass seine Hunde also eine "Therapielinie" seien/immer nett zu Menschen sind/sich grundsätzlich alle super im therapeutischen Bereich eignen würden, wär mir seeehr suspekt, um's mal höflich auszudrücken. ;) Ich will nicht abstreiten, dass es durchaus auch gute Therapiehunde unter Aussies gibt, aber so nah liegt das jetzt bei dem eigentlichen Zuchtziel der Rasse nicht – und wenn man vorhat, seinen Hund in die Richtung auszubilden, sollte man sicherheitshalber einen Plan B haben, was man macht, wenn sich der Hund nicht für die Arbeit eignet.

    Ich hatte für meinen Welpen das 4LazyLegs-Tragetuch, das ist vom Hersteller als "bis 15kg" tauglich beschrieben.

    Das Tuch ist super verarbeitet und mein Welpe hat da auch öfter für kurze Strecken drin gesessen und sich ziemlich wohl gefühlt. Ob man allerdings dauerhaft das Gewicht so einseitig-schräg über die Schulter verteilt haben will, muss man sich gut überlegen |), da kann man sich wahrscheinlich ganz hervorragend den eigenen Rücken mit kaputt machen. Für mich war bei knapp 10kg Hundegewicht Schluss :ops:, sobald er schwerer wurde, hab' ich mir einen Fahrradanhänger geliehen. Für Wanderungen würde ich wahrscheinlich eher nach einem Rucksack gucken, da verteilt sich das Gewicht besser auf Hüfte/beide Schultern. :smile:

    Oder wenn es dem Hund ein Bedürfnis ist ein brennendes Kind zu maßregeln?

    Sorry für's OT, aber: Kopfkino! :lol::lol::lol:

    (Warum hab' ich jetzt ein Sirenengeräusch im Kopf? *tatüüüü, tataaaaa* Und daneben 'nen Welpe, der, wenn er sprechen könnte, "Frauchen, wenn ich groß bin, will ich auch Feuerwehrmann werden!" sagen würde. xD)