Beiträge von pardalisa

    Für mich ist der Aussie irgendwie kein richtiger Arbeitshund. Zumindest nicht hier in Deutschland.

    Und genau das ist irgendwie auch schade... Der ASCA-Standard sagt eigentlich: "The Australian Shepherd is primarily a working dog of strong herding and guardian instincts." Je weiter sich die Zucht davon in den letzten Jahren entfernt hat und je mehr die Modehundwelle zum Aussie überschwappte, desto mieser wurden die Hunde. Und ich kann jeden anderen Hundehalter gut verstehen, der mit einem Aussie sofort das Bild eines hysterischen, kläffenden, schnappenden, fixierenden Hundes vor Augen hat, leider hat das in den letzten Jahren echt den ersten Eindruck der Rasse geprägt, wenn man die zufällig getroffen hat. Ich bin sehr froh, dass die Nachfrage da langsam nachlässt. (Und es gibt immer noch wirklich, wirklich gute Aussiezüchter in D, die genau das nicht wollen, und Wert auf moderate, wesensfeste, 'arbeitstaugliche' Hunde legen. Muss man ein bisschen suchen ;), aber es gibt sie.)

    Grundsätzlich schwierig im Umgang finde ich 'nen gut erzogenen Aussie aus vernünftiger Zucht auch nicht, ganz im Gegenteil. :smile: Aber das Umfeld muss halt passen – mit 'nem irgendwie gearteten 'Job' und den passenden Lebensumständen sind das so tolle Hunde; bei der typischen "Wir wollten einen liiiieben, bunten Familienhund und der Verkäufter hat gesagt, die jagen nicht und mögen Kinder!"-Anschaffung dagegen wird's dann für alle Beteiligten häufig eher... unschön. |)

    Wenn mein Hund aussuchen könnte, würde er vermutlich in dem dänischen Ferienhaus wohnen, in das wir regelmäßig fahren, und es wäre immer Spätherbst: 5.000 Quadratmeter Naturgrundstück, keine direkten Nachbarn, lange Wanderungen am in wenigen Minuten zu Fuß erreichbaren und menschenleeren Strand, ordentlich Wind um die Nase, man darf die angeschwemmten Strandgutfunde ausgiebig untersuchen...

    Nen festen Kumpel zum Toben fände er dabei wohl noch ganz gut und für optimales Wohlfühlen müsste danach eine Runde Ohrenkraulen auf dem Sofa anstehen und der Napf immer gefüllt sein :lol:, dann wär er wahrscheinlich wunschlos glücklich.

    Aussies sind hier auch stark auf dem Rückzug (zum Glück |)). Im Moment laufen hier genau zwei rum – der elfjährige von entfernten Bekannten und mein eigener siebenjähriger. :lol: Welpen hab' ich schon ewig nicht mehr getroffen.

    Border boomten auf dem Hundeplatz ganz ordentlich, bevor wegen Corona alles dicht war, die seh ich aber nie beim Spaziergang. Und was hier im Dorf richtig auffällt, sind zahlreiche neue Malis und Huskys dieses Jahr, das ist wirklich krass. Die Entwicklung beobachte ich auch ein bisschen mit Bauchschmerzen, denn nach dem, was man da bisher sehen konnte, sind die jeweiligen Besitzer dazu leider eher der sorglose Typ à la "lass mal laufen, wird schon gutgehen"/"man muss die nur liebhaben, dann sind das gaaaanz nette Hunde". :schweig: Im Moment sind die Hunde alle noch relativ jung, aber das wird... interessant im nächsten Jahr.

    Bei uns ist das auch so, dass TÜV direkt in der Werkstatt (keine Vertragswerkstatt einer bestimmten Marke) gemacht wird: man bringt das Auto morgens hin, die gucken sich an, ob der TÜV was bemängeln würde – wenn ja, rufen sie an und das wird nach Absprache direkt behoben –, machen den generellen Check-Up/Wartung, dann kommt der TÜV vorbei und abends kann man sein Auto frisch und fertig wieder abholen.

    Ich hab' da ja echt wenig Ahnung von Autos allgemein, aber ich kenn das gar nicht anders. :ops: Das Auto ohne vorherigen Check direkt zum TÜV zu fahren käme mir irgendwie unnötig kompliziert vor – wenn dann was bemängelt wird, muss ich damit ja trotzdem in die Werkstatt und zusätzlich noch zum Nachprüf-Termin; das wären dann ja drei Termine anstatt eines? :???:

    Und ich musste jetzt googlen pardalisa , da sind ja spannende Exemplare dabei. :ugly:

    Gell? :ugly:

    Ich bin bei einigen der Seiten echt zusammengezuckt... :no: Labbis können so geniale Hunde sein, und was ich bisher als absoluter Laie über viele Dinge im DRC gehört habe, fand ich auch wirklich gut durchdacht und klasse – aber diese Moppel-Karikaturen, die da in der Suche bei den Diss-Züchtern auftauchten, haben mit 'nem guten Labbi doch nix mehr gemeinsam. (Und die Überschneidung zu den "Oooh, silber ist 'ne ganz natürliche Mutation"-Typen, während einem gleichzeitig der Labbi mit stechendem Weimaraner-Blick und unpassender Kopf- und Ohrenform entgegen lächelt, fand ich auch... beachtlich. :fear:)

    Gibt's denn überhaupt seriöse Foxred-Züchter? :ops: Ich konnte mir unter der Farbe nix vorstellen und hab das mal kurz gegoogelt – die ersten drei Seiten waren da nur "Züchter" in irgendwelchen nebulösen Dissidenz-Vereinen mit teilweise sehr (sehr, sehr) übergewichtigen Hunden, denen irgendwie mehr an Farbzucht als an allem anderen zu liegen schien.

    Ich hab' allerdings auch wenig Ahnung von Retrievern, kann also sehr gut sein, dass meine Suchkriterien da Murks waren! Ich fand's nur auf den ersten Blick echt auffällig... |)

    Ich weiß ja nicht, aber finden das hier echt so viele Hundebesitzer normal, was der geplante Hund Woche für Woche leisten soll?

    Mal im Urlaub Tag für Tag so ein Programm, das verkraftet ein Hund, aber doch nicht dauerhaft, jahrelang.

    120km/pro Woche ohne Pausetage, wie das zwischendurch klang, find ich zu viel, ja.

    Aber wenn ich das richtig verstanden habe, sind das die Hobbys von zwei Menschen, die der TE da aufgeführt hat - die werden ja wahrscheinlich sogar öfter mal gleichzeitig in der Freizeit der Besitzer stattfinden, d.h. der Hund zweiteilt sich dann ja nicht ;), sondern geht dann bei einem von beiden mit. Wenn man zusätzlich noch auf vernünftige Pausetage achtet und, wie der TE das ja auch schon selbst sagte, kein Problem damit hat, das Pensum an den Hund/die Temperaturen/den Bodenbelag anzupassen bzw. den Hund auch mal zu Hause zu lassen, finde ich's gar nicht mehr sooo viel.

    Also klar, im Vergleich zum Hundehalter-Querschnitt bestimmt am oberen Ende der Skala, aber für einen lauffreudigen, gesunden Hund, für den Bewegung auch Kopf-Auslastung ist und der da vernünftig rangeführt wurde und das entsprechende Nervenkostüm mitbringt, finde ich jetzt 70+km Bewegung pro Woche nicht herausragend krass oder unmöglich. Die Umstände müssen halt passen und der Hund sorgfältig ausgesucht werden.

    Ihr seht, es wird eigentlich die eierlegende Wollmilchsau gesucht, hat evtl trotzdem jemand eine Idee?

    Ein Klein-Elo/Canilo eventuell? Die Züchtersuche ist da wahrscheinlich etwas schwieriger, weil sich da 'ne Menge Leute mit... interessanten Ansichten |) tummeln und die Rasse als solche ja auch noch nicht so durchgezüchtet ist und daher natürlich 'ne ziemliche Bandbreite im Verhalten möglich ist, aber wenn man da jemanden findet, wo einem die Elterntiere und das generelle Zuchtziel/Konzept zusagen, könnte das ganz gut passen.

    Ich kann sogar vieles von dem, was zu schreibst, grundsätzlich gut verstehen LPaxx. Nur das absolutistische stört mich. Sagt hier irgendjemand, dass es das Ziel ist, dass ein Hund nicht in der Lage ist, 2x1,25 Stunden spazieren zu gehen? Nö, meines Empfindens nach nicht. Ich lese hier eher heraus, dass dafür plädiert wird, den Hund da abzuholen wo er eben ist. Und es nunmal nicht jeder einzelne Hund (oder jede Hund/Halter Konstellation) aktuell an dem Punkt, mit deinem gewünschten Pensum stressfrei glücklich zu sein.

    Genauso geht's mir auch. :nicken:

    Ich bin wirklich gerne und viel draußen unterwegs, der Hund ist natürlich dabei. Für mich ist das wichtige Qualitäts- und Entspannungszeit und mein Hund genießt unsere Spazier-Runden und Wanderungen - zusätzlich zu seiner Auslastung-für'n-Kopp ;) - wirklich sehr. Bei einigen der Beiträge auf den bisherigen Seiten, die so in Richtung "(mehr) spazieren gehen hat für meinen Hund keinen Mehrwert" gingen, war ich echt überrascht, weil ich das von meinen eigenen Hunden wirklich gar nicht kenne. Für die waren bzw. sind Spaziergänge im Freilauf, mit Schnüffeln, Flitzen, hündischer Interaktion, etc. was Schönes, was sehr genossen wird.

    Aber - und den Punkt find ich hier in der Diskussion enorm wichtig! - natürlich kann man da nicht einfach so von seinem eigenen Hund auf alle anderen schließen. Mich beschleicht so ein bisschen der Eindruck, dass du, LPaxx , so einen Hundetyp, der hier so häufig angesprochen wird, mit dem so ein gemütliches Dahinschlendern eben nicht geht, dem eher mal die Sicherungen bei zu viel Input rausfliegen, der dosierte Spaziergänge braucht, noch nie erlebt hast, und dir das deswegen entweder gar nicht vorstellen kannst, oder so ein bisschen leugnest, dass es das überhaupt gibt.

    Und natürlich gibt es solche Hunde. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber einfach zu sagen, "ein gesunder, erwachsener Hund muss/kann/sollte das Pensum von XYZ mental verknuspern können" greift da viiiel zu kurz, das zeigt doch der Austausch auf den vielen Seiten hier sehr schön.

    vielleicht durch die teils immens hohen Auflagen... könnte ich mir mal vorstellen...

    Gibt ja Vereine im VDH, da bekommt man keine Zuchterlaubnis wenn nicht vorab alles perfekt ist... uneinsehbarer Garten z.B., oder Wohnungszucht... da bekommt man erst gar keine Zuchterlaubnis... Neuzüchterseminarprüfung nicht bestanden, oder, oder, oder...

    Findest du das echt so immens hohe Anforderungen? :???: Ich mein', bei manchen Rassen ist es doch wirklich mehr als sinnvoll, die nicht in der Wohnung aufzuziehen, und wer durch's Neuzüchterseminar rasselt, der sollte vielleicht auch nicht direkt 'nen Wurf machen...

    (Völlig ernst gemeint, nicht stänkerig oder so! Ich hab' keine eigene Erfahrung mit Züchten, aber was ich bisher so im Bekanntenkreis gehört habe, klang nicht danach, dass die Voraussetzungen das sind, woran es mit dem Züchternachwuchs scheitert. Zwischenmenschliches Hickhack in typischer Vereinsmanier |), ja, definitv, das verschreckt sicher einige sonst engagierte Rasseliebhaber, oder auch Ansichten von Vorvorgestern zum Thema genetische Vielfalt, Gentests, etc.; aber die rein formellen Zuchtvoraussetzungen sind doch in den allermeisten RZVs gar nicht sooo hoch?)