Für mich ist der Aussie irgendwie kein richtiger Arbeitshund. Zumindest nicht hier in Deutschland.
Und genau das ist irgendwie auch schade... Der ASCA-Standard sagt eigentlich: "The Australian Shepherd is primarily a working dog of strong herding and guardian instincts." Je weiter sich die Zucht davon in den letzten Jahren entfernt hat und je mehr die Modehundwelle zum Aussie überschwappte, desto mieser wurden die Hunde. Und ich kann jeden anderen Hundehalter gut verstehen, der mit einem Aussie sofort das Bild eines hysterischen, kläffenden, schnappenden, fixierenden Hundes vor Augen hat, leider hat das in den letzten Jahren echt den ersten Eindruck der Rasse geprägt, wenn man die zufällig getroffen hat. Ich bin sehr froh, dass die Nachfrage da langsam nachlässt. (Und es gibt immer noch wirklich, wirklich gute Aussiezüchter in D, die genau das nicht wollen, und Wert auf moderate, wesensfeste, 'arbeitstaugliche' Hunde legen. Muss man ein bisschen suchen
, aber es gibt sie.)
Grundsätzlich schwierig im Umgang finde ich 'nen gut erzogenen Aussie aus vernünftiger Zucht auch nicht, ganz im Gegenteil.
Aber das Umfeld muss halt passen – mit 'nem irgendwie gearteten 'Job' und den passenden Lebensumständen sind das so tolle Hunde; bei der typischen "Wir wollten einen liiiieben, bunten Familienhund und der Verkäufter hat gesagt, die jagen nicht und mögen Kinder!"-Anschaffung dagegen wird's dann für alle Beteiligten häufig eher... unschön. ![]()