Beiträge von pardalisa

    Meine beiden waren immer eher Team "kitschige Harmonie" xD - ein Mal wurde es laut, da hatte der ältere Rüde 'ne geprellte Rute und der jüngere ist beim Vom-Sofa-Hüpfen da aus Versehen drauf gelandet, aber außer einem beeindruckenden Geräuschpegel |) ist nix passiert.

    Wenn Hunde zu Besuch/zum Sitten da waren, hab' ich anfangs immer die sonst frei rumliegenden Ressourcen - Spielzeug, Knabberwurzel, etc. - weggepackt, aber nachdem meine beiden dazu übergegangen waren, Besuchshunde ohne mit der Wimper zu zucken beim Gruppenkuscheln ;) im Körbchen zu integrieren, hab' ich das auch gelassen. (Das waren allerdings auch immer bekannte Hunde von Freunden, die sich alle untereinander von Spaziergängen kannten.)

    Der jüngere Rüde, der hier im Moment leider als Einzelhund lebt, ist aber auch generell seeehr nachgiebig und nett mit bekannten Hunden und zieht sich bei Stress sofort raus/gibt nach.

    Woher kommt eig der Glaube den manche haben das man bestimmte Rassen nie baden darf oder scheinbar auch nicht ausbürsten? Gerade beim Collie hab ich das jetzt schon öfter gehört.

    Ich glaub, da kommen mehrere Sachen zusammen. Bei meinen Großeltern gab's früher zum Beispiel Spitze auf dem Hof, die haben hauptsächlich draußen gelebt, durften aber zu "besonderen Anlässen" auch mal ins Haus. Wenn die also vorher gewaschen wurden, dann mit Kernseife |) - und das hat dem Fell natürlich überhaupt nicht gut getan, deshalb war meine Oma auch ganz lange der Meinung "Hunde wäscht man nicht, das macht das Fell kaputt". (Mit vernünftigem Hundeshampoo ist das natürlich längst kein Thema mehr, aber ich kann mir vorstellen, dass sich der Glaube mit dem bloß-nicht-waschen daher gehalten hat.)

    Das mit dem nicht ausbürsten hab ich bislang nur von Besitzern von Rassen gehört, wo das Fell für Ausstellungen mega voluminös gewünscht ist. Vielleicht haben die Angst, dass das Fell zu platt anliegen würde, wenn man die ganzen toten Haare rausholt? :???:

    Mein Hund ist auch eines von diesen quasi selbstreinigenden Exemplaren, wo der Dreck einfach rausfällt – wenn man den mit Shampoo wäscht, ist das Wasser immer klar. Ich bin da sehr dankbar für seine Fellqualität und Hautbeschaffenheit; diese Talgschicht an den Händen, die man manchmal hat, wenn an einen Hund streichelt, find ich ein bisschen eklig :ops:, wenn der Hund auch auf's Sofa/ins Bett darf (bei Hauptsächlich-draußen-lebenden-Hunden ist das natürlich noch mal was anderes).

    Trotzdem wird mein Hund alle 3-6 Monate gewaschen und ausgeföhnt – zum einen bin ich absoluter Putzmuffel |) und find es genial, dass er nach einem ausgiebigen Bad wochenlang gar nicht mehr haart (besonders im Fellwechsel absolut Gold wert!), zum anderen ist natürlich auch nur ein Bruchteil des Schmutzes, mit dem so'n Hund in Berührung kommt, für das menschliche Auge sichtbar. Und da er mit ins Büro kommen und auf's Sofa/Bett darf, ist's mir schon wichtig, da regelmäßig mal 'ne Grundreinigung ;) vorzunehmen. Zum Glück findet er Baden und Föhnen total okay und macht da brav mit, obwohl er es als Welpe und Junghund nicht kannte – das macht's sehr einfach und unkompliziert. :smile: Der nächste Hund wird das auch von kleinauf kennenlernen.

    Sind Silken Windsprites eigentlich laut?!

    Frag mich grad, weil da ja wirklich konsequent Shelties eingekreuzt wurden.

    Die SiWi-Züchter, die ich bisher gesprochen hab (und die häufig vom Whippet "umgestiegen" sind), sagen: ja. Als Hüti-Besitzer |) find ich die jetzt trotzdem nicht besonders laut oder akustisch auffallend oder so – sie kommentieren manches mehr als "klassische" Windhunde (das übliche Seufzen, Grunzen, Brummeln, der ein oder andere Beller), aber als Dauerkläffer oder so hab ich sie nicht erlebt. :smile: Ich find die SiWis sehr angenehm im Umgang.

    Zu 1): Fehlverhalten ignorieren bringt natürlich nix, wenn das Verhalten für den Hund ansich schon selbstbelohnend ist. :smile: Ganz platt gesagt: Wenn der Hund zum Jagen durchstartet, lernt er ja auch nicht, das zu lassen, wenn man es einfach ignoriert... ;) Bei Verhalten, das der Hund gerne tut, das aber trotzdem "falsch"/unerwünscht ist, kann und soll man also auf jeden Fall irgendwie regulierend eingreifen. (Wie das dann genau aussieht, hängt vom Hund, dem generellen Erziehungsstil und der Situation ab, aber grundsätzlich zu sagen "Fehlverhalten ignorieren" ist kontraproduktiv, da hast du völlig recht.)

    Zu 3): Anstatt ein Verhalten wieder und wieder und wieder zu korrigieren und ein "Spiel" draus zu machen, würde ich zwei Schritte vorher ansetzen und - soweit möglich - verhindern, dass der Hund überhaupt den Fehler machen kann. Also z.B., wenn der Hund kurz 10 Minuten ruhig in seiner Box kauen soll, in der Zeit die Boxtür schließen. Sobald der Hund das verinnerlicht hat (Kauzeug = in der Box fressen), kann dann natürlich die Tür auch wieder offen bleiben, aber für den Lernprozess ist's viel, viel einfacher, wenn er gar nicht er die Chance hat, etwas wiederholt so zu machen, wie's nicht laufen soll.

    Es gab schon mal einen Fall, da wurde der Hund nach Übergabe an den neuen Besitzer zwecks eines Vorfalls vom OA eingezogen, der Tierschutzorganisation übergeben und diese musste ihn gerichtlich entschieden nicht mehr rausrücken an den Besitzer, weil im Vertrag ein Eigentumsvorbehalt von 6 Monaten festgelegt wurde. Gut - da hat man eventuell noch eine Tierwohlgefährung, je nachdem, was unter diesem 'Vorfall' gemeint ist. Aber ja, rechtlich wurde da der Orga und ihrer Vertragsklausel zugestimmt. Ich denke, wenn man diesen Fall hier im Ganzen betrachtet, schaut es für die Orga aber eher schlecht aus.

    Hast du dazu 'nen Link? :smile: Das würd mich aus juristischer Sicht echt interessieren, was da für Faktoren zusammengekommen sind, denn sooo einfach ist so eine Enteignung ja eigentlich wirklich nicht...

    Ich würde auch nichts unterschreiben, wozu ich nicht mit gutem Gewissen stehen kann. Im Kaufvertrag meines jüngeren Rüden steht ein Vorkaufsrecht, eine Regelung zum theoretischen Zuchteinsatz (etwas komplizierter, weil ASCA, aber für mich eh nicht relevant) und dass der Hund tierschutzgerecht gehalten, ernährt, bewegt, versorgt werden muss. Das find' ich vernünftig und mehr muss da auch nicht rein.

    Solche Verträge, mit denen ein Züchter seine Welpenkäufer mit Vorschriften zur genauen Fütterung, Berichten in Social Media, Verpflichtung unangekündigte Kontrollen zuzulassen, etc. regelrecht knebeln will, würde ich zum einen nicht unterschreiben, weil ich keine Lust auf den Stress hätte, falls der Züchter später tatsächlich glaubt, er könne irgendwas davon durchsetzen – und zum anderen, weil ich null Vertrauen darin hätte, dass der Züchter mir später bei eventuellen Notfällen hilfreich zur Seite steht oder ehrlich zu mir ist. Wenn jemand es nötig hat, seine Welpenkäufer so zu bevormunden, kann ich mir schwer vorstellen, dass der später ein kompetenter, netter Ansprechpartner ist, falls irgendwelche Fragen sein sollten ('ne rassespezifische Krankheit auftreten z.B. oder tatsächlich ein geplanter Zuchteinsatz, wo man dann vorher weiterführende Infos über die Verwandtschaft einholen möchte).

    Wollte das einfach mal loswerden, vielleicht hat ja jemand noch einen Denkanstoß für Dinge, die ich übersehen hab.

    Ich hab 'ne Box im Auto, erst die Doppelbox, jetzt die Einzelbox. Ich weiß nicht, wie wichtig das abgewogen mit dem Platzbedarf beim Im-Auto-Warten ist :smile: und was für Strecken du so fährst, aber einer der Gründe, warum's hier wieder eine Box und kein Gitter geworden ist, war, dass die Vorstellung, dass bei einem Unfall eine der Scheiben im Heck kaputt geht und der Hund dadurch entkommt und panisch im Verkehr herumrennt, meine absolute Horrorvorstellung ist. :ops:

    Das Rausheben der Box find' ich überraschend einfach (und ich hab ungefähr null Armmuskeln |):lol:).

    In meiner Familie gab's schon einen Familienhund, als ich Kind war, bevor ich dann – nach viel Bettelei ;)xD – im Teenageralter zusätzlich meinen ersten eigenen Hund bekommen hab.

    Ich seh das mit der Hundeerfahrung aber auch teilweise etwas skeptisch... Viel zu oft kommt jemand als Rechtfertigung für offensichtlichen Dummfug mit "aber ich hab schon seit 40 Jahren Rasse XY!" um die Ecke, während man gleichzeitig "schön, dann machst du seit 40 Jahren offensichtlich was falsch" antworten möchte. |)

    Insofern find ich das mit der Hundeerfahrung/-ahnung immer einen etwas nebulösen Begriff. :ops: Viel wichtiger ist mir, wie die Leute im Hier und Jetzt mit ihrem Tier umgehen. Und da hab' ich sowohl bei jahrzehnterlanger Hundeerfahrung als auch bei blutigen Anfängern jeweils absolute Katastrophen und richtig tolle Teams gesehen.