Beiträge von pardalisa

    Gibt's denn überhaupt seriöse Foxred-Züchter? :ops: Ich konnte mir unter der Farbe nix vorstellen und hab das mal kurz gegoogelt – die ersten drei Seiten waren da nur "Züchter" in irgendwelchen nebulösen Dissidenz-Vereinen mit teilweise sehr (sehr, sehr) übergewichtigen Hunden, denen irgendwie mehr an Farbzucht als an allem anderen zu liegen schien.

    Ich hab' allerdings auch wenig Ahnung von Retrievern, kann also sehr gut sein, dass meine Suchkriterien da Murks waren! Ich fand's nur auf den ersten Blick echt auffällig... |)

    Ich weiß ja nicht, aber finden das hier echt so viele Hundebesitzer normal, was der geplante Hund Woche für Woche leisten soll?

    Mal im Urlaub Tag für Tag so ein Programm, das verkraftet ein Hund, aber doch nicht dauerhaft, jahrelang.

    120km/pro Woche ohne Pausetage, wie das zwischendurch klang, find ich zu viel, ja.

    Aber wenn ich das richtig verstanden habe, sind das die Hobbys von zwei Menschen, die der TE da aufgeführt hat - die werden ja wahrscheinlich sogar öfter mal gleichzeitig in der Freizeit der Besitzer stattfinden, d.h. der Hund zweiteilt sich dann ja nicht ;), sondern geht dann bei einem von beiden mit. Wenn man zusätzlich noch auf vernünftige Pausetage achtet und, wie der TE das ja auch schon selbst sagte, kein Problem damit hat, das Pensum an den Hund/die Temperaturen/den Bodenbelag anzupassen bzw. den Hund auch mal zu Hause zu lassen, finde ich's gar nicht mehr sooo viel.

    Also klar, im Vergleich zum Hundehalter-Querschnitt bestimmt am oberen Ende der Skala, aber für einen lauffreudigen, gesunden Hund, für den Bewegung auch Kopf-Auslastung ist und der da vernünftig rangeführt wurde und das entsprechende Nervenkostüm mitbringt, finde ich jetzt 70+km Bewegung pro Woche nicht herausragend krass oder unmöglich. Die Umstände müssen halt passen und der Hund sorgfältig ausgesucht werden.

    Ihr seht, es wird eigentlich die eierlegende Wollmilchsau gesucht, hat evtl trotzdem jemand eine Idee?

    Ein Klein-Elo/Canilo eventuell? Die Züchtersuche ist da wahrscheinlich etwas schwieriger, weil sich da 'ne Menge Leute mit... interessanten Ansichten |) tummeln und die Rasse als solche ja auch noch nicht so durchgezüchtet ist und daher natürlich 'ne ziemliche Bandbreite im Verhalten möglich ist, aber wenn man da jemanden findet, wo einem die Elterntiere und das generelle Zuchtziel/Konzept zusagen, könnte das ganz gut passen.

    Ich kann sogar vieles von dem, was zu schreibst, grundsätzlich gut verstehen LPaxx. Nur das absolutistische stört mich. Sagt hier irgendjemand, dass es das Ziel ist, dass ein Hund nicht in der Lage ist, 2x1,25 Stunden spazieren zu gehen? Nö, meines Empfindens nach nicht. Ich lese hier eher heraus, dass dafür plädiert wird, den Hund da abzuholen wo er eben ist. Und es nunmal nicht jeder einzelne Hund (oder jede Hund/Halter Konstellation) aktuell an dem Punkt, mit deinem gewünschten Pensum stressfrei glücklich zu sein.

    Genauso geht's mir auch. :nicken:

    Ich bin wirklich gerne und viel draußen unterwegs, der Hund ist natürlich dabei. Für mich ist das wichtige Qualitäts- und Entspannungszeit und mein Hund genießt unsere Spazier-Runden und Wanderungen - zusätzlich zu seiner Auslastung-für'n-Kopp ;) - wirklich sehr. Bei einigen der Beiträge auf den bisherigen Seiten, die so in Richtung "(mehr) spazieren gehen hat für meinen Hund keinen Mehrwert" gingen, war ich echt überrascht, weil ich das von meinen eigenen Hunden wirklich gar nicht kenne. Für die waren bzw. sind Spaziergänge im Freilauf, mit Schnüffeln, Flitzen, hündischer Interaktion, etc. was Schönes, was sehr genossen wird.

    Aber - und den Punkt find ich hier in der Diskussion enorm wichtig! - natürlich kann man da nicht einfach so von seinem eigenen Hund auf alle anderen schließen. Mich beschleicht so ein bisschen der Eindruck, dass du, LPaxx , so einen Hundetyp, der hier so häufig angesprochen wird, mit dem so ein gemütliches Dahinschlendern eben nicht geht, dem eher mal die Sicherungen bei zu viel Input rausfliegen, der dosierte Spaziergänge braucht, noch nie erlebt hast, und dir das deswegen entweder gar nicht vorstellen kannst, oder so ein bisschen leugnest, dass es das überhaupt gibt.

    Und natürlich gibt es solche Hunde. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber einfach zu sagen, "ein gesunder, erwachsener Hund muss/kann/sollte das Pensum von XYZ mental verknuspern können" greift da viiiel zu kurz, das zeigt doch der Austausch auf den vielen Seiten hier sehr schön.

    vielleicht durch die teils immens hohen Auflagen... könnte ich mir mal vorstellen...

    Gibt ja Vereine im VDH, da bekommt man keine Zuchterlaubnis wenn nicht vorab alles perfekt ist... uneinsehbarer Garten z.B., oder Wohnungszucht... da bekommt man erst gar keine Zuchterlaubnis... Neuzüchterseminarprüfung nicht bestanden, oder, oder, oder...

    Findest du das echt so immens hohe Anforderungen? :???: Ich mein', bei manchen Rassen ist es doch wirklich mehr als sinnvoll, die nicht in der Wohnung aufzuziehen, und wer durch's Neuzüchterseminar rasselt, der sollte vielleicht auch nicht direkt 'nen Wurf machen...

    (Völlig ernst gemeint, nicht stänkerig oder so! Ich hab' keine eigene Erfahrung mit Züchten, aber was ich bisher so im Bekanntenkreis gehört habe, klang nicht danach, dass die Voraussetzungen das sind, woran es mit dem Züchternachwuchs scheitert. Zwischenmenschliches Hickhack in typischer Vereinsmanier |), ja, definitv, das verschreckt sicher einige sonst engagierte Rasseliebhaber, oder auch Ansichten von Vorvorgestern zum Thema genetische Vielfalt, Gentests, etc.; aber die rein formellen Zuchtvoraussetzungen sind doch in den allermeisten RZVs gar nicht sooo hoch?)

    Also entweder hast du dich verschrieben oder ich mich verrechnet. 10km in 15 Minuten macht stolze 40km/h Laufgeschwindigkeit...

    Ich nehme an, dass 5:15-5:30 die Pace ist, und keine Uhrzeitangabe im Sinne von 15 Minuten... ;)

    Edit: Mir käme bei dem angedachten Programm auch am passendsten ein Hund, der schon die Bewegung als Auslastung wahrnimmt, in den Sinn. Möglichst verträglich dabei, möglichst wenig Jagdtrieb, damit er gut und viel frei mittraben kann - mein ehemaliger Sitterhund, eine Dalmatinerhündin, hätte sich bei euch richtig, richtig wohlgefühlt, die wär für so ein Leben wie geschaffen gewesen. :smile:

    Der Kofferraum unseres Zweitautos hat eine hohe Ladekante, was unser Hund beim Reinspringen blöd findet. Hat jemand Ideen, wie ich das auf eine Ebene bringen kann? So ca. 10-15 cm muss ich ausgleichen. Ich hab schon überlegt, vielleicht Styroporplatten zuzuschneiden und ein Hundebett drauf :???:

    Je nachdem, was ihr für ein Auto fahrt und wie lange ihr das behalten wollt - man kann bei manchen Autos relativ gut einen Ladeboden nachrüsten lassen, den man dann mit 'ner Klappe öffnen und sogar als zusätzliches Stauraum-Fach nutzen kann. :smile:

    (Bei so'ner alten Karre wie meinem würde sich das jetzt z.B. nicht mehr lohnen xD, aber ich dachte, ich erwähn's mal.)

    Zitat

    Ich bin warlich kein Wahrsager, aber dass es irgendeinen Vorfall mit den Kindern gab springt einem mMn förmlich ins Auge.

    Ich will das keinesfalls ausschließen. Aber ist nicht genauso denkbar, dass zb das gemeinsam unbeaufsichtigt lassen usw. den Hund in eine Rolle drängte? Den des Aufpassers und Regelmentierers vielleicht.

    Der im Raum bestimmt, wer wo sein darf, der Nähe sucht um dann zu ordnen, was für ihn nicht passt.

    Das wollte ich auch gerade schreiben.

    Je nachdem, wie miserabel die Genetik ist (und davon würd ich hier mal ausgehen |); niemand, der noch alle sieben Sinne beisammen hat, kreuzt freiwillig Aussie x Labbi und erwartet dabei top Familienhunde...), kommen da ein paar doofe Erfahrungen mit körperlichen, unfairen Maßregelungen, eine sehr, sehr kurze Zündschnur und 'ne generell schwierige Tendenz, Probleme nach vorne zu lösen und dabei nicht lange abzuwarten, beim Hund sehr unschön zusammen. Dafür muss gar nichts "herausragend Schlimmes" wie Bedrängen/Ärgern des Hundes durch die Kinder vorgefallen sein.

    Was ich damit eigentlich sagen will: Man sollte sich vermutlich schon mal von dem Gedanken freimachen, dass man den Hund ab jetzt nur noch mit passenden Methoden erzieht, und das Verhalten dann dadurch verschwindet und der unkompliziert mit den Kindern wird. So einfach wird's höchstwahrscheinlich nicht laufen, der wird auf lange Zeit sehr viel Arbeit und Fingerspitzengefühl erfordern und den Alltag (gerade mit Kindern im Haushalt - ich würde da zum Beispiel garantiert keinen Kontakt zu Besuch/Freunden der Kinder zulassen) merklich einschränken.

    Brisante Mischung habt ihr euch da in's Haus geholt... :fear:

    Maulkorb drauf und kompetenten Trainer suchen wären auch meine ersten Schritte. Zusätzlich würde ich Hund und Kinder soweit es geht räumlich trennen (z.B. über Türgitter oder ähnliches), bis der Trainer bei euch zu Hause war - ein Maulkorb verhindert zwar Bisse, tut aber trotzdem sauweh, wenn ihn ein (kleines) Kind mit Schwung ins Gesicht bekommt.

    Und für die Zukunft: ihr könnt euch schon mal Gedanken machen, wie viel ihr bereit seid, um den Hund herumzuplanen, bzw. was bei euch im Alltag so an langfristigen Sicherungsmaßnahmen möglich ist und ob ihr damit umgehen könnt/wollt. Erfahrungsgemäß wird das kein locker-flockig mitlaufender Familienhund mehr; da wird 'nen hartes Stück Arbeit auf euch zukommen und der Hund vermutlich für die nächsten Jahre ständige Aufsicht, Wachsamkeit und enge Führung/Anleitung von eurer Seite aus erfordern.