Ich kann sogar vieles von dem, was zu schreibst, grundsätzlich gut verstehen LPaxx. Nur das absolutistische stört mich. Sagt hier irgendjemand, dass es das Ziel ist, dass ein Hund nicht in der Lage ist, 2x1,25 Stunden spazieren zu gehen? Nö, meines Empfindens nach nicht. Ich lese hier eher heraus, dass dafür plädiert wird, den Hund da abzuholen wo er eben ist. Und es nunmal nicht jeder einzelne Hund (oder jede Hund/Halter Konstellation) aktuell an dem Punkt, mit deinem gewünschten Pensum stressfrei glücklich zu sein.
Genauso geht's mir auch. 
Ich bin wirklich gerne und viel draußen unterwegs, der Hund ist natürlich dabei. Für mich ist das wichtige Qualitäts- und Entspannungszeit und mein Hund genießt unsere Spazier-Runden und Wanderungen - zusätzlich zu seiner Auslastung-für'n-Kopp
- wirklich sehr. Bei einigen der Beiträge auf den bisherigen Seiten, die so in Richtung "(mehr) spazieren gehen hat für meinen Hund keinen Mehrwert" gingen, war ich echt überrascht, weil ich das von meinen eigenen Hunden wirklich gar nicht kenne. Für die waren bzw. sind Spaziergänge im Freilauf, mit Schnüffeln, Flitzen, hündischer Interaktion, etc. was Schönes, was sehr genossen wird.
Aber - und den Punkt find ich hier in der Diskussion enorm wichtig! - natürlich kann man da nicht einfach so von seinem eigenen Hund auf alle anderen schließen. Mich beschleicht so ein bisschen der Eindruck, dass du, LPaxx , so einen Hundetyp, der hier so häufig angesprochen wird, mit dem so ein gemütliches Dahinschlendern eben nicht geht, dem eher mal die Sicherungen bei zu viel Input rausfliegen, der dosierte Spaziergänge braucht, noch nie erlebt hast, und dir das deswegen entweder gar nicht vorstellen kannst, oder so ein bisschen leugnest, dass es das überhaupt gibt.
Und natürlich gibt es solche Hunde. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber einfach zu sagen, "ein gesunder, erwachsener Hund muss/kann/sollte das Pensum von XYZ mental verknuspern können" greift da viiiel zu kurz, das zeigt doch der Austausch auf den vielen Seiten hier sehr schön.