Beiträge von pardalisa

    Uns ist es egal ob ein Züchter einem Zwinger/Verband angehört, so lange die Hunde nachweislich alle Untersuchungen haben, Zuchtzulassungen usw.

    Wobei es - je nach Rasse - an dem Punkt schon schwierig wird. Für mich hat eine Verbandszugehörigkeit des Züchters zwei Vorteile:

    1) Der Züchter ist mit Kollegen vernetzt. Fortbildungen, Datenbanken, sogar so simple Sachen wie "Nachzucht kommt als Rückläufer zum Züchter zurück, kann dort aber nicht bleiben" lassen sich viel einfacher bewerkstelligen, wenn man im Verband organisiert ist und die entsprechende Infrastruktur hat.

    2) Bei Rassen mit Arbeitsprüfungen muss die irgendwer organisieren und abnehmen. Und ich finde es enorm wichtig, dass ich da nicht nur auf die Erzählung des Züchters vertrauen muss, was die Leistung der Elterntiere angeht, sondern tatsächlich standardisierte, überprüfbare Prüfungsergebnisse habe. Ohne Verband irgendeiner Art im Hintergrund wird das schwierig bis unmöglich...

    Um den Bogen zurück zu den Welpenpreisen zu schlagen: gerade in den Punkten ist es mir die Sache wert, dass der Züchter im Verband ist - auch, wenn dadurch die Welpen 150€ mehr kosten als ein Welpe vom verbandslosen Züchter. Da würde ich nicht sparen wollen und auch keine Kompromisse eingehen.

    Naja bei der Aussiezüchterin von der die Familie meines Freundes ihren Hund hat gab es halt zum Beispiel noch eine Nachbetreuung, Welpenschule, Welpentreffen, etc. Das ist Service, der nicht selbstverständlich ist, der auch Zeit kostet und Arbeit macht. Und das ist dann vielleicht der Unterschied zu einem 950€ Züchter.

    Naja, das ist ja aber eher eine gesonderte "Dienstleistung" und nicht direkt Teil des Welpenpreises im engeren Sinne. Da würde es mich tatsächlich interessieren, ob man dann weniger zahlt, wenn man z.B. den Service gar nicht in Anspruch nehmen kann (oder will...), weil man z.B. weit weg wohnt oder schon einen Verein hat, in dem man sich wohlfühlt.

    Und Welpentreffen gibt's für meinen Zweithund auch – und der war eher am unteren Ende der Preisskala, die ich genannt hatte. ;) Ist ganz nett, das wär' jetzt für mich aber kein Grund für oder gegen einen Züchter oder für einen höheren Preis.

    Das ist schon krass, da würde ich als Welpenkäufer dann doch das Vergleichen anfangen. Nicht als einziges Kriterium, aber als eins von mehreren.

    Ja, geht mir genauso. Ich mein', ich such nicht aus Prinzip einen "günstigen Welpen", aber ich möchte schon gerne nachvollziehen können, wie sich der Preis so ungefähr zusammensetzt. Und ganz vorsichtig gesagt: bei einigen Züchtern fällt mir das sehr, sehr schwer, besonders wenn ich mir bisherige Nachzuchten und geplante Verpaarungen so angucke... :hust:

    Innerhalb einer Rasse ist ja meistens halbwegs auf dem selben Level. Wenn man sich dann eine teure Rasse ausgesucht hat statt ner günstigen, hat man halt die Arschkarte...

    Kommt auf die Rasse an: ich kenn' mich ja hauptsächlich bei Aussies aus, aber da schwanken die Preise schon ganz mächtig innerhalb der Rasse – von 950€ bis 1.600€ ist da alles dabei (alles Preise von im Verband organisierten Züchtern). Und Unterschiede in der "Qualität" der Welpen oder der Aufzucht sehe ich da keine großen, zumindest keine, die so eine massive Preisspanne rechtfertigen würden – das ist bei einigen Züchtern einfach geschickte Vermarktung, ein bisschen Schwimmen mit dem Mode-Strom was bestimmte Farben angeht und letztendlich wird der Preis halt verlangt, weil sich jemand findet, der ihn zahlt.

    Mal gucken, wie sich das entwickelt, wo der Aussie-Boom ja (endlich!) nach und nach abebbt...

    Wir sind alle Lügner! :ugly:

    Ja, so hab' ich auch geguckt :D – und war kurz davor, zu fragen, ob das auch für Rassen gilt, die ja von Natur aus eher zu den "stapelbaren" gehören. Wäre eine lustige Vorstellung: bei einer Ausstellung oder einem Turnier purzeln da ein halbes Dutzend Windhunde (oder Pudel oder so) aus dem gleichen Kofferraum und teilen sich die gleichen Liegekissen, aber zu Hause muss natürlich jeder sein eigenes Zimmer haben, weil die sich sonst zerfleischen. :ugly: Sicher, sicher.

    komisch manche Züchter...

    Das kannste laut sagen. :hust: Als ich auf Zweithundzüchtersuche war, hatte ich kurz Kontakt zu jemandem, der seine Welpen gar nicht in Mehrhundehaltung abgibt – weil er die eigenen Hunde zu Hause 24/7 trennen muss und deshalb davon ausgeht, dass das allen anderen Leuten mit mehr als einem Hund auch so geht und wer das Gegenteil behauptet, der lügt. Ich hab' dann dankend Abstand genommen...

    Heute waren fremde Menschen mal wieder sehr überrascht, dass Sam schon 12,5 ist. Nach unserem Spaziergang, haben mich Leute angesprochen, wieso der Hund denn über die Rampe ins Auto geht und nicht springt. Naja, er ist halt alt, schon 12,5. So :shocked: haben die geschaut

    Das hab' ich im Moment auch ab und zu, wenn mein Seniorhund seinen Mantel trägt – die meisten Leute, die fragen, sind wirklich nett und interessiert, warum der mit seinem Plüschfell denn angezogen ist.

    Und wenn ich dann antworte, dass er nächsten Monat 13 Jahre alt wird und bei Pladderregen sonst durchweicht und auskühlt, ist die Antwort meist eine Variation von: "Echt? Das hätte ich jetzt nicht gedacht, er sieht jünger aus/läuft aber noch richtig gut/macht aber einen fitten Eindruck." Was mich natürlich umso mehr freut. :smile:

    Externer Inhalt farm5.staticflickr.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Zwei aktuelle Fotos von Mitte der Woche – Spaziergang kurz vor dem angekündigten Sturm, deshalb ein bisschen mit Wind-zerzauster Frisur, der Opi. :hust:

    Externer Inhalt farm5.staticflickr.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Der Punkt ist doch, wenn man arbeitet und nicht ständig alles im Auge hat, dass man nur vermuten kann. Du weisst ja nicht, ob Gassi nicht doch in deiner Arbeitszeit statt findet.

    ... oder während der andere HH arbeitsbedingt außer Haus ist.

    Ich konnte z.B. bei meinem ersten Job den Hund jeden Tag mitnehmen und ungefähr die Hälfte der Arbeitszeit war draußen. D.h. mein Hund war täglich mindestens drei, manchmal mehr Stunden mit mir in Parks, auf Streuobstwiesen und am Elbufer unterwegs – aber wenn die Nachbarn hinter ihren Küchenvorhängen geguckt und über meine Gassi-Zeiten spekuliert hätten ;) , hätten sie nur gesehen, dass ich mit ihm morgens und abends einmal kurz die Straße hoch bis zur Wiese gehe. Die eigentlich "Hunde-Action-Zeit" fand halt woanders statt.

    Habt ihr Ratschläge, wie ich da bei der weiteren Suche vorgehen soll?

    Anderen Züchter suchen und sich nicht verunsichern lassen. ;)

    Wenn deine Hündin ein bisschen zum Zicken neigt und generell eher unsicher ist, würde ich auch einen Rüden dazu nehmen – die sind ja schon meistens (je nach Rasse natürlich) gerne bereit, sich einer älteren, schon im Haushalt lebenden Hündin anzupassen. Gerade die Kombination "ältere Hündin + jüngerer Rüde" ist in meinem Bekanntenkreis eigentlich das Mehrhundehalter-Konzept, wo ich am wenigsten von Reibereien oder nötigem Management höre (guter Plan für die Läufigkeiten vorausgesetzt, natürlich).