Beiträge von pardalisa

    ... die Hunde da regelmässig tatsächlich die ganze Nacht in den Boxen im Auto verbringen müssen ...

    Wobei das echt schwer zu beurteilen ist, wenn man nicht dauerhaft selbst daneben steht. :/

    Ich arbeite z.B. in meinem Nebenjob hauptsächlich nachts und darf die Hunde mit ins Büro bringen. Manchmal ist aber die erste halbe Stunde noch eine Kollegin da, die Angst vor Hunden hat, d.h. meine beiden warten kurz im Auto, kommen dann für die ganze Arbeitszeit mit rein und gehen zum Schluss manchmal noch 'ne Viertelstunde ins Auto, falls irgendwelche besonderen Vorkommnisse waren und ich mit dem Wachdienst, der dann das Gebäude schließt, noch 'Lagebesprechung' machen muss.

    Würde aber jemand in genau diesen beiden Zeitfenstern am Auto vorbeikommen, sieht das für denjenigen aus, als hätte ich meine Hunde da sechs Stunden oder länger ins Auto gepackt, obwohl's insgesamt max. 45 Minuten waren.

    Naja kommt wohl schlicht auf die Hunde an, ob das normal ist.
    Bei meinen fände ich das nicht normal, wenn die sich plötzlich angehen würden, einfach weil die in den über 2 Jahren noch nie eine Auseinandersetzung hatten.

    Geht mir genauso. Meine beiden leben jetzt seit knapp vier Jahren ohne Auseinandersetzungen zusammen – da würde ich mich schon fragen, ob irgendwas Größeres im Argen liegt, wenn die jetzt plötzlich wegen eines Außenreizes als Übersprungshandlung ineinanderhängen würden.

    Also, nicht das Verhalten allgemein finde ich irgendwie 'krass' oder 'unnormal' (das kommt wahrscheinlich einfach auf den Typ Hund an, den man hat), aber die schlagartige Veränderung würde mir bei meinen Sorgen machen.

    Wobei ich eine richtige Notsituation, wo einer oder beide im absoluten Alarmzustand ist, zum Glück auch noch nicht hatte.

    (Allerdings war die Vorstellung bzw. das Was-wäre-wenn-Szenario einer der Gründe, warum ich im Auto jetzt eine Doppelbox mit Trennwand habe und die beiden nicht mehr gemeinsam in eine Box schmeiße – ich will nicht ausprobieren, ob das immer noch so gut und konfliktfrei laufen würde, wenn wir in einen Unfall geraten und die Hunde oder ich verletzt sind und Schmerzen haben.)

    So what? Wenn alles andere stimmt? Wie ihr wisst komme ich auch aus einer Züchterfamilie und wir haben 3 Rassen gezüchtet ALLE im VDH.

    Da braucht man dann aber schon eine Großfamilie im Mehrgenerationenhaus, die da geschlossen mitzieht, oder? :???:

    Ich mein', allein um jedem Hund jeden Tag mindestens einen ausgiebigen Spaziergang zu ermöglichen (was für mich jetzt die absolut minimalste Anforderung an Hundehaltung wäre) - und dann dazu noch die Pflege, die Zeit für Erziehung/ab und zu mal Einzelspaziergänge, solche Sachen wie Beschäftigung/Sport/irgendeine Art von Förderung, usw. usf. Da kommt ganz schon was zusammen.

    Nimmt man z.B. die hier genannten 25 Hunde - alleine wird man die kaum alle gleichzeitig beim Spaziergang unter Kontrolle halten können, also muss man mehrmals große Runden gehen - täglich. Dazu dann noch die Fellpflege, die beim Pudel ja doch etwas umfangreicher ist als "nur mal kurz drüberbürsten" und ein bisschen was für'n Kopf oder mit ihrem Menschen wollen die ja auch gerne machen (und wäre für mich als Welpeninteressent auch absolut unverzichtbar, denn wie sonst soll der Züchter was über den Charakter und die Talente des einzelnen Hundes sagen können? "Läuft halt so mit im Rudel" ist mir da zu wenig...).

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das mit so einer großen Hundezahl funktionieren soll, wenn man nicht eine größere, zuverlässige Gruppe von Personen hat, die sich da voll reinkniet.

    aber welche Hunde sind denn für deutsche Wetterverhältnisse gemacht?

    Altdeutsche Hütehunde würden mir da z.B. einfallen – quasi "regional entstanden", für langes Arbeiten bzw. langen Aufenthalt draußen gezüchtet und durch keine Modewelle so verformt, dass sich da plüschiges Showfell gebildet oder irgendwelche Körperteile deformiert worden wären.

    Ich will damit nicht sagen, dass sich doch bloß jeder einen AH als "netten Familienhund" kaufen soll und die Qualzuchtdiskussion ist vorbei ;) – bitte nicht! Aber als Beispiel dafür, dass sich für einen ausdauernden Arbeitshund in unseren Breitengraden anscheinend "mittelgroß, gemäßigtes Fell, Unterwolle, langer Fang" herausgebildet hat, wenn man nur nach Leistung der Hunde guckt, taugt's allemal. Und es gibt bestimmt noch mehr Beispiele.

    Ich find's allerdings auch normal, dass es da leichte Abweichungen gibt. Kaum ein Hund muss heute noch wirklich über Stunden und Tage bei jedem Wetter draußen Arbeit verrichten, sondern lebt viel drinnen – insofern würde ich fehlende Unterwolle o.ä. jetzt beispielsweise nicht als Qualzucht oder "schlecht angepasst/für's Klima nicht geeignet" sehen.

    @just2dun Stimmt, die Zahlen sind besser und umfangreicher. :smile:

    Wobei ich einen Durchschnitt von fünf Welpen immer noch nicht 'viel' finde, aber vielleicht hab' ich da von meiner favorisierten Rasse und den Erzählungen der Schäferhund-Halter und -züchter aus dem ehemaligen Verein auch einfach ein etwas verzerrtes Bild – bei acht bzw. über zehn Welpen pro Wurf kommt einem so ein kleiner Haufen Spitze irgendwie wenig vor. |)

    Was arbeitet/studiert ihr und wie regelt ihr das mit Hund? Habt ihr weitere Ideen für mich?

    Zu den kreativen Berufen/Berufen mit Medien kann ich leider nix sagen, aber ich war bislang eher positiv überrascht, wo überall Hunde am Arbeitsplatz möglich sind.

    Mein Freiwilligenjahr habe ich z.B. in einem Umweltbildungszentrum mit Ausstellung/Museum/Tourist-Info gemacht – Hund im Büro und bei der Arbeit im Freien war überhaupt kein Problem. (Wäre auch für die festangestellen Mitarbeiter erlaubt gewesen, aber von denen hatte keiner einen – was dazu führte, dass meiner seinen "Sonderstatus" als Bürohund sehr genossen und sich bei den Kollegen verwöhnen lassen hat. |) )

    Bei uns an der Uni sind Hunde in den Gebäuden leider verboten – wobei das hauptsächlich für die Studenten gilt und bei Mitarbeitern schon ganz anders aussieht. ;) An der Forst-Fakultät ist es beispielsweise schon eher schwierig, ein Büro zu finden, in dem kein Hund pennt. Und bei meinem Nebenjob ist es ähnlich – ein Hundeverbot existiert für reguläre Besucher, aber mein Chef findet es völlig okay, wenn ich meine Hunde mitnehme, solange die im Büro bleiben und nicht unbeaufsichtigt durch's ganze Haus laufen (was für mich selbstverständlich ist).

    Was mögt ihr am AnnyX eigentlich so gern?

    Ich mag, ...
    ... dass die Geschirre ziemlich robust sind und auch nach wirklich langem, belastenden Gebrauch keine Nähte aufgehen, kein Abrieb o.ä. erkennbar ist,
    ... dass man sie einfach in die Waschmaschine schmeißen kann (wären meine Hunde nicht solche Schlamm-Magneten, hätten sie stattdessen handgemachte Ledergeschirre, die finde ich nämlich eigentlich deutlich hübscher),
    ... dass sie rundum verstellbar sind (gerade am Hals ist mir das für den Fellwechsel und die Monate, in denen der Senior seinen Mantel mit Kragen trägt, wichtig)
    ... und dass ich nicht selbst messen muss wie bei einer Maßanfertigung (dafür bin ich nämlich zu blöd :ops: ).

    Das Getue um die Sonderfarben finde ich allerdings ausgesprochen seltsam, da mach' ich nicht mit. ;) Hier hat jeder Hund nur ein Geschirr und ein neues gibt's erst, wenn das alte irgendwann kaputt sein sollte.

    Voll unterpolstert, das Material und die selbe Passform gibts ja auch bei anderen Anbietern - und da kann man sich die Farben sogar aussuchen, [...]

    Tipps und Links zu anderen Anbietern mit vergleichbaren Geschirren nehme ich aber gerne! :smile: Man quatscht ja doch öfter mal mit anderen HH über Ausrüstung und Zubehör, wenn man auf's Geschirr angesprochen wird, da würde ich gerne mal vergleichen und Alternativen nennen können.

    Ist aber auch eine seltene Rasse.

    (Ich pick mir das nur mal als Beispiel raus, ist keine Kritik. :smile: Nur, weil das so ähnlich jetzt schon öfter genannt wurde...)

    Selten muss aber nicht unbedingt teuer bedeuten! Der Großspitz ist leider so selten geworden, dass er es auf die rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen geschafft hat – und trotzdem sind die Welpen eher 'günstig' (= um die 1.000€), wenn man das mit einigen der hier im Thread genannten Preise vergleicht.

    Zeigt mMn sehr schön, dass da die Beliebtheit/Mode/Gewöhnung/was-auch-immer ganz kräftig mit in die Preisgestaltung reinspielt – ein Großspitzzüchter hat ähnlichen Aufwand wie z.B. ein Shiba-Züchter (weite Wege zum Deckpartner, kleine Würfe, ...), aber der Großteil der Welpeninteressenten würde halt für einen Großspitz keine 2.000€ hinblättern, also können die auch nicht verlangt werden.

    Uns ist es egal ob ein Züchter einem Zwinger/Verband angehört, so lange die Hunde nachweislich alle Untersuchungen haben, Zuchtzulassungen usw.

    Wobei es - je nach Rasse - an dem Punkt schon schwierig wird. Für mich hat eine Verbandszugehörigkeit des Züchters zwei Vorteile:

    1) Der Züchter ist mit Kollegen vernetzt. Fortbildungen, Datenbanken, sogar so simple Sachen wie "Nachzucht kommt als Rückläufer zum Züchter zurück, kann dort aber nicht bleiben" lassen sich viel einfacher bewerkstelligen, wenn man im Verband organisiert ist und die entsprechende Infrastruktur hat.

    2) Bei Rassen mit Arbeitsprüfungen muss die irgendwer organisieren und abnehmen. Und ich finde es enorm wichtig, dass ich da nicht nur auf die Erzählung des Züchters vertrauen muss, was die Leistung der Elterntiere angeht, sondern tatsächlich standardisierte, überprüfbare Prüfungsergebnisse habe. Ohne Verband irgendeiner Art im Hintergrund wird das schwierig bis unmöglich...

    Um den Bogen zurück zu den Welpenpreisen zu schlagen: gerade in den Punkten ist es mir die Sache wert, dass der Züchter im Verband ist - auch, wenn dadurch die Welpen 150€ mehr kosten als ein Welpe vom verbandslosen Züchter. Da würde ich nicht sparen wollen und auch keine Kompromisse eingehen.