Beiträge von pardalisa

    Welche Regeln/Verbote gibt es bei euch? Z.b. nicht auf Bett/Couch, nicht in Bad/Küche/Kinderzimmer, nicht am Esstisch sitzen o.ä.

    Im Haus gibt's bei uns nur wenige Regeln: 1. Drinnen wird nicht wild mit Herumgerenne getobt, das können sie im Garten oder beim Spaziergang machen; 2. Wenn die Hunde irgendwo im Weg liegen (beim Kochen/Staubsaugen/etc.), schicke ich sie beiseite und will das nicht ausdiskutieren, da erwarte ich eine zügige Reaktion.

    Das war's eigentlich schon – schlafen dürfen sie, wo sie wollen (auch auf dem Bett oder Sofa) und Räume, die für die Hunde komplett tabu sind, haben wir auch nicht.

    Was würdet ihr heute anders machen? Welche Regel hat sich als blöd herausgestellt, bzw. welche Regeln hättet ihr doch besser eingeführt?
    Und warum?

    Was ich beim ersten Hund verpennt habe, war beim Spaziergang von Anfang an darauf zu achten, dass er sich nicht vom Weg entfernt. Ich war so naiv und blöde zu denken, dass er das ruhig machen kann, solange er in Sichtweite ist und auf Pfiff sofort kommt. Pustekuchen – ich hab' mir das Training der Kontrollierbarkeit bei Wildsichtung unnötig schwierig gemacht und ich find's rückblickend auch total daneben von mir, wie locker ich das gesehen habe, wenn der Hund mal über einen Acker oder durch ein Gebüsch gelaufen ist. War ein ordentliches Stück Arbeit, ihm dann mit anderthalb Jahren beizubringen, dass er auf dem Weg bleiben und auf Stoppelfeldern/abgemähten Wiesen nur nach Freigabe flitzen darf.

    Beim Zweithund war ich da von Anfang an zum Glück viel pingeliger, das war deutlich angenehmer und einfacher.

    @Nalabaer Das Gefühl, dass der Spaziergang zum Spießrutenlauf wird, man ständig angespannt ist, die Umgebung scannt und es überhaupt keinen Spaß macht, mit dem Hund gemeinsam unterwegs zu sein, kenne ich auch. Nicht von meinen eigenen Hunden, aber von einem Sitterhund, der einfach alles furchtbar findet, was vier Beine und 'nen Puls hat.

    Was mir wahnsinnig gut geholfen hat und für dich vielleicht auch ein bisschen Erleichterung bringt: Ich hab' mich mal in einer ruhigen Minute hingesetzt und eine Liste gemacht, was denn das Schlimmste wäre, was draußen passieren könnte. Sozusagen ein paar knappe "Worst-Case-Szenarios". Bei dem Hund waren das für mich: 1. mir reißt's die Leine aus der Hand, wenn er plötzlich irgendwohin springt und er rennt weg; 2. er beißt einen Menschen oder einen fremden Hund.

    Und dann hab' ich genau die beiden Sachen extra doll abgesichert (also in dem Fall: doppelte Sicherung des Hundes mit zwei Leinen und stabiler Maulkorb). Mich hat das viel ruhiger gemacht – und das hat sich dann natürlich auch auf den Hund ausgewirkt –, weil ich mit zunehmender Routine wusste, dass nix wirklich, wirklich Übles passieren kann. Anderer Hund prescht plötzlich aus dem Gebüsch und kracht überschwänglich in meinen Sitterhund rein? Egal, das wird dann vielleicht mal kurz laut und peinlich, aber der fremde Hund muss hinterher wenigstens nicht tierärztlich zusammengeflickt werden. Jemand tritt von hinten an den Hund ran, ich bemerke es nicht rechtzeitig und die Person beugt sich über ihn? Ist vielleicht kurz doof für den Hund und ich sollte nächstes Mal besser aufpassen, aber niemand wird verletzt. Und so könnte man die Liste fortführen...

    Im Endeffekt ist der Hund immer noch einer, auf den man beim Spaziergang achten muss und der vermutlich nie ein locker-flockig netter Mitläufer wird, aber für mich ist es mittlerweile viel, viel entspannter, mich draußen mit ihm zu bewegen. Und genau die Sicherheit und Gelassenheit hilft auch enorm dabei, dass ich ganz ruhig stehen bleiben bzw. geordnet ausweichen und anderen Hundehaltern "Nein! Sie nehmen ihren Hund jetzt hier weg, 'meiner' ist unverträglich und will keinen Kontakt" sagen kann, wenn jemand meint, er müsste trotz gegenteiliger Bitte seinen Hund zu uns schicken – anstatt hektisch zu werden und mit einem Auge nach einem Fluchtweg zu schielen, wie ich das anfangs gemacht habe.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute mit deinem Hund! :smile:

    Das steht dran. In Neuss zum Beispiel ist das eine riesengroße Wiese mit Teich und Spazierwegen drin. Diese kleinen Gitterplätze meide ich auch.

    Aber wenn da Spazierwege durchführen und das ganze Gebiet von der Allgemeinheit und nicht nur von Hundehaltern benutzt wird, kann es doch auch gut passieren, dass jemand, der einfach nur einen Sonntagsspaziergang machen möchte und Angst vor Hunden hat, kurz um's Anleinen oder Festhalten bittet, wenn man auf dem gleichen Weg aufeinander zugeht.

    Dem würde man doch auch nachkommen, oder? :???:

    Vielleicht bin ich gerade langsam im Denken, aber wo ist denn da der Unterscheid für einen selbst, ob da jetzt ein ängstlicher Mensch oder ein Mensch mit läufiger Hündin/unverträglichem, angeleinten Hund entgegen kommt? So oder so sollte ich meinen eigenen Hund da nicht hinlaufen lassen, sondern netterweise kurz ranrufen/'ne Retrieverleine überwerfen/Hand ins Halsband halten oder was-auch-immer.

    "Freilaufgebiet" heißt ja nur, dass Freilauf grundsätzlich erlaubt ist (im Gegensatz z.B. zu Naturschutzgebieten mit Leinenzwang) – nicht, dass der Hund einfach überall hingehen darf und man ihn nicht auch kurz mal festhalten könnte, wenn's die Situation erfordert.

    Das sind dann aber keine Auslaufzonen,( weil laufen kann man da nix, nur rumstehen), sondern Hundewiesen.

    Ist vielleicht regional verscheiden, aber in Wien heißen die "Hundezonen", wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und in Hamburg ist's, glaub ich, ähnlich.

    Hier, sowas meine ich: Beispiel (klick). Minikleine Flächen halt, die als 'Zone für Hunde' deklariert sind.

    Mal abgesehen davon, dass ich persönlich da mit gar keinem Hund hingehen würde (oder besser gesagt: den Luxus habe, das nicht zu müssen) – bei so wenig Platz könnte ich verstehen, dass man da nur mit jungen, stabilen Hunden zum 'Spieltreff' hingeht (... über die Sinnhaftigkeit kann man dann wieder streiten) und nicht mit einer läufigen Hündin mitten in die Gruppe platzt.

    Aber ich hab' schon öfter gehört, dass der Begriff "Auslaufgebiet/Hundezone/Freilaufzone" sowohl für so kleine Wiesen als auch für größere Flächen benutzt wird, deshalb frag' ich ja. :smile:

    Aber wenn ich das in ausgewiesenen Freilaufgebieten auch noch tun muss, dann ist das kein Freilaufgebiet mehr.

    Dann stehe ich irgendwie auf der Leitung – was ist denn für dich ein Freilaufgebiet? Also, woran erkennt man das bei euch in der Gegend?

    In Auslaufzonen haben weder läufige Hündinnen, noch unverträgliche Hunde was verloren. Und ja, ich hatte auch schon eine Hündin.

    (Markierung von mir.)

    Moment, reden wir jetzt von diesen mini-winzig eingezäunten Grasstückchen, die es in manchen Städten als "Hundeauslaufzone" gibt und wo eigentlich nur Hundebesitzer drin rumstehen – oder von einem offenen, nicht eingezäunten Gebiet, wo Hunde offiziell freilaufen dürfen, aber wo sich auch Jogger, Radfahrer und Spaziergänger ohne Hund aufhalten?

    Edit: Bei ersterem kann ich verstehen, dass man da nicht unbedingt mit einer läufigen Hündin/einem unverträglichen Hund reingehen sollte, wenn schon Leute da sind und mehrere Hunde durcheinander purzeln; bei zweiterem – ähm, wieso sollten sich läufige Hündinnen/unverträgliche Hunde/alte, kranke, was-auch-immer Hunde da nicht aufhalten dürfen? :ka:

    Wie habt ihr das gelöst? Ab wann seit ihr gemeinsame Leinenrunden gegangen?

    Ich bin von Anfang an gemeinsame Leinenrunden gegangen – einfach deshalb, weil mein Ersthund zu dem Zeitpunkt neun Jahre und tiefenentspannt war, und weil direkt vor der Haustür die ersten paar hundert Meter Leinenzwang herrschte. Ich hab' mir dann das Leinenende des älteren Hundes in den Gürtel/die Hosentasche gehängt und hatte beide Hände für den hüpfigen Welpen frei.

    Wenn man den Ersthund nicht frei/an "Alibi-Befestigung" ;) mitnehmen kann, würde ich über einen Bauchgurt nachdenken und einen der Hunde da anhängen (ev. mit Geschirr und Ruckdämpfer, damit's keine plötzlichen Hopser gibt). Dann hat man beide Hände für den jeweils anderen frei und kann unterwegs tauschen und mit beiden gezielt üben, ohne dass man mit zwei Leinen, Griff in die Kekstasche, etc. ins Jonglieren kommt.

    Wenn Ihr mögt, mache ich mir die Mühe und versuche das, mit meinen eigenen Worten und Zeichnungen wiederzugeben. Ist aber was länger und aufwändiger und wenn es eh nicht interessant ist bzw allgemein Bekannt, spar ichs mir.

    Mich würd's auf jeden Fall interessieren, wenn du dir wirklich die Mühe machen magst! :smile:

    Und ich stimme da absolut zu, dass die Unterscheidung zwischen "Qualzucht" und "ist anders/finde ich unästhetisch/braucht mehr Pflege als nur kurz drüberbürsten" wichtig ist.

    (Ich finde z.B. die allermeisten Nackthunde einfach nicht 'hübsch' :ops: , wenn ich nur nach der Optik gehen würde. Aber nur, weil ein Hund ohne Fell von meinem subjektiven, vielleicht auch vorurteilsbelasteten, sehr engem 'Wunschbild' abweicht, ist das ja noch lange keine Qualzucht. Das muss man sich einfach öfter mal ins Gedächnis rufen.)