Beiträge von pardalisa

    Ich find', bei der Intelligenz ist beim Aussie – wie bei so vielem bei der Rasse – eine enorme Spannweite drin.

    Ich hab' z.B. einen richtig schlauen, der Zusammenhänge blitzschnell begreift, mitdenkt und bei dem man quasi sehen kann, wie die kleinen grauen Zellen knistern :lol: , wenn er an irgendwas herumtüftelt, Sachen ausprobiert und selbstständig eine Lösung findet. Der Zweithund dagegen ist einfach (für Hütehundverhältnisse) nicht die hellste Kerze am Leuchter, das muss man ehrlich sagen. Macht nix, ich mag das Dusselchen genauso gerne wie den fast schon gruselig cleveren Denker – und als Team sind sie unschlagbar, wenn einer 'ne Idee hat und der andere mitmacht. ;) :D

    Nur interessenshalber. Was wäre denn der Tatbestand ?

    Verstoß gegen das jeweilige Hundegesetz. Je nach Bundesland kann schon das "gefahrdrohende (An-)Springen" eines Hundes gegen einen Passanten ausreichen, damit man zum Wesenstest zwecks Einstufung als gefährlicher Hund vorgelanden wird. Ja, das passiert selten, aber es kommt vor – und ist völlig unabhängig von der Größe, dem niedlichen Aussehen oder dem Alter des Hundes; die Besitzerin meines Sitterhundes hatte Stress mit dem Ordnungsamt, weil ihr nichtmal 16 Wochen alter Dalmatinerwelpe eine Frau angesprungen hat und die sie angezeigt hat.

    Und soweit ich weiß, ist auch in jedem Hundegesetz ein Passus, der sinngemäß sagt, dass ein Hund so zu führen ist, dass er unter Kontrolle steht, niemanden gefährdet und niemanden bedroht. "Hinrennen & Bellen" wäre also schon ein Verstoß dagegen und wenn dir jemand Übles will, reicht das mindestens für eine Beschwerde – oder mehr.

    Wie gesagt, bei einem kleinen, wuscheligen Mini-Hund passiert das erfahrungsgemäß nicht so schnell wie bei einem großen, schwarzen Schäferhund, aber ich würd' mich nicht zu sicher damit fühlen – und find's gut, dass du das Verhalten abstellen willst. :smile: Auch für den Hund, sonst gerät der irgendwann noch mal an jemanden, der wirklich zutritt/mit dem Gehstock schlägt/etc. oder einfach panische Angst vor Hunden, selbst vor kleinen hat, und die Erfahrung braucht doch wirklich keiner, weder Mensch noch Hund.

    Ich bin seit einiger Zeit dazu übergegangen, bei heranpreschenden Hunden, bei denen sich der Besitzer überhaupt nicht dafür interessiert, was der gerade macht, und ich nicht ausweichen kann, meine Hunde hinter mich zu nehmen und die Leine – oder das Leinenende der langen Leine – vor mir mit großer Geschwindigkeit "senkrecht kreiseln" zu lassen.

    Vorteil daran ist: das macht ein ungewohntes Surr-Geräusch in der Luft, was schon mal viele Hunde abschreckt; ich muss keine Extra-Hilfsmittel mitnehmen, nach denen ich erst in der Tasche kramen müsste; ich bin nicht darauf angewiesen, mit Wasser, Disks, o.ä. gut zielen zu können (... kann ich nämlich gar nicht :ops: ); ich muss nicht brüllen/aufstampfen (das animiert meinen Hund eher zum Mitmachen, so nach dem Motto "ah, okay, wir beide verkloppen jetzt also das Arschloch da, Frauchen?" |) ), ich muss dem anderen nicht mit meinen eigenen Körperteilen irgendwie nahe kommen und mich "in die Schusslinie" bringen; und es zwirbelt richtig, richtig plötzlich und schmerzhaft, wenn der andere Hund einen (Schein-)Angriff startet und mit der Schnauze in den Radius kommt – er kann sich aber selbst entscheiden, ob er so blöde ist, da näher ranzukommen, sobald er den Abstand hält oder vergrößert, passiert ihm nix.

    Bislang hat das jeder Fremdhund-mit-unlauteren-Absichten kapiert (wir haben solche Situationen aber auch *toi toi toi* höchstens zweimal im Jahr).

    Was macht für euch einen guten Tierarzt aus?

    Geräte/ Ausstattung, Einfühlungsvermögen, Erreichbarkeit oder etwas ganz anderes?

    Für den "normalen Haustierarzt", wo man zum Impfen, für Routine-Kontrollen und zur Versorgung von kleinen Verletzungen (z.B. mal mit 'nem aufgeschnittenen Pfotenballen oder so) hingeht, ist's mir wichtig, dass der TA...

    - gut erreichbar ist (ich will nicht mit 'ner offenen Wunde am Hund noch 80km fahren müssen)
    - Hunde gut einschätzen kann und ruhig & "furchtlos" arbeitet/nicht hektisch wird (wir waren mal bei einer TÄ, die meinen – absolut netten, stillhaltenden – Aussiewelpen (!) gar nicht erst anfassen wollte, weil sie mit der Rasse schlechte Erfahrungen gemacht hat – da waren wir dann nicht wieder...)
    - ganz ehrlich sagt, wenn er irgendwas nicht weiß oder sich nicht sicher mit einer Diagnose ist, und von sich aus vorschlägt, dass man sich bei einem Kollegen/in einer Klinik eine zweite Meinung einholt
    - nicht versucht, einem als "Allheilmittel" eine Kastration/das teuere, beim ihm verkaufte Spezialfutter/etc. vorzuschlagen
    - deutlich sagt, wenn irgendwas am Allgemeinzustand des Hundes nicht ganz okay ist, auch wenn es (noch) nicht krankhaft ist; unser TA weist z.B. auch auf beginnendes Übergewicht beim Hund, unterirdisch schlechte Pflege und solche Sachen hin, auch wenn einige Kunden darauf pikiert reagieren – ich find' das klasse.

    Bindung entsteht gut durch gemeinsame, schöne Erlebnisse. :smile: Lass den Lütten erst mal ankommen, sei nicht zu streng mit ihm (und dir selbst!) - da muss noch nix 'perfekt' laufen bei so einem kleinen Hund - und nimm dir einfach ein bisschen Zeit. Kuschel mit ihm auf dem Sofa, geh mit ihm ein bisschen einen Waldweg oder eine Wiese erkunden, steck ihn dir vorne auf dem Arm in die Winterjacke und zeig ihm irgendwas Spannendes auf einem kleinen Spaziergang.

    Er wird lernen, dass du eine gute Bezugsperson für ihn bist, und du wirst feststellen, dass er einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter hat - und voilà, Grundstein für eine gute Bindung ist gelegt. Aber das braucht Zeit.

    Nachtrag, weil Editieren nicht mehr geht...

    Zu den Preisen für die anderen Boxen von Schmidt – auf der Preisliste vom letzen Jahr ist die teuerste, größte Box aus dem Universalprogramm (= gerade Seitenwände) mit 444€ ohne Zubehör angegeben; die X-Boxen (= Seitenwände im oberen Teil gewinkelt) und Sonderanfertigungen fangen auf der Liste, die ich hab', bei knapp über 500€ an und sind "nach oben offen", je nach Kundenwunsch.

    Stehen da auch die Preise der Rücksitzboxen drauf? Würde mich wirklich mal interessieren, was die so kosten :D

    Bei dem Stiftung-Warentest-Bericht, um den's hier vor einigen Seiten ging, standen die Preise für die Rücksitzbox sowohl von Schmidt als auch von Kleinmetall dabei.

    Für die Rücksitzbox mit den Maßen 49 x 90 x 63 (BTH) waren das bei Kleinmetall 675€ und bei Schmidt 595€.

    @Elin. Klingt genau nach @pardalisas jüngerem Aussie :bindafür:

    Ja, das klingt ziemlich nach ihm. :D

    Er ist 55cm hoch, wiegt 22kg, ist motiviert ohne Ende und macht so ziemlich alles mit, was man ihm anbietet. Jagdtrieb hat er ein bisschen, ist aber sehr gut kontrollierbar (zeigt lange an und falls ich richtig dämlich bin und das verpasse, dreht er auf Pfiff sofort ab). Er ignoriert fremde Menschen bis sie ihn ansprechen und ist dann freundlich, aber nicht aufdringlich. Fremde Hunde braucht er nicht unbedingt und findet sie ziemlich furchtbar, wenn sie frontal, starrend und mit großer Geschwindigkeit näher kommen – da muss ich eingreifen, sonst erklärt er kurz & knapp selbst wie unhöflich er das findet und welchen Wohlfühlabstand er gerne hätte |) –, aber Spaziergänge mit befreundeten HH oder ein ruhiges Kennenlernen mit bisher fremden Hunden und dann gemeinsames Gassi sind überhaupt kein Problem und macht er gerne. Ich mache Rally-O und ZHS mit ihm, das findet er beides klasse; zwei seiner Geschwister sind in Rettungshundestaffeln aktiv und machen ihre Sache da, soweit ich weiß, richtig gut. Der Rest seiner näheren Verwandschaft ist von der Grundeinstellung her ziemlich ähnlich.

    Wenn der Aussie bei dir in die nähere Wahl kommt, @Elin., würde ich bei der Züchterwahl bzw. beim konkreten Wurf ganz genau hingucken. Die charakterliche Bandbreite beim Aussie ist ernorm – mein älterer Rüde (auch ein Aussie, aber ganz anderer Typ) ist z.B. schon immer eher 'sportmuffelig' und würde mir einen Vogel zeigen, wenn er länger beim Joggen oder Radfahren mitlaufen sollte, seine Motivation für Sport allgemein hat Grenzen und er würde selbstständig fremde Leute auf dem Grundstück und im Büro stellen, wenn ich ihn ließe, dafür wäre er 'hundewiesentauglich' (... ich bin's nicht xD ) und hat mit Artgenossen einen ewig langen Geduldsfaden.

    Allgemein ist da beim Aussie viel Spielraum – vom hibbeligen Hüpfer bis zum ernsthaften Arbeiter, vom Ich-liebe-alles-Hund bis zum nur sehr selektiv verträglichen Exemplar, vom jagdlich interessierten bis zum Wild-ist-mir-Wurscht-Hund ;) – und man sollte vorher genau nachfragen, sich für die Züchterwahl/Wahl des passenden Wurfes ruhig ein bisschen mehr Zeit lassen und möglichst viele erwachsene Rassevertreter kennenlernen, damit man abschätzen kann, was einem selbst liegt und bei welchen Eigenschaften man Schwerpunkte legt bzw. womit man gar nicht leben könnte.