@Elin. Klingt genau nach @pardalisas jüngerem Aussie 
Ja, das klingt ziemlich nach ihm. 
Er ist 55cm hoch, wiegt 22kg, ist motiviert ohne Ende und macht so ziemlich alles mit, was man ihm anbietet. Jagdtrieb hat er ein bisschen, ist aber sehr gut kontrollierbar (zeigt lange an und falls ich richtig dämlich bin und das verpasse, dreht er auf Pfiff sofort ab). Er ignoriert fremde Menschen bis sie ihn ansprechen und ist dann freundlich, aber nicht aufdringlich. Fremde Hunde braucht er nicht unbedingt und findet sie ziemlich furchtbar, wenn sie frontal, starrend und mit großer Geschwindigkeit näher kommen – da muss ich eingreifen, sonst erklärt er kurz & knapp selbst wie unhöflich er das findet und welchen Wohlfühlabstand er gerne hätte
–, aber Spaziergänge mit befreundeten HH oder ein ruhiges Kennenlernen mit bisher fremden Hunden und dann gemeinsames Gassi sind überhaupt kein Problem und macht er gerne. Ich mache Rally-O und ZHS mit ihm, das findet er beides klasse; zwei seiner Geschwister sind in Rettungshundestaffeln aktiv und machen ihre Sache da, soweit ich weiß, richtig gut. Der Rest seiner näheren Verwandschaft ist von der Grundeinstellung her ziemlich ähnlich.
Wenn der Aussie bei dir in die nähere Wahl kommt, @Elin., würde ich bei der Züchterwahl bzw. beim konkreten Wurf ganz genau hingucken. Die charakterliche Bandbreite beim Aussie ist ernorm – mein älterer Rüde (auch ein Aussie, aber ganz anderer Typ) ist z.B. schon immer eher 'sportmuffelig' und würde mir einen Vogel zeigen, wenn er länger beim Joggen oder Radfahren mitlaufen sollte, seine Motivation für Sport allgemein hat Grenzen und er würde selbstständig fremde Leute auf dem Grundstück und im Büro stellen, wenn ich ihn ließe, dafür wäre er 'hundewiesentauglich' (... ich bin's nicht
) und hat mit Artgenossen einen ewig langen Geduldsfaden.
Allgemein ist da beim Aussie viel Spielraum – vom hibbeligen Hüpfer bis zum ernsthaften Arbeiter, vom Ich-liebe-alles-Hund bis zum nur sehr selektiv verträglichen Exemplar, vom jagdlich interessierten bis zum Wild-ist-mir-Wurscht-Hund
– und man sollte vorher genau nachfragen, sich für die Züchterwahl/Wahl des passenden Wurfes ruhig ein bisschen mehr Zeit lassen und möglichst viele erwachsene Rassevertreter kennenlernen, damit man abschätzen kann, was einem selbst liegt und bei welchen Eigenschaften man Schwerpunkte legt bzw. womit man gar nicht leben könnte.