Beiträge von pardalisa

    Mich nervt dieses " beisst der?".
    Nein, der schluckt im Ganzen...

    Beliebte Antworten, die mein Umfeld auf diese Frage gerne gibt, wenn jemand so richtig blöde und pampig daherkommt:

    - "Ja."
    - "Nein, er hakt seinen Unterkiefer wie eine Riesenschlange aus und verschlingt die Beute am Stück."
    - "Nein, der knabbert nur ein bisschen."
    - "Nur Leute, die doofe Fragen stellen."
    - "Beißen nicht, aber er tritt Leute vor's Schienbein."
    - "Nur bei Vollmond. *im Flüsterton* Seine Mutter war ein Werwolf..."

    Hier in meinem Landkreis sieht das leider ein bisschen anders aus. Die Hundeschule, die zertifiziert ist, den Sachkundenachweis abzunehmen, tut dies nur, wenn man vorher einen teuren Vorbereitungskurs bucht. Die Sachkunde ist auch mitnichten ein begleiteter Spaziergang, sondern wird wie eine Art Begleithundeprüfung mit Gehorsamsabfrage verlangt.
    Besagte Hundeschule ist übrigens diejenige, deren Trainer mit Leinenruck, schmalem Bändchen unter den Ohren, Rückenschmeißen und Schnauzengriff arbeitet. Der Hund der Trainerin geht munter auf Kundenhunde los, und wenn diese sich wehren, verlangt die Trainerin, dass sie nur noch mit Maulkorb weiter am Training teilnehmen dürfen.
    Mehr zertifizierte Hundeschulen gibt es hier im Umkreis leider nicht.

    OT dazu, deswegen unter'm Spoiler. :smile:

    Spoiler anzeigen


    Du kommst aus der Ecke Cloppenburg/Vechta, oder? Wenn man auf die offizielle Liste der erlaubten Prüfer schaut, gibt's für die Gegend ein gutes Dutzend zugelassene Leute, die die Prüfung abnehmen dürfen.

    Falls du im Rahmen deiner Tierheim-Tätigkeit mit Neu-HH zu tun hast, die den Führerschein noch machen müssen, die du aber – aus verständlichen Gründen! – nicht in die Hundeschule, von der du schreibst, schicken magst, wäre das vielleicht ein Anhaltspunkt, sich da mal durchzutelefonieren und eine Alternative zu finden?

    Der Kurs vorher ist nämlich eigentlich nicht verpflichtend, d.h. man darf auch privat oder in einem eigenen Grüppchen oder in einem Verein üben und sich dann den Prüfer einladen, der nur die Prüfung abnimmt und vorher keinen Unterricht gibt. :smile:

    nun ja, wenn dies akribisch nachgehalten werden würde, dann dürften viele hundehalter ihre hunde nicht ausführen.

    Bei uns in der Stadt ist das ähnlich lustig geregelt :lol: – da steht in der Verordnung über die öffentliche Sicherheit, dass "der Tierhalter körperlich in der Lage sein müssen, das Tier jederzeit zu beherrschen und festzuhalten". Das ist nicht nur bei großen Hunden nicht wortwörtlich umsetzbar – streng genommen dürfte sich da auch niemand mit einem Pferd im Stadtgebiet bewegen...

    Da hat irgendjemand beim Erlassen dieser Vorschrift ganz doll mitgedacht. |)

    könntet ihr mich mal bitte kurz aufklären wie das in DE läuft mit dem Hund anmelden?

    Kommt auf das Bundesland an, welche Gesetze da gelten, und dann noch mal auf die einzelne Gemeinde, in der man lebt.

    Also beispielsweise: Ich wohne in Niedersachsen, bei uns ist bundeslandweit Pflicht...

    - dass der Hund gechippt ist
    - dass der Hund im nds. Heimtierregister angemeldet ist (kostenpflichtig)
    - dass für den Hund eine Haftpflichtversicherung besteht
    - dass der Hund bei der Hundesteuer angemeldet ist
    - dass der Hundehalter den Hundeführerschein hat (oder vor Inkraftreten des Gesetzes dazu im Jahr 2011 lange genug einen Hund hatte, damit die Ausnahmeregelung greift, oder "von Berufs wegen" über die nötige Sachkunde verfügt – wird beispielsweise bei TÄ automatisch angenommen)

    In meiner Gemeinde wird nix davon routinemäßig überprüft und zur Hundesteueranmeldung in der Gemeinde konnte ich meinen Hund auch nicht mitnehmen, weil an dem Gebäude ein großes "Hunde verboten!"-Schild hängt. xD Da hab' ich einfach einen Zettel ausgefüllt – beim ersten Hund noch persönlich vor Ort, beim zweiten ging das dann sogar über ein Online-Formular (Name des Hundes, Geburtsdatum wenn bekannt, Rasse wenn bekannt, Datum des Einzugs bei mir als Halter) – und gut war's.

    Ich hab' das also alles brav gemacht, aber kontrolliert wurde ich seit 2001 (= seit ich mit unserem Familienhund und später mit meinen eigenen herumlaufe) genau 1x und da auch nur, ob der Hund bei der Hundesteuer angemeldet ist. Alles andere wurde nie überprüft.

    Wenn ich mit Sina für den Hundeführerschein einen praktischen Teil ablegen müsste, würde ich da wahrscheinlich durchfallen, denn Sina kann weder Sitz noch Platz und Fuß kann sie mittlerweile auch nicht mehr (ich brauche das alles nie) - und trotzdem "funktioniert" sie im Alltag problemlos.

    Also zumindest den niedersächsischen Test würdest du so locker bestehen. Bei dem wird der Halter, nicht der Hund geprüft – d.h. der Hund muss keine bestimmten Kommandos können, er muss kein "HuPla-Fuß" laufen, er muss nicht wie festgetackert im "Bleib" warten können, etc.

    Ich zitier' mich noch mal aus dem anderen Thread... :ops:

    Ich weiß nicht, was da für Vorstellungen in den Köpfen von Leuten herumspuken, die so eine Prüfung kategorisch ablehnen, aber das ist quasi ein begleiteter Spaziergang und überhaupt nix Dramatisches. Wenn der Hund niemanden anfällt, man den nicht in Jogger oder Spaziergänger reinsemmeln lässt usw., dann hat man quasi schon bestanden. Sogar der Ablein-Teil ist freiwillig, d.h. wenn der Hund beispielsweise wegen Geräuschangst, Jagen oder ähnlichem nicht ableinbar ist, ist das nix, was zum Nichtbestehen führt.

    Man kann da mit Maulkorb am Hund aufschlagen, der Hund muss keine Artgenossen kuscheln, er muss nicht von fremden Personen angefasst werden – solange man dem Prüfer beispielweise sagt "ich weiche jetzt ein Stück aus, weil mein Hund Angst vor XY hat und ich den Weg freigeben will", ist alles tutti. Man muss halt nur demonstrieren, dass man solche Situationen erkennt und angemessen handelt.


    Die Messlatte für "angemessenes Verhalten" liegt beim niedersächsischen Test wirklich unfassbar niedrig – und trotzdem schaffen es Leute, da durchzufallen. Weil sie ihren Hund Spaziergänger anspringen lassen und dann "aber der tut doch nix!" argumentieren, weil sie ihrem Hund für defensives Knurren die Leine über'n Kopp hauen, weil sie ihren Hund auf die Straße latschen lassen und finden, dass der Autofahrer da doch bitteschön bremsen soll... :ugly:

    Wie gesagt, die sind nicht alle unbedingt mit 'bösen Absichten' unterwegs, die meisten haben einfach nullkommakeine Ahnung und keine eigene Motivation, an ihrer Unwissenheit was zu ändern. Wenn solche Leute durch so einen (wirklich einfach zu bestehenden, wenn man sich nur mal ganz kurz mit der Materie auseinandersetzt) Test zu ein bisschen Reflektion ihres eigenen Verhaltens gezwungen werden, dann finde ich das gar nicht so schlecht.

    (Ich glaube allerdings auch nicht, dass so ein bundesweiter Hundeführerschein die Zahl der Beißvorfälle irgendwie signifikant senken würde. Soweit ich weiß, passieren die meisten Vorfälle mit bekannten Hunden bzw. im eigenen Haushalt – da hätte so ein Praxistest, der schwerpunktmäßig das Verhalten des HH in der Öffentlichkeit prüft, wahrscheinlich wenig Einfluss drauf.

    Für mich liegt der Vorteil des Tests daher eher in Tierschutzgründen – HH müssen sich zumindest oberflächlich mit hündischer Kommunikation, Erziehung, Bedürfnissen auseinandergesetzt haben – und darin, dass darauf aufmerksam gemacht wird, dass man sich als HH in der Öffentlichkeit an bestimmte Höflichkeitsregeln zu halten hat. Und wenn man z.B. mal hier im Nerv-Thread querliest, scheint da ja "Schulungsbedarf" für viele HH zu sein. ;) :hust: )

    @pardalisa, und was soll der Test dann bringen? :???:

    Der soll bei Leuten, die völlig unbedarft an die Hundehaltung herangehen, ein wenigstens minimales Bewusstsein dafür schaffen, dass man mit so einem Hund an der Leine auf ein paar höfliche Umgangsformen achten muss, wenn man sich damit in der Öffentlichkeit bewegt (Praxisteil) und wenigstens rudimentäre Kenntnisse über Ausdrucksverhalten, hündische Grundbedürfnisse, etc. vermitteln (Theorieteil).

    Wie in dem Beispiel mit den Mitgliedern meiner Großfamilie – die meinen das nicht böse oder machten das mit Absicht falsch, die waren einfach nur schrecklich uninformiert und wären von selbst nie auf die Idee gekommen, sich da freiwillig zu informieren oder irgendwas dazuzulernen... Für die war der Hundeführerschein super, weil die vorher echt mit so gefühlt 80 Jahre altem Halbwissen, das sie irgendwo im Bekanntenkreis mal gehört hatten, an die Hundehaltung rangegangen sind.

    tja, und dann gibt es die Angsthunde, mit denen man nicht besteht und was ist dann? Was passiert mit den Hunden?

    Erstens musst du die Prüfung nicht mit deinem eigenen Hund machen, du kannst dir also fröhlich einen aus dem Bekanntenkreis, der Nachbarschaft oder der HuSchu leihen – getestet wird der HF und ob der sich angemessen verhält, nicht der Hund.

    Und zweitens würde man auch mit einem 'Angsthund' die Prüfung bestehen – der muss dafür weder festzementiertes 'Bleib' können, noch perfekt an der Leine laufen, noch sich von irgendwem anfassen lassen oder so.

    Ich weiß nicht, was da für Vorstellungen in den Köpfen von Leuten herumspuken, die so eine Prüfung kategorisch ablehnen, aber das ist quasi ein begleiteter Spaziergang und überhaupt nix Dramatisches. Wenn der Hund niemanden anfällt, man den nicht in Jogger oder Spaziergänger reinsemmeln lässt usw., dann hat man quasi schon bestanden. Sogar der Ablein-Teil ist freiwillig, d.h. wenn der Hund beispielsweise wegen Geräuschangst, Jagen oder ähnlichem nicht ableinbar ist, ist das nix, was zum Nichtbestehen führt.

    Man kann da mit Maulkorb am Hund aufschlagen, der Hund muss keine Artgenossen kuscheln, er muss nicht von fremden Personen angefasst werden – solange man dem Prüfer sagt "ich weiche jetzt ein Stück aus, weil mein Hund Angst vor XY hat und ich den Weg freigeben will", ist alles tutti. Man muss halt nur demonstrieren, dass man solche Situationen erkennt und angemessen handelt.

    Edit: Und zur Frage, was mit den Hunden passiert, wenn man durchfällt – nix. Der Test ist beliebig oft wiederholbar und man bekommt keine Auflagen, höhere Steuer oder so, wenn man es wider Erwarten beim ersten Mal nicht schafft. Also wirklich wahnsinnig niedrig angesetzte Messlatte. ;)

    Ich kopier mal meinen Beitrag aus dem "Gefährlicher Hund"-Thema hierher, hier passt der doch besser...

    Ich wohne auch in Niedersachsen, musste den Hundeführerschein nicht machen, weil ich vor Inkrafttreten des Gesetzes lange genug einen Hund auf meinen Namen angemeldet hatte, hab' aber mal bei einer Prüfung zugeschaut.
    Und ich bin sehr, sehr dankbar, dass meine bucklige Verwandtschaft den Hundeführerschein mit ihrem Hund machen musste. :pfeif: Das sind so Leute, die glaubten, dass sich alle Hunde immer nur liiieb haben, man den eigenen ohne Leine überall hinrennen lassen darf, dass jedes Knurren 'böse' ist und bestraft werden muss, usw. usf. Denen (und ihrem Hund...) haben die paar Stunden Praxisunterricht und dass sie für den Theorieteil mal in ein Buch gucken mussten, echt gut getan.

    Klar, der Test ist nicht perfekt, einige Fragen im Theorieteil sind mehr als seltsam, aber es ist besser als nix. Und die Praxisprüfung ist wirklich von jedem einigermaßen mitdenkenden HH locker zu bestehen, dafür braucht man keinen 'perfekt erzogenen' Hund. Es wird halt Wert darauf gelegt, dass man seinen Hund vorausschauend führt und auf andere Menschen und Tiere Rücksicht nimmt – und das kann man Neu-HH (oder auch einigen, die schon ewig Hunde haben... :hust: ) anscheinend gar nicht oft genug sagen.


    Ich finde den echt nicht schlecht – in einigen Punkten ausbaufähig, aber wenn schon jemand auf die Idee käme, dass Hundehalter/Hundehaltung generell mehr reguliert werden müsste(n), dann fände ich so einen Führerschein wie hier in Niedersachsen, den dann jeder unabhängig von Hundegröße, etc. ablegen müsste, noch die fairste und sinnigste Lösung. Besser als Rasselisten/-verbote oder seltsame Ausnahme- und Meldereglungen allemal.

    Und hat dir das gefühlt irgendeinen Mehrwert beschert?

    Ich wohne auch in Niedersachsen, musste den Hundeführerschein nicht machen, weil ich vor Inkrafttreten des Gesetzes lange genug einen Hund auf meinen Namen angemeldet hatte, hab' aber mal bei einer Prüfung zugeschaut.

    Und ich bin sehr, sehr dankbar, dass meine bucklige Verwandtschaft den Hundeführerschein mit ihrem Hund machen musste. :pfeif: Das sind so Leute, die glaubten, dass sich alle Hunde immer nur liiieb haben, man den eigenen ohne Leine überall hinrennen lassen darf, dass jedes Knurren 'böse' ist und bestraft werden muss, usw. usf. Denen (und ihrem Hund...) haben die paar Stunden Praxisunterricht und dass sie für den Theorieteil mal in ein Buch gucken mussten, echt gut getan.

    Klar, der Test ist nicht perfekt, einige Fragen im Theorieteil sind mehr als seltsam, aber es ist besser als nix. Und die Praxisprüfung ist wirklich von jedem einigermaßen mitdenkenden HH locker zu bestehen, dafür braucht man keinen 'perfekt erzogenen' Hund. Es wird halt Wert darauf gelegt, dass man seinen Hund vorausschauend führt und auf andere Menschen und Tiere Rücksicht nimmt – und das kann man Neu-HH (oder auch einigen, die schon ewig Hunde haben... :hust: ) anscheinend gar nicht oft genug sagen.

    Ich hab das jetzt eher so gelesen, dass die Moxon drauf ist, damit der Hund sich auf keinen Fall aus dem Halsband winden kann. Mehr nicht.

    Ach so, okay, dann macht's Sinn. Ich hatte das so verstanden, dass die Moxon-Leine bzw. der durch sie kommende Schmerzimpuls bei einigen Hunden gezielt als Hilfsmittel genutzt werden soll. Das hat sich mir jetzt so gar nicht erschlossen... Aber wenn's bei Halsbändern ohne Stopp nur um's ausbruchsichere Verwahren geht, dann war das ein Irrtum meinerseits. :smile: Sorry!

    Zum andern ging es den Meisten hier wohl Schlicht und ergreifend um die Sicherheit und Möglichkeit einen Hund damit zu fixieren.
    Da kann man sich jetzt auf den Boden Werfen und heulen, es ändert nichts daran - an einem Geschirr habe ich als Mensch deutlich weniger physische Kontrolle über einen Hund, als an einem Halsband (was dann natürlich so sitzen muss, dass der Hund da nicht raus kommt). Das liegt schon mal daran, dass man an einem ungünstigen Punkt angreift und auch keinerlei Kontrolle über den Kopf hat... und wer den Kopf hat, gibt nunmal die Richtung vor. Der Hund hat am Geschirr nun mal deutlich mehr Handlungsspielraum und kann mehr Kraft entwickeln, als an einem Halsband (erzählt mir jetzt bitte nicht das wäre nicht so..).

    Klar, den Unterschied zwischen Halsband und Geschirr seh' ich auch – beim Halsband ist der "Zugriffspunkt" auf den Hund ja viel näher am Kopf und es gibt bestimmt Hunde, bei denen das sinnvoll ist...

    Was mir nicht klar war, war, was denn dann der Vorteil einer Moxonleine bzw. eines Halsbandes ohne Zugstopp war, wenn's doch vielleicht ein 'normales', eng anliegendes Halsband auch getan hätte, um diesen Zugriff auf den Hund zu haben. Aber wenn's darum geht, dass es bei so'nem Hund absolut bombenfest ausbruchsicher sein soll, dann ist anscheinend "ohne Stopp" das Mittel der Wahl. Wie gesagt, Verwechslung meinerseits.