Beiträge von SanSu

    Bezüglich des Tragens von größeren Hunden, schau dir mal die Schultermethode an:
    Hundetrainerin - Juliane Lange

    Weitere Links via Google.

    Ist nicht so naheliegend, aber durchaus bequemer, wenn Hund größer ist. Gerade bei einem Welpen kann man das ja sehr kleinschrittig aufbauen, weil man noch nicht darauf angewiesen ist ihn gleich zu schultern. Wenn man das wirklich langsam und positiv aufbaut und der Hund das dann auch schon von klein auf an kennt, erleichtert es vieles ungemein.

    Denn nicht nur das Gewicht, auch die Länge des Hundes erschwert vieles. Windhunde zu tragen ist z.B. nicht so einfach, nicht weil sie so monströs schwer sind, sondern lang und das einen, wegen der Winkelung der Arme beim Tragen, an die Grenzen bringen kann.

    Hier lebt Hund auch in Stadtwohnung (4. Stock, 3 zu laufen). Kein Problem 53cm, 22kg, alte Hündin 50cm 17kg. Klar 17kg tragen sich leichter, aber 22kg gehen auch, aber ich bin auch trainiert und achte explizit auf die Technik, um mir nicht den Rücken zu schrotten.

    Zwischen den Spaziergängen wird/wurde durchweg gepennt. Sowohl die jetzige, als auch die alte Hündin bräuchten den Platz in der Wohnung nicht, da wird nur von Schlafplatz zu Schlafplatz gewechselt, aber mich persönlich würde es nerven, wenn die Wohnung kleiner oder der Hund größer wäre.

    Die Frage ist ja tut man dem Hund einen Gefallen. Es sind eben Individuen, klar es gibt bestimmte Anlagen, aber wie die Ausprägung nun ist kann nur ein Experte beurteilen.

    Wie ist der Hund veranlagt und KANN er überhaupt in ein solches Leben passen ohne das man ihn durch 24Std. Management lediglich in dieses Leben presst.

    Haushalt mit 2 Kleinkindern und Begleitung ins Kinderheim ist auch nichts, was jeder Hund problemlos mitmacht.

    Die Probleme die diese Rasse mit sich sich bringen kann, bei dieser Umgebung wurden schon genannt.

    • Ressourcen sind ein GROßES Thema (das ist mit Kindern nicht so leicht)
    • Schutz- und Wachtrieb (Kinderbesuch schwierig, Kommen und Gehen im Kinderheim, Personal das einen Raum betritt,...)
    • Hund reagiert im Konfliktfall eher mit Vorwärtsgang (auch schwierig bei Kindern)
    • Reizempfänglich

    Sie sind zudem sehr durchsetzungsstark, schau dir mal Videos an, WIE diese Hunde arbeiten, dann siehst du auch schnell warum sie bei Druck oder Konflikten auch mal schnell die Zähne auspacken, das ist einfach so gewollt.

    Während der Labbi keine große Schärfe haben soll und mit weichem Maul das Wildstück apportieren soll ohne es zu beschädigen (gewünscht hohe Beißhemmung), soll der Aussie Rindviecher bewegen und wenn die Druck auf ihn aufbauen oder sich verwehren, soll er eben auch zu den nächsten Mitteln greifen.

    Das erfordert auch eine gwisse Reaktionsgeschwindigkeit und zeigt sicher in Teilen auch auf, warum Druck beim Aussie nicht unbedingt das Mittel der Wahl sein sollte. Druck erzeugt Gegendruck in diesem Fall oft mit den Zähnen und man befindet sich schnell in einem Teufelskreis.

    Ich hoffe ihr findet einen guten Trainer, vielleicht sind es nur die ersten Junghundflausen und ihr könnt da noch gut gegensteuern und der Hund ist auch so veranlagt, das er mit eurer speziellen Lebenssituation klarkommt. Man kann es euch nur wünschen und ich würde mich freuen wenn ihr hier weiter berichten würdet, egal in welche Richtung es geht.

    Die Hausleine, will ich auch nochmal hervorheben.

    Hier gibt es immer mal wieder Aussies, die verschwinden aber doch recht schnell. Ein Paar hatte sich ZWEI als Welpen angeschafft, davon ist nur noch einer da und da sind sie gerade wirklich stark am trainieren. Schon zu Welpenzeiten hat man zwischen ihnen einen deutlichen Unterschied festgestellt. Das steigerte sich zum Junghundalter hin, ich persönlich würde sagen, sie haben den "rassetypischen" Vertreter abgegeben. Der Kleine war bereits deutlich reservierter und ernster, aber auch selbstbewusster und konzentrierter. Behalten haben sie den anderen (offen, fröhlich, aber auch ein Hibbel und unkonzentierter) wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt, wird sich zeigen.

    Hier schläft Hund auf dem Sofa, dürfte aber auch ins Bett. Die alte Hündin hat im Bett geschlafen und mein Partner würde sich jetzt auch wünschen, das Kami im Bett schläft, mag sie aber nicht.

    Die kuschelt abends im Bett mit uns und geht dann auf das Sofa.

    Hätte ich einen Partner, der keinen Hund im Bett mag, würde Hund auch nicht ins Bett kommen. Für gemeinsame Mittagsschläfchen ist ja dann noch das Sofa da :D

    Ich persönlich hätte aber Verständnis dafür, wenn das nicht gewollt ist und würde das auch ohne Murren akzeptieren.

    Schau sie dir einfach an, wie sie so drauf ist und entscheide dann.

    Unsere hat gleich alles normal mit gemacht: Park, Kiosk,...

    Und hat nach 4 Tagen bei Freunden ohne uns übernachtet, notgedrungen. Die haben auch 2 Hunde und das hat sie auch gut weggesteckt, obwohl sie nicht sehr viel Wert auf andere Hunde legt. Sie ist nett, braucht aber keine anderen Hunde.

    Die haben sie im Auto auch mit in den Wald genommen.

    Hätten wir in den ersten Tagen gemerkt, sie hätte das nicht verkraftet, hätten wir unseren Termin abgesagt und wären Zuhause geblieben, aber die war von anfang an so, das wir uns da keine Sorgen gemacht haben.

    Also das ist immer vom Hundetyp abhängig und sie macht ja einen offenen Eindruck.

    Die VK wird bestimmt super, überlegt euch was ihr vielleicht noch wissen wollt und sonst wird es ein nettes Gespräch bei einem Tässchen Kaffee,...
    Wie du schon sagst, sie wissen ja wie ihr lebt und wollen einem nix böses, nur sehen, das die Angaben stimmen und ihr "normale" nette tierliebe Menschen seit.

    Meine Mutter wohnt ja auch im Norden, für die ist Silvester auch um 21.00Uhr gelaufen, weil sie das Reetgrasdach überwachen und Schwachmaten anzählen muss.

    Das ganze Dorf hat Reetdächer und nur die Touris sind so seltendämlich und feuern dann fröhlich um sich, trotz Flyern in den Ferienwohnungen,...

    Da fackelt regelmäßig mal ein Häuschen ab. :verzweifelt:

    Hier werden auch fleißig Reste verböllert. Wollten gerade raus, Tür auf - gleich ging es los.

    Kami an die erste Ecke Pippi. Das macht sie ja zumindestens, blöderweise habe ich ihr heute morgen Fressen gegeben, ich hoffe sie bringt das heute Nacht noch raus, dafür hatte sie dann keine Ruhe mehr.

    Guten Morgen,
    wir haben überlebt, auch wenn ich dachte Kami kollabiert gleich.

    18.00Uhr mit der Taxe zu Freunden, Käsefondue gefuttert. Hund ruhig und hat auf der Decke gepennt. Die haben aber auch eine extrem gut isolierte Wohnung direkt Stadtrand. Da wohnen fast nur Rentner und die haben nicht geknallt.

    Wären wir mal da geblieben :verzweifelt:

    21.00Uhr mit der Taxe zurück zu den Eltern meines Freundes. Alles gut, Hund pennt.

    23.30Uhr nix ging mehr. :/

    Wie die besemmelten haben sie geknallt, 0.00Uhr habe ich mit dem Hund im Gästezimmer gesessen. Sie hat sich in einen 20cm Spalt nehmen das Bett gequetscht und gehechelt wie blöde, ich dachte wirklich sie klappt gleich ab.

    Gut das ich wie von @Terrorfussel empfohlen kein Futter gegeben habe, gefressen hätte sie eh nicht und raus wollte sie sowieso nicht mehr. Mittags waren wir 2Std. im Wald, hatte sie sich komplett entleert.

    Bis 2.00Uhr haben wir in dem Zimmerchen gesessen, dann hat es sich etwas beruhigt.

    4.00Uhr sind wir dann zum schlafen gekommen, heute morgen war sie dafür dann wieder ganz die alte und hat sich im Garten erstmal wohlig gewälzt.

    Trotzdem, nächstes Jahr brauchen wir härtere Geschütze, Adaptil war für den Ar***, außer das sie bei vereinzelten Böllern die Tage davor entspannter war, auch draußen nicht flüchten wollte und auch Futter genommen hat.

    Oh man...

    Hier geht es auch schon rund. Heute Vormittag 12.00Uhr Raketen direkt vorm Haus, dann immer wieder Böller.

    Als wir bei der Nachmittagsrunde auf der Pausenbank saßen ging es richtig los, das Schnutentier ist unter die Bank gekrochen :verzweifelt: hat aber noch Futter genommen, das war ein Schritt nach vorne.

    Zuhause haben wir ihr eine Höhle gebraut, die hat sie dankend angenommen zum schlafen oder hat unter dem Wäscheständer gelegen, den wir extra wieder aufgestellt haben.

    Heute Abend hat sie das nötigste gemacht, wollte dann aber Heim und hat auch nur die Leberwurst aus der Tube genommen, die nun unser ständiger begleiter ist. Normale Leckerlies nimmt sie nicht mehr.

    Morgen sind wir bei Verwandten auf dem Land und können in der Pampa spazieren gehen, da gibt es keine Böller.

    Doppelsicherung gibt es auch, Adaptil scheint hier quasi keine Wirkung zu zeigen, außer das sie zumindestens in Teilen Futter annimmt, das ist schonmal was.

    @Pauley

    Der Thread wurde ja schon verlinkt.

    Kurzfassung bei uns:

    - spezialisierte Trainerin
    - Maulkorb
    - jeden Ansatz eines Drohens belohnt (Knurren, Zähne blecken,...)
    - Raufergruppe mit Mauliträgern und besonders wichtig wirklich gut sozialisierten Hunden, die eben auch auf kleinstes Drohverhalten reagieren und es somit zum Erfolg kommt (Distanzerweiterung des anderen Hundes), gleichzeitig aber auch maßvoll klar kommunizieren wenn etwas nicht geht
    - in Folge jedes deeskalierende Verhalten gelobt (blinzeln, züngeln, Bogen laufen,...)
    - blocken blocken blocken, nix ist unkontrolliert an sie heran gekommen
    - Einzeltreffen mit gut sozialisierten Hunden die auch wenig Interesse an anderen Hunden haben
    - Grundgehorsam auch in extremer Anspannungslage
    - parallel erarbeiten der Motivation (bei ihr Jagdverhalten > anpirschen und packen von Hunden, Kontrollverhalten bei dynamischen Bewegungen,...), also üben von Frustrationstolleranz und Impulskontrolle bei dynamischen Reizen,...

    Bis zum Ende immer mit Maulkorb weil sie nicht gescherzt hat, sie konnte aber dann gut kommunizieren und fast problemlos mit anderen frei laufen. Man musste aber immer ein Auge drauf haben, deshalb der Maulkorb.

    Hat 1,5Jahre gedauert, ich denke 6 Monate länger und sie hätte einen weiteren riesen Sprung gemacht, den Mauli hat die Trainerin bei ihr speziell aber lebenslang empfohlen, andere der Raufergruppe konnten teils dann auch ohne Mauli laufen.

    Kommt halt immer sehr auf die Motivation an (Unsicherheit, Jagdverhalten, Kontroletti,...), aber da gibt es in dem Thread Hunde mit Haltern und den unterschiedlichsten Motivationen.