Die Frage ist ja tut man dem Hund einen Gefallen. Es sind eben Individuen, klar es gibt bestimmte Anlagen, aber wie die Ausprägung nun ist kann nur ein Experte beurteilen.
Wie ist der Hund veranlagt und KANN er überhaupt in ein solches Leben passen ohne das man ihn durch 24Std. Management lediglich in dieses Leben presst.
Haushalt mit 2 Kleinkindern und Begleitung ins Kinderheim ist auch nichts, was jeder Hund problemlos mitmacht.
Die Probleme die diese Rasse mit sich sich bringen kann, bei dieser Umgebung wurden schon genannt.
- Ressourcen sind ein GROßES Thema (das ist mit Kindern nicht so leicht)
- Schutz- und Wachtrieb (Kinderbesuch schwierig, Kommen und Gehen im Kinderheim, Personal das einen Raum betritt,...)
- Hund reagiert im Konfliktfall eher mit Vorwärtsgang (auch schwierig bei Kindern)
- Reizempfänglich
Sie sind zudem sehr durchsetzungsstark, schau dir mal Videos an, WIE diese Hunde arbeiten, dann siehst du auch schnell warum sie bei Druck oder Konflikten auch mal schnell die Zähne auspacken, das ist einfach so gewollt.
Während der Labbi keine große Schärfe haben soll und mit weichem Maul das Wildstück apportieren soll ohne es zu beschädigen (gewünscht hohe Beißhemmung), soll der Aussie Rindviecher bewegen und wenn die Druck auf ihn aufbauen oder sich verwehren, soll er eben auch zu den nächsten Mitteln greifen.
Das erfordert auch eine gwisse Reaktionsgeschwindigkeit und zeigt sicher in Teilen auch auf, warum Druck beim Aussie nicht unbedingt das Mittel der Wahl sein sollte. Druck erzeugt Gegendruck in diesem Fall oft mit den Zähnen und man befindet sich schnell in einem Teufelskreis.
Ich hoffe ihr findet einen guten Trainer, vielleicht sind es nur die ersten Junghundflausen und ihr könnt da noch gut gegensteuern und der Hund ist auch so veranlagt, das er mit eurer speziellen Lebenssituation klarkommt. Man kann es euch nur wünschen und ich würde mich freuen wenn ihr hier weiter berichten würdet, egal in welche Richtung es geht.
Die Hausleine, will ich auch nochmal hervorheben.
Hier gibt es immer mal wieder Aussies, die verschwinden aber doch recht schnell. Ein Paar hatte sich ZWEI als Welpen angeschafft, davon ist nur noch einer da und da sind sie gerade wirklich stark am trainieren. Schon zu Welpenzeiten hat man zwischen ihnen einen deutlichen Unterschied festgestellt. Das steigerte sich zum Junghundalter hin, ich persönlich würde sagen, sie haben den "rassetypischen" Vertreter abgegeben. Der Kleine war bereits deutlich reservierter und ernster, aber auch selbstbewusster und konzentrierter. Behalten haben sie den anderen (offen, fröhlich, aber auch ein Hibbel und unkonzentierter) wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt, wird sich zeigen.