Beiträge von SanSu

    katzenpfote Exakt so ist es bei mir auch.

    Und erst als es mit der Ukraine los ging war es in der Öffentlichkeit etwas präsenter. Ging dann aber eher in die Richtung "im Prinzip können wir uns nur 3 Tage verteidigen, die Bunkeranlagen sind vergammelt oder wurden rückgebaut, Warnmeldestysteme funktionieren nicht,...".

    Mein Wohnhaus ist von 1923, im Nachbarhaus gab's bis vor 6 Jahren noch einen Luftschutzkeller inklusive Zeitungen aus dem 2. Weltkrieg mit denen die Wände tapeziert wurden, damit der Putz nicht abfliegt. Wurde, wie fast alle Keller saniert, inklusive Entfernung der Drucktür.

    Weiß nichteinmal ob der irgendwo gelistet war. Habe es erst später mitbekommen, weiß nichteinmal ob da noch was dokumentiert wurde vor Sanierung. Spielte lange keine Rolle, ebenso bei der Infrastruktur,...

    Aber wir schreiben hier zu einem Thema. "Das vorbereiten auf einen Krisenfall".

    Du kannst das nicht, aus deinen Gründen. Hab ich verstanden.

    Jetzt bin ICH verwirrt.

    SanSu
    29. Januar 2026 um 22:27

    Das meine ich mit Missverständnis. Ich habe vielleicht keinen klassischen Vorrat, aber ich habe einen Notvorrat, das kann ich und will es auch.

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    Der Post den du von mir zitiert hast, war eine Reaktion auf eine Frage, ob jene, die keine klassischen Vorräte, nahezu nix im Kühlschrank haben,... dann jeden Tag essen oder einkaufen gehen.

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    Oder ist Krise nur Wochen/Monate autark klar zu kommen? Mein Szenario ist halt 8+1 Tag ohne Strom/Wasser auskommen. Vielleicht kaufe ich noch 3 Flaschen Wasser, dann sinds 2 Wochen. Ist das lecker, nee, aber ich wäre nicht auf Hilfe angewiesen, das reicht mir persönlich.

    Ich glaube wir missverstehen uns. Ich habe rein sachlich geschrieben ohne Hintergedanken. Weder weiß ich wie du lebst, noch bewerte ich irgendwas.

    Vorratshaltung/Vorsorge für den Notfall, wenn sie keinem anderen oder einem selbst schadet, kann ja nie schlecht sein, egal in welcher Ausprägung, das entscheidet dann die Person für sich. Ich gucke mir da auch gerne Dokus und Berichte an, habe Freunde, Bekannte und Familie, da ist natürlich recht breit gefächerten alles dabei.

    Du hast meinen kompletten Beitrag zitiert und geschrieben dass man auch einen Vorrat haben kann und trotzdem jeden Tag in die Kaufhalle gehen und frisch kochen kann.

    Ich dachte das bezieht sich auf mich (Lebensumstände und Lebensweise), weil zitiert, deshalb die Nachfrage.

    Dann hast du deine Lebensumstände erklärt, damit erschließt sich mir was du meinst. Deine sind ja aber nicht meine.

    Ist einer von uns vielleicht bei Vorrat und der andere bei Notfallvorrat?

    Das verschwimmt ja je nach dem. Also dein Vorrat ist wahrscheinlich auch dein Notfallvorrat. Mein Notfallvorrat ist es nicht, der ist ausschließlich für Notfälle, weil anderes für mich nicht gut umsetzbar oder in der Konsequenz erstrebenswert ist.

    Ich schrieb "prinzipiell" und "wenn" und habe keine Feststellung zu dir gemacht. War also nicht konkret auf dich bezogen. Ich schloss das halt für mich persönlich aus.

    Mein Leben muss, weil ich das so will, recht flexibel sein, mal weniger, mal sehr stark.

    Was genau möchtest du wissen?

    Wie ich unter der Betrachtung dessen was ich geschrieben habe täglich einkaufen gehe und trotzdem einen Vorrat habe der mir nicht weggammelt oder mich permanent zwingt Sachen zu essen, weil "ist dann halt da".

    Oder ging es darum auszuführen, dass du entsprechende frische Vorräte hast, quasi als Gegenüberstellung zu den Konserven/Trockenwaren,...?

    Zum Thema Alkohol hatte ich auch mal was gesehen, aber es ist wie sie oft, es gibt nicht nur die eine Seite.

    Und Suchtdruck kann eine fiese Sache sein.

    Ich rauche auch nicht viel und hauptsächlich in Gesellschaft, aber ich habe nicht umsonst auch Tabak im Vorrat. Denn meist ist es der Kopf, der will dann das, was eben nicht da ist und zwar JETZT.

    Ich geh einfach gern einkaufen, aber nur in bestimmten Zeitfenstern. Und ich entscheide verhältnismäßig spontan wonach mir ist. Bei schlecht Wetter natürlich weniger. 😁

    Spoiler anzeigen

    Im Winter zur Kaufhalle eine Gehminute, ideales Zeitfenster 18:45-19:30. Gemüse Abteilung noch nicht weggeräumt, die die nach der Nachmittags nach der Arbeit gehen sind schon durch, die Rentner eh und Jungvolk hat's im Winter hier auch nicht um die Uhrzeit. Man könnt es fast einen eigenen Kosmos nennen, man wandelt nahezu mit Bekannten durch die Gänge. Alle sehr entspannt. Kassen komplett leer, und auch noch nicht im Stress,... Ick kann mir meine 7 Kartoffeln in Ruhe handverlesen ohne weggeschuppst zu werden. Und kann verträumt in der Gemüseabteilung stehen und überlegen ob ich nun Lust auf Blumenkohl habe oder doch Selleriepüree, Steckrübe hatte ich aber auch schon lang nicht mehr... 🤪 Im Sommer stellen sich dann Obstfragen. First world problems.

    Im Sommer nehme ich die 10 Gehminuten, hat bis 23 Uhr auf. Da dann gerne 21/22 Uhr, da ist es dann auch mindestens dämmrig.

    Ohne Auto muss man auch zwangsläufig öfter einkaufen, man bekommt ja weniger weg. Ne Stiege Milch wäre schon nett, die kann ich aber eben nicht mit den anderen Sachen ins Auto werfen. Also kaufe ich halt 2 Packungen + den Rest der Einkäufe.

    Ich koche jeden Tag, außer im Hochsommer.

    Auf was ich Lust habe ist relativ frei, das hängt mit dem Wetter zusammen, wie die körperliche Belastung ist (dann will der Körper eher energiereichere und fettere Sachen),... Ich arbeite hauptsächlich draußen und höre da schon sehr drauf was der will und wieviel. Der Energieumsatz kann stark schwanken und auch die Bedürfnisse.

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    Ich esse nur auswärts wenn ich mit Freunden verabredet bin, bestellen vielleicht alle 3 Monate, eher 2x im Jahr.

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    Wenn man bevorratet sollten es ja auch Sachen sein, die man essen würde. Bei dem was ich so esse ist das großteils nicht der Fall. Klar im Notfall isst man alles, ABER es erscheint in meinem Fall auch nicht sinnvoll alle 2 Jahre die Sachen wegzuwerfen, zu verschenken oder dann mit Zwang in sich reinzustopfen (Stichwort Knäcke, Konserven, Marmelade,...). Bis auf Nudeln, Milch und passierte Tomaten fiele mir auch nichts ein, was lagerbar ist und durch Verbrauch auch regelmäßig ersetzt werden könnte.

    Aber ich kalkuliere für mich eher einige Tage ohne Wasser und Strom und da reicht das, was ich jetzt habe, bis 2022 hatte ich nix davon.

    Achso, ich habe das ziemlich lose zusammen gesammelt.

    Bei einem Einkauf mal ne Flasche Wasser, beim nächsten eine Kerze,... Ich hatte Monate den Campingkocher ohne Kartuschen. Die Überwindung hat recht lange gedauert.

    Rational ist das ohne Kartuschen alles Schwachsinn (Nudeln, Kaffee,...) - irrational -ich hatte mehr Schiss davor die in der Butze zu haben, als vor Wasser- oder Stromausfall. Seit 1,5 Jahren sind die nun da und werden auch vergessen, wie der Rest.

    Von der Investition waren das die beiden größten Posten (ich denk 30-40€ für beides). Spielte bei mir jetzt nicht die Rolle, das war eher so ein Kopf Ding und tief im Inneren mag ich es immer noch nicht. Deshalb denk ich einfach nicht dran. 🙃

    Komme ja aus dem Berliner Süden, war aber nicht betroffen. Ich denke auch das kommt stark auf die eigenen Lebensumstände an, trägt man noch Verantwortung für andere (Kinder, Ältere,...) in welcher Lebensphase befindet man sich selbst, wie und wo wohnt man (Lagermöglichkeiten, Ausweichmöglichkeiten bei der Beschaffung von Gütern,...). Wäre man selbst auf die Hilfe anderer angewiesen oder kann noch völlig selbständig agieren. Welches Szenario hat man im Kopf,... Lokaler Stromausfall/Wasserausfall ist etwas anderes als die ganze Stadt,...

    Essentechnisch wäre die Broschüre nun auch nicht meins und ganz ehrlich bei 10 Tagen Krisenvorsorge wären Vitamine das letzte worüber ich mir Gedanken machen würde und ob das ausgewogen ist.

    Die Leute die ich kenne die betroffen waren, waren nach Informationsfluss auch eher Kategorie (blöd, aber ist dann wohl so). Das ältere Ehepaar wurde von der Familie abgeholt, die anderen blieben. Das Gebiet war zwar groß, aber man ist mit Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß noch zu Kaufhallen,... gekommen. Ich sag mal Midager ohne Verantwortung für Kinder,... Eine Generation die auch noch Beschäftigung ohne Elektrogeräte kennt und vom Typ äußerst resilient, kein Problem mit Stille und dem sein mit sich allein.

    Für mich persönlich wäre das auch kein Thema gewesen, auch die Kälte nicht.

    Ich bin seit 2022 dran. Das mit den Müsliriegeln von damals hab ich wieder aufheben, hab die einfach immer aufgegessen und dann vergessen neue zu kaufen. 🙃

    Wasser war hier auch die größte Überwindung, ich trink wenn überhaupt Leitungswasser und es kam mir immer blöd vor Wasser zu kaufen, was ich nach Ablauf zum Kochen oder Blumen gießen benutzen müsste.

    2l am Tag bräuchte ich persönlich bei Krise allerdings auch nicht.

    Ansonsten gibt's

    • Campingkocher
    • zwei Kartuschen
    • 3 Pack Suppennudeln (wegen kurzer Garzeit)
    • 1 Dose Veggie Chili
    • 1 baked Beans
    • 2x Pesto
    • 1 Glas Apfelmus
    • paar Kerzen
    • Streichhölzer
    • nen 25 Jahre altes Batterieradio
    • Batterien
    • Taschenlampe
    • Tabak, Blättchen, Filter 😁🤪
    • Kaffee und Milchpulver (die zwei letzten Punkte dienen eher dem Schutz meiner Mitmenschen)
    • Powerbank ist eh immer aufgeladen
    • 9l Liter Wasser unter der Küchenspühle (6 Glasflaschen 1,5l hinten an der Wand des Schrankes raubt dann auch kaum Platz)
    • schwarze Müllbeutel sollte was mit der Toilette sein 🙈 zwei Rollen Klopapier

    8 Tage käme ich hin, vielleicht 9 - Krise - nicht Menüschlemmen mit Duscheinheiten.

    In der Küche steht ein alter Ofen, da ist das drin, es ist da um es zu vergessen, dunkel, kühl, trocken. Ich weiß dass ist bis Ende 2027 haltbar, also das Essen. Das sind vielleicht 14€ und wird bis es soweit ist auf Schlag ersetzt. Rotation ist nicht meins, ich vergesse dann eh nur das neu zu kaufen, wenn ich da nenn packen Nudeln rausnehmen würde.

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    Alles was ich gerne esse hält sich eh nicht und weil ich in Berlin wohne ist der Kühlschrank auch Kategorie "Tomatenmark und 2cm Brierest". Ich kaufe im Winter alle 4 Tage so ein, wie ich halt esse. Da ist dann auch wirklich nix mehr da. Bzw. halt der üblichen "Trockenkram" Tee, angebrochene Packung Gries, Mehl, Zucker,... Im Sommer gehe ich sogar meist jeden Tag.

    Bei 10 Tagen staatliche Krisenvorsorge wäre mir ein Menü egal, Geschmack auch. Da geht's nur um Energie. Da ist das was ich habe noch das was ich vor Ablaufdatum dann tatsächlich essen würde, auch wenn's bei 2 der Dosen Überwindung bräuchte.

    Theoretisch hätte ich genug Freunde bei denen ich unter kommen könnte, wurde im Januar auch von vielen gefragt, die dachten ich könnte betroffen sein, aber das wäre mir persönlich nix, ich brauche schon "Raum" für mich, bin ungern auf andere angewiesen und passe mich ungern an.