Wie gesagt, hier spielte das nie eine Rolle, auch bei meinen Eltern nicht. Nicht einmal meine Oma (Kriegsgeneration) hat groß bevorratet. Auch "kann man alles noch gebrauchen wird nicht weggeworfen" kenne ich aus meiner Familie zumindest nicht.
Maximal eingeweckte Bohnen und Kirschen aus dem Kleingarten, aber das lief eher unter "nice to have" und nicht unter aktiv und bewusst Vorräte anlegen.
Meine Eltern hatten auch nie groß Vorräte außer halt das übliche Saft, Dose Pfirsiche,...
Alles Berliner Pflänzchen, keine Ahnung ob das auch eine Rolle spielt. Vielleicht überträgt sich das auch innerfamilär oder man übernimmt gewisse Dinge unbewusst.
Tschernobyl war so das Letzte das groß wahrgenommen wurde. Mehr als keine Pilze,... kam da aber auch nicht an in der Wahrnehmung damals bei uns.
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Mit dem Notvorrat fühle ich mich ganz wohl, aber zumindest bei Vorräten oder wenn der Kühlschrank voller ist fühlt es sich tatsächlich nicht gut an. Ich will nicht sagen, dass es mich stresst, vielleicht ein bisschen, ich mag es nicht. Übertragen raubt es mir Flexibilität und Freiheit. Das kann auch komplett anders gesehen werden, aber in meinem Fall ist es so.
Bei einer Kollegin ist das völlig anders, die hat auch viele Vorräte und braucht das auch wirklich für ihr Wohlbefinden, obwohl nicht als bewusste Krisenvorsorge. Das kommt so bei ihr aus dem Inneren. Bei ihrer Familie ist das ähnlich. Das dürfte in etwas wie bei euch sein Phonhaus
Das führt zu interessanten Gegebenheiten wenn wir zusammen mal Wochen oder Monate auf Außentätigkeit sind, weil man gar nicht fassen kann, das der jeweils andere so tickt. Aber jeder akzeptiert und respektiert es beim anderen und man findet einen Kompromiss.
Wir sind immer davon ausgegangen, dass das auch ein Teil Prägung ist. Hat jetzt nichts mit Krisenvorsorge zu tun, sondern eher mit Vorratshaltung und dem Empfinden damit.