Beiträge von SanSu

    Der Bericht hat gesagt, dass die Gasmangellage schon wahrscheinlich mit Ende Februar kommt und dann entschieden werden muss, welche Industrien zuerst abgeschalten werden müssen. Eine wirtschaftliche Katastrophe natürlich.

    Ich stecke da wahrlich nicht drin, aber ich lese davon, dass dann einfach importiert wird. Ob LNG aus den USA oder von Norwegen über die Pipeline. Und erst wenn dies nicht möglich ist, greifen die Notfallpläne. Aktuell weist nichts darauf hin.

    Eventuell passen sie die gesetzlichen Füllvorgaben nochmal an, die gesenkt wurden, sollten höhere Importe nötig sein.

    Wie gesagt, hier spielte das nie eine Rolle, auch bei meinen Eltern nicht. Nicht einmal meine Oma (Kriegsgeneration) hat groß bevorratet. Auch "kann man alles noch gebrauchen wird nicht weggeworfen" kenne ich aus meiner Familie zumindest nicht.

    Maximal eingeweckte Bohnen und Kirschen aus dem Kleingarten, aber das lief eher unter "nice to have" und nicht unter aktiv und bewusst Vorräte anlegen.

    Meine Eltern hatten auch nie groß Vorräte außer halt das übliche Saft, Dose Pfirsiche,...

    Alles Berliner Pflänzchen, keine Ahnung ob das auch eine Rolle spielt. Vielleicht überträgt sich das auch innerfamilär oder man übernimmt gewisse Dinge unbewusst.

    Tschernobyl war so das Letzte das groß wahrgenommen wurde. Mehr als keine Pilze,... kam da aber auch nicht an in der Wahrnehmung damals bei uns.

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    Mit dem Notvorrat fühle ich mich ganz wohl, aber zumindest bei Vorräten oder wenn der Kühlschrank voller ist fühlt es sich tatsächlich nicht gut an. Ich will nicht sagen, dass es mich stresst, vielleicht ein bisschen, ich mag es nicht. Übertragen raubt es mir Flexibilität und Freiheit. Das kann auch komplett anders gesehen werden, aber in meinem Fall ist es so.

    Bei einer Kollegin ist das völlig anders, die hat auch viele Vorräte und braucht das auch wirklich für ihr Wohlbefinden, obwohl nicht als bewusste Krisenvorsorge. Das kommt so bei ihr aus dem Inneren. Bei ihrer Familie ist das ähnlich. Das dürfte in etwas wie bei euch sein Phonhaus

    Das führt zu interessanten Gegebenheiten wenn wir zusammen mal Wochen oder Monate auf Außentätigkeit sind, weil man gar nicht fassen kann, das der jeweils andere so tickt. Aber jeder akzeptiert und respektiert es beim anderen und man findet einen Kompromiss.

    Wir sind immer davon ausgegangen, dass das auch ein Teil Prägung ist. Hat jetzt nichts mit Krisenvorsorge zu tun, sondern eher mit Vorratshaltung und dem Empfinden damit.

    katzenpfote Exakt so ist es bei mir auch.

    Und erst als es mit der Ukraine los ging war es in der Öffentlichkeit etwas präsenter. Ging dann aber eher in die Richtung "im Prinzip können wir uns nur 3 Tage verteidigen, die Bunkeranlagen sind vergammelt oder wurden rückgebaut, Warnmeldestysteme funktionieren nicht,...".

    Mein Wohnhaus ist von 1923, im Nachbarhaus gab's bis vor 6 Jahren noch einen Luftschutzkeller inklusive Zeitungen aus dem 2. Weltkrieg mit denen die Wände tapeziert wurden, damit der Putz nicht abfliegt. Wurde, wie fast alle Keller saniert, inklusive Entfernung der Drucktür.

    Weiß nichteinmal ob der irgendwo gelistet war. Habe es erst später mitbekommen, weiß nichteinmal ob da noch was dokumentiert wurde vor Sanierung. Spielte lange keine Rolle, ebenso bei der Infrastruktur,...

    Aber wir schreiben hier zu einem Thema. "Das vorbereiten auf einen Krisenfall".

    Du kannst das nicht, aus deinen Gründen. Hab ich verstanden.

    Jetzt bin ICH verwirrt.

    SanSu
    29. Januar 2026 um 22:27

    Das meine ich mit Missverständnis. Ich habe vielleicht keinen klassischen Vorrat, aber ich habe einen Notvorrat, das kann ich und will es auch.

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    Der Post den du von mir zitiert hast, war eine Reaktion auf eine Frage, ob jene, die keine klassischen Vorräte, nahezu nix im Kühlschrank haben,... dann jeden Tag essen oder einkaufen gehen.

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    Oder ist Krise nur Wochen/Monate autark klar zu kommen? Mein Szenario ist halt 8+1 Tag ohne Strom/Wasser auskommen. Vielleicht kaufe ich noch 3 Flaschen Wasser, dann sinds 2 Wochen. Ist das lecker, nee, aber ich wäre nicht auf Hilfe angewiesen, das reicht mir persönlich.

    Ich glaube wir missverstehen uns. Ich habe rein sachlich geschrieben ohne Hintergedanken. Weder weiß ich wie du lebst, noch bewerte ich irgendwas.

    Vorratshaltung/Vorsorge für den Notfall, wenn sie keinem anderen oder einem selbst schadet, kann ja nie schlecht sein, egal in welcher Ausprägung, das entscheidet dann die Person für sich. Ich gucke mir da auch gerne Dokus und Berichte an, habe Freunde, Bekannte und Familie, da ist natürlich recht breit gefächerten alles dabei.

    Du hast meinen kompletten Beitrag zitiert und geschrieben dass man auch einen Vorrat haben kann und trotzdem jeden Tag in die Kaufhalle gehen und frisch kochen kann.

    Ich dachte das bezieht sich auf mich (Lebensumstände und Lebensweise), weil zitiert, deshalb die Nachfrage.

    Dann hast du deine Lebensumstände erklärt, damit erschließt sich mir was du meinst. Deine sind ja aber nicht meine.

    Ist einer von uns vielleicht bei Vorrat und der andere bei Notfallvorrat?

    Das verschwimmt ja je nach dem. Also dein Vorrat ist wahrscheinlich auch dein Notfallvorrat. Mein Notfallvorrat ist es nicht, der ist ausschließlich für Notfälle, weil anderes für mich nicht gut umsetzbar oder in der Konsequenz erstrebenswert ist.

    Ich schrieb "prinzipiell" und "wenn" und habe keine Feststellung zu dir gemacht. War also nicht konkret auf dich bezogen. Ich schloss das halt für mich persönlich aus.

    Mein Leben muss, weil ich das so will, recht flexibel sein, mal weniger, mal sehr stark.

    Was genau möchtest du wissen?

    Wie ich unter der Betrachtung dessen was ich geschrieben habe täglich einkaufen gehe und trotzdem einen Vorrat habe der mir nicht weggammelt oder mich permanent zwingt Sachen zu essen, weil "ist dann halt da".

    Oder ging es darum auszuführen, dass du entsprechende frische Vorräte hast, quasi als Gegenüberstellung zu den Konserven/Trockenwaren,...?

    Zum Thema Alkohol hatte ich auch mal was gesehen, aber es ist wie sie oft, es gibt nicht nur die eine Seite.

    Und Suchtdruck kann eine fiese Sache sein.

    Ich rauche auch nicht viel und hauptsächlich in Gesellschaft, aber ich habe nicht umsonst auch Tabak im Vorrat. Denn meist ist es der Kopf, der will dann das, was eben nicht da ist und zwar JETZT.