Beiträge von Geckolina

    Ich habe mit meinem Vater eine Wette am laufen: Herr Hund wird nicht schwerer als 18kg, sonst verliere ich. Jedes Kilo mehr ist ein Kaffee und ein Stück Kuchen in unserem Lieblingscafe.

    Als wir Herrn Hund als Welpe mit 10 Wochen geholt haben, hat er 4,6 Kilo gewogen. Mama ist eine 12,5 kg schwere Bretonenhündin. Vatertier unbekannt, da TS-Hund.

    Jetzt ist der Herr 7,5 Monate alt und wiegt 16 kg. Seine Brüder haben ein ähnliches Gewicht, einzig seine kleine Schwester wiegt aktuell knappe 11 Kilo.

    Stand jetzt werde ich wohl mit Pauken und Trompeten die Wette verlieren oder was denkt ihr? Soll ich gleich ne 10er Stempelkarte für das Cafe kaufen?

    Ihr Lieben,

    es ist unfassbar. Der Junior schläft seit drei Nächten durch und nachdem wir jetzt den Drill "Du gehst in dein Iglu und ich geh aus dem Haus" haben, bleibt er auch wieder seine 1-2 Stunden allein mit dem Ersthund. Ich muss einfach viel viel klarer mit ihm kommunizieren.

    Wenn ich verständlich bin, liefert er auch. Memo an mich selbst.

    Das ist auch wieder abhängig vom Typ Hund.

    Es gibt Hunde die sich an Emotionen hochziehe. Egal ob positiv oder negativ. Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.

    Könntest du ausführen, was du dann für diesen Hundetypus für eine optimale Korrektur hältst?

    Ich habe schon einige (TS-)Hunde gehabt, aber der aktuelle Junghund scheint so ein Typ zu sein. Hatte ich noch nie. Er nimmt Korrekturen zwar mittlerweile gut an. Was ich aber gar nicht mehr mache, ist Emotion in die Stimme legen oder ihn mit dem Blick während der Korrektur zu fixieren. Das hat er schon mit 10 Wochen als "challenge accepted" gesehen und hat damals regelrechte Wutanfälle bekommen. Da hatte ich auch das Gefühl, je mehr Emotion ich zeige, um so mehr Emotion bekomme ich zurück.

    Also habe ich dann schon sehr sachlich korrigiert: "Lass das! Mach lieber das!" Funktionieren tut das, ob das jetzt Lehrbuch ist oder gar die beste Lösung, weiß ich nicht. Man lernt ja nicht aus.

    Training ist aus meiner Sicht fair, wenn der Hund versteht, was man will. Dass Handlungen manchmal negative Konsequenzen haben, ist ja kein menschliches Konstrukt.

    Wenn ich dabei zuschaue, wie meine Hündin dem Junghund klarmacht, was geht und was nicht, sehe ich, dass die bei Dingen, die wichtig sind, ganz klar positiv bestraft und zwar in der Intensität, die es braucht, damit die Nachricht ankommt.

    Ich versuche, alles, was um das Thema "Dressur" geht, rein positiv aufzubauen. Denn das ist ja unsere Freizeit und das soll uns allen in erster Linie Spaß machen.

    Alltagserziehung ist dagegen etwas ganz anderes. Es gibt Grenzen und die sind nicht verhandelbar. Da werde ich deutlich, natürlich ohne Brutalität. Wohl aber mit Blocken, Halten, Anstubsen oder tatsächlich auch mal einen Schreckreiz (Ich werfe etwas- wohl bemerkt: NICHT auf den Hund) und natürlich kalibriert auf den Hund, der vor mir steht. Ich biete dann immer im Anschluss das Alternativverhalten an, für das es eine Belohnung gibt.

    Vertrauen kommt ja durch Berechenbarkeit und Klarheit. Kein Welpe, der an mir hochspringt, wird "traumatisiert", weil ich die Pfoten kurz festhalte. Trotzdem ist das halt ganz klar ne körperliche Strafe.

    Hallo zusammen,

    hier werden die Nächte scheinbar ruhiger, der Junghund muss nur einmal zum Pieseln raus nach 6-7 Stunden. Er hat langsam verstanden, dass niemand um 3:00 oder 4:00 aufsteht, damit man gemeinsam Spaß hat.

    Mittlerweile können wir sogar entspannt "Couch-Time" machen. Da kam er noch vor ein paar Wochen wirklich ewig lang nicht zur Ruhe und ist regelrecht ausgeflippt. Jetzt kuschelt er wie ein kleiner Teddy und pennt.

    Draußen ist er immer noch ein totales Schatzi.

    Soweit zu den Sachen, die gut laufen.

    Allerdings: Seit ich Urlaub habe, klappt das Alleinsein (mit dem Ersthund) gar nicht mehr. Dabei war das bis vor einer Woche gar kein Problem. Ich konnte sogar 2-3 Stunden weg sein (zum Beispiel im Garten). Jetzt haben wir Drama-Galama nach 15 Minuten. Vorfall gab es keinen, zumindest keinen, den ich mitbekommen habe.

    Ich hoffe einfach, dass hat einfach mit der Pubertät zu tun. Training in Sachen Alleinbleiben habe ich jetzt trotzdem mal gestartet.

    Sooooo...heute war die Nacht mal wieder um 4:15 vorbei. Wenigstens konnte ich Herrn Hund nach dem Pieseln überreden, bis 06:15 weiterzuschlafen.

    War gestern einfach zu viel: Auf dem Rückweg vom Gassi haben wir Waldarbeiter in extrem gruseliger Montur getroffen. Als ob das nicht genug wäre, trafen wir dann noch einen Zwergpudel, der ein Bärenkostüm (oder einen Mantel mit Kapuze mit Ohren) trug und beim Laufen ganz laut geknistert hat. Als der Junghund dann daheim gleich einen Zoomie hatte, wusste ich, die Nacht wird kurz.