Beiträge von bordy

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    Ärmelchenbeissen und bewachen hat in meinen Augen nicht viel miteinander zu tun. Jeder Hund wacht. Und nur weil ein Hund ein Schäferhund ist oder nur weil ein Hund Ärmelchen stellen kann heißt das noch lang nicht dass er schützen wird. Mfg

    "Ärmelchenbeissen" wie du es nennst (verarschungen sind übrigens immer förderlich für konstruktive Beiträge), beruht im Endeffekt auch nur darauf, dass man grundsätzlich Schutzhunde ausbilden wollte und es einfach doof ist, wenn der Hund direkt die Haut erwischt.
    Und nur, weil heutzutage nicht mehr jeder Hund der eine (sportliche) Schutzhundeausbildung durchläuft, auch gezielt Zivil beissen soll, heißt das noch lange nicht, dass man sich das quasi aus den Fingern zieht.
    Im übrigen "wacht" noch lange nicht jeder Hund und ein Schäferhund, der weder wacht noch im Ernstfall dann schützt, hat eigentlich sein Zuchtziel verfehlt. Und damit sollte ich mich nunmal auseinandersetzen - wobei es sich ja sowieso leichter sagt, also meiner hat sowas nicht, ich muss mir über das Zuchtziel meiner Rasse keine Gedanken machen.

    Stimmt, sind ja erst 100 Jahre, seitdem man sie dafür züchtet unter dem Namen DSH(ohne Rassebezeichnung noch deutlich länger). |)

    Und es ist auch ziemlich neu, dass man Hunde hält um das Eigentum zu schützen. Beschäftigt man sich mal etwas mit Traditionen und Herkunften von verschiedenen Bezeichnungen, so wird man darauf kommen das es früher relativ normal war, dass es einen "Schäfer"hund, also den Hund des Schäfers gab, der vor allen Dingen dazu da war, zu bewachen und weniger dafür, das zu tun was heute Koppelgebrauchshunde tun.

    Entschuldigung, aber dir ist schon klar, dass du es hier ganz einfach mit Hunden zutun hast, nicht mit kleinen Prinzessinnen? :roll:


    Ein Hund ist weder "unfair" noch "gemein" und insofern ist es auch einfach falsch hier von irgendetwas wie "Schuld" zu sprechen.


    Das es unter heranwachsenden Hündinnen, die mental etwa gleich weit sind Spannungen gibt ist ganz normal und es ist einfach realitätsfremd zu glauben, die haben sich schon lieb. Schon in der Wurfkiste wirst du sehen, dass hier nur der stärkere Überlebt und Welpen die meinen sie haben etwas voraus, versuchen gnadenlos den anderen zu verdrängen (und damit in letzter Konsequenz zu töten, dank Nahrungsentzug).

    Wenn ich nun zwei relativ gleichalte zusammen halten möchte, muss ich eben jegliche Konflikte unterbinden. Will heißen, kein Kauzeug und keiner maßregelt den anderen. Gestänkert wird nicht, weil du das so willst.
    Voraussetzung ist dafür aber, dass du auch eine solche Autorität hast.. und die erlangt man leider Gottes nicht nur über Wattebäusche.

    Selbiges wenn sie schon zusammen sind.. ein Abbruchkommando ist nett, aber willst du das wirklich absolut haben, musst du in dir drin auch dahinter stehn. Wenn du halbherzig einwirkst, weils dir eigentlich in der Seele weh tut, wird das nunmal nichts.
    Mal davon ab, dass Streitereien unter Hündinnen nunmal etwas anderes sind als unter Rüden (wobei es hier natürlich auch richtig ernst werden kann). Hündinnen streiten seltener als Rüden, aber wenn dann kann es sehr schnell auch so lange gehen, bis eine nicht mehr aufsteht - von daher würde ich nun auch nicht noch das Zimmer verlassen.
    Wenn es ernst wird.. dann werden sich die meisten Hunde nun auch nicht von einer Wasserflasche ablenken lassen. Notfalls tret ich eher noch dazwischen oder donner den einen in die eine, den andern in die andere Ecke.

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    bordy
    Hast keinen auf irgendeinem Hundeplatz, der das vertreibt?
    Ich bekomme Platinum 15kg 6-8 Euro günstiger als bei den Shops, versandkostenfrei direkt zum Training, wenn ich möchte. :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Nee... ich krig hier von nem Freund für meine eigenen Köber's....

    Das einzige was mir Spontan einfällt was ich noch günstiger bekommen könnte, ist Happy Dog - das mag ich aber a) nicht und b) isses ja nun nicht halbfeucht.

    Mal davon ab, was mach ich mit 15kg auf einmal |)

    Entschuldigung, aber was meinst du mit Gehorsam?

    Grundsätzliche Führigkeit? Oder Motivationsfähigkeit?


    Eine BH oder Obedience hat nochmal garnichts mit Gehorsam in dem Sinne zu tun, dass ein Hund etwas tut, weil der HF das möchte, auch wenn er selbst lieber etwas anderes tun würde. Das ist meiner Erfahrung nach rein von der Ausbildung abhängig - auch wenn gewisse Rassen immer eine gute Ausrede sind.

    Der Punkt ist im Endeffekt der gleiche, wie bei den meisten anderen Sachen auch. Ziel ist nicht, den Hund nur irgendwie zu manipulieren damit er etwas macht, sondern ihm zu zeigen das ein gewisses Verhalten erfolg verspricht.

    Im Klartext, man bestätigt Kontakt mit dem Holz mit z.B. Beute oder Futter.

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    Und was, wenn der Besi Deine Punkte von 1-6 bereits verkackt (sorry) hat?

    Dann muss ich mich darauf einstellen, dass die ganze Geschichte noch zeitaufwändiger wird, ich noch selbstbeherrschter sein muss und es evtl nie so wird wie mit einem Hund bei dem das alles nicht schief gelaufen ist .

    Will heißen, meine Körpersprache muss noch klarer sein und Einwirkungen noch dosierter. Im Endeffekt habe ich eigentlich bei einem Hund, der evtl zu viel Zwang oder falsch gerichteten erfahren hat, die besten Erfahrungen damit gemacht, erstmal jegliche Situation die das provoziert hätte zu vermeiden und so den Hund erstmal garnicht mehr zu korrigieren. Wenn er sich erstmal in jeglicher Situation (!) geöffnet hat, dann kann ich in diesen Situationen auch dosierte, dem Hund angepasste Einwirkungen setzen.

    Allerdings ist einen Hund der im Prinzip versaut wurde zu korrigieren nunmal immer komplizierter und meist auch zeitaufwendiger (bei nicht zu garantierendem Erfolg), als wenn man einen Hund hat der einfach garkeine Erfahrungen hat.
    Für mich hört sich der Hund, so wie er hier beschrieben wurde einfach nach einem ganz normalen Dobermann Junghund an, der weder erzogen wurde, noch um den sich sonst viel geschert wird und der eben nicht jeden mit Futter in der Hand als Gott akzeptiert.

    Junghund der abhaut zu anderen Hunden, nicht zuverlässig hört und in ne Schleppe (wahrscheinlich noch am Geschirr) rennt...sry da brauch ich nur quer in der Junghunderubrik lesen und kann dir5 Fälle sagen die sich ähnlich präsentieren und dem Hund alles hinterhergetragen wird.

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    Und ja, die Dobermann-Hündin reagiert gut auf positive Verstärkung, aber mein bescheidenes Wissen sagt mir, dass das nur einen Teil der Erziehung ausmachen kann...denn wo habe ich dann die Möglichkeit dem Hund unmissverständlich klar zu machen wenn er mal richtigen Bockmist baut...

    Der Punkt der mir aber zumindest in deiner Beschreibung fehlt, ist der gründliche Aufbau.

    Du schreibst ja selbst, du hast die Hunde auch nicht regelmäßig, sondern mal so mal so. Von daher gehe ich nun mal davon aus, dass das bei der betreffenden Hündin genauso ist.

    Mir fehlt hier das Training in niedrigerer Reizlage und eben auch die Vermeidung von Fehlern im Aufbau. Möchte ich heute einen Rückruf möglichst sinnvoll aufbauen, muss ich im Aufbau auch Fehler vermeiden (im Klartext, im Vorfeld verhindern das der Hund überhaupt weg möchte).
    Also dann vielleicht keine 2 Stunden laufen mit diesem Hund, sondern eine halbe Stunde intensiver Spaziergang. Dafür kann man dann im Prinzip auch mehr verlangen, wenn du sagst das ist dir ein einzelner Hund nicht wert, der nur hin und wieder erscheint.

    Wenn ich diese Basics habe (und je nach Hundetyp geht das auch recht schnelll - wobei ich mit schnell nicht 2 Tage meine), dann kann ich die Ablenkung auch steigern und wenn ich dann eine dem Hund und seinem Naturell angepasste Einwirkung setze, wird er diese auch (wenn sie den richtig sitzt,..) in das Verhalten das ich möchte umsetzen.
    Das kostet aber alles Zeit und nachdem das ja wohl alles auch wirtschaftliche Überlegungen sind, w+rde ich mir doch stark überlegen ob ich das leisten will und dafür eben eher andere Hunde annehmen.
    Denn sein wir mal ehrlich - ich gehe stark davon aus das auch bei dem Jagdhund den du hier mehrfach zitierst, der Gehorsam nicht nur auf deinen Mist gewachsen ist. Der Hund wird ja auchnoch Halter haben (ich gehe davon aus, dass es nicht dein eigener ist). Ich habe ja nun auch schon f+r andere Leute Hunde teils auf Prüfungen vorgeführt,die ich nicht permanent sondern nur einige Male die Woche vorgeführt habe. Relativ schnell und effektiv klappt das nur,wenn die Hauptbezugsperson mitspielt.


    Die andere Version, dass wohl deutlich schneller zu lösen, ist eben stärkere Zwänge zu setzen - und das eben durchzuziehen bis der Hund darauf anspricht.
    Allerdings sollte dir klar sein, dass bei solchen Zwängen dann immer auch die Gefahr besteht das man bei auch nur minimal falschem timing ziemlich viel kaputt macht und sich ausserdem nicht jeder Hund das von einem quasi Fremden bieten lässt.
    Nicht jeder Hund lässt sich auch nur einen "leichten Ruck" von einer Person, die nicht die Bezugsperson ist gefallen - könntest du damit umgehen, wenn die Hündin vielleicht nicht auf den "leichten Ruck" reagiert, du stärker einwirkst und sie dann mal "zurückruckt"?

    Mal nebenher möchte ich aber nochmals betonen, dass wenn ich jemanden meine Hunde mitgeben würde (was ich in dieserKonstellation eh nicht machen würde, aber das ist ja etwas anderes) um sie einfach zu bewegen, dann würde ich es mir verbitten das hier irgendwelche erzieherischen Maßnahmen stattfinden würden, ohne das ich das weiß. Gerade wenn es um Zwänge geht, bei denen man wie erwähnt auch viel kaputt machen kann. Wenn hier irgendwie an meinem Hund rumgedoktort werden würde, dann würde ich genau wissen wollen was gemacht wird und auch wie - und ich würde mich darauf verlassen wollen können, dass wenn ich sage ich möchte nicht das irgendein Gassigänger auf meinen Hund aversiv einwirkt, dies dann auch respektiert wird.
    Im Endeffekt habe ich nämlich als Halter die Arschkarte wenns schief geht - sowohl wenn der Hund etwas falsch verknüpft, als auch wenn mein ebenfalls 12 Monate alter Junghund dem ambitionierten Gassigänger mehr als deutlich sagen würde was er von "Bodyblocks" und anderen Einwirkungen hält und dieser aufgrund dessen einen Arzt benötigt.

    Wirklicher Gehorsam ist etwas, was bei den meisten Hunden nunmal etwas Zeit braucht und auch nicht beliebig beim wöchentlichen Gassigang übertragbar ist .. und bei manchen existiert dieser eben auch nur bei ihrer einen Bezugsperson, egal wie toll und nett man trainiert.