Beiträge von bordy

    Zitat

    Ich glaube es gibt nicht eine Lebensform, auf die das zutrifft.
    Caniden verbringen die geringste Zeit des Tages mit Futtersuche (ok, Labis sind ausgenommen), sondern primär mit sozialen Interaktionen, gemeinsamem Herumliegen etc. und welches Verhalten ausser jagen wird mit Futter belohnt ?

    Gruß, staffy

    Caniden verbringen diese Zeit aber auch nur dann so, wenn sie bereits Jagderfolg hatten. Kein Tier (auch kein Rudeltier) wird Zeit damit vergeuden und faul rumliegen, wenn es einen Mangel an einer so elementaren Ressource wie Futter hat.

    Soziale Interaktionen sind gut und schön, aber man sollte schon bedenken, dass auch in der Natur kein Rudel besteht, weils gemeinsam ja viel lustiger ist, sondern vor allen Dingen weil man im Rudel erfolgreicher ist. Die Interaktionen finden also auch nur statt um somit besser an die gegebenen Umstände angepasst zu sein und zu überleben -> Überleben kann man auch nur, wenn man genug zu fressen hat.

    Wie man es dreht und wendet, Nahrung ist nunmal die Grundlage des Lebens.

    Tiere die kein Rudel benötigen um entsprechenden Jagderfolg zu haben, haben idR ja auch keins..

    Shoppy

    Ich weiß ja nicht von wem diese Anleitungen stammen, aber wann immer ich bisher selbst oder andere mir bekannte Personen Fütterung " aus der Hand" empfohlen haben, war das nie so aufgebaut, dass man den Hund tagsüber einfach machen lässt und sich dann eben Abends hinstellt, eine Hand voll Futter nimmt und den Hund fressen lässt.
    "Handfütterung" so wie sie mir bekannt ist, beruht vor allen Dingen erstmal darauf, Kooperation durch Futter zu belohnen - allerdings gibt es bei nicht vorhandener Kooperation dann eben auch kein Futter.

    Fraglich ist doch nur, ob es für den Hund denn einen Unterschied macht, ob er sein Fressen nur noch über den Menschen bekommt, weil man so oft Clickt, oder ob er es eben ohne Click von seinem Menschen bekommt.

    50 Mal Clicken hierfür, noch X mal das Verhalten geclickt usw usw.. Je nach Hund und dessen Tagesbedarf, bleibt da am Ende nichts mehr übrig - jedenfalls nicht, wenn ich nicht unerwünschtes Verhalten einfach darüber abstellen möchte, dass der Hund eine Tonne auf vier Beinen ist und nichts mehr anstellen kann.


    Von daher finde ich es etwas komisch, anderen Leuten, die Handfütterung gezielt empfehlen, quasi zu unterstellen sie "hättens ja nötig" (was ja immer die einfachste und unwiederlegbarste Methodik ist anderes anzuprangern..), im Endeffekt aber indirekt genau das gleiche zu tun. Wenn man empfiehlt alles mögliche permanent zu clickern, läuft es doch genauso auf Handfütterung raus, wenn wir nicht gerade von einer Deutschen Dogge reden, die mit Brotkrümeln bestätigt wird.

    Mal davon ab, ist es das natürlichste Verhalten überhaupt, den ganzen Tag auf Futtersuche zu sein. Für jedes Tier im übrigen. Gassi gehen, Agility und Bällchen spielen gibt es für einen wild lebenden Hund nicht, sondern es sind Mittel zum Zweck zu überleben.
    Von daher handelt es sich für mich hier mal wieder um eine ideologische Problemstellung. Für den Hund ist Futter für Verhalten was erwünscht ist nicht fies, sondern die natürlichste Art zu lernen.

    Was man bedenken sollte ist, dass Koeber's (zumindest nach meinem letzten Stand) kein Knochenmehl hinzufügt. Die meisten Hundefutter enthalten jedoch Knochenmehl, allein schon weil es den Kot eben fester und damit die Haufen kleiner macht.
    Das die Haufen also größer sind als bei anderem Futter ist ganz logisch...

    Für mich ist das allerdings kein Problem, da sonst alles stimmt.

    wir füttern eigentlich wenn dann vorwiegend Supermix GJ... manchmal auch Lamm und Reis.

    Wobei DIE krassen Unterschiede haben die Sorten ja nun nicht.

    Mein älterer(zu dem Zeitpunkt 8 Jahre) hat sich letztes Jahr geleistet, die einzige Stelle des Auslaufes, an dem doppelter(!) Maschendraht war aufzureissen und dann über das mind 1,80m hohe Tor zu klettern.
    Grund? Ich hatte mir erlaubt, mit dem kleinen an ihm vorbei das Grundstück durch das Tor zur Wiese zu verlassen und er fand es nicht akzeptabel, dass der kleine mit mir mit darf und er nicht.

    Hat er vorher noch nie gemacht...

    Maschendraht ist also nicht unbedingt so sicher. Selbst wenn der Hund nicht drüber kommt.
    Persönliche Erfahrung meinerseits ist allerdings auch, dass die wenigsten Hunde über etwas springen, wenn sie nicht wissen wohin. Also, ausreichend hoch (so 1,80) und blickdicht. Bei wem das noch nicht reicht, kann man noch Aufsätze auf den Zaun machen (mir fällt der Name gerade nicht ein..), wie es in Zoos bei Raubtieren oft der Fall ist :mute:
    Verbunden mit Untergrabungsschutz, ist da dann wirklich kein Entkommen mehr.

    Wobei die Frage natürlich ist, wie der Hund vom Temperament her ist und wie weit du ihn da unterbringen willst.
    Bei mir ist der Garten nur 1,20 (oder nur 1m..?) eingezäunt. Meine alte Hündin liegt öfters mal draußen und ist absolut desinteressiert daran wer da vorbei läuft. Die kleine darf nur unter Aufsicht in den Garten und von daher ist das auch kein Thema. Darauf verlassen das sie das stoppen würde im Fall der Fälle würde ich mich nicht verlassen.

    Bei meinem Freund ist der Hof mit 2m Tor dicht gemacht - ebenfalls blickdicht. Da kommt auch keiner Raus, Klettermöglichkeit auch nicht vorhanden. Sein Rüde ist aber die meiste Zeit des Tages aber nicht beaufsichtigt draußen.

    Was ich da persönlich noch einfließen lassen würde ist nicht nur, dass der Hund nicht raus kommt, sondern auch keiner rein. Man soll es nicht glauben, aber es gibt Leute, da geht der Hund hinterm Zaun ab und man hat nichts besseres zu tun als rüberzulangen *Musst dich doch nicht aaauuuufregen butzibutzibu* |) .

    Also, Zaun so hoch, dass auch keiner rein kommt..

    Anmerkung, weils edit nicht mehr geht...


    Als "Schludern" sehe ich das übrigens auch nicht.

    In der PO steht z.B., der Hund soll dem Hundeführer auf Hörzeichen "Fuß" hin aufmerksam auf Höhe des Knies (wobei ob das genau so drin steht, ist mir gerade entfallen) folgen.

    Am Bein kleben, permanent Blickkontakt halten etc das sind Sahnehäubchen die sich heute entwickelt haben. Ein Hund, der normal aufmerksam bei mir bleibt, entspricht der Po also erstmal genauso.

    Mal ernsthaft...

    entweder man jammert rum, dass ein absolut korrektes Fuß mit der Alltagstauglichkeit nichts zu tun hat.
    Dann kommt man darauf, dass man dieses Fuß ja nicht zeigen muss. DAS ist einem dann aber auch nicht recht, weil es den eigenen Ansprüchen nicht genügt.

    Ja was denn nun?

    Ich habe die Möglichkeit viel Arbeit in eine BH zu investieren und zu bestehen, ich kann das ganze aber auch wirklich nur als Überprüfung des Grundgehorsams sehen und dementsprechend nicht noch extra viel Arbeit darauf verwenden und bestehe trotzdem.

    In jedem Falle des bestehens muss ich verstanden haben, wie mein Hund tickt und wie ich ihm etwas beibringe. Die Basis eben.

    Ich finde solche Schilder im Endeffekt in Ordnung - und jeder zieht sich irgendwo den Schuh an der ihm passt.

    Sollte soetwas bei uns aufgestellt werden, fände ich das vollkommen ok und würde mich auch nicht darüber aufregen. Ich lasse meine Hunde nicht hetzen und der Abruf am Wild ist dementsprechend abgesichert, auch wenn sie abhauen würden wenn sie dürften wie sie wollten.


    Es ist sicher schade, dass mittlerweile immer drastischere Mittel aufgefahren werden müssen, um Hundehalter davon zu überzeugen, dass etwas Rücksichtnahme gefordert ist. Wenn jeder seinen jagenden Hund sichern würde und auch der Rest dafür sorgen würde, dass die Hunde auf den Wegen bleiben und nicht ausser Sicht durch die Prärie preschen, dann wäre auch manch Jäger nicht generell so angep**** wenn es um Hundehalter geht.
    Sicher gibt es auch chronisch schlechtgelaunte die übertreiben, aber die gibt es bei allem anderen auch..

    Wenn ich mich recht erinnere, gab es hier sogar mal Threads zu den Themen "wie weit dürfen eure Hunde ausser Sicht sein" und "muss man einen nicht sicher hörenden Hund immer anleinen" (genaue Threadtitel sind mir ehrlich gesagt entfallen). Der Anteil derer, deren Hunde teilweise sogar länger ausser Sicht sein durften undd derer, die ihren offensichtlich nicht im Gehorsam stehenden Hund trotzdem rennen liesen, war irgendwie doch erschreckend hoch.. von daher sind mir diese Threads auch in Erinnerung geblieben.


    Mal aus der Nähkiste mir bekannter Jäger geplaudert...

    Der klassische Fall - Halter auf dem Weg, Hunde preschen irgendwo durchs Gebüsch. Bitte an den Halter, die Hunde auf den Wegen zu halten (nicht mal anzuleinen). Entweder kurzes Nicken, Hunde eingesammelt und auf dem Rückweg die selben Hunde wieder quer durch die Pampa unterwegs oder mehr oder weniger agressive Antworten bis hin zur persönlichen Beleidigung (sieht man ja auch an den höchstwahrscheinlich haltlosen Behauptungen die die TS hier zitiert).
    "Mein Hund jagd nicht!"
    Nö, trotzdem muss er nicht in Brut und Setzzeit eim gestrecktem Galopp durchs Unterholz pflügen und alles aufscheuchen... selbst wenn er es dann nicht weiter hetzt.

    Ausserdem scheint das Einschätzungsvermögen des Gehorsams des eigenen Hundes sowie das Unrechtsbewusstsein immer weiter abzunehmen.
    Wenn ich mich hier so umsehe und darüber nachdenke, welche Hunde nach Aussage ihrer Halter den perfekten Gehorsam haben und "schon wissen, wann es wichtig ist", dann ist derer Anzahl doch deutlich höher als die, die ich selbst so eingestuft hätte. Jagen tut auch angeblich keiner, dafür trottelt dir öfters ein "alleinstehender" Hund entgegen. Warum der Hund nicht einfach mal durch den Wald preschen sollte, versteht auch keiner.

    Sicher ist das doof, wenn man dann die Suppe anderer mit ausbaden muss. Allerdings ist mir persönlich noch kein Jäger begegnet, der nicht irgendwie kooperativ gewesen wäre, wenn er sah das der betreffende Hund in der Hand des Hundeführers steht.
    Der eine Pächter hielt, als ich meine Hündin zu mir ranrief als er angefahren kam neben mir an, machte das Fenster runter und erzählte mir eeer hat ja früher auch noch Hunde gehabt und ich brauch den Hund ja nicht jedes mal rufen wenn er kommt, er sieht ja das er hört und überfährt se schon nicht. Vor einigen Wochen, Abends in der Dämmerung auf der Wiese vorm Wald.. Hase geht hoch, Pächter kommt in dem Moment aus der Einfahrt, Hund ins Platz gelegt. Pächter grüßt freundlich. Laut anderen Hundehalter sind die Jäger ja soo unmöglich.. ich weiß nicht, ich habe mit ihnen kein Problem? :mute:


    Der Pächter bei einer ehemaligen Trainingskollegin hat mehr oder weniger aus Verzweiflung, nachdem einiges an Wild gerissen worden war, irgendwann ein komplettes Kitz mit aufgerissenem Bauch in die Zufahrt gehängt mit der Unterschrift
    "Mein Hund jagd nicht!

    Im Prinzip war wohl klar, wessen Hund hier etwas gerissen hatte... auf frischer Tat hat man ihn leider nie erwischt. Kommentar der Halterin "Mein Hund jagd nicht"... sicher.

    Nur mal so zur Info.. die Verordnung zum Halten von Hunden im Zwinger beschäftigt sich, wie der Name schon sagt damit, dass der Hund dauerhaft seine Lebenszeit in einem Zwinger verbringt.
    Da ist nicht die Rede von abgegrenzten Bereichen eines Lebensraums (denn den hat er ja auch zur Verfügung). Wäre das so, dann wären Haltungen, die ich hier auch schon lesen durfte, von 3 großen Hunden in einer 20m² MiniWohnung auch schon sehr grenzwertig.

    Es ist natürlich aber immer einfacher erstmal die juristische Keule zu schwingen.. und die "Fachfrauen" vom "Tierschutz" sind sowieso ein Kapitel für sich |)


    Mittlerweile ist Box ja hier zum Unwort verkommen, aber wenn man das mal betrachtet ohne sich direkt wieder bemüht zu fühlen jedem mitzuteilen was man selbst für ein toller Hundehalter ist und der Rest der Welt das alles falsch macht, dann braucht man hier auch nichts "schönreden".

    Lasse ich meinen Hund alleine zu Hause, wird er auch nicht viel mehr als seinen Liegeplatz nutzen (vorausgesetzt er kann alleine sein). Nehme ich ihn mit ihns Büro, wird das grundsätzlich nicht anders sein, nur das er den Luxus genießt, nicht von seiner Bezugsperson getrennt zu werden und zwischendurch bewegt wird.
    In einer ausreichend großen Box kann der Hund genauso aufstehen, sich drehen und umlegen wie auf einer ausreichend großen Decke - nur kommt da das böse Wort nicht mit ins Spiel.

    Habe ich heute den Luxus meinen Hund mit zur Arbeit nehmen zu können, dann muss mein Hund ruhig liegen bleiben. Es heißt ja schließlich Arbeit und nicht ausserhäusige Betreuung meines Hundes.

    Mal ehrlich, hätten sich einige hier solche Kommentare rausgenommen, wenn die TS geschrieben hätte

    "Mein Hund soll während meiner Arbeitszeit von 8 Stunden mit Unterbrechungen ruhig unter dem Tisch auf einer Decke von 40x60cm liegen (*von mehr gehe ich mal bei Größe des Hundes nicht aus..*). Ist das ok?"

    Die Antworten wären wohl doch etwas anders ausgefallen, obwohl es Boxen gibt, die gerade einem kleinen Hund deutlich mehr Bewegungsfreiheit geben als ein Körbchen oder eine Hundedecke.

    Die Sache ist doch eigentlich klar.. der Hund muss unter dem Tisch der TS ruhig liegen bleiben, fertig. Entweder ich lasse ihn da frei liegen, was ihm jetzt auch nicht mehr Bewegung verschafft, ich binde ihn an, womit er sich womöglich noch in der Leine verheddert oder ich stelle ihm eben eine große Box hin, wo er sich auch mal umlegen kann und die Kollegen sich sicher fühlen. Denn wenn ich den ein oder anderen mal daran erinnern darf - einen Hund mit auf die Arbeit nehmen zu dürfen ist Luxus, denn nicht jeder ist von dessen Anwesenheit begeistert.