Ich finde solche Schilder im Endeffekt in Ordnung - und jeder zieht sich irgendwo den Schuh an der ihm passt.
Sollte soetwas bei uns aufgestellt werden, fände ich das vollkommen ok und würde mich auch nicht darüber aufregen. Ich lasse meine Hunde nicht hetzen und der Abruf am Wild ist dementsprechend abgesichert, auch wenn sie abhauen würden wenn sie dürften wie sie wollten.
Es ist sicher schade, dass mittlerweile immer drastischere Mittel aufgefahren werden müssen, um Hundehalter davon zu überzeugen, dass etwas Rücksichtnahme gefordert ist. Wenn jeder seinen jagenden Hund sichern würde und auch der Rest dafür sorgen würde, dass die Hunde auf den Wegen bleiben und nicht ausser Sicht durch die Prärie preschen, dann wäre auch manch Jäger nicht generell so angep**** wenn es um Hundehalter geht.
Sicher gibt es auch chronisch schlechtgelaunte die übertreiben, aber die gibt es bei allem anderen auch..
Wenn ich mich recht erinnere, gab es hier sogar mal Threads zu den Themen "wie weit dürfen eure Hunde ausser Sicht sein" und "muss man einen nicht sicher hörenden Hund immer anleinen" (genaue Threadtitel sind mir ehrlich gesagt entfallen). Der Anteil derer, deren Hunde teilweise sogar länger ausser Sicht sein durften undd derer, die ihren offensichtlich nicht im Gehorsam stehenden Hund trotzdem rennen liesen, war irgendwie doch erschreckend hoch.. von daher sind mir diese Threads auch in Erinnerung geblieben.
Mal aus der Nähkiste mir bekannter Jäger geplaudert...
Der klassische Fall - Halter auf dem Weg, Hunde preschen irgendwo durchs Gebüsch. Bitte an den Halter, die Hunde auf den Wegen zu halten (nicht mal anzuleinen). Entweder kurzes Nicken, Hunde eingesammelt und auf dem Rückweg die selben Hunde wieder quer durch die Pampa unterwegs oder mehr oder weniger agressive Antworten bis hin zur persönlichen Beleidigung (sieht man ja auch an den höchstwahrscheinlich haltlosen Behauptungen die die TS hier zitiert).
"Mein Hund jagd nicht!"
Nö, trotzdem muss er nicht in Brut und Setzzeit eim gestrecktem Galopp durchs Unterholz pflügen und alles aufscheuchen... selbst wenn er es dann nicht weiter hetzt.
Ausserdem scheint das Einschätzungsvermögen des Gehorsams des eigenen Hundes sowie das Unrechtsbewusstsein immer weiter abzunehmen.
Wenn ich mich hier so umsehe und darüber nachdenke, welche Hunde nach Aussage ihrer Halter den perfekten Gehorsam haben und "schon wissen, wann es wichtig ist", dann ist derer Anzahl doch deutlich höher als die, die ich selbst so eingestuft hätte. Jagen tut auch angeblich keiner, dafür trottelt dir öfters ein "alleinstehender" Hund entgegen. Warum der Hund nicht einfach mal durch den Wald preschen sollte, versteht auch keiner.
Sicher ist das doof, wenn man dann die Suppe anderer mit ausbaden muss. Allerdings ist mir persönlich noch kein Jäger begegnet, der nicht irgendwie kooperativ gewesen wäre, wenn er sah das der betreffende Hund in der Hand des Hundeführers steht.
Der eine Pächter hielt, als ich meine Hündin zu mir ranrief als er angefahren kam neben mir an, machte das Fenster runter und erzählte mir eeer hat ja früher auch noch Hunde gehabt und ich brauch den Hund ja nicht jedes mal rufen wenn er kommt, er sieht ja das er hört und überfährt se schon nicht. Vor einigen Wochen, Abends in der Dämmerung auf der Wiese vorm Wald.. Hase geht hoch, Pächter kommt in dem Moment aus der Einfahrt, Hund ins Platz gelegt. Pächter grüßt freundlich. Laut anderen Hundehalter sind die Jäger ja soo unmöglich.. ich weiß nicht, ich habe mit ihnen kein Problem? 
Der Pächter bei einer ehemaligen Trainingskollegin hat mehr oder weniger aus Verzweiflung, nachdem einiges an Wild gerissen worden war, irgendwann ein komplettes Kitz mit aufgerissenem Bauch in die Zufahrt gehängt mit der Unterschrift
"Mein Hund jagd nicht!
Im Prinzip war wohl klar, wessen Hund hier etwas gerissen hatte... auf frischer Tat hat man ihn leider nie erwischt. Kommentar der Halterin "Mein Hund jagd nicht"... sicher.