Zitat
ringen?
Und nein...Hunter ist nicht nur ein Privathund , denn die passenden Veranlagungen sind da ;-)
Dein Hund ist in erster Linie ein Privathund - wie jeder andere Hund auch, der nicht bei Militär, Polizei, Zoll etc als Diensthund geführt wird. Das hat nichts damit zu tun ob er das von der Veranlagung her leisten könnte.
Fakt ist einfach: dein Hund darf nicht mehr als jeder andere Privathund auch. Er darf dich verteidigen wenn du angegriffen wirst. Aber du darfst deinen Hund nicht aktiv auf Menschen schicken, darfst ihn nicht Zivil ausbilden ohne das er unter die Landeshundeverordnung fällt und es gibt keinerlei "Sonderbehandlung" wenn dein Hund mal im Alltag meint, er muss mal "Dienst" spielen.
Wie schon gesagt, wo kein Kläger da kein Richter, aber es ändert an der grundsätzlichen Lage nichts.
Mir ist bewusst, dass es Leute gibt die meinen, wenn der Hund daheim, im Auto oder sonstwo möglichst Krawall macht, dann wird er "stark" und die das fördern. Meiner Erfahrung nach ist dies totaler Quatsch. Dein Hund sollte sich entspannt und unauffällig im Alltag bewegen können. Das sollte dein erstes Ziel sein.
Und wie schon erwähnt... wie finden das denn deine Nachbarn die nächsten 12-14 Jahre, wenn du das förderst das dein Hund anschlägt? Für deinen Privathund gibts da keine weitere Toleranz.
Ich kann mich da nur wiederholen: einen Hund offen und neutral zu erziehen (damit meine ich nicht, ihn zu deckeln), ihm auch zu zeigen das er nicht alles Regeln muss (ergo auch nicht jeden im normalen Alltag melden muss), ist nie ein Nachteil. Wenn dein Hund die Veranlagung mitbringt (und das hat erstmal nichts mit ner IPO3 zu tun), dann wird er trotzdem einfach so trainierbar sein, dass er seine Genetik situationsbezogen zeigt.
Unser junger Rüde ist z.B. sehr ernsthaft - im allgemeinen weniger das, was ich mir im Sport wünsche, aber er steht extrem drauf zu kämpfen und hätte an zivilem Schutzdienst sicher seinen Spaß. Wir haben im normalen Alltag, ausserhalb des Trainings konsequent vermittelt, dass andere Menschen erstmal positiv sind und es nicht sein Job ist irgendwen zurechtzuweisen. Irgendwelche Menschen beim Spaziergang oder sonstwie gemeldet hat er übrigens garnicht, wenn ich anwesend war. Wenn er alleine war hat er irgendwann mit ca. 2 Jahren angefangen, sich mal bemerkbar zu machen. Nachdem er die meiste Zeit in einem winzigen Dorf mit Bauernhöfen lebt, ist das aber kein Thema.
Und ja, da bin ich absolut froh drum. In bestimmten Situationen, die er erstmal als bedrohlich einstuft , schaltet er nämlich trotzdem sofort um (ohne das ich das überhaupt irgendwie mal bestärkt habe) und meint das absolut ernst. Sollte irgendwer mal auf die Idee kommen mich ernsthaft zu bedrohen, habe ich keinerlei bedenken, dass er nicht sofort reagiert. Trotzdem ist seine Grundhaltung anderen Menschen gegenüber erstmal neutral. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte das munter bestärkt, hätte ich in normalem Umfeld wohl wenig Freude an ihm.
Dein Hund sollte umschalten können und lernen, was in bestimmten Situationen gefragt ist und was nicht. Und Leute stellen oder melden ist es im normalen Umfeld nunmal nicht. Parallel dazu wirst du ja noch mit ihm entsprechend trainieren und da darf er das dann ja.