Beiträge von bordy

    Ich würde mich bei den Wünschen in der gemäßigten hochzucht Ecke umschauen - entgegen der gerne vorgenommenen Dramatisierungen sind relativ einfach handelbare Hunde dort eher die Regel . Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte , ist es auch empfehlenswert , sich z.B. Junghunde vom Züchter anzusehen , die wegen irgendeinem kleinen Makel verkauft werden. Solche Hunde Haben normalerweise schon eine Grunderziehung genossen und sind zumindest vorgeröngt.

    Die Finger lassen würde ich definitiv von Leistungslinien und Belgiern . Weiße muss man mögen - ich kenne mehr als einen den ich aufgrund von Wesensmängeln nicht mal als Familienhund tauglich finde .

    Ich denke schwarze Tönung geht nicht mehr komplett raus. Ich habe früher schwarz getönt und heller geworden ist es sicher, aber es war nie so wie vorher.

    Am schonendsten ist es sicher, es einfach komplett raus wachsen zu lassen und z.B. den Ansatz mit Henna dunkler zu machen.
    Ich habe mir vor ein paar Jahren auch mal eingebildet, ich bräuchte Rote haare. Wollte so richtig intensives Dunkelrot - hatte aber schwarz gefärbte Haare, die ich schon länger nur noch dunkelbraun gefärbt hatte.
    Bin also zum Friseur, aus Angst mir die Haare komplett zu ruinieren.. 5 Stunden später, waren meine Haare fleckig rötlich und wer es nicht wusste, hätte es garnicht erkannt. Meine Haare waren in den Längen total hinüber, richtig rot war es trotzdem nicht.
    Die letzten Total kaputten 15cm hab ich mir letzte Woche abschneiden lassen und werde sicher nie mehr blondieren / aufhellen lassen. Höchstens wenn ich irgendwann ne kürzere Frisur habe und sich das ganze, Falls es schief gehen sollte, in absehbarer Zeit raus wächst.


    Ich denke, wenn man schwarz färbt und noch dazu eher kräftigere Haare hat, ist das eine eher langwierige Geschichte, bzw kaum möglich, wenn man sich die Haare nicht komplett ruinieren will.

    Ehrlich gesagt shockiert mich das leider alles nicht mehr so wirklich und ich habe mir bereits bei der ersten Frage soetwas gedacht.

    Leider Gottes kenne ich kaum Sicherheitsdienstler bei denen das ganze anders ist - es gibt sicher Ausnahmen, dass sind dann aber idR nicht die "normalen" Sicherheitsfutzis, sondern gehören z.B. zu größeren Unternehmen. Siemens hat (weiß nicht ob dies immernoch haben, aber hatte zumindest) auch Diensthunde, zum Teil z.B. auch mit Sprengstoffausbildung und bei denen läuft die Geschichte auch etwas anders.


    Aber mit dem "Rest" sind die Erfahrungen meistens einfach so wie ich das hier lesen darf. Man muss sich einfach mal vor Augen halten - da sind Leutchen ohne größere Ausbildung, die für meistens um die 6 Euro die Stunde durch die Gegend laufen (Zum Vergleich: bei Mcdonals gibts ca. 7,30 Euro). Für den Hund gibt es meistens ca. 1 Euro mehr pro Stunde - gefordert wird meistens mindestens BH. Manchmal gibt es dann gestaffelt mehr je nach Prüfungsstufe. Da Tummelt sich halt meistens nicht die "Elite". Nachdem man sich dann auch gerne wichtiger nimmt als man wirklich ist, wird der Hund dann halt in den unpassendsten Situationen hochgezogen, weil ist ja ein "Diensthund". Gehorsam? Braucht man nicht, ist ja ein "Diensthund".
    Seriöse Arbeitgeber machen das ihren Angestellten absolut klar, dass soein Verhalten inakzeptabel ist. Der Rest halt nicht.

    Zitat

    ringen?

    Und nein...Hunter ist nicht nur ein Privathund , denn die passenden Veranlagungen sind da ;-)


    Dein Hund ist in erster Linie ein Privathund - wie jeder andere Hund auch, der nicht bei Militär, Polizei, Zoll etc als Diensthund geführt wird. Das hat nichts damit zu tun ob er das von der Veranlagung her leisten könnte.

    Fakt ist einfach: dein Hund darf nicht mehr als jeder andere Privathund auch. Er darf dich verteidigen wenn du angegriffen wirst. Aber du darfst deinen Hund nicht aktiv auf Menschen schicken, darfst ihn nicht Zivil ausbilden ohne das er unter die Landeshundeverordnung fällt und es gibt keinerlei "Sonderbehandlung" wenn dein Hund mal im Alltag meint, er muss mal "Dienst" spielen.
    Wie schon gesagt, wo kein Kläger da kein Richter, aber es ändert an der grundsätzlichen Lage nichts.

    Mir ist bewusst, dass es Leute gibt die meinen, wenn der Hund daheim, im Auto oder sonstwo möglichst Krawall macht, dann wird er "stark" und die das fördern. Meiner Erfahrung nach ist dies totaler Quatsch. Dein Hund sollte sich entspannt und unauffällig im Alltag bewegen können. Das sollte dein erstes Ziel sein.
    Und wie schon erwähnt... wie finden das denn deine Nachbarn die nächsten 12-14 Jahre, wenn du das förderst das dein Hund anschlägt? Für deinen Privathund gibts da keine weitere Toleranz.


    Ich kann mich da nur wiederholen: einen Hund offen und neutral zu erziehen (damit meine ich nicht, ihn zu deckeln), ihm auch zu zeigen das er nicht alles Regeln muss (ergo auch nicht jeden im normalen Alltag melden muss), ist nie ein Nachteil. Wenn dein Hund die Veranlagung mitbringt (und das hat erstmal nichts mit ner IPO3 zu tun), dann wird er trotzdem einfach so trainierbar sein, dass er seine Genetik situationsbezogen zeigt.
    Unser junger Rüde ist z.B. sehr ernsthaft - im allgemeinen weniger das, was ich mir im Sport wünsche, aber er steht extrem drauf zu kämpfen und hätte an zivilem Schutzdienst sicher seinen Spaß. Wir haben im normalen Alltag, ausserhalb des Trainings konsequent vermittelt, dass andere Menschen erstmal positiv sind und es nicht sein Job ist irgendwen zurechtzuweisen. Irgendwelche Menschen beim Spaziergang oder sonstwie gemeldet hat er übrigens garnicht, wenn ich anwesend war. Wenn er alleine war hat er irgendwann mit ca. 2 Jahren angefangen, sich mal bemerkbar zu machen. Nachdem er die meiste Zeit in einem winzigen Dorf mit Bauernhöfen lebt, ist das aber kein Thema.
    Und ja, da bin ich absolut froh drum. In bestimmten Situationen, die er erstmal als bedrohlich einstuft , schaltet er nämlich trotzdem sofort um (ohne das ich das überhaupt irgendwie mal bestärkt habe) und meint das absolut ernst. Sollte irgendwer mal auf die Idee kommen mich ernsthaft zu bedrohen, habe ich keinerlei bedenken, dass er nicht sofort reagiert. Trotzdem ist seine Grundhaltung anderen Menschen gegenüber erstmal neutral. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte das munter bestärkt, hätte ich in normalem Umfeld wohl wenig Freude an ihm.

    Dein Hund sollte umschalten können und lernen, was in bestimmten Situationen gefragt ist und was nicht. Und Leute stellen oder melden ist es im normalen Umfeld nunmal nicht. Parallel dazu wirst du ja noch mit ihm entsprechend trainieren und da darf er das dann ja.


    Ich weiß ja nicht wie du dir das so vorstellst, aber dein Hund darf erstmal garnix im Sicherheitsdienst. Auch wenn die Sicherheitsdienstler das nicht gerne hören.. dein Hund ist kein Diensthund, im Sinne eines Polizeidiensthundes.

    Infolgedessen, wird dein Hund auch nicht in die Verlegenheiten kommen selbstständig ohne dich ein Gelände zu kontrollieren. Ausser du gehst das Risiko ein das du (zu Recht) ein richtiges Problem bekommst, wenn er jemanden stellt. Schlussendlich darfst (!) du mit deinem Hund garkeinen anderen Schutzdienst machen als den "einfachen Sport". Ausser du möchtest, dass dein Hund als gefährlicher Hund eingestuft wird (mit einer zivilen Ausbildung) und dadurch z.B. dauerhaften Maulkorb und Leinenzwang auferlegt bekommt.
    Sicher, wo kein Kläger, da kein Richter - aber man sollte das schon irgendwie im Hinterkopf behalten.

    Im übrigen sollten auch richtige Diensthunde zwischen "privat" und Dienst unterscheiden können (im Idealfall.. aber diese sind nunmal in erster Linie Diensthunde) - solche Dinge wie Personen suchen und anzeigen, kann man wunderbar Situationsbezogen bestärken. Deswegen muss ich im Alltag keinen Blödsinn bestärken. Dein Hund ist in aller erster Linie dein Privathund, der im Alltag funktionieren muss und keine Personen stellen darf. Auch wird es deinen Vermieter, falls du kein Eigentum hast, und deine Nachbarn die nächsten 13 Jahre nicht jucken, ob der Hund der da jeden meldet der an der Wohnungstür vorbei geht, mit dir in den Sicherheitsdienst geht. Du hast damit nur Ärger, aber eigentlich keinen Nutzen davon.


    Ich kenne schon einige solche "Diensthunde" - leidlich erzogen, weil die sollen ja in den "Dienst", mehr oder weniger unberechenbare Kläffer, weil "das muss so". Finde ich aber nicht erstrebenswert.
    Lass deinen Hund normal aufwachsen, erzieh ihn normal und gut. Damit machst du auch wenn er dich mal begleiten soll nichts falsch. Wenn du irgendwann mal etwas anderes brauchst, dann kann man das immernoch formen. Vorausgesetzt er hat die entsprechende Veranlagung. Hat er die nicht, ziehst du dir mit dem Bestärken des Bellens eh nur einen Unsicherheitskläffer ran.

    Meine Hündin darf zu Hause im Normalfall garnicht melden - der Rüde bei einem Freund von mir auch nur eingeschränkt.

    Hat für mich nichts mit dem Sport zu tun und im Alltag hat man damit mehr Ärger als sonstwas, wenn man nicht gerade einsam in der Pampa wohnt.


    Für die Hürdenprobleme kann ich wie gesagt nur empfehlen, sich mal ein paar Videos zu "Sprungtraining" aus dem AGility Bereich anzusehen. Meine Hündin hat 5cm dicke Planken beim Sprung durchgeschlagen... die Sprungtechnik ist zwar heute immernoch nicht wirklich prall, aber es gibt keine Totalzusammenstöße mehr.

    Zitat

    Nun, dieser spezielle Hund scheint eine klare Ansage aber scheinbar nicht zu verkraften, denn sonst würde sie wohl kaum bei einem simplen "Hier" klemmen. ;)

    Meine Hündin hatte mal ne blöde Phase vor der Läufigkeit, da habe ich mit ihr Oben auf der Dachterasse Apportieren geübt. Ihr ist das Holz irgendwie runtergefallen und auf die Pfoten - wo sie sonst absolut lernresistent bei körperlichem Schmerz ist, hat das irgendwie dazu geführt das bei der Wiederholung an diesem Tag nur noch Mist raus kam. 2 Tage später nochmal probiert, funktioniert bis zum heutigen Tag als ob nie was gewesen wäre. Ist halt manchmal so, manchmal verketten sich Umstände und es kommt zu einer Reaktion die man nicht erwartet hat. Trotzdem wird der Hund noch nicht generell falsch gearbeitet.


    Tjoa......dann machst du es ja letztendlich nicht so viel anders als ich auch (nur ich hätte mir dieses Spiel bestimmt keine 4 Wochen angeschaut :pfeif: )

    Ich dachte damals halt, machst es mal komplett positiv, bin immer wieder nen Schritt zurück, wie einem das halt vorgebetet wird und evtl auch bei einigen Hunden klappt - dummerweise hat das immer so weit funktioniert, bis es zu genau dem Punkt kam. Dann halt nicht mehr. Einmal klare Ansage, der weitere Aufbau des Apportierens ging wieder ohne jede Konfrontation. Beim nächsten würde ich nicht mehr so lange warten. Aber vielleicht wäre das dann genau bei dem Hund falsch.


    @bonitabsc

    Weisste ... wie man in den Wald hineinruft.
    Mir geht es langsam aber sicher einfach auf den Keks, wenn sich Leute, die in ihrem Leben noch keinen Hund (egal welche Rasse, ob mit oder ohne Papiere) voll (und das heißt für mich mind. IPO3 / Obig) ausgebildet haben, sich so aufspielen. Und ja, dazu gehören solche patzigen Aussagen über einen Hund den man nicht kennt, zusammen mit einem Hundeführer den man nicht kennt. Aber in einem Forum, in dem einen keiner kennt und niemand die eigenen Leistungen nachprüfen kann, ist das halt alles immer einfach.


    Hummel

    Den Beiträgen von Helfstyna ist da eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass du als Anfänger zwingend jemand im betreffenden Verein brauchst, der dich an die Hand nimmt. Häufig ist das der Ausbildungswart.
    Es gibt wirklich gute Vereine mit tollen Sportlern, aber sie können (und wollen manchmal auch nicht) ihr Wissen nicht an Anfänger vermitteln. Von daher würde ich mir vor allen Dingen anschauen, ob ich mit dem entsprechenden Trainer klarkomme und ob dieser , zusammen mit dem Helfer, ungefähr dem entspricht was mir zusagt. Was die anderen Vereinsmitglieder machen, tangiert mich ja erstmal weniger. Und Kasper hat man überall.
    Von Einschränkungen bezüglich "die dürfen nur über Beute gearbeitet werden" halte ich nicht viel. Erstmal erkennt man das als Anfänger (und manchmal auch als Fortgeschrittener nicht auf den ersten Blick) nicht wirklich, in welchem Bereich die Hunde gearbeitet werden - und zweitens gibt es neben reinem Beuteaufbau durchaus noch andere Wege, die für den passenden Hund mindestens genauso gut sind.
    Ich hatte das Glück, dass ich damals direkt an einen Verein geraten bin, in dem gute Ausbilder und ein sehr guter Helfer vorhanden waren. Dieser Verein ist mir vom Anfang vor über 11 Jahren im THS / Obedience , bis zum heutigen IPO geblieben. Nebenher trainiere ich noch öfters in einer SV OG, in der aber im Prinzip die selben Leute in leichter Abänderung sind.