Entschuldige, aber "Wald" ist doch nicht = "Wald"! Es gibt von HH üppigst frequentierte Wälder, und solche, wo man kaum eine Seele trifft. Dasselbe gilt für Feldwege. Grad wenn der eigene Hund an einer sehr kurzen SL bleiben muss, braucht man doch keine frei zugänglichen 200m links und rechts des Weges, kann wenn die Zeit knapp ist auch viele Grünstreifen nutzen und dort gehen, wo Hunde eh an der Leine sind. Und zwischendurch eben in die einsameren Gebiete fahren - und die gibt es überall, wenn man sie denn finden will. In offiziellen oder inoffiziellen Freilaufgebieten mit sehr hoher Hundedichte mit einem unverträglichen Leinenhund (oder einer läufigen Hündin) aufzukreuzen, und ganz selbstverständlich zu erwarten, dass zig andere HH auf die eigenen Spazierbedürfnisse Rücksicht nehmen, finde ich nun schon,
, grenzwertig. Wenn das Beispiel Schule macht, und immer mehr Halter unverträglicher Hunde (und damit meine ich echt unverträgliche Hunde, nicht solche, die auf andere Hunde verzichten können) fordern, dass sich der Rest der Welt nach ihren Bedürfnissen richtet, ist so ein Freilaufgebiet sozialkompetenter Hunde im Handumdrehen ruiniert. Und damit ist niemandem geholfen, nicht einmal den unverträglichen Hunden.
Ich habe alles Verständnis für die Nöte von Haltern unverträglicher Hunde, aber es gibt doch unendlich viel mehr Gassi-Möglichkeiten für angeleinte Hunde als Freilaufgebiete, sie können sich viel besser verteilen. Wenn der Hund eh angeleint bleibt, ist es doch zB egal, wenn auf einer Seite mal ein Auto fährt....
Ich würde mal sagen, da brauchst du keine Angst haben, dass die Halter unverträglicher Hunde die idR schon versuchen den ganzen Tutnixen auszuweichen Freilaufgebiete (=idR Gebiete mit Leinenzwang, in denen das Rechtsempfinden dann nur so weit getragen wird, als das man sich in seinem "Recht" nicht beschneiden lassen möchte) "ruinieren". Das tun die Halter mit, wie nennt man es so schön, "sozialverträglichen " schön selbst. Dummerweise nutzen solche Gebiete nämlich normalerweise zu großen Teilen auch Spaziergänger ohne Hund, Radfahrer, Jogger, Familien mit Kindern - und die sind meist noch deutlich unerfreuter als der durchschnittliche Hundehalter, wenn sich jemand in seinen "Spazierbedürfnissen" doch bitte nicht einschränken lassen möchte und man damit rechnen muss, dass grundlegende Regeln der Höflichkeit und des Anstands nicht eingehalten werden. Auch wenn der "nix tut" , "noch ein Junghund ist " und "nur spielen will".
"Dummerweise" sind die halt auch noch in der Überzahl und haben Einfluss auf entsprechende Ämter.
Hier wird wohl demnächst ein recht großes, schönes Gebiet in eines mit absolutem Leinenzwang (=an der 1m Leine.. grundsätzlich besteht vom Eigentümer aber schon jetzt Leinenpflicht), Kontrollen und empfindlichen Geldstrafen umgewandelt.
Bis Dato ist die Lage da so, dass man nicht mal Abends um 10 im dunkeln da in Ruhe gehen kann ohne von Hunden (ohne ihre Halter) die ihre "Spazierbedürfnisse" ausleben umkreist zu werden. Wundert mich absolut nicht, dass es jetzt so kommt - ist ja nicht so, dass so ein Verhalten nur andere Hundehalter stört.