Grundsätzlich ist es doch einfach so, dass die meisten Fütterungsempfehlungen eher zu hoch als zu niedrig angesetzt werden. Kaum ein normal belasteter Hund (und nein, 2 x 20 Min rumblödeln ist für mich nicht sehr aktiv...) braucht das... und dann gibt es noch eh schon leichtfuttrige Hunde. Da gehören die meisten Retriever dazu, was gepaart mit der eh schon vorhandenen Verfressenheit meist nicht unbedingt positiv für den Hund endet.
Von daher würde ich mich nicht an irgendwelchen Fütterungsempfehlungen festhalten, sondern mir den Hund anschauen. Die Trockenfutter sind eh mindestens 3-4 Mal überdosiert an Vitaminen etc, bis ein Hund da einen Mangel kriegt muss er schon dauerhaft sehr wenig bekommen.
Fahrradfahren würde ich mit einem jungen, übergewichtigen Hund nun auch nicht unbedingt.. das ist genauso wenig gesund wie wenn man als übergewichtiger Mensch erstmal joggen geht. Es führt halt kaum ein Weg an der Ernährung vorbei. Egal wie man es dreht.
Ich habe das Spielchen mit meiner alten Retrieverhündin auch durch. Die war grundsätzlich auch eher schmal (aber recht hoch, trotz Showlinie...) und nicht besonders knochenkräftig, musste Futter aber nur anschauen um zuzunehmen. Da haben dann noch diverse andere Leute mit reingepfuscht und das was der Hund dann noch von seinem normalem Futter bekommen hätte um nicht nur noch durch die Gegend zu rollen , war wirklich einfach nur noch kläglich. Darum finde ich Trockenfutter meist für solche Hunde auch nicht wirklich geeignet, bzw wenn dann vielleicht mit ein paar Magenfüllern dazu.
Andere Fütterungsarten mit weniger Energiedichte finde ich da passender.
BTW finde ich es irgendwie schon traurig, wenn funktionaler Körperbau als "schlimm" bezeichnet wird - das muss mich nicht optisch ansprechen, aber "schlimm" ist für mich, wenn der Hund dadurch eingeschränkt wird. Wie zum Beispiel wenn ihm eine Grundkonstitution angezüchtet wird, die ihn grundsätzlich schon einschränkt und auf die dann noch raufgefüttert wird..