Ein Hund der genug Motivation mitbringt, um erfolgreich im Agility, Obedience, was auch immer zu laufen, der wird auch eine BH bestehen. Ob ich dann ständig bestätigen muss, ist schlicht und ergreifend eine Sache der Ausbildung, ob man das nun hören möchte oder nicht.
Wenn ich heute studieren möchte, dann muss ich auch ein Abitur als "allgemeine Hochschulreife" ablegen. Vollkommen egal, ob ich für mein Studienfach wissen muss, wie die Gewaltenteilung funktioniert. Das nennt sich Allgemeinbildung.
Ich habe nun in den letzten Jahren auch wirklich schon viele Prüfungen gesehen und noch nie! habe ich gesehen, dass ein Hund wegen einer Fußarbeit, bei der er nicht ganz so eng am Bein war und konstant Blickkontakt gehalten hat, nicht bestanden hätte. Das wird ja so auch nicht in der PO verlangt.
Was ich dafür gesehen habe, waren Hunde die zwischendurch einfach mal abgedüst sind, nicht mehr einzufangen waren, nicht im Stande waren mal 10 Minuten irgendwo liegen zu bleiben, ohne zig Zusatzkommandos nicht im Umkreis des Hundeführers zu halten waren (oder gleich wie zuerst beschrieben) , etc pp. Dazu dann die Sprüche, wie sie hier auch schon gefallen sind - das braucht man ja gar nicht , mir ist das wichtiger das es im Alltag funktioniert... und ich frage mich immer nur, wie soll das denn im Alltag funktionieren, wenn es schon in der im Prinzip absolut reizarmen Umgebung eines Hundeplatzes ohne wirkliche Ablenkung nicht klappt?
Meine Haben im übrigen alle ihre BH halt dann abgelegt, wenn sie reif dafür waren. Macht man sie zu früh, verschieben sich durch eventuelle blöde Erfahrungen halt die weiteren Prüfungen nach hinten. Genauso kenne ich Leute, die den Hund eben erstmal komplett fertig machen und die Prüfungen dann innerhalb weniger Wochen komplett durchziehen. Einstellungssache.