Beiträge von Quarus

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    Genau so denke ich auch...... im Endeffekt macht er seinen "Job" verdammt gut....

    Der Hund ist 9 Monate! Mit 4 Monaten erstmals auffällig geworden! Ein so unreifes Jungtier ist gar nicht fähig, irgendwen "zu beschützen". Bestenfalls hat er sich mit Frauchen dahinter selbst beschützt genug gefühlt, um seine Unsicherheit nach vorn umzusetzen a la "Angriff ist die beste Verteidigung".

    Das braucht man nicht als "beschützen" zu romantisieren, das ist ein ernsthaftes nervliches Problem.

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    Wir entfremden uns von der Natur wenn wir aufhören Tiere abzuschlachten...? :???:
    Es wird immer absurder. Nein, wir würden uns der Natur wieder annähern. Und sie vor allem deutlich besser behandeln als jetzt.

    Weil Fressen und Gefressenwerden, Werden und Vergehen das innerste Charakteristikum der belebten Natur sind.

    Nahe an der Natur sind die, die sich aus der Natur ernähren oder ihre Nahrung selbst erzeugen, nicht die Städter, die sich ihre Seitan-Würstchen im Supermarkt kaufen und alle paar Wochen zum Picknick "aufs Land" rausfahren.

    Frag' mal Mongolen, Inuit oder Angehörige indigener Völker Südamerikas, was sie von Deiner Theorie zur "Naturnähe" halten...

    Ich sehe es ähnlich wie Regula. Es ist anerkennenswert von der Trainerin, ihre Machtlosigkeit in einem solchen Fall einzugestehen. Besser, als planlos, aber "wohlmeinend" rumzupfuschen und die Situation gerade in Bezug auf die (Besuchs-)Kinder und andere Menschen zu verschärfen.

    Nein, solche Hunde müssen NICHT zwangsläufig das Produkt falscher Erziehung oder Mißhandlung sein. Das gibt es durchaus, daß Hunde extrem angstaggressiv infolge der genetischen Ausstattung sind. Wenn die ersten Signale dann noch fehlgedeutet werden (niedlich, beschützen!!), eskaliert es mit zunehmendem Alter des Hundes.

    Meines Wissens ist der Hundetrainer Thomas Baumann erfahren in der Einschätzung aggressiver Hunde. Den würde ich den Hund mal begutachten lassen.

    Was gar nicht geht, ist das Weiterreichen des Tieres. Das kann nur eine Vermittlung, wenn überhaupt, in kompetente Hände sein. Und das einzuschätzen, dazu dürfte die TE nicht erfahren genug sein.

    Bis dahin ist es natürlich unumgänglich, den Hund mittels Maulkorb, Leine und ständiger Beaufsichtigung zu sichern.

    Das ist völlig altersgerecht, mach Dir keinen Kopp. Du wirst ihn sicher gut füttern, und bis er zwei ist, sind auch die Muckis da. Nur nichts beschleunigen wollen, Boxer sind eben spätreif.

    Bei allen meinen Hunden habe ich auf Taillie geachtet, und das kein Speck auf der Hüfte saß. Ist viel gesünder!

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    Und nochmals, ja, ich finde solch ein Verhalten wie das geschilderte von Tierbesitzern im höchsten Grade egoistisch und feige.

    Ich lese aus dem ersten Beitrag des TE etwas anderes heraus. Kein egoistischer und feiger Tierbesitzer, sondern jemand mit Verlassensängsten. Und tut mir leid, aber neben dem Hund bedaure ich auch den Vater, der von manchen hier als Monster hingestellt wird. Es kann einen guten Grund geben, warum er sich emotional so an den alten Hund klammert. Und würde der TE darüber nachdenken, wie er seinem Vater helfen kann, wäre vielleicht automatisch dem Hund geholfen.

    Pflanzen sind auch hilflose Kraturen... Dieses moralische Dilemma klammern Veganer auch aus.

    Im übrigen wär's schön, wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehren würde. Was ein Diktator in Afrika oder Südamerika oder Asien bestimmt, kann ich nicht beeinflussen, was in meiner unmittelbaren Heimat geschieht, bedeutend einfacher. Deshalb bin ich hier für nachhaltige, nicht zwangsweise ökologische Landwirtschaft, wozu die Haltung und Schlachtung von Nutztieren gehört. Und so, wie ich das Auslaugen und Vergiften des Ackerbodens nicht gutheiße, eine standortangepaßte intensive Bewirtschaftung aber schon, lehne ich Tierhaltungsformen ab, die unphysiologische Leistungen erzwingen, das Komfortverhalten negieren und in einer stressgeladenen Schlachtung enden.

    Meines Wissens sind sie nicht gelistet, da sie ja optisch eindeutig nach EB kommen.

    Im VDH sind sie (noch) nicht anerkannt, die CB-Züchter in D lassen ihre Hunde wohl über die SKG registrieren und prüfen. Sobald die CB voll von der FCI anerkannt ist, erfolgt ja automatisch die Anerkennung durch den VDH.

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    Jedoch ist Nutztierhaltung auf der Alm nicht das Gros der Tierhaltung für die Fleischmast - sondern Intensivtierhaltung, bei der das Futter flächevernichtend überall auf der Welt angebaut wird.

    Ja, leider. Und das ist es, was ich aus ethischer und ökologischer Sicht für untragbar halte. Wäre mein Leben einen Hauch planbarer, würde ich lieber auf zumindest teilweise Selbstversorgung setzen. Ziegen für die Milch, Hühner für Eier, im Tausch gegen hin und wieder gutes Fleisch. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Und eben Reste/Nebenprodukte für den Hund - wie es tausende Jahre Praxis war.