Beiträge von Quarus

    Mein TA ist noch von der alten Schule, diagnostiziert mit Auskultation und Palpation und hat einen Aushang in der Praxis, daß er sich weigert "Sokas" zwangszukastrieren (Pflicht hier). Besitzer solcher Hunde können von ihm einen Schrieb bekommen, mit dem sie seine Weigerung den Behörden nachweisen können. Im Leben käme er nicht auf die Idee, einen Welpen oder unausgereiften Junghund ohne medizinische Indikation zu kastrieren. Er hat aber auch immer die Praxis mit echten Patienten voll und muß keine Mode-Behandlungen durchführen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das wird auch eine Rolle spielen, denke ich.

    Vielleicht hat die Meckertante noch eine Beleidigung, Drohung, sonstwas draufgepackt, um das "Vergehen" zu dramatisieren. Vielleicht kam die Vorladung vom OA, und im Schreck ist es der TE nicht aufgefallen. Amtlich ist amtlich. Wir wissen es nicht, und müssen warten, bis sie berichten kann.


    Ich bin auch schon doof angeschlappt worden, und wiederspreche jetzt ausdrücklich, aber betont höflich. Früher bin ich immer in den "Entschuldigung, daß ich lebe!"-Modus verfallen. Das bringt aber nix und bestätigt solche Nervensägen nur.

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    Das ist ja eine spannende Zusammensetzung! :D Hoffentlich ist das Hühneröl aus der ersten Pressung und nicht raffiniert. Sozusagen Extra Virgin Hühneröl. Hühnerextrakt bereitet mir aber Kopfschmerzen. Wie extrahiert man ein Huhn? Und warum sind extra Nukleotide drin? Lt. Wiki sind das Grundbausteine von Nukleeinsäuren, aus denen DNA und RNA aufgebaut sind. Wo kriegt man also weit aufgespaltene, reine DNA in fütterungsrelevanter Menge her? Und wozu? :???:

    Ich habe gerade eine Co-Ownergeschichte im Verein. Die Hündin wurde an eine Sportfreundin abgegeben, und hat jetzt mit knapp 3 Jahren ihren ersten Wurf bei der Züchterin. Das ist für sie gewohntes Terrain, da beide (Sportfreundin und Züchterin) langjährig befreundet sind, sich gegenseitig oft die Hunde sitten und die Hündin somit Örtlichkeit und Person sehr gut kennt. Die Züchterin hat die Hündin in ihrer Entwicklung beobachtet und weiß um ihre Stärken und Schwächen. Andererseits hat die Sportfreundin das Wissen, daß ihrer Hündin, die ein geliebtes Familienmitglied ist, beste Pflege zuteil werden wird, und sie selber leider keinen Wurf aus dieser zuchtwertvollen Hündin ziehen kann. Somit ist beiden geholfen. Das ist eine Konstellation, die ich auch für mich in Betracht ziehen könnte.

    Aber leider läuft das nicht immer so harmonisch. Ich habe auch schon erlebt, daß Käufer in der Euphorie des Welpenkaufes Co-Owner wurden, ohne sich der Konsequenzen klar zu sein. Dann kam es zu bitterem Streit und Zerwürfnis mit dem Züchter, als der auf seine Mitbestimmung und Miteigentum am Hund pochte. Zudem fände ich es als Züchter auch befremdlich, eine Hündin in die Zucht zu nehmen, von der ich nicht viel mehr weiß, als daß sie mir mitgehört und die Zuchtzulassung hat. Und letztlich ist es für die Hündin auch nicht gerade schön, hin- und hergereicht zu werden.

    Co-Owner zu sein, bedeutet zwar anfänglich, etwas Geld in der Anschaffung des Hundes zu sparen, aber man bezahlt dafür mit beschnittenen Rechten. Wenn ich also den Mitbesitzer nicht sehr gut und langfristig kenne und ihm vertraue, würde ich, wie schon einige vor mir geschrieben haben, unbedingt die Finger davon lassen!

    Ich denke, Züchter mit bissel Ehrgefühl im Leibe und Grundkenntnissen von dem, was sie da tun, würden der werfenden Hündin keine fremde Tante in Straßenklamotten und ein TV-Team samt Equipment und Hektik zumuten. Da bleiben nur solche unbedarften Leute übrig...

    Die Hündin tat mir leid.

    So, wir sind vom Training zurück. Mein "Sportgerät" hat als erstes ein Spieli geschnappt und ist eine Runde durch den Garten gedüst, eben gab es lecker Fleisch, und jetzt wird gepennt.

    Von 13.30 Uhr bis 18 Uhr waren wir am Platz. 2 x 10 min UO, 1 x 10 min SD, 1 x 10 min Spielen mit der Freundin, 3 x 10 min ausgiebiges Baden und Schwimmen, 4 x 10 min Auslaufen und Pieseln. Dazwischen Schlafen oder Kumpel zusehen. So ein Tag gefällt Matti besser, als wenn wir nur früh und abends mal rausgehen. Ein Mali-Züchter war da, der konnte gar nicht recht glauben, wie frisch die "hitzeempfindlichen" Boxer arbeiteten.

    Aber wieso eigentlich nicht? Hunde leben auch in heißen Klimazonen, sie müssen nur die Chance haben, sich den Temperaturverhältnissen anpassen zu können.

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    hm... "gute Züchter"... für jeden eine andere Sichtweise was ein guter Züchter ist...

    ohne Geld sollte man eh nicht züchten... zumindest sollte man ein Finanzpolster haben... kann ja immer mal was unvorhergesehenes passieren...

    Und wenn man schon bei der Anschaffung eines Zuchthundes nichts oder nur wenig ausgeben will, dann möchte ich alles weitere nicht sehen wo dran gespart wird...

    Das steht auf einem anderen Blatt. Ich verstehe nur Züchter, die ihre Welpen nicht halb verschenken wollen, weil sie für ihr Hobby ja anständigerweise kein Geld verlangen dürften. Will ich eine Zucht ernsthaft und nachhaltig führen, muß ich auch betriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Sonst ist beim ersten Problem, wenn nichts mehr zugebuttert werden kann, der Zusammenbruch vorprogrammiert.

    Die anfallenden großen Anfangskosten müssen natürlich vorgeschossen werden, aber später finde ich es absolut legitim, die Kostenkalkulation in den Welpenpreis einfließen zu lassen. Nicht auf den einzelnen Wurf bezogen, sondern mittel- und langfristig.