Beiträge von Quarus

    Ich habe zu meinem damals 8-jährigen Boxerrüden einen Welpen geholt. Der Ältere hat den Kleinen geduldet, eine wirkliche "Vater/Sohn"-Beziehung ist aber nicht draus geworden. Dazu war sein Ruhebedürfnis zunehmend zu hoch. Als er 10 Jahre alt war, mußte ich den zweijährigen Matti schon ziemlich bremsen, weil er den Alten, der gottseidank noch recht aktiv war, doch ganz schön forderte und provozierte. Mit ein wenig Management ging es aber, und sie haben doch aneinander gehangen und Kontakt gesucht und gehalten.

    Ein Boston ist nun ein wesentlich kleinerer Hund mit durchschnittlich höherer Lebenserwartung. Der, den ich kenne, ist sehr aktiv und beweglich. Deshalb würde ich versuchen, Paul möglichst unvoreingenommen zu beurteilen: spielt er gern und ausdauernd mit anderen Hunden? Läßt er erste Alterserscheinungen erkennen oder ist er ein Hund in besten Jahren? Und kannst Du im Notfall die Kleine etwas zurücknehmen, daß sie ihm auch in 2 oder 3 Jahren nicht auf die älter werdenden Nerven fallen kann? Zudem braucht die gemeinsame Haltung von Rüde und Hündin auch Überlegungen, die sichere Trennung bei Läufigkeit betreffend.

    Genau das ist die Polemik, die ich auch mit Sorge betrachte. Ich bin pro Wolf, und es war klar, daß es nicht ewig dauern würde, bis er auch den Weg nach Thüringen findet. Jetzt ist eine Fähe auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Ohrdruf bestätigt worden. Der Hainich ist nicht weit, der Thüringer Wald schließt direkt an, es wird nicht der einzige Wolf bleiben.

    Es hatte aber vor 200 Jahren einen Grund, warum er so gnadenlos bejagt und ausgerottet wurde, weil schon damals bei wesentlich geringerer Bevölkerungsdichte Konflikte bestanden. Es ist dem Wolf als Population nicht förderlich, wenn ein umgekehrtes "Rotkäppchen-Syndrom" gepflegt wird und so getan wird, als könnte seine Wiederansiedlung uns von den Sünden der Naturzerstörung reinwaschen. Deswegen bin auch ich für Managementpläne, selbst wenn die einen begrenzten Wolfsabschuß beinhalten. Das ist immer noch besser, als aus ideologischen, naturromantischen Gründen den Blick zu verschließen und damit "schießen, schaufeln, schweigen" zu fördern.

    Das kannst Du nicht vergleichen. Zum TrockenFu mußt Du ja noch das Wasser rechnen, das der Hund aufnimmt. Abhängig von der Sorte kann man da leicht mit dem Faktor 3 oder 4 multiplizieren, und Du wirst sehen, daß dann die Menge an Frischfutter meist deutlich geringer ist.

    Ich würde den Junghund gar nicht abnehmen lassen, sondern zusehen, daß er über eine langsamere Zunahme in sein Idealgewicht reinwächst. Das ist schonender. Also Hund auf die Waage stellen, Wert notieren, 10-15 % von seiner bisherigen Ration abziehen und nach einer Woche wieder auf die Waage. Er sollte nicht abgenommen, ein bißchen sogar zugenommen haben. Aber eben weniger als bisher. Damit baut der Körper langsam den Schwabbel in Muskeln, Organe und Knochen um, ohne eine Unterversorgung durchmachen zu müssen. Dann mußt Du austarieren, ob Du weiter zulegen kannst, oder noch abziehen mußt. Abziehen würde ich von den energiereichsten Komponenten, also Fett, Kohlenhydraten und zuletzt Fleisch. RFK und Vitaminhaltiges bleiben konstant. Es kommt alles auf die Beobachtung an, irgendwelche festen Prozente werden dem individuellen Hund nicht gerecht.

    Ich kriege die paar Eier, die ich brauche, von Nachbars glücklichen Hühnern. Das vornweg. Bio traue ich nicht, wenn ich mich nicht davon überzeugen kann.

    Da Eierschalen ein Abfallprodukt sind, das weggeschmissen wird, allergünstigenfalls auf dem Kompost oder im Biomüll landet, habe ich aber keinerlei ethisches Problem, im Notfall Eierschale von Käfighühnern zu verwenden. Ich kaufe diese Eier nicht, ich unterstütze die Haltung nicht mit meinem Geld, und was mit den Schalen geschieht, ist den Hühnerbaronen so oder so wurscht. Da kann ich sie auch in den Garten schmeißen oder dem Hund ins Futter mörsern. Und kriegen tue ich sie quasi von Freunden und Bekannten nachgeschmissen, die leider noch der "Geiz ist geil"-Mentalität anhängen.

    Ja, die gehen aber alle ganz statisch von einem erwachsenen Hund mit 28 kg aus, der mit 2 % sein Ideal-Gewicht nachweislich stabil hält. Auf einen aktiven Junghund würde ich diese Berechnung nicht anwenden. Außer, er hätte sein Endgewicht von 28 kg mit 32 kg schon überschritten.

    Die 2 % sind doch ein willkürlich gewählter niedriger Wert, der für Hunde, die irgend eine Leistung bringen (Wachstum, Bewegung, Trächtigkeit) oder Hunde mit höherem Erhaltungsbedarf (kleine Hunde) nicht geeignet ist.

    Zitat

    Noch etwas fällt mir ein, ich gebe derzeit Fleisch getrennt von den anderen Sachen. Dachte vielleicht bekommt es ihm besser. Aber jetzt hab ich gelsen, ein Hund braucht den Reiz Fleisch damit überhaupt Magensäure ausreichend gebildet wird. Nun gibt es hier aber 2 mal Fleischfreie Mahlzeiten, ist das falsch? Soll ich doch wieder alles mischen?

    Das kannst Du nur über Beobachtung rauskriegen. Meinen gesunden Hunden machte das nix. Günstig wäre es vielleicht, das Fleisch zu wolfen. Dann kann es leichter von der Magensäure durchsetzt werden, sie hat mehr Angriffsfläche. Und statt RFK ist ein reines Kalziumprodukt (Algenkalk, Eierschale, eben Kalziumcarbonat) vielleicht auch besser verträglich. RFK beanspruchen das Verdauungssystem doch ganz schön.

    Ich weiß nicht, mir kommt das für einen 10-monatigen Junghund, der aktiv ist und noch Körpersubstanz aufbauen muß, sehr arg wenig vor....

    Ich halte ja nicht viel vom Barf-Rechner, aber selbst der spuckt höhere Futtermengen aus.