Beiträge von Quarus

    Ich hab's nicht explicit auf Dich beziehen wollen. Ist doch o.k., wenn Du mit Kochen bei Deinen Hunden besser klarkommst. Nur diese komische 80/20 Regel finde ich eben schon immer..... komisch. Genau wie 2 % vom Körpergewicht, und davon dann 80 % Tierisch, und solche "Anleitungen". Einerseits wird in einschlägigen Foren vor Bedarfswerten von Meyer/Zentek gewarnt, die würden ja von Laborhunden stammen und niemals nicht auf "echte" Hunde übertragbar sein, andererseits klammert man sich an willkürliche Prozentzahlen, die vom hyperaktiven Yorkie bis zum gemütlichen Bernhardiner passen sollen. Kein Wunder, daß immer mehr Hundebesitzer lieber wieder den Fertigfutterherstellern glauben wollen, wenn es bei ihren Hunden mit dem tollen Barf nicht klappt.

    Zitat


    Über die Rasse hab ich mir auch schon Gedanken gemacht. Mir persönlich gefallen folgende Rassen sehr gut (sowohl optisch als auch charakterlich): Dogo Canario, Boerboel, Cane Corso, Rottweiler, Dogo Argentino. (Laut hundeseite.de passen der Cane Corso und der Dogo Canario zu 75% zu mir.)
    Kleine Hunde sind leider gar nicht mein Ding, ebenso wenig wie Welpen. Ein etwas älterer, aber auch nicht zu alter Hund von einer Privatperson, wäre super!

    Was meint ihr dazu?

    Viele Grüße
    nesjka

    Hast Du schon mit Hunden dieser Rassen näheren Kontakt gehabt? Das sind zweifellos sehr imposante Hunde, die richtig was hermachen, nur bezweifle ich, wie weit Du Dir darüber im klaren bist, daß diese Molosser u.U. sehr eigene Ansichten über Territorium, Eigentum und Menschenfreundlichkeit besitzen. Die sind nicht gezüchtet worden, um einen dekorativen Begleiter abzugeben. Vielleicht hast Du ja Glück und kriegst eine leichtführige Schmusebacke, die alle Menschen liebt. Vielleicht bekommst Du aber auch einen Hund, der genug Selbstbewußtsein besitzt, um selbst zu entscheiden, wer ihm genehm ist und wer nicht, und was zu seinem Gebiet gehört, in dem sich keiner ohne seine Erlaubnis bewegen darf. Dann hast Du ein Problem, und zwar ein großes.

    Ich habe gerade den Eindruck, daß es häufig am "individuellen Reagieren" mangelt, wenn Hunde Barf nicht vertragen. Oft wird nach irgendwelchen Prozentzahlen gefüttert oder willkürliche Aufteilungen lt. Guru vorgenommen, die dem Bedürfnis des Hundes überhaupt nicht entsprechen. Schönes Beispiel ist die "Getreidefrei, weil Wolf"-Mode.

    Ich habe gebarft, solange darunter alles zusammengefaßt wurde, was selbstgemischt war. Jetzt schwirren Prey-Modell, AYCE , 80/20 etc. als Dogmen für "wahres Barf" durchs Netz. Viele Hunde kommen mit diesen Futteranleitungen überhaupt nicht klar, oder nur eine Zeit lang. Statt nun die Dogmen über Bord zu werfen, resignieren viele Hundehalter komplett und kehren zum Fertigfutter zurück.

    Wenn die Hunde der TE nun eben gekocht fressen mögen, warum nicht. Nur fürchte ich, daß ohne Neuaufteilung der Ration das Problem nur verlagert wird.

    Beim Boxer, einer über Jahrhunderten kupierten Rasse, ist das Tapen ziemlich verbreitet. Finde ich auch unbedenklich, weil die Zucht auf eine "schöne Ohrhaltung" auf meiner Prioritätenliste ganz hinten kommt. Fakt ist aber auch, daß der Ausdruck beim gleichen Hund mit korrekt fallendem Ohr und Rosenohr oder falsch gefaltetem Ohr sehr unterschiedlich ist. Wenn ich also einen Junghund im Zahnwechsel habe, bei dem die Ohren anfangen, sich eine falsche Haltung anzugewöhnen, und Massage nicht reicht, dann würde ich tapen. Ich mag es für mich nur nicht, wenn die Ohren monatelang fest am und unterm Kopf "festgeschnallt" werden. Damit ist die Belüftung des Gehörganges nahe Null und die Gefahr von Entzündungen steigt. Bei Quarus hat es gereicht, die Ohrspitzen zu tapen, um dem ganzen Ohr den richtigen Impuls zu geben, hat ihn nicht gestört und die kleine Mühe wurde mit lebenslang schöner Ohrhaltung belohnt.

    Das bestätigt meine Vermutung, daß die Wurmkur nach S.S. den Hund doch ziemlich angreift. Unabhängig davon, ob auch der Zweck, die Abtötung der Parasiten in allen Stadien, sicher erreicht wird.

    Die wenigen Male, die ich bei bestätigtem Vorhandensein von Würmern entwurmt habe, hat keiner meiner Hunde irgendwelche Anzeichen von Unwohlsein/ Mattigkeit/ Abnahme etc. gezeigt. Ich werde es weiter so handhaben: Entwurmung nur bei Wurmbefall, dann aber spezifisch auf den Parasiten abgestimmt mit einem modernen Mittel der Veterinärmedizin.

    Gute Tipps! So würde ich es auch machen.

    Zum Zeitpunkt: der Welpe sollte erstmal eine neue Bindung und Vertrauen zur Nachbarin aufbauen. Diese ersten Tage gehören beiden allein, jeder andere Mensch oder Hund stört nur. Je nachdem sich das entwickelt, war bei meinen Hunden nach etwa einer Woche die Zeit reif, ihnen neue Leute/Hunde vorzustellen.

    Was vorher vielleicht noch ginge, wäre ein Tuch mit Welpenduft, das die Hündin sich an den neuen Geruch im Haus gewöhnen läßt.

    Bei der Zusammenführung wäre ich anfangs eher vorsichtig. Nicht alle Hündinnen sind von fremden Welpen begeistert. Meine Rüden waren da deutlich toleranter als meine Hündinnen.

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Die Energiedichte Deines Futters ist zu gering; dann kann man durch Umstieg auf ein energiereicheres oder Zugabe von Fett/Kohlenhydraten die Energiemenge erhöhen.

    ODER, es gibt eine organische Ursache, die die Verwertung des Futters behindert. Dann muß durch eine Untersuchung (Kot, Enzymwerte usw.) der Grund gefunden und behandelt werden.

    Was füttert Du denn, und wieviel?

    Dir geht es aber weder um Hilfe für den Hund, noch den Halter. Dir geht es um Durchsetzung genau DEINES Weltbildes auf Kosten anderer. Und dafür scheint Dir jedes Mittel recht zu sein.

    Wenn Du Dir wirklich Sorgen um den Hund machen würdest, bliebest Du beim Hund und würdest ein nettes Gespräch mit dem Besitzer suchen, dem Du in höflicher Form Deine Bedenken mitteilst. So habe ich es gemacht, und wir sind freundlich auseinandergegangen.

    Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der Leute wie Du als selbsternannte Sheriffs unterwegs sind, die Anklage erheben und die Strafe gleich selbst auf eigene Faust verhängen. Da können wir auch die Lynchjustiz wieder einführen.

    Das hat nichts mit "Wegschauen" zu tun, sondern mit Respekt und Empathie für seinen Mitmenschen, wenn solche selbstherrlichen "Erziehungsmissionen" abgelehnt werden. Aber auch das wird Dir egal sein, weil Dein Recht/Deine Meinung über der aller anderen steht.

    Zitat

    ich bin echt entsetzt, wie viele Leute hier tatsächlich ihre Hunde einfach so anbinden
    die glauben wohl noch an das Gute im Menschen *grusel*

    Das ist hier auf dem Dorf seit Ewigkeiten üblich und wird besonders von den Älteren immer noch praktiziert. Ohne, daß jemals was passiert ist. Die Leute kennen die Hunde und zugehörigen Menschen, da geht keiner ran, der nicht zum Hund gehört.