Beiträge von Quarus

    Zur Fleisch-/knochenverdauung braucht ein Hund starke Magensäure. Magensäure ist Salzsäure. Also ist hin und wieder eine Prise Salz nicht ausreichend, der Bedarf ist weitaus höher, Du solltest wirklich täglich eine richtige Prise voll ins Futter geben. Wie schon angesprochen: Fleisch bedarfsgerecht füttern, nicht zur Energieversorgung. Moorkur ist eine gute Idee, ich würde kurweise auch ein Produkt mit erhöhtem Mengen- und Spurenelementanteil füttern: Seealge (Ascophyllum nodosum), Micromineral, Schindeles Mineralien oder ähnliches.

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    Die Jagd ist auch ein Hobby in D und keiner würde sich ernsthaft fragen, wieso sich der Jäger für sein Hobby eine bestimmte Hunderasse sucht und nicht gerade das macht, was zum Hund passt, den er gerade hat :???:

    Es gibt auch etliche Jagdhundehalter, die ihrem/ihren Hund/en zuliebe den Jagdschein gemacht haben. Für die die Arbeit des Hundes kein notwendiges Übel zur Erlangung der Jagdbeute ist, sondern die ihre Befriedigung zu wesentlichen Teilen aus der Ausbildung und Arbeit ihrer Hunde ziehen.

    Gerade bei Nachsuchen mit Schweißhunden wird viel in anderen Revieren und für andere Jäger gearbeitet. Warum sollte ein Nachsuchenführer sonst seine Zeit opfern? Für das bissel Aufwandentschädigung sicher nicht.

    Wenn Deine Züchterin Dir diese Sorten empfohlen hat, sie hochwertig sind und Du ein gutes Gefühl dabei hast, dann bleibe dabei. Bringt nix, auf etwas "Günstigeres" umzusteigen und sich im Falle einer Entwicklungsstörung dann ewig Vorwürfe zu machen, ob berechtigt oder unberechtigt.

    Wobei ich mich auch frage, was "Sport" jetzt zwingend mit "Gebrauch" zu tun hat. In der Fährte wird doch z.B. höchster Wert auf die "kunstvolle" Suche gelegt, wäre "Gebrauch" gefragt, müßte man auf Mantrailing umsatteln und ganz anders werten.

    Und so ist es in allen drei Sparten.

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    Ich fände es ja schlau, wenn man jedem Welpenkäufer automatisch ne 1-Jahresmitgliedschaft vom Zuchtverein zukommen lässt. Erstmal angemeldet bleibt man es meistens auch und so ist die Hürde zwischen einsetzen und nur Rassehund halten kleiner. Es gehört irgendwo dazu, dass ich mich mit meiner Rasse beschäftige, wenn ich einen solchen Hund kaufe, denn ich profitiere ja genau davon selber, indem ich einen typischen Welpen erwerben kann und das hoffentlich auch noch in 20 Jahren.

    Aber das ist OT.

    Das ist alles schon diskutiert worden. Aber Du kannst Leute nicht zu etwas zwingen, was sie nicht von sich aus wollen. Du kannst informieren und versuchen, die Hemmschwelle zu senken. Das wird u.a. mit Info-Broschüren und zumindest bei uns durch lange Schnupperstundenzeit auf dem HuPla versucht. Anderer Punkt ist, daß ein "Großzüchter" mal seine Landesgruppe mit einer schlagartig eintretenden Masse seiner "Anhänger" quasi übernommen hat - und dessen Interesse lag zuallerletzt bei der Förderung der Rasse. So kanns auch gehen... Ein Jahr und diverse juristische Auseinandersetzungen später sind die Knechte dann schlagartig wieder raus aus dem Klub, als der Putschversuch als gescheitert betrachtet werden mußte. Und drittens ist es wie bei so vielen Rassen: die Mehrzahl der Hunde kommt überhaupt nicht aus Vereinen, und von denen mit Papieren stammen viele aus "Hund, Katze,Maus"-Vereinen, die sich keine Rassekompetenz leisten können.

    Und deshalb liegt es an jedem Kritiker selbst, ob er nur rummault, oder sich aktiv für seine Rasse einsetzt. Ersteres kann ich nicht ernst nehmen. Letzteres hat meinen Respekt.

    Statt "Hannemann, geh' Du voran!", gilt immer noch "Es geschiedt nichts Gutes, außer, man tut es!".

    Für viele ist das aber zuviel Mühe, sie lehnen sich zurück und warten darauf, daß die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.