Beiträge von Quarus

    Zitat

    Auf jeden Fall liefert das Real Nature Futter ja sehr viel Energie, sollte ich das nun wechseln oder einfach weniger füttern? Bei 30kg steht auf der Packung eine Tagesration von 285g.

    Du darfst nicht danach füttern, was er aktuell wiegt (etwas zu viel), sondern danach, was er wiegen sollte. Sonst nimmt er weiter zu schnell zu. Also würde ich ihn auf 25 kg füttern und ihm weiter in Maßen sein Knabberzeugs geben. Das müßtest Du nämlich sonst auch streichen, das unterschätzt man gern. ;)

    Zitat

    Alleine wie hier jedem Interessenten gleich unterbreitet wird, wie nahezu unhandelbar ein Mali doch für Otto-Normalhundehalter ist, spricht Bände. Zumindest das hat sich offenbar nicht geändert.

    Möglicherweise, um genau DAS zu verhindern:

    Zitat

    auf 1 Hundesportler der oben mitläuft, kommen wieviele, die sich unten so durchwurschteln? 50? 100? 200? Kennst du diese auch?
    Die 0815-Plätze, wo jeder der mal aufs Treppchen möchte, sich einen Mali holt, weil mit dem gehts ja von ganz alleine.
    Kannst du auch für diese sprechen?

    Aber ich bin auch jemand, der echt nicht verstehen könnte, wie man einem Fahranfänger, der gerade die Führerscheinprüfung gemacht hat, einen 300 Pferdestärken-Boliden unter den Hintern anraten kann, der nur hin und wieder mal Brötchen damit holen will. Ein Ferrari, Porsche etc. ist ein supertolles Auto für einen supertollen Fahrer. Nur - wer kann das von sich nach der Führerscheinprüfung sagen und realistisch einschätzen?

    Es gibt hunderte geeignete Hunderassen, die mit geringerem Risiko der Disharmonie gehalten werden können. Warum muß es Herder, Mali oder Cattle sein? Weil man glaubt, mit anderen Rassen eben nicht "aufs Treppchen zu kommen"? Das wäre der schlechteste Grund zur Rassewahl.

    Ich halte Malinois und Herder nicht für Monster, aber für anspruchsvoll genug, sich damit kräftig überheben zu können. Und zum Schluß ist es der Hund, der es auszubaden hat.

    Ja, ich finde auch, er hat für einen halbwüchsigen Junghund schon deutlich zu viel Substanz. Wäre er zwei Jahre, würde ich sagen, er wirkt "fertig". Für einen Junghund im Wachstum mit noch nicht ausmineralisierten, ausgewachsenen Knochen, Gelenken und Bändern ist das deutlich zu viel des Guten. Die sollen gerade bei größeren und schwereren Rassen langsam wachsen und dürfen gern schlaksig und in Maßen sogar knochig und etwas mager wirken, keinesfalls propper.

    Man hat als Besitzer auch nichts davon, denn erstens "Knochen und Gelenke", die leicht überlastet werden, zweitens wird der Hund auch nicht größer, als wenn er langsam wächst, er hört damit einfach früher auf.

    Ob Welpen- oder Adultfutter ist zweitrangig, ausschlaggebend ist zuviel Energie, die der Hund mit dem Futter erhält.

    Das mit dem Abnehmen ist aber auch nicht so einfach wie bei einem erwachsenen Hund, ein Junghund braucht ja trotzdem mehr Nährstoffe, um seinen Körper aufzubauen, den kann man nicht einfach von Überschuß auf Mangel setzen. Das schadet wiederum seiner Entwicklung. Du solltest ihn wöchentlich wiegen und mit einem gehaltvollen, nicht proteinarmem Futter so füttern, daß er weiter zunimmt, aber sehr viel langsamer als das bis jetzt der Fall ist. Wenn er jetzt zwischen 500 g bis 1 kg pro Woche zugenommen hat, drossle ihn runter auf etwa 250 g wöchentliche Zunahme. Er soll langsam die Masse in schlanke Muskulatur umbauen, proportional mit seinem Größenwachstum. Wobei mit 7 Monaten nicht mehr viel kommen wird.

    Mit der Bewegung mußt Du natürlich auch aufpassen, Gewicht und ÄKtschn passen bei einem moppeligen Junghund nicht gut zusammen. Keine Gewalttouren oder Tobe-Events zur schnelleren Gewichtsreduktion, heißt das. Und natürlich keine Kalorienbomben als Knabberzeugs bzw. Leckerchen.

    Bin gespannt, was andere dazu sagen. Ich komme aus dem Boxer-Lager, und habe meine Junghunde mit knapper, aber sehr hochwertiger Nahrung immer gesund aufgezogen.

    Wenn Du den Phosporwert unten, die Energie aber erhöhen willst, solltest Du jedes Futtermittel danach beurteilen, wieviel Energie auf ein Gramm Phoshor entfällt, also den Phospor/Energie-Quotienten ermitteln. Das ist die einzige realistische Möglichkeit, Futtermittel auf ihre Eignung zur Energiegewinnung abzuschätzen. Kartoffeln und Reis haben da ein sehr gutes Verhältnis von Energie zu Phosphor.

    Zudem sollte Protein nur bedarfsdeckend, hoch verdaulich und mit hoher biologischer Wertigkeit gefüttert werden und nicht der Energiegewinnung dienen. Pansen und anderes bindegewebiges Fleisch würde ich nur selten geben. Erstens ist Fleisch relativ zum Energiegehalt recht phosphorreich, und zweitens verbraucht die Fleischverdauung selbst viel Energie, es muß also noch mehr gefüttert werden, ergo noch mehr Phosphor.

    Entweder Du läßt Dir eine Ration z.B. von der Vetmed-Fakultät der Uni München ausrechnen, oder Du richtest Dich nach Meyer/Zentek, der hat ein paar Beispielrationen in seinem Buch. Auch der Vitaminbedarf (+Mineralien) muß gedeckt werden, der ist bei Nierenkranken oft sogar erhöht.

    Pi mal Schnauze würde ich bei einem nierenkranken Hund nicht füttern...

    Zitat

    Deshalb habe ich doch dieses Posting geöffnet ,weil mir das komisch vorkam und als ich Heute da anrief meinte sie dass sie noch ein Wurf hat der gerade eine Woche alt ist.
    Deshalb habe ich auch hier gefragt weil so was will ich nicht unterstützen.
    Habe Heute auch mit dieser Züchterin telefoniert.
    http://Www.havaneser.com

    Desgleichen. Bunte Hundebildchen und null Info.

    Du hast doch genug Tips gekriegt, wo Du Dich schlau machen kannst. Aber mir scheint es, als wäre die Hauptsache, die HP wäre schön kunterbunt und voll mit Pseudo-Züchter-Schmalz.

    Ich finde genau 0,0 Angaben zu den Zuchttieren - ihr Alter, Eigenschaften, Untersuchungsergebnisse, sportliche oder Schauerfolge, nix.

    Dafür eine Homepage, die voll auf Vermarktung ausgerichtet ist, wo es nur um den Welpenkauf oder die Welpenreservierung der reinrassigen Havaneser bzw. deren Mixe geht. Elterntiere scheint es nicht dazu zu geben. Die sind scheinbar egal, solange nur immer regelmäßig verkaufsfähige Welpen da sind. Und dann dieses billige Gewäsch bezüglich "Züchter vs Vermehrer" oder "kein Schnäppchen wie von Vermehrern" - da wird auf plumpe Art und Weise versucht, Seriosität (Papiere!) zu suggerieren.

    Ich verstehe nicht wirklich, wie jemand, der seit Jahren in der Hundewelt und im Tierschutz unterwegs ist, ernsthaft auf die Idee kommt, von dort einen Welpen holen zu wollen.

    Ich schließe mich Katrin an. Einen jungen Hund bis 1 Jahr würde ich, gerade bei einer großen Rasse, unbedingt 2 mal füttern. Davon abgesehen kommt auch mir die Menge sehr niedrig vor. Mein damals gleichaltiger, gleichgroßer und -schwerer Boxer hat locker die doppelte Menge (mit reichlich KH und Fett) verspachtelt und war dabei sehr schlank bis rippig.

    Von dem Hungertag vor der Hundeschule halte ich nichts. Kann man bei einem moppeligen älteren, appetitlosen Hund erwägen, ein junger, aktiver Hund sollte von Mahlzeit zu Mahlzeit so viel Appetit entwickeln, daß er für Leckerli auch ohne Hungertag motiviert arbeitet. Und die große Ration als spätere Belohnung des "Arbeitstages" ist dem Hund vermutlich überhaupt nicht vermittelbar.

    Garantien auf Lebewesen gibt es nicht, das sollte klar sein. Aber ein Hund, der unter Beachtung gewisser Mindeststandards in Bezug auf Gesundheit gezüchtet wurde, ist natürlich mit höherer Wahrscheinlichkeit gesund, als einer, wo Gesundheit bei den Eltern und Großeltern schlicht wurscht ist.

    Und damit man nicht Behauptungen aufsitzt, die schnell gemacht werden und nicht nachprüfbar sind, läßt man sich die Einhaltung dieser Mindeststandards in "Papieren" eines seriösen Vereines schriftlich geben. Ob der Hund dem späteren Broterwerb als Diensthund dienen soll, der Zucht, Austellung, Sport oder als reiner Familienhund leben soll, spielt da überhaupt keine Rolle.