Beiträge von Quarus

    Unter vertrauten Freunden bzw. untereinander wird ganz anders gespielt von meinen Rüden, als mit Fremden. Mit Freunden gibt es viel körperbetontes Gerangel, viel Hinwerfen und sich Herumzerrenlassen, wechselndes Rollenspiel mit Verfolgen und Verfolgtwerden. Sehr derb, sehr laut, aber absolut entspannt. Da muß ich keine Angst um Kippen haben. Oft endet eine Spielsequenz mit kurzem, wechselndem Aufreiten des Einen, das der Andere völlig gleichmütig und entspannt als bekanntes Ritual akzeptiert. Ein paar Minuten später praktiziert er es dann beim Spielkumpel genauso.

    Mit Fremden wird sehr viel höflicher und vorsichtiger gespielt. Die Gesten zur Spielaufforderung sind sehr deutlich, es wird der Wunsch auf Abstand respektiert oder nach Wunsch ein Rennspiel statt eines Raufspieles initiiert. Dafür läßt sich Matteo auch vom neuen Spielpartner verfolgen, um ihn in Stimmung zu bringen. Speziell fremden Mädels und Welpen gegenüber ist er vorsichtig und nimmt sich zurück, um nur ja Akzeptanz als Spielpartner zu finden.

    Kritisch ist der Kontakt zu etwa gleichstarken, gleich energischen, gleich alten Rüden. Kann gutgehen, kann aber auch in ein Raufen ohne Beschädigungsabsicht abgleiten - was ich nicht möchte und deshalb das Spiel abbreche bzw. umlenke.

    Das Problem ist, die Verdauungssäfte ziehen den Weichmacher aus dem Plastiknetz. Es wird dann starr und scharfkantig und kann den Darm wie mit einem Messer oder Glasscherben verletzen. Ich wäre auch in eine TK gefahren oder hätte zumindest ein Pfund Sauerkraut fressen lassen....

    Hoffentlich geht das gut aus, ich drücke die Daumen!

    Hmm zum Thema Ausdauer beim Boxer, meine Eltern wollen ihren vielleicht als Deckrüden zur Verfügung stellen und laut ansässigem Boxerklub benötigt der Hund für die Zuchtzulassung einen 20km Ausdauertest am Fahrrad

    Richtig. Wobei das für einen normalen Boxer ohne aufwändiges Training leicht zu schaffen ist.


    @Quarus, es ist schön, dass es diesen Hunden wohl trotz kurzer Nase gut geht.
    Aber warum müssen sie überhaupt eine kurze Nase haben?
    Es gibt mehr negative Punkte die mir (und Tierärzten) dazu einfallen, als das es positive Punkte geben wird.

    Oder fällt dir ein Grund ein warum eine Nase dermaßen kurz gezüchtet werden muss?

    "Dermaßen kurz" sind sie ja nicht, sonst könnten die Hunde nicht erfolgreich im Sport geführt werden. Aber ich gebe Dir recht, sie dürften gern länger sein. Der Standard sagt sinngemäß "mächtig in allen 3 Dimensionen" zum Fang. Und dazu gehört auch die Länge, Es scheint aber so, als sei Tiefe/Breite und Länge negativ korreliert. Und in der permanenten Angst vor "Typverlust" wird eher der übertypische Hund über die Standardforderung hinaus geduldet.

    Zweiter Aspekt ist, daß Trends schon seit den 90er Jahren von den großen Züchtern in Fr, I, Sp gesetzt werden, wo Gesundheit und Funktionalität nicht obligatorisch bei allen Zuchttieren überprüft wird. Es wird von den maßgeblichen Züchtern/Richtern für den Ausstellungserfolg gezüchtet, und da stören zusätzliche Kriterien wie "Gesundheit", "Leistungsfähigkeit" und "Wesen" leider häufig nur. Wer da mithalten will, kommt als Jungzüchter nur zu oft in Versuchung, selbst Übertyp zu bevorzugen.

    Ein Grund mehr, warum ich am Hundesport als Korrektiv zum Übertyp festhalte, auch wenn kein Mensch mehr erwartet, daß der Boxer als Diensthund Furore macht.


    Ich halte für mich einen klar denkenden Menschen und verstehe den Spruch eher so, es zu verniedlichen das diese Rasse eben keine Schnauze hat.

    Man kann selbstverständlich der Meinung sein, daß die Schnauze zu sehr verkürzt wurde. Der Meinung bin ich bei verschiedenen Hunden auch. Aber ihnen die Schnauze gleich ganz abzusprechen, ist weit übers Ziel hinausgeschossen.

    http://de.working-dog.eu/dogs-details/5…Boy-von-Santana

    Das ist z.B. der Vater meines Matteo, und die Nase ist schon sehr kurz. Nichtsdestotrotz brachte dieser Hund verläßlich über Jahre Leistung und vererbte diese Leistungsbereitschaft und -eignung auch. Die Griffe von ihm selbst und seinen Nachkommen sind wie Schraubstöcke. Der Sturschädel ist auch boxertypisch.

    Oder dieser Hund: http://de.working-dog.eu/dogs-details/9…mil-vom-Aufwind

    Der amtierende Deutsche Meister. Kenne ich seit Welpenzeit gut. Leistungsbereit, gesund, kurze Nase.

    Oder dieser alte Freund: http://de.working-dog.eu/dogs-details/3…n-Tau-von-Felix

    Wichtig ist, die Leistungsforderung, Sportprüfung und Zuchtprüfung (Ausdauer), keinesfalls aufzugeben. Das ist die beste Möglichkeit, der Übertypisierung Einhalt zu gebieten. Leider steht D da ziemlich allein da.

    Beim Mops frage ich mich, warum angesichts seiner vermuteten chinesisch/asiatischen Herkunft nicht eine Begleithundrasse wie z.B. der Tibetspaniel für die Kreuzungsversuche gewählt wurde. Da ist mit Sicherheit mehr "Blutanschluß" vorhanden als zu Vollblutjägern wie Jach Russel oder Beagle.

    Es ist aber der Rollwiederstand, der überwunden werden muß. Dieser Widerstand kann bei einem Schlitten schon bei geringerem Gewicht erreicht werden.

    Hunde wurden früher zum Arbeiten gehalten. Da hehörte der Betrieb von Tretmühlen, Butterfässern, Wagenziehen etc dazu. Heute wird gejammert, daß der Wegfall der ursprünglichen Nutzung zu Qualzucht verführt. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich jede Aktivität, die einen gesunden, leistungsfähigen Körper erfordert, begrüßenswert. Und wenn das für Rassen, die lange auf kurze, dafür explosive Kraftentfaltung gezüchtet wurden, wie das bei vielen Doggenartigen der Fall war, Weight Pulling ist - o.k. Meins wäre es auch auch nicht, aber ich bin nicht der Nabel der Welt. Gut aufgebaut, gönne ich jedem Besitzer den Spaß, einen erfolgreichen Hund zu haben.

    Der Hund ist vom Vermehrer...

    Ich lieeeebe ja dann solche Sprüche "Die RASSE hat ein Problem mit dem Herz!". Klar, wenn jeder boxerähnliche Hund egal welcher Herkunft ganz einfach dazugezählt wird.... da kannste als Klub Kopfstände machen - in der öffentlichen Wahrnehmung sind halt alle krank.