Beiträge von Quarus

    Naja, er entlastet die Jäger, die sich ja zum Wohle der Allgemeinheit dazu zwingen müssen, das Wild zu regulieren, von einem Teil ihrer Aufgabe. ;)

    Damit gehen dann die Wildschäden in Wald und auf Ackerkulturen zurück.

    In Ländern, in denen Wolf und Koyote gleichzeitig vorkommen, verdrängt der Wolf wohl auch den Koyoten. Möglicherweise heißt das für uns, daß die Fuchspopulation begrenzt wird, was für's Niederwild nicht unvorteilhaft wäre.


    du implizierst dem Hund, dass du ihn umbringst, er erleidet ggf. Todesangst und was du als 'Rangordnung geklärt' bezeichnest ist wohl eher Meideverhalten.

    Also sorry, das ist Dramatik pur. Von einem mal auf den Rücken legen durch den Besitzer sollte kein Hund mit minimalem Vertrauen zu diesem "Todesangst" erleiden. Solche Situationen kommen oft genug beim TA vor und noch kein Hund, zu dem die Beziehung stimmt, ist dabei vor Angst gestorben.

    Braucht man nicht, ist old-school, aber kein Weltuntergang, wenn es MAL vorkommt, weil jemand schlecht beraten wurde.

    Einer der Hunde ist ein Dreibein (ein Hinterlauf wurde amputiert), robust, ca. 35 kg und jagt am Zaun das Vieh. Der Betreiber des Gnadenhofes meinte, das wäre ein Spiel. Allerdings meinte er auch, der Hund würde ein Huhn fressen, wenn er die Möglichkeit hätte.

    Der Hund jagt, das ist dem Betreiber bekannt, aber wurscht. "Der spielt ja nur!"

    Der Hund fraß aber schon fleissig an seiner Beute und ließ sich diese natürlich nicht abnehmen. Der Hofbetreiber schnappte sich einen schweren Knüppel (ca. 1,5 Kilo) und warf ihn auf den Hund. Und traf leider. Der Hund lief aber mit seiner Beute weg. Der Hofbetreiber näherte sich dem Hund und trat ihm voll in die Seite. Hund lief wieder weg, fraß weiter. Hofbetreiber näherte sich erneut, trat wieder voll zu.

    Das ist nicht im Affekt und keine "Rettungsmission" - das ist Jähzorn. Erst die Jagerei dulden, und dann den "Racheengel" spielen, wenn sie erwartungsgemäß nach Vorgeschichte und Zaunzustand "plötzlich" erfolgreich ist - gibt für mich keinen Grund, da was zu beschönigen.

    Aber ich hatte Angst, dass der Hund nachher für meine Reaktion bestraft und misshandelt wird. Ich muss auch erwähnen, dass der Betreiber (männlich oder weiblich lasse ich extra aus) sich sonst meiner Meinung nach relativ gut um die Tiere kümmert. Mit einer Ausnahme, bei einem Hund, den ich ganz schweren Herzens längst über die Regenbogenbrücke hätte gehen lassen.

    Nach 2 Monaten traut die TE dem Betreiber so eine Reaktion zu? Scheint ein nettes Kerlchen/Dämchen zu sein...

    Wie soll er Bestrafung (Tritte) und das Vergehen (Huhn jagen) miteinander verbinden?

    Das ist der Knackpunkt: JEDER weiß, daß die Mißhandlung nichts mit einer Verhaltenskorrektur oder einem Verhaltensabbruch zu tun haben kann. Es ist Abreagieren von Wut, Frust, Jähzorn etc. am Hund, und hilft weder dem (Toten) Hahn, noch dem Hund, dieses Verhalten nicht wieder zu zeigen. Völlig sinnlos, tut aber scheinbar dem Betreiber gut, sich so "austoben" zu können.

    Akzeptiere ich das Geschehene einfach und hoffe, dass sowas nicht wieder passiert? Mit dem Hintergedanken: Wer einmal tritt, der tritt auch wieder? Was, wenn mit dem Knüppelwurf oder den Tritten der letzte Hinterlauf des Hundes verletzt worden wäre?

    Davon würde ich ausgehen.

    Gibt es da noch andere Helfer, mit denen Du sprechen und über den Vorfall austauschen könntest?

    Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, daß das Etikett "Gnadenhof" jemanden aus der fundamentalen Verantwortung für jedes gehaltene Tier entläßt oder diese relativiert.

    Ich habe auch gute Erfahrungen mit Anabolika gemacht. Zusätzlich hat die Injektion den Appetit gesteigert und ich bekam mehr Kalorien in meinen Boxer-Oldie.

    Bezüglich Rücken und Hinterhandschwäche: hast Du oder der TA mal den Stellreflex getestet? Dabei wird eine Pfote aufgehoben und wieder so abgesetzt, dass Hund nicht auf den Ballen, sondern der Pfotenoberseite steht. Wenn die Nervenbahnen unbeeinträchtigt sind, wird ein Hund sofort die Pfote richtig setzen. Bleibt sie umgeklappt, stimmt etwas mit der Reizleitung nicht. Dann müsste man sich die Beckenregion samt Lendenwirbelsäule ansehen, ob es Stenosen gibt. Bei solchen Nervenproblemen hat mein TA hochdosierte B-Vitamine gespritzt, und ich habe diese subkutanen Injektionen dann zu Hause weiter gegeben. Das hat die Nervenschädigung bekämpft und in Verbindung mit den Anabolika die Hinterbeine gestärkt.

    Als nebenwirkungsarmes Schmerzmittel hat sich Cimalgex für meine alten Hunde sehr bewährt. Vor allen Dingen belastet es die Leber weniger.

    Hoffentlich findest Du Möglichkeiten, DeinemOpi zu helfen. Ich wünsche Euch noch eine schöne gemeinsame Zeit!

    Jemand, der einen "Gnadenhof" führt, darf sich jähzornige Ausraster einfach nicht erlauben. Von dem erwarte ich soviel Selbstbeherrschung, dass er ohne die Diskussion über Schuld von Hund oder Huhn einfach eine Fehleranalyse macht und zukünftig solche Unfälle verhindert. Ich habe null Verständnis für mehrfaches Treten, wenn es ganz klar nicht darum geht, in einer Extremsituation nicht noch in letzter Sekunde das Leben des Hahnes zu retten, sondern einzig und allein seinen Ärger mittels Schmerzzufügung am Hund abzureagieren.

    Das ist bei Ottonormalhundehalter arm, und bei einem Gnadenhofbetreiber einfach jämmerlich. Man kann von einem erwachsenen Menschen einfach erwarten, dass er Massiv Schwächere, ob Kind oder Tier, nicht als Blitzableiter seiner Aggressionen missbraucht.

    Zusammen mit der geschilderten Tieranhäufung ohne ausreichende Zeit, sich um Sicherung und Versorgung über das Nötigste hinaus zu kümmern, wäre das für mich Grund genug, das Veterinäramt zu informieren.

    Ich kenne eine Hündin, die seit 6 Jahren IBD hat. Da werden keinerlei Futterexperimente gemacht. Sie bekommt selbstgekochte Schonkost,ist damit stabil und komplett unauffällig. Jeder versuchte Wechsel früher hat zu neuen Schüben geführt.

    Wenn Dein Hund also die Dosen und Schonkost so gut verträgt, würde ich kein TroFu mehr durchtesten. Gerade in dem hohen Alter. Daß vielleicht weniger häufig Kot abgesetzt wird, weil im TroFu Verdickungsmittel drin sind zur besseren Kotformung, wäre für mich zweitrangig.

    In den letzten Wochen hatte mein Quarus wenig Appetit, und die bisher einfache Tablettengabe wurde zum zusätzlichen Problem. Eine Zeitlang funktionierte das Prinzip Futterneid, mit Matti daneben wurde auch das Pillenhäppchen geschluckt. HapshapsTablettehapshapshaps.

    Dann mussten Delikatessen her. Dose mit Pillenfüllung, Käse, Wurst, Fleisch roh, gekocht, gebraten mit einer eingeschnittenen Tasche und Tablette. Zuletzt habe ich manchmal eine halbe Stunde gebraucht, um seine Vetmedin, die er unbedingt brauchte, reinzukriegen, ohne Gewalt anzuwenden. Der TA hat dann ein appetitanregendes Mittel gegeben, damit ging es dann bis zum recht plötzlichen Ende.

    Ich habe trotzdem jeden Tag mit dem Süssen genossen und ihn gern betüddelt.