Beiträge von Quarus

    Ich halte Esel für denkbar ungeeignet, um Wölfe von Schafen fernzuhalten. Esel sind Wüsten- bzw. Halbwüstenbewohner, deren Fell keine natürliche Fettschicht enthält und die damit bei jedem Regen bis auf die Haut durchnässen. Die typische mitteleuropäische feuchte Kälte ist nichts für Esel! Gerade Schafe sind aber bei Wind und Wetter draußen, sie haben ja auch ein dick mit Wollfett imprägniertes Vlies, das sie bei härtesten Witterungsverhältnissen trockenhält. Esel als lebende Alarmanlagen dem auszusetzen, ist Tierquälerei.

    Davon abgesehen: Schafe bringen schon fast nix ein und müssen in riesigen Herden gehalten werden, damit sich die Pfennige zu einem kleinen Einkommen summieren. Berufsschäfer werden sich bedanken, jetzt noch Esel zusätzlich halten zu müssen...

    50 mg Ca/kg ist der unterste Level für den Erhaltungsbedarf eines erwachsenen Hundes. Dabei wird von 100 % Verdaulichkeit des Ca ausgegangen. Abhängig davon, wie fein die Eierschale von Dir gemahlen ist, sinkt diese Verdaulichkeit möglicherweise drastisch. Ich habe es nicht geschafft,bei meinen Hunden mittels Eierschale den Bedarf zu decken, obwohl ich rechnerisch auf 80 mg gegangen bin...

    Für eine Hündin, die in den nächsten Wohen Höchstleistung durch Trächtigkeit und später Laktation bringen soll, wären mir a) die 50 mg und b) die Eierschale zu unsicher.

    Ich würde auch die Zeitspanne, innerhalb derer Nährstoffe zur Bedarfsdeckung zugeführt werden, deutlich verkürzen, z.B. die Lebermenge halbieren und wenigstens wöchentlich füttern.

    Naja, er entlastet die Jäger, die sich ja zum Wohle der Allgemeinheit dazu zwingen müssen, das Wild zu regulieren, von einem Teil ihrer Aufgabe. ;)

    Damit gehen dann die Wildschäden in Wald und auf Ackerkulturen zurück.

    In Ländern, in denen Wolf und Koyote gleichzeitig vorkommen, verdrängt der Wolf wohl auch den Koyoten. Möglicherweise heißt das für uns, daß die Fuchspopulation begrenzt wird, was für's Niederwild nicht unvorteilhaft wäre.


    du implizierst dem Hund, dass du ihn umbringst, er erleidet ggf. Todesangst und was du als 'Rangordnung geklärt' bezeichnest ist wohl eher Meideverhalten.

    Also sorry, das ist Dramatik pur. Von einem mal auf den Rücken legen durch den Besitzer sollte kein Hund mit minimalem Vertrauen zu diesem "Todesangst" erleiden. Solche Situationen kommen oft genug beim TA vor und noch kein Hund, zu dem die Beziehung stimmt, ist dabei vor Angst gestorben.

    Braucht man nicht, ist old-school, aber kein Weltuntergang, wenn es MAL vorkommt, weil jemand schlecht beraten wurde.

    Einer der Hunde ist ein Dreibein (ein Hinterlauf wurde amputiert), robust, ca. 35 kg und jagt am Zaun das Vieh. Der Betreiber des Gnadenhofes meinte, das wäre ein Spiel. Allerdings meinte er auch, der Hund würde ein Huhn fressen, wenn er die Möglichkeit hätte.

    Der Hund jagt, das ist dem Betreiber bekannt, aber wurscht. "Der spielt ja nur!"

    Der Hund fraß aber schon fleissig an seiner Beute und ließ sich diese natürlich nicht abnehmen. Der Hofbetreiber schnappte sich einen schweren Knüppel (ca. 1,5 Kilo) und warf ihn auf den Hund. Und traf leider. Der Hund lief aber mit seiner Beute weg. Der Hofbetreiber näherte sich dem Hund und trat ihm voll in die Seite. Hund lief wieder weg, fraß weiter. Hofbetreiber näherte sich erneut, trat wieder voll zu.

    Das ist nicht im Affekt und keine "Rettungsmission" - das ist Jähzorn. Erst die Jagerei dulden, und dann den "Racheengel" spielen, wenn sie erwartungsgemäß nach Vorgeschichte und Zaunzustand "plötzlich" erfolgreich ist - gibt für mich keinen Grund, da was zu beschönigen.

    Aber ich hatte Angst, dass der Hund nachher für meine Reaktion bestraft und misshandelt wird. Ich muss auch erwähnen, dass der Betreiber (männlich oder weiblich lasse ich extra aus) sich sonst meiner Meinung nach relativ gut um die Tiere kümmert. Mit einer Ausnahme, bei einem Hund, den ich ganz schweren Herzens längst über die Regenbogenbrücke hätte gehen lassen.

    Nach 2 Monaten traut die TE dem Betreiber so eine Reaktion zu? Scheint ein nettes Kerlchen/Dämchen zu sein...

    Wie soll er Bestrafung (Tritte) und das Vergehen (Huhn jagen) miteinander verbinden?

    Das ist der Knackpunkt: JEDER weiß, daß die Mißhandlung nichts mit einer Verhaltenskorrektur oder einem Verhaltensabbruch zu tun haben kann. Es ist Abreagieren von Wut, Frust, Jähzorn etc. am Hund, und hilft weder dem (Toten) Hahn, noch dem Hund, dieses Verhalten nicht wieder zu zeigen. Völlig sinnlos, tut aber scheinbar dem Betreiber gut, sich so "austoben" zu können.

    Akzeptiere ich das Geschehene einfach und hoffe, dass sowas nicht wieder passiert? Mit dem Hintergedanken: Wer einmal tritt, der tritt auch wieder? Was, wenn mit dem Knüppelwurf oder den Tritten der letzte Hinterlauf des Hundes verletzt worden wäre?

    Davon würde ich ausgehen.

    Gibt es da noch andere Helfer, mit denen Du sprechen und über den Vorfall austauschen könntest?

    Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, daß das Etikett "Gnadenhof" jemanden aus der fundamentalen Verantwortung für jedes gehaltene Tier entläßt oder diese relativiert.

    Ich habe auch gute Erfahrungen mit Anabolika gemacht. Zusätzlich hat die Injektion den Appetit gesteigert und ich bekam mehr Kalorien in meinen Boxer-Oldie.

    Bezüglich Rücken und Hinterhandschwäche: hast Du oder der TA mal den Stellreflex getestet? Dabei wird eine Pfote aufgehoben und wieder so abgesetzt, dass Hund nicht auf den Ballen, sondern der Pfotenoberseite steht. Wenn die Nervenbahnen unbeeinträchtigt sind, wird ein Hund sofort die Pfote richtig setzen. Bleibt sie umgeklappt, stimmt etwas mit der Reizleitung nicht. Dann müsste man sich die Beckenregion samt Lendenwirbelsäule ansehen, ob es Stenosen gibt. Bei solchen Nervenproblemen hat mein TA hochdosierte B-Vitamine gespritzt, und ich habe diese subkutanen Injektionen dann zu Hause weiter gegeben. Das hat die Nervenschädigung bekämpft und in Verbindung mit den Anabolika die Hinterbeine gestärkt.

    Als nebenwirkungsarmes Schmerzmittel hat sich Cimalgex für meine alten Hunde sehr bewährt. Vor allen Dingen belastet es die Leber weniger.

    Hoffentlich findest Du Möglichkeiten, DeinemOpi zu helfen. Ich wünsche Euch noch eine schöne gemeinsame Zeit!