Beiträge von Quarus

    Gewöhnlich ist Fertigfutter, besonders das trockene, überreichlich mit Vitaminen bedacht, weil die sich langsam zersetzen und der Mindestgehalt bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit garantiert werden muss. Wenn Du nur hin und wieder frisch füttern möchtest, und dabei vielseitig fütterst, halte ich eine Unterversorgung für unwahrscheinlich. Es gibt aber mittlerweile auch Fertigmischungen zur Ergänzung von Barfrationen, wenn Du Dir zu unsicher bist.

    Eigentlich passen Groß- und Wolfsspitz gut zu Deinen Vorstellungen.

    Wachsam und Fremden gegenüber distanziert. Sportlich, treu, robust und äußerst gelehrig. Wenig bis kein Jagdtrieb. Gewicht und Größe liegen im von Dir genannten Bereich.

    Das kenne ich auch so von den größeren Spitzen. Wobei hier noch ein paar Eurasier rumlaufen, die mir mit ihrem ausgeglichenen Temperament und zurückhaltenden Freundlichkeit auch sehr gefallen. Gerade bei Haus und Hof sind die Spitze ja am richtigen Platz.

    Vom Fell her sind die Eurasier hier sehr gemäßigt, keine explodierenden Fellkugeln. Ich sehe sie häufig mit ihren Besitzern umherziehen, und diese scheinen sie gut erzogen zu haben, die Hunde lassen sich gut leiten und orientieren sich viel an ihren Menschen, ohne penetrant in irgendeine Richtung zu sein. Spielen gerne, ohne zu überdrehen, schnüffeln, ohne bei jeder Spur unabrufbar zu sein, akzeptieren andere Hunde und Menschen, ohne "ihnen mit dem Popo ins Gesicht zu springen". ;)

    Sehr angenehme Begleiter von handlicher Größe und gefälligem Aussehen.

    Vertrauen muß man sich verdienen. Und den DNA-Test auch auf ausdrückliche Nachfrage nicht vorzulegen, ist keine vertrauensbildende Maßnahme.

    Das Ordnungsamt ist auch nicht Luzifer persönlich. Könnte man ja fast annehmen, wenn ich lese, wie "unanständig" es wäre, bei einer Behörde informationen einzuholen, ohne konspirativ auf Tarnnamen oder Strohmänner zu setzen.

    Im normalen Fall sollte man davon ausgehen, daß OA und TH eine professionelle, vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet. Gerade was Fundhunde oder Beschlagnahmungen betrifft, gibt es ja wohl Berührungspunkte. Wenn das TH so maßlos auf einen unverbindlichen Kontakt mit dem OA reagiert, hätte ich demzufolge den begründeten Verdacht auf ein sehr, sehr gestörtes Verhältnis.

    Das würde mich ins Grübeln bringen, und nicht zu knapp!

    Und ins Grübeln bringt mich auch, wenn von einem potentiellen Hundeinteressenten quasi blinde "Gefolgschaftstreue" zum TH vorausgesetzt wird, um einen Hund zu kriegen. Das scheint ja für DiePatin die einzig angemessene Geisteshaltung zu sein...

    Ich finde es absolut verständlich, beim OA nachzufragen, welche Konsequenzen die Haltung eines möglichen Listis hätte. Eigentlich hätte das TH selbst bei Fragen die TE auf diese Möglichkeit der objektiven Information aufmerksam machen müssen - wenn sie mit offenen Karten spielen würden.

    Einerseits wird von einem Interessenten erwartet, daß er alle möglichen Eventualitäten (Kinder!) ein Hundeleben lang einkalkuliert, andererseits wird von ihm erwartet, daß er die einschneidenste Eventualität heutzutage, einen Listenhund zu bekommen, bitte gefälligst nicht hinterfragt?!

    Ich finde das nicht gerade seriös.


    Und aus dieser Erfahrung heraus erziehe ich meine jetzige Dackelhündin (jetzt 8 Monate alt, ich habe sie, seit sie 10 Wochen alt ist) komplett anders.
    Sie "läuft einfach nur mit" und ich beschränke die Beschäftigungen bzw. Kommandoübungen nur auf das Nötigste, was ich im Alltag brauche, was bei uns "Sitz, Hier, Bleib, Warte, Pfui, Aus" ist. Spielen tue ich nur sehr wenig mit ihr, dadurch hat sie gelernt, dass sie sich alleine mit ihren Spielsachen beschäftigt und sich dann einfach mal schlafen legt.
    Natürlich war sie auch schon in der Stadt dabei, im Cafe, im Restaurant, im Bus, im Tierpark, denn das muss sie ja schließlich auch alles kennenlernen, aber das geschah alles, ohne sie zu überfordern.

    Bis jetzt ist sie eine sehr ruhige angenehme Hündin, die nichts einfordert, nicht bellt, bisher gar nichts kaputt gemacht hat und überhaupt nicht auffällt.

    Das scheint mir das andere Extrem zu sein. Statt Dauerbespassung bis zum ADHS-Hund den Hund überhaupt nicht beachten, nicht mit ihm spielen, Interaktion als Einfordern ablehnen, Ziel der quasi unsichtbare Hund.

    Warum hat man dann überhaupt einen Hund, wenn er darauf konditioniert wird, nichts von seinem Besitzer zu erwarten und nur Mitläufer zu sein? Provokant gesagt, reichte dann auch ein Spielzeughund auf Rädern zum Hinterherziehen....

    Mein Schnuff ist ein oller Streber und möchte sich sein Spiel verdienen. Ich habe schon beim Welpen das Spiel mit dem Training verbunden, jetzt interessiert ihn das Spiel so richtig erst, wenn es als Belohnung kommt. Er liebt wildes Gezergel und animiert mich immer wieder, ihm ein Kämpfchen zu liefer, bei dem ich ihn oft gewinnen lasse, aber auch das schnelle Hergeben des Spielis übe. Darf er nach dem Ausgeben ein paar Übungen machen, wertet das das anschliessene Zergeln sehr auf, er leuchtet dann vor Freude über Lob und Spiel. Will wer anders mit ihm "nur" spielen, mag er nur halbherzig und verliert schnell die Lust daran.

    Während der Spaziergänge spiele ich nur wenig, weil er sonst zu fordernd wird und es in Trainingsspiel ausartet. Er soll aber auch einfach abschalten und erkunden.

    Ich habe in den letzten 5 Jahren allein unter meinen Hundesportfreunden 3 Tetanusfälle unter Hunden erlebt. Der erste Hund hat infolge TA-Fehldiagnose nur äußerst knapp überlebt. Die beiden anderen Hunde wurden von uns, da sensibilisiert, schnell erkannt und die TÄ explizit aufgefordert, auf Tetanus zu behandeln, von selbst sind die nicht darauf gekommen. Alle haben also überlebt, aber nach meinen Erfahrungen mit TÄ würde ich nicht darauf wetten, daß rechtzeitig die richtige Diagnose gestellt wird.

    Ich vermute, Tetanus ist weit häufiger Ursache für unerklärliche, mit Krämpfen verbundenen Todesfällen, als gedacht wird.

    Ich freue mich mit Dir, daß Dein Hund es geschafft hat!