Beiträge von Quarus

    Anfang 2014 ist für einen älteren Hund schon vergleichsweise lange her. Zudem muß die HI nicht linear fortschreiten, sondern kann sich auch sprunghaft weiterentwickeln. Leider. Ich habe es mit meinem Quarus 2014 durchgemacht. Da war leichtes Räuspern hin und wieder das erste Anzeichen.

    Ich würde zu einem Kardiologen gehen. Wenn schon eine beginnende HI im Dezember festgestellt wurde, kann die auch weiter fortschreiten. Das wäre mein erster Ansatzpunkt.

    Ein junger Hund der mal austestet, bekommt von mir eine angemessene Ansage, dass er so nicht durch kommt und dann gehts weiter im Text. Ich habe nicht nur Schoßhunde und komischer Weise hat sich da noch bei keinem einzigen ein unberechenbarer Beisser draus entwickelt, auch wenn das nach der Prognose mancher ja quasi zwingend so sein müsste. Im Gegenteil, eher sind bei mir interessanter Weise auch von andern als sonst absolut "heftige" Hunde beschriebene Hunde ziemlich problemlos, während die "hat alles einen tieferen Sinn, muss man kleinstschrittig Trainieren" Fraktion , teilweise ewig mit Hunden rumläuft, deren Problematik eher schlechter als besser wird. kann man sich auch mal fragen, obs da einen Zusammenhang gibt. (ja ich weiß, dass liegt daran das nur die die wirklich "Krassen" Hunde haben und alle andern nur Weichlutscher...)
    Bei einem Hund der wirklich schon ein gefestigtes Problem, sei es vielleicht auch aus Angst hat, kann das sicher wieder anders aussehen. Aber man muss auch nicht aus jeder Kleinigkeit ein absolut langwierig behandlungsbedürftiges Problem machen.

    Volle Zustimmung. Da habe ich ein schönes Beispiel vor Augen: 2 Hunde vergleichbarer Abstammung, Halbbrüder, auf Leistung gezogen. Der Ältere, jetzt 7 Jahre alt, ist mit unendlich viel Duldung jeder Lebensäußerung von klein auf erzogen worden. Für jede "Zumutung" (Anfassen, Platzwechsel, Tragen, Ohren-, Pfoten- Augenkontrolle, Wegnahme von irgendwas, Hinlocken, Weglocken usw.) gab es Leckerchen. Generell wurde alles vermieden, was den Hauch eines Konfliktes in sich barg. Es wurden kreative Vermeidungsstrategien ersonnen, um ja nie in die Situation zu geraten, ihn "negative Gefühle" entwickeln zu lassen. Er knurrt, wenn er sein Spielzeug hergeben soll - dann behält er es selbstverständlich und nächstes Mal respektiert man von Vornherein den 10 m Umkreis, den er um sein Spielzeug fordert. Wenn er den Schuh hatte und das Tausch-Leckerchen nicht wollte, dann hat er den Schuh eben zerkaut. Mit dem anderen Schuh wurde dann unter Einsatz von 1 kg Superleckerli dann Beutetausch geübt. Wenn er die Leckerlie nicht mehr mochte, war der nächste Schuh dran...

    Mit 3 Jahren war es soweit, daß der Rüde seine Leute voll im Griff hatte. Das umfassende Verständnis für sein Knurren und Zähnefletschen als legitime, berechtigte, "besitzerverschuldete" Kommunikationssignale hat dazu geführt, das er diese Kommunikation jetzt bei allen Gelegenheiten eingesetzt hat, die ihm im Mindesten gegen den Strich gingen. Man darf ihn kaum anfassen, ärzliche Behandlung quasi unmöglich, er verläßt kaum noch das Grundstück, weil er selbstverständlich das Anlegen der Leine und die Eingrenzung seines Aktionsradius als übergriffig empfindet. Fremde dürfen ihn weder passieren, noch angucken, geschweige denn anfassen. Null Frustrationstoleranz, was er will, das setzt er erfolgreich durch. Wie es ihm gelehrt wurde.

    Zweiter Halbbruder bekam von klein auf Grenzen gesetzt, mußte lernen, mit angemessener Frustration umzugehen, Selbstverständlichkeiten im Zusammenleben wurden nicht extra trainiert und belohnt, sondern nebenbei ohne Aufwand eingeführt und durchgesetzt. Ohne Gewaltanwendung, aber auch ohne Angst vor einem möglichen Konflikt. Wenn Konflikte auftraten, dann wurden sie mit der kleinstmöglichen Erregung geklärt. Hund auf Bett und will nicht runter? Runterheben und Abwehrzappeln oder Zwickversuche ignorieren, kein Geschimpfe, kein Geschrei, kein Zurückzucken, kein Leckerlie, "Nein" reicht. 10 mal, wenn es muß. Dafür viel gemeinsames Spiel und Aktivitäten, für die Regeln eingeführt wurden, deren Einhaltung dem Hund verläßlich Erfolgserlebnisse mit seinem Besitzer zusammen verschaffte. Dieser Halbbruder hat nicht nur einen festen Gehorsam, er besitzt ein tiefes Vertrauen zur Kompetenz und Freundlichkeit von Menschen und läßt sich selbst in Streßsituationen von Fremden (Tierarzt) behandeln. Und das trotz der Zumutung in Welpentagen, nicht in allem wie ein rohes Ei behandelt worden zu sein und Frustration, Mißerfolge, "Gewalt" erlebt zu haben. Aber immer auch Berechenbarkeit, Konsequenz, Maßhalten - was ihm Sicherheit vermittelte und sein Selbstvertrauen stärkte, durch angemessenes Verhalten ungewohnte Situationen beeinflussen zu können. Knurren und Beißen sind für ihn keine Option, sie waren nie zielführend.

    Ein dritter Halbbruder mit gleichem Vater ist nun bei einer Freundin eingezogen, ich habe keinerlei Bedenken, daß der Zwerg sich zu einem Problemhund entwickelt. Er wird mit Verständnis, aber auch klarer Rahmensetzung aufgezogen. Die Grenzen werden eingeführt und welpengerecht durchgesetzt, Konflikte weder "schöngefüttert", noch eskalierend geklärt. Knurren wird weder dankend zur Kenntnis genommen, noch verteufelt, aber abgestellt. Knurren ist keine Erfolgsstrategie, der Welpe wird bessere lernen.

    bordy, magst du es vielleicht nochmal sachlich versuchen?
    Der Text ist so von Unsachlichkeit durchzogen, dass es wenig Sinn macht, darauf einzugehen. :smile: Wobei auch vieles schon erklärt wurde, aber die "Gegenfraktion" dennoch immer nur das Gegenteil verstehen möchte.

    Ich erinnere mich bei solchen Threads auch oft an den Vorfall, als eine Userin ihren Hund geschlagen hatte und es im Forum dafür Beifall gehagelt hat. Die Ansage hat der Hund mal gebraucht! Ein paar Wochen oder Monate später war die Gewalt Alltag geworden.

    Der Vorwurf der Unsachlichkeit kommt immer gern, wenn nichts Substanzielles entgegnet werden kann. Zu Deinem Beispiel mit der Gewalteskalation: auch falsche Toleranz und vorgeschobenes Verständnis für Fehlverhalten, in Wahrheit pure Konfliktscheu, kann Gewalt Alltag werden lassen. In obigem Fall von Seiten des Hundes gegenüber seinen Besitzern.

    Ich denke, Du wirst dann besser jemanden mit einem hochgehaltenen Schild dabeihaben müssen, auf dem steht, dass es kein normales, sondern ein Signalhalstuch ist. Und was es bedeuten soll. Die Idee geistert seit Jahren durch Foren und hat sich nicht durchsetzen können. Davon abgesehen wünsche ich erst mal grundsätzlich keinen Hundekontakt und erlaube es auch meinem Hund nicht, bevor ich nicht mit dem anderen Hundebesitzer gesprochen habe. Für normale Höflichkeit braucht es kein gelbes Halstuch. Unhöfliche Leute würde es zudem eh nicht interessieren.

    Von RC zu rohem Fleisch, und das von jetzt auf gleich ist schon eine heftige Belastung. Nicht umsonst wird überall in der Tierhaltung ein LANGSAMER Futterwechsel als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt! Nur das "heilige Barfen" hat das nicht nötig.... :gott:

    Also geh besser einen oder zwei Schritte zurück, koche das leicht verdauliche (KEin Bindegewebe wie Euter, Lunge oder Knorpel etc.) Fleisch an, schneide es klein, vermische es mit reichlich magenschonendem, weichgekochtem Reis, schleimig gekochten Haferflocken oder feinem, frischem Kartoffelstampf und laß Deinem Hund ein paar Tage Zeit, daß sich Magen und Darm an die neue Form der Fütterung gewöhnen können. Wenn Gemüse, dann auch leicht gegart und püriert, und es schadet auch nicht, wenn Du mindestens zweimal täglich fütterst. So eine Mischung solltest Du auch ein paar Tage konstant geben und die Komponenten nur langsam wechseln.

    Für mich ist nicht eine bestimmte Summe Geld ausschlaggebend, sondern der unbedingte Wille, seiner Verantwortung für ein völlig abhängiges Tier nachzukommen, von dem man bisher seinen Nutzen (auch emotional) hatte.

    Ich habe ein paar Tausender auf der hohen Kante und kann ohne Einschnitte Geld für eine größere OP lockermachen, durch einen bescheidenen Lebensstil auch höhere laufende Kosten stemmen. Dafür verkneife ich mir auch das Pferd, das ich mein Lebtag lang haben wollte, große Reisen, schicke Wohnung, teure Events, luxuriöser Wagen. Gibts alles nicht, ich mußte schon paarmal schuldlos wieder bei nahe Null starten und sorge deshalb dafür, daß meine Tiere auf ein Polster vertrauen können. Das beruhigt mich auch.

    Wo eine Familie oder Kinder beteiligt sind, geht diese Ausrichtung natürlich nicht, oder wo objektive Gründe das Ansparen eines Betrages X verhindern. Auch diese Menschen haben ein Anrecht darauf, im Rahmen des Vernünftigen die Freude der Hundehaltung erleben zu dürfen.

    Was ich aber absolut nicht tolerieren kann, ist eine "Nach mir die Sintflut"-Mentalität, wenn nur im Augenblick gelebt wird und die Vorsorge nicht mal gedanklich durchgespielt wird. Wenn es einfach keinen Plan B gibt, falls eine akute größere Ausgabe infolge Krankheit oder Unfall des Hundes erforderlich wird. Wenn Viech auf Viech angeschafft wird und das große Heulen losgeht, weil die Spielzeuge es wagen, "kaputt" zu gehen. Wenn Krankheiten einfach negiert werden, um vom eigenen Unvermögen und Desinteresse abzulenken. Wenn nicht mal der Wille da ist, seinem kranken Tier wirksam zu helfen - und wenn es im Extrem das Beenden seines Leidens ist.

    Da gibt es für mich keine Entschuldigung, DAS ist das Mindeste, was ein Tierhalter bringen MUSS. Ganz unabhängig davon, was er für teure Behandlungen bezahlen kann oder nicht. Er muß WOLLEN und sich KÜMMERN.

    Ich habe bei meinem alten Schwerenöter Lieblingsfleischwurst gekauft und das Fangen von Würfel gelehrt. Als die Gier und Erwartungshaltung konstant hoch war, kam in das mittlere Würfelchen eine kleine Tasche und da rein die Tablette.
    Hapshapshaps - Tablette im Hund.

    Das Bosch finde ich keine wesentliche Verbesserung. Und ich halte auch nichts davon, einem wachsenden Hund das Protein erstens sehr knapp berechnet und dann noch in bescheidener Qualität zuzuführen, wie es im Bosch zu finden ist. Ein junger Hund muß Leistung bringen, nämlich Wachstum, Körperaufbau, und diese Futter sind für den Erhaltungsbedarf wenig aktiver erwachsener Hunde konzipiert.

    Protein führt nicht zu überschießendem Wachstum, das tut ein Energieüberschuß.