Beiträge von Quarus

    Ist mittlerweile leider ziemlich normal. Auch der Boxer ist (mittlerweile) eine Qualzucht.

    Nein. Der Boxer ist eine der wenigen Rassen, bei der Leistungsforderungen zur Zuchtzulassung gehören. Da sollten andere Rassen erst mal hinkommen, bevor ausgerechnet eine Rasse mit obligatorischer Ausdauerprüfung am Fahrrad für ALLE Zuchttiere in die Qualzuchtecke gestellt wird.

    Das ist wohl vereinsabhängig. Ich kenne Beispiele, wo mit vereinsfremden Hunden durchaus gezüchtet wurde. In einem speziellen Fall ist der Züchter aber wieder zurück in seinen Ursprungsverein, weil ihm die allgemeinen Zuchtanforderungen, die eben ALLE Züchter und ALLE Zuchttiere erfüllen müssen, zu hoch waren.

    Man kann mehr unterschiedliches Erbgut kombinieren.

    Wenn man z.B. nur eine zuchtwertvolle Hündin hat und die nicht ausbeuten will, kann sie pro Jahr nur Nachkommen nach einem Rüden haben. Davon aber u.U. bis zu 12. Da macht es (theoretisch) Sinn, die (theoretische) Hälfte des Wurfes von einem anderen Rüden zeugen zu lassen.

    Ob das in der Realität klappt? Ich habe noch nichts davon gehört....

    Verdrängungszucht kenne ich nur aus der Nutztierzucht. Da geht es nicht darum, einzelne Merkmale zu übernehmen (das wäre Veredelungszucht), sondern durch ständige Zuführung des Erbgutes der neuen Rasse das Erbgut der alten Rasse "auszulöschen".

    Verdrängungszucht ist eine langsame, aber bedeutend billigere Methode der Umstellung der Zucht auf ein neues Zuchtziel, weil die alte Rasse quasi die "Muttergrundlage" liefert. Es reichen relativ wenige, stark eingesetzte Vatertiere, man muß nicht den gesamten Zuchtstamm unter enormen Kosten komplett austauschen. Dafür dauert die Umstellung auf die neue Rasse entsprechend länger. Die weiblichen Kreuzungsnachkommen werden immer wieder mit den männlichen Tieren der neuen Rasse verpaart.

    Das wurde z.B. mit dem Schweren Warmblut der DDR versucht, es gab Befehl, keine Stute mehr mit entsprechenden Hengsten zu verpaaren, sondern NUR mit fremdrassigen Hengsten. Über mehrere Generationen wäre das Erbgut des Schweren Warmblutes bis in den niedrigen Prozentbereich "verdrängt" worden durch das "edlere" Blut, mit dem die komplette Umzüchtung zum Sportpferd gelingen sollte.

    Es erklärt, warum diese Zuchtmethode in der hobbydominierten Hundezucht nicht angewendet wird. Es soll keine Rasse genetisch "ausgelöscht" werden, sondern erhalten und entwickelt.

    Ich sehe es wie Claudandus. Sie ist wunderschön trocken und gut bemuskelt. Die Hüfthöcker spitzen nicht heraus, auch der Rücken ist bemuskelt, man sieht keine Wirbel hervorstehen. Für einen jungen, gesunden, großen Hund im Kurzhaar die ideale Kondition.

    Jedes Kilo Schwabbel wäre zuviel. Höchstens zum Winter zu würde ich ein Pfund Speck auffüttern.

    Ich habe vor 25 Jahren die Definition gelernt "Inzucht ist die Verpaarung zweier Tiere, die enger miteinander verwandt sind als der Durchschnitt der Population.". Das ist für mich eine eingängige Erklärung gewesen. Demnach ist dann Inzest als Verpaarung von Verwandten 1. Grades die engste Form der Inzucht, und Linienzucht eine weite bis sehr weite Inzucht.

    Ich habe nach mehreren Outcross-Hunden jetzt einen Hund aus Halbgeschwisterverpaarung. Der ganze Wurf ist robust, gesund und leistungsfähig. Hätte ich aber einen gleichwertigen Wurf ohne Inzucht gefunden, wäre ich das Risiko nicht eingegangen.

    Das Lahmen kann auch eine andere Ursache als ED gehabt haben. Das ist doch bis jetzt alles Spekulation und Reinsteigern. Am 15. Ist Untersuchung. Dann weiß man genaueres. Von einem Hund bei so dünner Faktenlage abzuraten und den Keim des Zweifels zu säen, finde ich unfair dem Tier und dem TE gegenüber.