Beiträge von Quarus

    Das ist in meinen Augen genau das Szenario, das ich seit Jahren befürchte. Erst wurde der Wolf romantisiert und verklärt, weil er uns von den Sünden der Naturzerstörung durch sein Wiedererscheinen reinwaschen soll. Und natürlich wird ein solcher "Heilsbringer" auf keinen Fall was "Böses" tun! Im Gegenteil, man wird ihn gar nicht bemerken!

    Diese These wurde mit jedem Riß und jeder Sichtung in Siedlungsnähe wiederlegt. Jetzt ist die Glaubwürdigkeit der "Wolfsexperten" beschädigt, dem Wolf wird alles zugetraut und auch untergeschoben, die Stimmung kann kippen wie beim Problembären. Wie der geendet hat, wissen wir ja.....

    Eine Kollegin von mir (Hundeanfängerin) hat einen Hovawart aus sehr guter Zucht. Die Hündin ist mittlerweile 3 Jahe und sehr gut in die Familie integriert. Ausser Welpen- und Junghundekurs wurde nichts sportlich gemacht. Sie wird aber konsequent und liebevoll von der ganzen Familie, auch den Teenie-Töchtern geführt und beschäftigt. Die Familie und ihr Hund scheinen sehr glücklich miteinander zu sein.

    Das fängt schon mit dem unsäglichen Papierkrieg an, der hier geführt werden muss, um einen Wolfsriss bestätigt zu kriegen, was Voraussetzung für eine Entschädigung wäre. Dazu die ewig lange Entscheidungsfrist. Und die Verhöre, die überstanden werden müssen, damit der Geschädigte beweist, nicht selber "schuld" zu sein. Wie auch hier im Forum ja oft zu hören ist. Ein Kollege von mir hat den Riss gleich gar nicht gemeldet, um sich wegen der paar erwartbaren Kröten nicht in wochenlangen Schriftverkehr zu verlieren, sondern hat seine paar Hobbyschafe eben abgeschafft.
    Und natürlich müssten von Beginn an die Mehraufwendungen vergütet werden, in voller Höhe, nicht nur Peanuts nach Kassenlage. Ohne demütigendes Bittebitte und Rumfeilschen. Hier im benachteiligten Gebiet wäre z.B. ein Sockelbeitrag für Viehhalter denkbar, ergänzt um eine flächenbezogene Prämie. Damit könnten die betroffenen Landwirte selbst entscheiden, ob sie das Geld in die Prävention stecken oder ihren Schadenersatz daraus finanzieren.

    Notfallplan

    Auf einmal ist es also ganz normal, daß der ach so scheue Wolf sich typischerweise sichten läßt. :???: Jahrelang hat man den Leuten das genaue Gegenteil in die Köpfe gehämmert.

    Ich sehe schon am Horizont aufdämmern, daß Haustierriesse auch als "völlig normal und erwartbar" deklariert werden, wenn sich Häufungen nicht mehr unter den Teppich kehren lassen.

    Besser statt eines schnell zusammengezimmerten "Notfallplanes", der suggeriert, daß die Probleme ABSOLUT nicht vorhergesehen werden konnten, wäre es gewesen, von Beginn an keine falschen Erwartungen zu schüren. Damit wäre dem Wolf langfristig mehr geholfen.


    vielleicht wird es einige höhere Kosten geben , möglicherweise sogar der eine oder andere seinen Job verlieren ( was ich nicht bagtellisieren will), aber hier ist keiner in seiner materiellen Existenz bedroht( wie in Drittweltländern von denen erwartet wird das sie ihre Tierwelt mit erheblich gefährlicheren Beutegreifern schützen) und seltsam nachdem sich in der Lausitz genau dieselbe Panikmache abgespielt hat wie jetzt in Niedersachsen , hat man sich dort jetzt recht gut mit dem Wolf arrangiert

    Genau das meine ich: dieses Kleinreden a'la: ist doch nicht so schlimm, wenn andere ihren Job verlieren, geht ja nicht um die Existenz, woanders klappt es auch, stimmt ja alles gar nicht, macht der Wolf nicht usw.

    Das löst nicht EINES der aktuell auftretenden Probleme, sondern wiegelt nur so lange ab, bis das Problem eine Dimension erlangt hat, wo es nicht mehr negiert werden KANN. Nur, dann wird es zu spät sein, weil die Stimmung sich dann ganz schnell gegen den Wolf wenden wird. Dann haben wir Problembär Bruno 2.0.

    Eltern, die in Nachbarschaft ihres Kindergartens eine Wolfsichtung machen, egal wie harmlos der Wolf daherkommt, braucht keiner mehr zu erzählen, was für ein scheues Tier der Wolf ist!

    Landwirten, die vor ihrem gerissenen Schaf, Kalb oder Fohlen stehen, ist es wurscht, ob "die Experten" die Hauptbeute des Wolfes in Reh und Mufflon sehen.

    Spaziergänger mit Hund, die ein Wolfsrudel treffen, interessiert es nicht, daß die Theorie besagt, Wölfe würden niemals Menschen angreifen.

    DAS ist die Realität der letzten Wochen. Und sie stimmt immer weniger mit der Theorie überein, die Wolfsexperten seit Jahren unter die Leute streuen, um dem Wolf ein persilreines Image zu verschaffen. Der Wolf ist nicht ausgerottet worden, weil er so niedlich ist. Es gab schon vor 200 Jahren Probleme, bei viel geringerer Bevölkerungsdichte und größerem Naturraum, als heute, mit 82 Millionen samt ihren Siedlungsräumen, Verkehrswegen, Freizeitaktivitäten. Vielleicht fangen wir mal an, uns einzugestehen, daß es Konflikte gibt, die sich nicht wegreden lassen.

    Ja, kann sein. Ein Arbeitskollege hatte vor einigen Jahren so einen Junghund vom Schäfer übernommen. Zum ausdauernden, zuverlässigen Hüten war er nicht geeignet, vom Kontrollieren, Zusammenhalten und "Griff"-Versuchen an Jedermann aber nicht abzubringen. In dem Falle war es ein geringes Problem, da er als Hofhund gebraucht wurde und seine Aufgabe erfüllen konnte (meins wäre diese Haltung aber nicht gewesen!). Als Sport- oder Rettungshund, womöglich noch in städtischem Umfeld mit vielen Reizen, wäre man mit der Hündin aber absolut nicht glücklich geworden. Und hätte ihr auch keinen Gefallen getan.

    Gestern habe ich wieder mal Gelegenheit gehabt, einen Schäfer zu beobachten. Die Herde beweidetete einen schmalen Trockenrasen (Steilhang) und die Hunde wehrten unermüdlich vor der Straße.

    In mir sträubt sich alles, diese großartigen Arbeiter (Fuchs und Schwarzer) als "schicke Exoten" beim Rettungshunde-Spielen und Schutzhunde-Spielen vertändelt zu sehen.

    Bitte nicht mißverstehen: Rettungshunde-ARBEIT und Schutzhund-SPORT ist anspruchsvoll; da probiere ich aber nicht mit hochspezialisierten Rassen den Fun-Faktor dran aus.... Da wäre der "langweilige DSH" oder eine andere Gebrauchshundrasse, die viele Sportler oder Rettungshundeleute führen, die geeignetere Wahl. Auch wenn man sich dann nur durch Leistung und nicht durch Exclusivität des Hundes aus der Masse abheben kann!

    Es wird auch eine haftungsrechtliche Komponente haben, daß das Eigentum an Tieren nicht einfach durch Aussetzen aufgegeben werden kann und die "Sache" herrenlos wird.

    Denn wer könnte dann noch als Tierhalter zum Schadenersatz verpflichtet werden, wenn durch so ein Tier ein Schaden entsteht? Sei es durch Biß, durch Verursachung eines Unfalles, durch Hetzen von anderen Tieren etc.

    Indem die Herrenlosigkeit nicht eintritt, bleibt der Eigentümer nach wie vor haftbar. Egal, ob entlaufen oder ausgesetzt. Die Kosten sind dann vom ihm zu tragen.

    Die andere Seite ist der Tierschutz, nach dem ihm das Tier entzogen werden könnte.

    @Quarus

    Sie wird ranzig, aber nur von außen, kann man ohne weiteres abschneiden zumal sie dann meistens auch zerläuft und nicht ideal gelagert ist.
    Butter ist auch etwas, was gekühlt gehalten werden sollte und da sind 3 Monate über das MHD kein Problem ohne ranzig zu werden.

    Mich würde bei der Butter die offen steht eher die ganzen Hundehaare und der Staub der sich darauf nieder lässt stören. Aber jedem das seine ;)

    Jetzt will ich Dir mal was sagen!

    IN MEINER KÜCHE KANN MAN VOM BODEN ESSEN! :rotekarte:

    (man findet immer etwas) :lachtot: :hurra: =)

    Ja gekühlt oder eingefroren ist Butter auch ohne Zusatz von Antioxidantien lange haltbar. Deshalb würde ich bei Trockenfutter keinen Wert auf ein langes MHD legen (ein Jahr oder mehr! :ka: ), sondern eher Futter mit kürzerer Haltbarkeit frisch kaufen und bei großer Menge lieber unterteilen und einfrieren. Kleine Hunde bekämen bei mir aber eher kein Futter aus einem ein halbes Jahr offenstehenden 15 kg Sack.

    Naya man muss aber auch Logisch denken, will ich Wachtrieb ist es logisch das da Schutztrieb kommt.
    Sonst ist es eine Luft Nummer


    Ist nicht gesagt. Das "Bewachen" durch Bellen ist häufig auch bei sehr unsicheren, ängstlichen Hunden zu finden. Die brauchen deshalb noch lange nicht die Nerven haben, aktiv "schützen" zu wollen, wobei ich den "Schutztrieb" sowieso für ein nebulöses Gebilde halte. Oft wird eher ein Vorwärtsgehen aus Angstaggression sein.