Beiträge von Quarus

    Früher, in "jungen Jahren", hatte ich schon den Anspruch, mein Hund muss gehorchen, ohne Ausnahmen. Ich habe viel in Alltags- und Ausnahmesituationen trainiert. Jetzt, nach 40 Jahren und dem 6. Boxer, hat sich das relativiert. Canto wäre gern eine kleine Jagdsau, nicht gut in wildreichem Gebiet. Früher hätte ich es ihm erzieherisch "ausgetrieben", da es aber keine 100 % Sicherheit gibt, hätte ich bei Freilauf im Wald immer noch Dauerstress. Jetzt stresse ich mich und ihn einfach nicht, und er bleibt an der Flexi. Zeigt er Wildspuren an, gut, akzeptiert, und weiter geht es. Ich setze einen Rahmen, der ist recht weit, und innerhalb dessen arrangieren wir uns und treffen uns da, wo es für uns beide ein Minimum an Anstrengung erfordert. Das ist einfach, da Canto ein nervenstarker, freundlicher zugewandter Hund ist, der seine Umwelt sehr positiv sieht und auch nur positive Rückmeldungen erhält.

    Der Hundesport hat mit diesem Alltagsleben Berührungspunkte, aber ist eben unser Hobby, für das wir uns beide anstrengen und eine eigene Motivation haben. Ein "Gehorsam" im Hundesport ist anders aufgebaut und nahe an den 100 % bzw. wird stetig angenähert, ist aber eigentlich auch eine Gemeinschaftsleistung von uns beiden, da es an mir liegt, es so zu vermitteln, dass Canto versteht und will. Also, genaugenommen, auch fiftyfifty.

    Ich bin ganz bei terriers4me. Wenn jetzt als akzeptabel gelten soll, bereits innerhalb menschlicher Siedlungen aufzurüsten wie im Mittelalter, und jeden Hof zu einer Wehrburg auszubauen, ist eine Grenze überschritten. Das hat nichts mehr mit Herdenschutz zu tun, das ist Selbstaufgabe. Wölfe haben im Umfeld menschlicher Siedlungen nichts zu suchen. Ich weigere mich, das als zukünftige Normalität anzusehen. Es muss dringend auf Scheuheit selektiert und auffällige Rudel abgeschossen werden. Vor wenigen Jahren hätte es noch gereicht, einzelne Tiere zu entnehmen. Je länger gewartet wird, um so schlimmer werden die Eingriffe in die Population sein müssen. Und das tut mir auch für den einzelnen Wolf leid, der nichts dafür kann. Früher wurde mit Wolfsgruben, Gift, Treibjagden gearbeitet, um die Wölfe auszurotten. Ich möchte nicht erleben, dass diese tierschutzrelevante "Schädlingsbekämpfung" wieder aufgenommen wird, weil alle milderen Mittel konsequent verschlafen wurden.

    Wir haben Librela schon Mal vor 2 Jahren versucht. Da brachte es leider keine wirkliche Verbesserung.

    Jetzt lahmt Shira wieder häufig und wir haben einen alten (mind. 6 Jahre her) Bruch in einer Zehe gefunden. Drum herum natürlich Arthrose und vermutlich eine Entzündung. Jetzt versuchen wir es noch einmal. Hat jemand damit bereits Erfahrung?

    Ich habe Librela bei Matti ausprobiert, als es noch ganz neu auf dem Markt war, tatsächlich war die TÄ ganz heiß darauf, endlich einen Versuchskandidaten zu finden! :hurra: Leider brachte es keine Verbesserung der Arthrose, so daß ich nach einer Widerholungsspritze aufgab. Ein halbes Jahr später hatte sich die Situation verschlimmert, und ich machte noch einen Versuch, um die magenbelastenden Medikamente absetzen zu können. Erstaunlicherweise schlug Librela jetzt sehr gut an und bescherte Matti noch ein gutes halbes Jahr, bis per Zufallsbefund nach massiver Verschlechterung Knochenkrebs entdeckt wurde und ich ihn gehen lassen mußte.

    Eine Rinderhalterin erzählte, ihre Jungbullen wären in Panik vor dem Wolf aus ihrer Weide ausgebrochen, auf die Bundestrasse geprescht und dann bis auf den Hof gerannt. Sie waren nicht mehr zu bewegen, in die Nähe der Weide zurückzukehren. Reines Glück, daß kein schwerer Unfall daraus resultierte. Die Bullen jedenfalls haben es vorgezogen, sich nicht der potentiellen Gefahr zu stellen. Bei Mutterkühen mit Kälbern mag das anders aussehen, zumal, wenn ein Bulle mitläuft. Aufgeregte, aggressive Kühe sind dann aber auch für Menschen im Umgang nicht ganz ohne.