Beiträge von Quarus

    Das tut mir leid. Ja, Recht haben und Recht bekommen sind in unserem RECHTSstaat zwei verschiedene paar Schuhe, das mußte ich auch schon feststellen. Oft setzt sich der durch, der am dreistesten die Wahrheit verbiegt und am lautesten schreit.

    Mir hat einer vor 2 Wochen den Außenspiegel abgefahren. Da stände auch Aussage gegen Aussage, also schluck ich meinen Ärger, bin froh, daß der Verursacher nicht den Spieß umdreht und mich beschuldigt und trage die Reparaturkosten selbst. Schönes Weihnachtsgeschenk....

    In Eurem Fall ist es ja eine ganz andere Hausnummer, eine heftige Körperverletzung. Wenn schon da kein Interesse an Aufklärung und Sanktionierung besteht, gibt mir das ganz schön zu denken.

    Deiner Mutter und Dir wünsche ich, daß Ihr diesen Vorfall gesundheitlich und emotional verarbeiten könnt und einen Guten Start ins neue Jahr habt!

    Wegen der Entfernung und Arbeit arbeite ich größtenteils zu Hause. Auf den Platz schaffe ich es nur Sa. UO wird alles in reizarmer Umgebung (beim Welpen/Junghund meist mit Futter und in der Wohnung) erarbeitet und erst bei genügender Verknüpfung dann mit zunehmend höherer Trieblage (Tempo) auf dem Platz abgefragt. Ich berate mich allerdings auch zwischendurch viel mit Sportfreunden, und auf dem Platz hat der AW immer 4 Augen drauf. Fährte mache ich unter der Woche auch allein, das stört mich eigentlich am meisten. Da brauchte ich jemandem, der mich etwas motiviert und wo ich etwas Austausch habe. Abt. C ist natürlich ohne Helfer nur eingeschränkt allein zu arbeiten, zum Glück sitzen die Griffe und die Triebwechsel von klein auf auch jetzt bei Matteo gut, nur der Gehorsam muß immer wieder gefestigt werden. Wir hatten ein langes Problem mit Belästigen im Versteck und mangelhaftem Verbellen, ersteres war nur auf dem Platz zu bearbeiten, letzteres habe ich allein hingebracht.

    Aber trotz zweier Qualis dieses Jahr wird Matteo wohl nicht auf einer LGA starten - es fehlt uns einfach Zeit und Gelegenheit zum Trainieren. Da reicht einmal HuPla pro Woche einfach nicht aus.

    Kam und kommt bei Meinen immer darauf an, was gerade knapp war. Füttere ich drei Tage lang üppig Pansen, wird am vierten Tag das trockene Brötchen dem Pansenlappen vorgezogen. Gibt es mal eine paar Tage kein Obst, reißt mir Matti die Banane oder Wassermelone aus der Hand und läßt das gewolfte Fleisch dafür eine Sekunde stehen.

    Generell wird einfach alles gefressen, die höhere Akzeptanz zeigt sich nur in der Zeit des Napfpolierens nach Ende der Mahlzeit. Gestern gab es z.B. Bratenreste von der Ganz zum Aromatisieren, deshalb ist der Edelstahlnapf eine halbe Stunde bearbeitet worden.

    Ich habe ja so die Vermutung, daß diese auch Ängste zunehmen, weil Hundephobie zunehmend gesellschaftlich salonfähig wird. Früher hätte jemand mit Hundephobie diese versucht zu unterdrücken und daran zu arbeiten, weil sie möglicherweise als übertrieben angesehen wurde und dem Ansehen schadete. Heute neigen manche (nicht alle!) dazu, sie regelrecht zu zelebrieren, weil Hunde in den Medien häufig nur im Zusammenhang mit Beißvorfällen etc. vorkommen. Oder als Therapiefälle, weil unberechenbar. Religiöse Dogmen tun ihr Übriges. Als Hundehasser oder Hundephobiker fühlt man sich einer zunehmend akzeptierten Gruppe zugehörig und braucht seine negativen Gefühle nicht mehr zu unterdrücken oder sie zu hinterfragen.

    Anders bei einer Abneigung gegen Kinder - die mag noch so tief sitzen, es ist jeder gut beraten, sie im gesellschaftlichen Umfeld nicht bekannt werden zu lassen, weil sie der political correctness widerspricht.

    Weil ich ein braves Mädchen war, habe ich mich zu Weihnachten mit Vero Shaws "Das illustrierte Buch vom Hunde" in deutscher Erstausgabe von 1883 selbst beschenkt.

    Und dieser berühmte englische Züchter schreibt folgendes:

    "Die Hauptsache beim Füttern sind erstens gesunde, kräftige Nahrung und zweitens Abwechslung. Wir sind entschieden dafür, daß Hunde nicht ausschließlich mit Fleisch gefüttert werden. Eine solche Kost ist unrathsam, da dieselbe den Hund zu sehr erhitzt und bei Jagdhunden dem Spürsinn schadet. Zwei- oder dreimal wöchentlich jedoch sollte ein Hund Fleisch bekommen, außer dem Mehl oder den Hundekuchen, die seine regelmäßige Kost bilden. .... Wenn weiche Nahrung gegeben wird, ist es gut, gekochtes Gemüse damit zu vermischen, da dies das Blut reinigt und den Magen und die Gedärme in gutem Zustand erhält. ... Für die meisten Hunde, die im Hause leben, genügt es, wenn Fleisch ein Viertel bis ein Drittel ihrer Nahrung bildet, das Uebrige sollte aus Brodkrumen, Gemüse, Kartoffelmus, Gebäck usw. mit ein wenig Bouillon bestehen."

    Dieser Auszug und weitere im Text eingestreute Sätze machen deutlich, daß die Frage nach dem Verhältnis der Futtermittel zueinander,ihre Verträglichkeit und dem Bedarf des Hundes schon früh diskutiert wurden. Interessanterweise führt Shaw als Folgen einer zu hohen Fleischgabe an anderer Stelle Pfotenjucken, Ohrenkratzen, entzündliche Vorgänge auf der Haut, Verdauungsbeschwerden und schlechtere Kondition an. Genau das, was man heute als "Allergie" oder Unverträglichkeit bezeichnen würde!


    Enthalten ist auch ein Wochen-Futterplan für größere Zwinger, der auf Hundekuchen, Hafermehl, Fleisch, Gemüse und Knochen basiert.

    Wenn man bedenkt, daß Futtermittelanalysen und Forschungen zur Ernährungsphysiologie noch ganz am Anfang standen und diese Empfehlungen rein aus 50 Jahren Erfahrungen als Züchter von Rassehunden im 19 Jhd. resultieren, finde ich die Parallelen zu heutigen Fragestellungen schon erstaunlich!

    Ich würde Dir empfehlen, Dich erst mal anhand von Fachliteratur in das Thema "Ernährung von Hunden" einzulesen, bevor Du Experimente an Deiner Hündin anstellst.

    Irgendwas reinzuschieben, weil dieser oder jener, der auch erst seit gestern vom Trockenfutter abgekommen ist, es als Neubekehrter empfiehlt, kann Deiner Hündin sehr schaden. Und solange Du die Kriterien nicht selbst kennst, was ein gutes Futter ausmacht und welchen Bedarf Dein Hund hat, werde ich mich hüten, da zu raten!

    Von Zentek gibt es noch "Hunde richtig füttern", eine kleine Broschüre, die kompakt das Basiswissen zur Fütterung enthält. Da drin sind einige Tabellen mit Angaben zum Nährstoffgehalt und auch Verdaulichkeit, so dass man Nahrungs- und Futtermittel besser beurteilen kann.

    Leguminosen haben eine relativ schlechte Verdaulichkeit und biologische Wertigkeit ihres Proteins, was logisch ist, da eine Bohne doch evolutionär weiter vom Hund entfernt ist, als z.B. ein Rind oder Schwein. Die Aminosäurenzusammensetzung entspricht weniger dem Bedarf des Hundekörpers, was es notwendig macht, bedeutend grössere Mengen zur Bedarfsdeckung einzusetzen. Bei Hunden mit Empfindlichkeit gegen überhöhte Proteinzufuhr ist das absolut kontraproduktiv.

    Hochverdaulich ist Muskelfleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte, auch einige Organe wie Herz, Leber, Niere und die Vormägen von Widerkäuern. Aber da gibt es individuelle Verträglichkeiten, viele Hunden mögen z.B. keine Leber oder reagieren auf diese und auf Milchprodukte mit Durchfall. Muss man austesten.

    Ganz grob:

    Schutzdienst: umgangssprachliche Bezeichnung der Abt. C der

    SchHP - Schutzhundprüfung, alte Bezeichnung
    VPG - Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde, neuere Bezeichnung
    IPO - Internationale Prüfungsordnung, aktuelle Bezeichnung

    Alle 3 Prüfungsarten bestehen aus Abt. A (Fährte), Abt. B (Unterordnung), Abt. C (Schutzdienst) und unterscheiden sich infolge Weiterentwicklung etwas voneinander.