Beiträge von Quarus

    Ich würde befürworten, daß eine erfolgreich abgelegter Hundeführerschein oder Volkshochschulkurs oder eine BH etc. zu einer Verminderung der Hundesteuer führt. Als freiwillige Leistung beider Seiten.

    Als Methode der Gängelung und "Abschöpfung" aller Hundehalter lehne ich ihn ab. Was denn noch für Nanny-Bestimmungen durch den Staat? Als nächstes eine "Ernährungsprüfung", um dem Übergewicht entgegenzuwirken und zwangsweise Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, wenn man nicht besteht?

    Ich sehe nicht ein, mich vorbeugend für das mögliche Fehlverhalten anderer drangsalieren zu lassen. Es gehört zur persönlichen Freiheit dazu, Fehler machen zu können. Auch wenn das in Bezug auf Hunde erst mal bitter sein kann. Vorbeugend den Bürger aber wie ein dummes Kind zu behandeln, das um Erlaubnis fragen und Prüfungen ablegen muß, wenn es sich einen Hund anschaffen will, hat nichts mit einem demokratischen Staatswesen zu tun.

    Das klingt für mich nach einer ungesunden Abhängigkeit. Gibt es denn etwas, wo Euer Hund Freude und Beschäftigung ohne Euch hat? Hat er z.B. Hundefreunde, mit denen er selbstvergessen regelmässig toben kann?Zeigt er draussen Erkundungsverhalten? Nimmt er unbefangen Kontakt zu anderen Menschen auf?

    Meine Idee wäre, vorrangig eine gewisse Unabhängigkeit zu fördern. Weniger Aufhebens um den Hund machen, ihn weniger in den Mittelpunkt stellen, nicht ständig jeden Wunsch erfüllen, dafür mehr hündisches Leben ermöglichen, mit Spielzeug, Freunden, Abenteuern, die ihn an der Bewältigung ohne Betüdelung als kleines süsses Hundchen wachsen lassen. Dann hat es Sinn, an dem Kontrollwahn, der wirklich aus Angst und Stress resultieren kann, zu arbeiten. Aber erst sollte die vermutete ungesunde Bindung auf ein gesundes Mass reduziert werden.

    Die Jutedinger waren vor 20 Jahren das einzige, was es als Beißwurst gab. Und schnell zerfleddert. Dann kamen die Beißwürste aus gefülltem Feuerwehrschlauch auf. Die waren um Längen besser. Woher die aktuellen Beißwürste stammen, kann ich nicht mal sagen. Gappay? Frabo? Wir bestellen immer eine Ladung allerlei Halsbänder, Leinen und Beißwürste vom Verein aus, und jeder, der was braucht, sucht sich das passende raus.

    Dumm würde ich Boxer nun auch nicht nennen. Eher - anders begabt. Gestern war Vereinsversammlung, wie immer wurden die Eigenarten der Lieblinge verglichen.

    Einer z.B. hat Order, nicht so früh zu stören. Macht er auch nicht. Er steht nur vor dem Bett seiner Menschen und guckt angestrengt gequält, bis die vom Laserblick wach werden. Aber nie würde er bei Verbot einfach aufs Bett hopsen!

    Meiner bettelt nicht, nein, das tut ein wohlerzogener Hund einfach nicht! Aber er sitzt abseits da, mit einer abgrundtiefen Traurigkeit und Resignation in den Augen, daß einem der Bissen im Hals stecken bleibt.

    Ein dritter kann so schwer seufzen, als ob die Last der Erde auf ihm läge, wenn er möchte, daß ihm eine Tür geöffnet wird. Selbst aufmachen ist nicht nötig zu lernen, Mensch springt ja schon.

    In der Ausbildung verlangen sie einem schon wahnsinnig viel Selbstbeherrschung und Humor ab. "Das hat er ja noch nie gemacht!" stammt bestimmt von einem Boxerbesitzer. Ich habe schon Dinge erlebt, da gibt man entweder den Hundesport auf oder begreift ihn als "der Weg ist das Ziel".

    Die Berufsschäfer sitzen halbe Tage im Büro und füllen Kontrollmeldungen für alles und jedes aus. Die Herde, gewöhnlich über 1000 Schafe, will auch versorgt werden. Und dann noch den Wolfswächter spielen und nachts am Lagerfeuer sitzen? Das war einmal....

    Neben den irgendwie immer nassen, schlabberigen Beißwürsten arbeite ich mit Schlauchstücken aus dem Supermarkt. Da gibt es recht steifen, dabei aber auch stabilen und elastischen Schlauch von der Rolle, den man sich in der passenden Länge (nicht zu knapp) abschneiden kann. Wenn man mehrere von diesen Stücken hat, kann man über Beutetausch auch prima das Aus und die Orientierung auf den HH aufbauen.

    wo wohnst du denn? zumindest in den Mittelgebirgen gibt es genug zusammenhängende Wälder

    Das sind aber weitestgehend Nutzwälder. Meistens fallen sogar mehrere Nutzungen zusammen. Und sie sind zerschnitten, was immer schlimmer wird. Das setzt schon den Tieren massiv zu, die bisher mit dem Zivilisationsdruck zurecht kamen. Wölfe können gar nicht anders, als analog zu den Wildschweinen zu Kulturfolgern zu werden. Schlicht, weil die Besiedlungsdichte mit all ihren Folgen keinen reinen Naturraum in entsprechender Größe übrig gelassen hat.

    Wer in der Stadt wohnt, sieht freilich erst mal Bäume und Wald. Aber das ist viel Illusion.

    DAS Welpenfutter gibt es sowenig wie DAS Erwachsenenfutter.Platinum z.B. unterscheidet sich relativ wenig vom Adultfutter, nur die Kräuterzusätze waren "zu meiner Zeit" im Adult ausschließlich drin. Ein solches Futter kann man dann durchaus länger geben. Anders ist es, wenn das Welpenfutter z.B. über 30 % Rohprotein hat und das anvisierte Adultfutter die Magervariante mit 20 % ist. Hier mußt Du schon genauer abwägen, welches Futter den augenblicklichen Bedarf besser deckt.

    Der Umstieg auf ein qualitätsvolles Adultfutter kann recht früh erfolgen, mit dem auf ein unterdurchschnittliches Futter würde ich warten, bis die Hauptwachstumszeit sicher abgeschlossen ist.

    Ganz ehrlich gesagt: die hellsten Kerzen auf der Torte sind Boxer...... NICHT. Bissken lange Leitung in vielen Sachen. Keine Künstler, Intellektuelle oder sonstige Kreative. Eher einfach gestrickte Gemüter.

    Mich erinnern viele Boxer, meine eingeschlossen, eher an Forrest Gump. Grundehrlich, unendlich loyal zu ihren Freunden, begeisterungsfähig, ein bißchen naiver Blick auf die Welt, im besten Sinne ein kindliches Gemüt. Und das ist es, was sie für mich so liebenswert macht, dass ich ein paar fehlende IQ-Punkte gern in Kauf nehme.