Hast Du mal den Schnauzer in Betracht gezogen? Klein- und Mittelschnauzer sind patente, temperamentvolle, selbstsichere und begeisterungsfähige Hunde, die nicht jeder hat.
Beiträge von Quarus
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Ich denke, da sind verschiedene Sachen vermischt. Das eine ist die Einfuhr des Hundes, warum sollte ein Hirtenhund nicht eingeführt werden dürfen? Vor zwei Jahren galt auch die Regelung mit Mindestalter plus erfolgter Tollwutimpfung noch nicht, und ob man dem Besitzer daraus jetzt einen Strick drehen kann, daß vor 2 Jahren da was nicht sauber gelaufen ist, wage ich zu bezweifeln. Wie will man das nachweisen?
Zweiter Punkt ist das Verhalten im Haus. Wenn die Mitbewohner sich über das Verhalten des Hundes beklagen, ist der Vermieter die Anlaufstelle und hat Maßnahmen zu ergreifen.
Drittens das Verhalten im Ort. Hat der Hund denn jemanden nachweislich belästigt? Gebissen, in gefahrdrohender Weise angesprungen? Einfach nur sagen, der Hund ist "riesig" mit 60 cm und daraus eine Bedrohung ableiten, scheint mir recht wenig zu sein. Wenn Leinenpflicht gilt, ist die natürlich einzuhalten, das hat aber nichts mit der Größe zu tun, sondern gilt für alle Hunde, auch die allerkleinsten.
Gilt in Deinem Bundesland die Sachkundepflicht ab bestimmter Größe des Hundes, wird der Hundebesitzer nicht darum herum kommen und sie ablegen müssen.
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Wie soll man das so aus den paar Worten beurteilen? Keiner weiss, wie gefestigt die Bindung und das Verstehen zwischen Euch ist. Bei einem erst kurze Zeit gehaltenen Hund, von dem man noch kein tiefergehendes Vertrauen und darauf aufbauenden Gehorsam erwarten kann, ist Loben zumindest ungefährlicher als falsch dosiertes Strafen. Nützen wird es allerdings auch nichts....
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Das ist das Dilemma, in dem man als Hundehalter steckt. Früher wurde automatisch angenommen, daß Ungehorsam bewußte Widersetzlichkeit war und der Trotz mittels harter Strafe gebrochen werden mußte, damit der Hund "funktioniert". Dem Hunde wurde ganz selbstverständlich unterstellt, daß er Einsicht in "gut" und "böse" hatte und daraus das Recht des Besitzers erwuchs, auch mittels deftiger Schmerzen die "Moral" zu fördern.
Dann kam der 180 ° Kehrtschwenk und Hunde wurden von allen höheren Empfindungen und Intelligenz "freigesprochen". Tiere können nur auf niedrigstem Niveau Emotionen haben, alles ist triebgesteuert (Hormone, Enzyme, angeborene Verhaltensweisen), Tiere können nicht denken, nicht ein bißchen.
Deshalb darf man mit diesen lebenden Maschinen wiederum alles machen, was Mensch in den Kram paßt.
Zwischen diesen beiden Extremen das richtige Mittelmaß zu finden, welches Hunde weder unter-, noch überschätzt, ist wohl die Aufgabe der heutigen Zeit. Aufmerksame Hundebesitzer haben schon IMMER von erstaunlichen Leistungen ihrer Hunde berichtet, sei es in emotionaler oder Intelligenz-Leistung. Es hat ihnen nur keiner so recht geglaubt, weil die Wissenschaft Voreingenommenheit und "Vermenschlichung" sah. Was nicht im Labor mit 100 Testobjekten weltweit repliziert werden konnte, das gab es nicht.
Aber jedes Hunde/Mensch-Gespann ist durch seine symbiotische Beziehung im besten Fall einzigartig, und so werden es auch die Leistungen des gegenseitigen Verstehens sein. Ich glaube, wir kratzen da gerade erst an der Oberfläche, was in Einzelfällen möglich ist, und wo wirkliche Grenzen genau liegen.
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Ich finde es keinesfalls übertrieben, jenseits des "will haben"-Aspektes auf so "unbedeutende" Fragen nach Abstammung, Gesundheit und Haltungsbedingungen der Eltern usw. einzugehen.
Wenn der Hund mehr als ein beliebig austauschbares Spielzeug sein soll, dann spielt das Wissen um die Herkunft eine große Rolle.
Und weiß ich, daß der Hund aus dem Tierschutz stammt, werden meine Erwartungen und Ansprüche andere sein, als wenn mir suggeriert wird, es wäre kein Problem zu erwarten, was ja auch lt. Deiner Meinung bei "Privatherkunft" der Fall ist.
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Nach zwischenzeitlicher Hundesportabstinenz habe ich Mitte der 90er eine Boxerhündin bekommen, die mich quasi gezwungen hat, wieder mit dem Sport anzufangen. Meine Sarah hätte stundenlang arbeiten können, speziell in der UO, die hat richtig intrinsische Motivation gehabt. Leider stoppte uns eine Spondylose. Die folgenden Rüden waren dann schon leistungsgezogen und aktuell jetzt Matteo ist mit nichts so glücklich zu machen, wie mit gemeinsamem Sporteln. Und ja - Fährte und UO sind toll, aber der Höhepunkt der Woche ist ein möglichst schwerer, harter Schutzdienst. Der will da nichts geschenkt, der will um seine Beute kämpfen, und kann sein Bullenbeißererbe nach strengen Regeln richtig ausleben. jede andere Beschäftigung wird dankend angenommen und begeistert mitgemacht, bloß Abt. C ist das, wofür er wirklich brennt.
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Ich traue da Hunden durchaus zu, soviel Intelligenz, Beobachtungsgabe und Besitzerkenntnis zu entwickeln, um auch etwas komplexere Zusammenhänge begreifen zu können.
Diese "mechanistischen" oder anthropozentrischen Ansätze, daß ein Tier nicht fähig ist, die Gedanken ein paar Minuten zusammenzuhalten, und nur von einer Sekunde zur nächsten lebt, ergo immer nur die allerletzte Aktion bestimmend für die Reaktion sein darf, ist doch wohl überholt. Hunde können Handlungsketten planen, sie sind zur bewußten Täuschung fähig, sie besitzen Empathie - warum sollten sie bei enger Bindung zu ihrem Menschen nicht die authentische Reaktion auf eine Regelverletzung richtig einordnen können?
Ich habe genau die gleiche Erfahrung wie Cattlefan gemacht, mit mehreren Hunden. Sie haben das bleibend richtig verknüpft, daß ein Übertreten der Grenzen Ärger bringt, und ein Einhalten der Grenzen demzufolge nur Vorteile hat.
Mein Matteo war ein "Ausbruchskünstler", der als sich Junghund durch den Zaun gefressen, ihn untergraben, drübergesprungen ist und dann die Nachbarschaft beehrt hat. Bin ich dann gerufen worden, habe ich ihn ohne im Geringsten auf seine Freudenbekundungen, daß Frauchen jetzt mitmacht, einzugehen, in den Garten zurückgescheucht. Entschlossener, deutlich mißbilligender Tonfall, Gestik und Mimik eingeschlossen. Und ja, das hat gewirkt, ohne seinem Vertrauen zu mir Abbruch zu tun.
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Jetzt, im naßkalten Winter, tut es vielen Spondy-Hunden auch gut, den Rücken mit Mantel sicher warm zu halten. Generell sollte der Rücken geschützt werden, auch vor Regen.
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Erst hatte ich einen Hund, dann gute 2 Jahrzehnte immer 2 Hunde, jetzt gerade wieder nur einen. Und ich geniesse es. Die letzten 3 Doppelgespanne waren immer leistungsgezogene Hunde, die sehr viel Aufmerksamkeit und Konsequenz in der Führung brauchten, von der Ausbildungszeit ganz zu schweigen. Das war schon stressig, wenn auch schön. Jetzt mit Matteo allein ist alles viel entspannter, weil die Gruppendynamik schon mal fehlt. Nach seinen fürchterlichen Sturm- und Drangjahren ist er jetzt mit 5 Jahren absolut zuverlässig und weit fortgeschritten in der Ausbildung. Es wäre eigentlich an der Zeit, nach einem Welpen zu sehen und einen Nachwuchshund heranzuziehen, zumal Matteo schon einen Kameraden vermißt. Aber erstmalig seit 30 Jahren möchte ich mehr Zeit mit meinem Einzelhund geniessen, bevor der Streß mit einem Hundekind wieder von vorn anfängt.
Mehr als 2 Hunde kommen für mich auf keinen Fall in Frage.
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Das ist bei einem Kind oder der Verantwortung für andere Familienangehörige oder Haustiere aber genauso. Wenn ich nur an die armen Meeris oder Zwergkaninchen denke, die gedankenlosen Kinderhänden als Spielzeug überantwortet werden! Oder Kinder, die jeder Volltrottel ins Leben setzen kann, um ihnen dann für's Leben zu schaden!
Wollen wir wirklich für JEDEN Aspekt des Lebens ernsthaft in Erwägung ziehen, wie kleine Dummies eine Prüfung vor einem sich Allmacht anmaßenden Behördenapparat abzulegen, um die Erlaubnis für jede noch so kleine Entscheidung zu bekommen?
Hier sind es Hunde - und hey, Hunde liegen uns am Herzen, wer könnte schon dadegen sein, ihnen was Gutes zu tun, wenn das mit einer popligen Prüfung verbunden ist! Aber jede Bevölkerungsgruppe hat ihre Präferenzen, und kann mit gleichem Recht auf Überprüfung, Überwachung, Ablegen von Tests bestehen.
Die Befürworter solcher "Führerscheine" sollten sich mal vom Thema "Hund" lösen und ein bißchen über den Tellerrand gucken, was schleichend mit so einer Regelung in Gang gesetzt werden kann!