Beiträge von Quarus

    "Man weiß ja wie schön der eigene Hund ist und will das zeigen."

    Naja, Schönheit liegt ja irgendwie im Auge des Betrachters... X-D

    Und... naja... ich finde es wie gesagt immer etwas paradox so "stolz" darauf zu sein - man hat den Hund ja nicht zusammengebaut. ...

    Altes Hundler-Sprichwort:

    "Der Züchter macht den Welpen, der Aufzüchter macht den Hund".

    Dein Hauptproblem scheint mir das ungeklärte Verhältnis zum Ex zu sein, nicht der amtliche Entzug der Leinenbefreiung.Entweder der Hund gehört ihm, dann hat er die volle Verantwortung und muß die Konsequenzen tragen. Oder Smilla ist Dein Hund, dann kannst Du sie nicht einem Dir bekannt unzuverlässigen Menschen übergeben, ohne eben selbst die Konsequenzen zu übernehmen.

    Was soll das Amt sonst tun, um andere Hunde und Menschen zu schützen?

    Bei meinem Hund wurde ED, zu der ja OCD gehört, ausgeschlossen. Ursache war bei ihm im Alter von 7 Jahren, in denen er im Sport geführt wurde, ein Unfall. Ich bin sogar in Unkenntnis des Ganzen mit ihm in einer lahmfreien Phase noch eine sehr gute IPO 3 gelaufen. Kam-ging-kam-ging.....

    Es ist also nicht auszuschließen, daß während der Untersuchung noch alles in Ordnung war.

    Mein alter Rüde hatte wiederkehrendes, leichtes Lahmen, das sich jeder Untersuchung und symptomatischer Behandlung widersetzte. Den Diagnosemarathon kürze ich einfach mal ab: erst in der Tierklinik bei einer minimalinvasiven Eröffnung des Ellbogengelenkes (Arthroskopie) als letzte Möglichkeit wurde eine winzige Knochenabsplitterung gefunden, die je nach Lage im Gelenk das Humpeln verursachte. Der Splitter wurde rausgefischt, ich mußte Quarus 8 Wochen strikt ruhighalten. Obwohl es anfangs nicht so aussah, ist das Lahmen komplett verschwunden.

    Es war ein langer Weg bis zur endgültigen Diagnosestellung, auf dem auch ausgiebig mit Schmerzmedis rumgebastelt wurde. Würde ich nicht mehr machen, sondern auf Abklärung bestehen.

    Was sehr gut war; die Knorpelflächen des Gelenkes waren trotz der langen Reizung durch den Splitter noch in gutem Zustand. Das schreibe ich dem Chondroitin,Glukosaminoglykanen, EPA und DHA (aus Lachsöl) zu, die das Schlimmste verhindert haben. Ich habe bis zu seinem Ende mit diesen Ergänzungsfuttermitteln gearbeit, um Entzündungsvorgänge (Arthrose) möglichst gering zu halten und konnte ihn so komplett beschwerdefrei halten. Das hatte mir der Chirurg nämlich prophezeit, daß nach Eingriff in das Gelenk die Arthrose irgendwann kommen würde...

    Ich weiß, wie nervenaufreibend solche "Geschichten" sind, es kann ja bei Deinem Hund etwas ganz anderes vorliegen. Nur würde ich jetzt gleich zum Spezialisten gehen, meine guten Erfahrungen habe ich mit der Uni-Klinik in Leipzig gemacht.

    Alles Gute Deinem Hund!

    Ich gebe mir Mühe, eine gewisse Elastizität im Tagesablauf beizubehalten. Aber bei Berufstätigkeit ist das schwierig. Frühmorgens gibt es eben immer Frühstück, bevor ich das Haus verlasse, und wenn ich nachmittags wiederkomme, folgt der Große Gang mit anschließendem Abendmahl. Dann Ruhe. Am Wochenende serviere ich vielleicht das Frühstück später - aber eine Vormittagsaktivität wird leicht dadurch behindert, daß mein Hund wie gegenwärtig unmittelbar nach Nahrungsaufnahme ins Schlafkoma fällt. Und füttere ich abends zu spät, dann ist der Magen schon übersäuert, bei Matteo zwar nicht, aber bei seinen Vorgängern war das so, speziell im Alter. Vorsicht deshalb.

    Meine Hundesitter (Rentner!) machen es mir auch nicht leichter, weil sie Fütterung und Beschäftigung nach der Stechuhr zum moralischen Wert an sich erhoben haben.
    :hust:

    Ist schwierig, und ich würde gern mehr Abwechslung in den Tagesablauf bringen, ich stoße aber immer wieder an die Grenzen...

    Viel Erfolg!

    Wenn Dein Kleiner schon etwas zu Dir zurückbringt, hast Du schon die halbe Miete. Viele tun sich sehr schwer damit, ihren Hunden das Prinzip begreiflich zu machen.

    Mit dem Trennen der Ziele meine ich Ausbildung (Sport) und Alltagsgehorsam. Die Ausbildung ritualisiere ich, den Alltag logischerweise nicht. Ich verwende auch in beiden Fällen unterschiedliche Hörzeichen.

    Daß Dein Hund sich langsam legt, kann mehrere Ursachen haben. Eine, er ist unsicher, weil er zwischen Sitz und Platz z.B. noch nicht gut genug differenzieren kann. Dann kann es helfen, immer nur ein Hörzeichen am Tag zu üben, und alle Tage damit zu wechseln. Eine andere, weil er keinen Vorteil darin für sich sieht, schnell runterzugehen.Das kannst Du später mit dem Spieli aus dem "Einfrieren" entwickeln und dann blitzschnell bestätigen. Meiner klappt deshalb wie ein Taschenmesser zusammen, in hoher Trieblage aus Erwartung des Spieles. Aber das ist noch nichts für einen jungen Hund, der braucht zuallererst Sicherheit und Konzentration.

    Deshalb solltest Du auch die Ausbildungslektionen sehr kurz halten, 5 bis maximal 10 Minuten reichen völlig aus, das weißt Du aber bestimmt schon.

    Kein Knochen! Nichts, was mechanisch reizen könnte. Im Gegenteil würde ich eher gut gekochten Hafer- oder Leinsamenschleim beigeben, alternativ Flohsamen zur Flüssigkeitsbindung und Darmpflege.

    Ich würde den TA auch mal nach dem probiotisch wirkenden SymbioPet fragen, das Canikur bekämpft wie auch die Heilerde eher die Symptome, als die Ursache.

    Ich würde die UO nicht abhaken, sondern eben klar trennen zwischen den Zielen. Mit Leckerlis hatte mein Matteo mit 6 Monaten Sitz, Platz, Steh und Vorsitz mit Nachrutschen schon begriffen - ich habe es aber gewissermaßen nie gefordert, sondern ihm angeboten, es mir zu zeigen, wenn er was dafür bekommen wollte. Es war und blieb lange ein Spiel zwischen uns, ohne Bezug zu "Arbeit". Ich mache es heute noch manchmal in der Küche, und er liebt es. Gerade lernen wir gemeinsam "Männchen", und das ist für meinen recht schweren Rüden gar nicht einfach, die Balance zu halten.

    Beim Spaziergang habe ich meinen Hund einfach nicht fixieren lassen - Richtungswechsel, Tempowechsel, keinesfalls stehenbleiben, kommentarlos. Demzufolge kommt mein Hund gar nicht dazu, sich hinzulegen. Nur kein Gezuppel an der Leine und Gepredige! Es gibt keine Alternative, außer Dir zu folgen.

    Reizangel suchst Du am Besten mal bei Youtube. Für Deine Zwecke brauchst Du die Reizangel nur, um den Beutetrieb zu fördern. Dann arbeitest Du mit der Beute ohne Reizangel weiter, mit zwei identischen Stücken am Besten, von denen Du eines schenkst, und dann den Hund mit dem anderen animierst, zurückzukommen und bei Dir weiterzuspielen. Es hängt ein bißchen von Deinem Fingerspitzengefühl ab, wann Dein Hund dann mit dem Spieli zurückkommt und Dir anbietet, mit diesem weiterzuspielen. Meiner Erfahrung nach wird oft der Fehler gemacht, nach der Beißwurst zu greifen und sie dem Hund wieder wegzunehmen. Ich lobe lieber meinen Hund intensiv ab und nehme das Spiel mit der Beißwurst erst nach einer deutlichen Unterbrechung wieder auf. Nie wegnehmen! Nie danach wild grabschen, um es zu erwischen! Lieber das zweite Spielzeug einsetzen. Das ist dann der Moment, wo der Hunde Hund das Interesse am ersten Spielzeug verliert. Diesen Moment des Ausspuckens verknüpfe ich mit dem Hörzeichen "Aus" und setze sofort mit dem Spiel wieder ein (zweite Beißwurst). Meine Hunde begreifen das superschnell.

    Impulskontrolle lehre ich, indem ich später den Zugang zur Beute kurz sperre und erst nach anfangs nur einer Sekunde ruhigen Wartens mit "Pack!" die Beute freigebe. Ich lasse meinen Hund quasi kurz "einfrieren". Dieser Zeitraum wird immer länger. Dann kommt auch mal ein Sitz dazu, und sofort nach Befolgen setzt das Spiel wieder ein. Das erfordert aber schon ein ausgewogenes Maß zwischen Konzentration und Spiel und läßt sich nicht theoretisch erklären, es muß immer Hund und Ausbilder angepaßt sein. Ein Trainer, der sich dabei anleitet, ist sehr hilfreich.

    Zwei Sachen werde ich nicht mehr machen: meinen jungen Hund ohne Spiel nur im Gehorsam schulen - damit wird er zwar gut führbar im Alltag, verliert aber an Arbeitsfreude im Sport; und meinen Hund nur noch bespielen zwecks Triebförderung - damit wird er zwar heiß aufs Arbeiten, aber "Trieb macht blöd". Je nachdem, wie ein Boxer veranlagt ist, muß abgewogen werden, ob er mehr Triebförderung oder mehr Konzentrationsförderung/ Gehorsam braucht, das ist ganz individuell.

    Logischerweise ja. Aber keine Sorge, die Vermehrer sterben gewiß nicht aus, niemand weniger gehört zu einer bedrohten Spezies als der planlose Vermehrer!