Beiträge von Quarus

    Ich mache mit meinen Hunden die Zuchttauglichkeitsprüfung primär aus dem Grund, daß ich sie für objektiver als das rein auf Äußerlichkeiten aufbauende Ausstellungswesen halte.

    Es gibt keine Rangierung in "Allerschönster", "Zweitschönster" und "Drittschönster", sondern es wird ein umfangreicher Beurteilungskatalog zu Anatomie, Bewegungsablauf und Charakter erstellt, der über die Vereinsmedien dann allen Züchtern zur Verfügung steht und ihre Entscheidungsfindung erleichtert. Dazu kommen dann noch die Untersuchungsergebnisse, Ausstellungsergebnisse und die Arbeitsprüfungen. Daraus und aus den möglichst umfangreichen Daten der Verwandtschaft läßt sich ein Gesamtbild über die Vererbung bestimmter Linien ableiten.

    Daß Quarus dann als Deckrüde zum Einsatz kam, war "Nebenprodukt" dessen, was ich sowieso gemacht hätte. Auch der Züchterin zuliebe, die überhaupt keinen Druck ausgeübt hat, mich aber sehr unterstützte.

    Ich finde es auch wichtig, daß nicht nur die zukünftigen Zuchthunde und Hoffnungsträger zur ZZL vorgestellt werden, sondern eine breite Palette von Nachzuchten. Mein Matteo z.B. ist wahrlich nicht der schönste Sohn seines Vaters, hat von ihm aber viel von der Leistungsveranlagung (gut), und auch das relativ helle Auge und eine leichte Neigung zum Paßgang (nicht so gut) geerbt. Die erfahrene Körmeisterin und Züchterin hat diese Verwandtschaft gleich erkannt!

    Das habe ich im Zusammenhang mit Naturschutz (nicht allein NABU-spezifisch) schon mehrfach erfahren. Weidetiere sind nur Werkzeuge und ihr Verlust wird dem höheren Ziel untergeordnet. Ethik und Schutz dürfen nur Wildtiere erwarten... womit wir die Parallele zum Wolf haben.

    Heute gab es Schwarte vom Eisbein, zufälligerweise. Seit ich meine sichere Quelle verloren habe, gibt es kein rohes Schwein mehr. Vor 2 Jahren habe ich schlachtfrisches Schwein in Mengen verfüttert, war super. Aber nie aus unbekanter Herkunft, ich kannte den Stall.

    Schwein hat eine gute ergänzende Aminosäurenzusammensetzung, ist vitamin- und energiereich.

    Hier desgleichen. Zerrspiele sind für alle meine Boxer das Höchste gewesen, und deshalb hat keiner die Machtfrage gestellt. Das kontrollierte Zerrspiel ist fantastisch für die Bindung und den daraus resultierenden Respekt. Meine Hunde bekommen sehr oft das Spieli und dürfen ihren Sieg genießen, es macht mir Freude, sie damit belohnen zu können.

    Übrigens gibt es bei mir auch Ballspiele, in die ich peu a peu Gehorsamsforderungen einfließen lasse. Deshalb wurde auch kein Hund zum Balljunkie. Es ist halt wie mit allem: die Dosis macht das Gift!

    Zu Deinen im ersten Post aufgeführten Alternativen und der Ursache, wie es dazu kommen konnte, lasse ich mich mal nicht aus, das haben andere schon erledigt.

    Was mir noch einfällt: dicht am Zaun in Bodennähe einen Weidedraht spannen und mittels kleinem Netzgerät betreiben. Fairerweise muß den Hunden natürlich beigebracht werden, daß der Zaun tabu ist, bevor sie arglos erstmalig mit dem Draht in Berührung kommen. Ist nicht schön, aber besser, als überfahren, abgeschossen oder im Zwinger dauereingesperrt zu sein....

    Ja, ist möglich, aber ganz bestimmt nicht mit jedem Hundepaar und -halter. Ich habe die letzten 15 Jahre mit Rüden-Doppel gelebt und es ging gut. Wichtig war mir, daß ein deutlicher Altersabstand ( 4 Jahre aufwärts) vorhanden ist und der Ersthund ein selbstsicherer, souveräner Rüde ist. Auch in der Erziehung/Ausbildung ein "Verlaßhund", zu dem ich Vertrauen haben kann. Der Welpe, der hinzukommt, hat mich als neuen Hauptbezug, nicht den Hundekumpel. Beiden Hunden wird viel Raum gewährt, sich voneinander zurückziehen zu können, und separat Zeit mit mir zu verbringen. Alle Ressourcen werden strikt von mir verwaltet und zugeteilt!

    Wenn es in der fortgeschrittenen Pubertät zu Spannungen kommt, greife ich frühzeitig ein und setze meinen Führungsanspruch konsequent durch. Ohne meine Erlaubnis wird sich nicht mal gegenseitig angeatmet. Ist diese Zeit vorbei, haben Alt- und Junghund eigentlich ihren Platz gefunden und sind zufrieden miteinander. Mehr als stark ritualisierte und beißgehemmte Kommentkämpfe gab es nie, wenn überhaupt mal.

    Unterschiede zwischen Rüdenpaaren und "gemischtem Doppel" sind meiner Erfahrung nach eigentlich kleiner, als man denkt, von Zeiten der Läufigkeit vielleicht abgesehen.

    Hündinnenpaare halte ich zumindest bei meiner Rasse für komplizierter zu managen.