Ich mache mit meinen Hunden die Zuchttauglichkeitsprüfung primär aus dem Grund, daß ich sie für objektiver als das rein auf Äußerlichkeiten aufbauende Ausstellungswesen halte.
Es gibt keine Rangierung in "Allerschönster", "Zweitschönster" und "Drittschönster", sondern es wird ein umfangreicher Beurteilungskatalog zu Anatomie, Bewegungsablauf und Charakter erstellt, der über die Vereinsmedien dann allen Züchtern zur Verfügung steht und ihre Entscheidungsfindung erleichtert. Dazu kommen dann noch die Untersuchungsergebnisse, Ausstellungsergebnisse und die Arbeitsprüfungen. Daraus und aus den möglichst umfangreichen Daten der Verwandtschaft läßt sich ein Gesamtbild über die Vererbung bestimmter Linien ableiten.
Daß Quarus dann als Deckrüde zum Einsatz kam, war "Nebenprodukt" dessen, was ich sowieso gemacht hätte. Auch der Züchterin zuliebe, die überhaupt keinen Druck ausgeübt hat, mich aber sehr unterstützte.
Ich finde es auch wichtig, daß nicht nur die zukünftigen Zuchthunde und Hoffnungsträger zur ZZL vorgestellt werden, sondern eine breite Palette von Nachzuchten. Mein Matteo z.B. ist wahrlich nicht der schönste Sohn seines Vaters, hat von ihm aber viel von der Leistungsveranlagung (gut), und auch das relativ helle Auge und eine leichte Neigung zum Paßgang (nicht so gut) geerbt. Die erfahrene Körmeisterin und Züchterin hat diese Verwandtschaft gleich erkannt!