Grundsätzlich finde ich die Idee, daß sich jemand auf Geburtshilfe bei Hunden spezialisiert, gar nicht verkehrt. Viele erfahrene Züchter stehen Neulingen bei deren ersten Würfen auf diese Art bei. Das fängt mit der Vorbereitung des Wurfraumes an, geht über die optimale Haltung der Hündin, gegebenenfalls die direkte Geburtsbegleitung, bis zur Nachsorge in den ersten Tagen. Ich habe schon oft erlebt, wie gerade bemühte Jungzüchter sich in größte Ängste hineingesteigert haben, je mehr sie sich im Vorfeld informierten.
Freunde von mir machen diese Neuzüchterbetreuung auch bei Fremdrassen, wenn in der Nähe kein anderer Züchter der Rasse greifbar ist. Denn lange nicht jeder TA ist automatisch firm in Geburtshilfe, und manches mal kann man durch Erfahrung Geburtskomplikationen anders als durch den obligatorischen Kaiserschnitt lösen, schonender für Mutter und Welpen. Und wenn es in der Beruhigung besteht, nicht vorschnell einzugreifen aus Angst!
Wenn es nun eine Art "Hebammenportal" gäbe, wo sich ein unerfahrener Zuchtanfänger einen qualifizierten Geburtshelfer in der Vorbereitungsphase suchen könnte, ähnlich einem Ammenportal, fände ich das nicht schlecht.
Was gar nicht geht, ist die Art und Weise, wie in HKM die Geburtshilfe durch diese Frau in Mißkredit gebracht wird. Wirklich, das konterkariert ja die Idee, die Geburt sicherer und schonender zu machen! Das nehme ich auch speziell der Sendung übel, dermaßen unreflektiert und inkompetent die Hündin in Gefahr zu bringen, nur um einen "Geburts-Event" zu bekommen.
Das ekelt mich noch mehr als die "Hebamme" an, ehrlich gesagt!