Hm... ich glaube, ich habe mich da falsch ausgedrückt. Oder nicht ausreichend. Oder ich habe ein falsches Bild im Kopf. Beim Obedience habe ich halt immer das Fuß im Kopf: Auf der und der Höhe, in der und der Position, genau abgemessen und auf den Zentimeter genau geregelt. Beim IPO hätte ich mich darauf eingelassen, weil es durch die anderen Disziplinen einen Ausgleich gibt. Und beim Agility ist es ja trotzdem nochmal anders, also nicht so zentimetergenau. Klar, ist jetzt etwas übertrieben, aber so hab ich es irgendwie im Kopf.
Vielleicht muss ich es mir einfach mal angucken, und es ist gar nicht soo extrem streng - oder macht doch mehr Spaß, als ich es mir gerade vorstelle.
Und das Menschen-Stell-Problem muss ich mir mal genauer angucken. Im Moment arbeite ich am Pöbeln, und Candie ist eh kaum im Freilauf (und hat deswegen schon länger nicht mehr gestellt). Dann guck ich weiter.
ja, die Fußarbeit ist schon sehr genau, das stimmt natürlich.
Aber zum Obedience gehört auch noch mehr, als nur die Fußarbeit.
Da gibt es zum Beispiel die Gruppenübungen, da muss der Hund in der Gruppe sitzen/liegen. Anfangs mit Hundeführer in Sicht, später mit Hundeführer außer Sicht.
Es gibt das Voraussenden in ein Quadrat, die so genannte Box. Es gibt Apportierübungen, Abrufübungen teilweise mit einem Steh und Platz dazwsichen, es gibt die Kontrolle auf Distanz, bei der der Hund Sitz/Platz/Steht auf Entfernung einnehmen muss und eben auch die Positionen Sitz/Platz/Steh aus der Bewegung.
Also es ist schon mehr als nur Fußarbeit. Auch wenn die natürlich einen großen Teil ausmacht.
Beim Agi ist es anders, da muss der Hund kein Fußlaufen.
Aber er muss zb richtig in den Slalom einfädeln und richtig durchfädeln, er muss die Zonen zentimetergenau treffen, er muss die Hindernisse in genau der vorgegebenen Reihenfolge aus genau der vorgegebenen Richtung nehmen (hört sich einfach an, aber wird vielen Teams auf Turnieren zum Verhängnis
), im Idealfall hat er dann auch noch einen guten Gerätefokus und kann auch mal vor geschickt werden, das verringert die Laufleistung des Menschen und erhöht damit halt auch die Geschwindigkeit.
Damit der Hund das alles bewältigen kann, muss er sehr genau darauf 'hören' (Körpersprache geht natürlich auch) was sein Mensch ihm da sagt. Und das alles auch noch im vollen Lauf.
Es sind andere Dinge gefragt, aber Präzisionsarbeit ist das trotzdem. ![]()