Ich hab ja eher ein einfaches Exemplar erwischt, wenn's um Körperpflege oder medizinische Behandlungen geht. Spuk lässt mich alles machen, hält still und guckt nur etwas leidend. Männer halt. 
Aber da war einfach viel Vertrauen im Spiel, viel "Wenn Frauchen das sagt, wird's schon stimmen." Auch wenn Fremde was an ihm machen müssen und ich sag: "Der darf das!", passt es für ihn.
Aber: Auf dem Tierhof haben wir eben auch Hunde, die derartiges Manipulieren gar nicht kennen oder gelernt haben, dass sie sich schnappend entziehen können. Manche machen es aus Angst, mit denen wird dann sehr ruhig trainiert, andere haben einfach keine Lust oder eben gelernt, wie sie da rauskommen. Und diese Kandidaten bekommen dann eben Maulkorb und klare Ansage, danach flutscht das in der Regel.
Beim eigenen Hund würde ich immer das ruhige, bestimmte aber sanfte Training vorziehen, meistens hat man ja die Zeit, um so was zu üben, bevor die Akutsituation eintritt. Mit ein bisschen kuscheln oder Keksen als Bestechung flutscht das auch.
Herr Blond ist z.B. so ein Kandidat, der sich um nichts in der Welt fixieren lässt. Mit ihm übe ich derzeit, sich ruhig zwischen meine Beine zu setzen, um eine Begrenzung kennen und akzeptieren zu lernen. Erstmal ist das ein Trick.
Zusätzlich mache ich Haltetraining im Sitzen, d.h. er sitzt zwischen meinen Beinen und ich halte einen Arm um seine Brust. Das fällt ihm enorm schwer, aber es wird langsam besser. Er kann grundsätzlich nicht stilhalten und wäre so ein Kandidat wie Gustav, Marke Aal im Pelz mit eingebautem Kaspergen. Über Gehorsam müsste ich da gar nicht erst gehen, er hört zwar echt gut, aber in diesen Momenten kann er einfach nicht gehorchen. Von daher wird eben trainiert, und bis dahin muss er beim TA eben mit zwei Mann untern Arm geklemmt werden, wenn er mal hinmuss.