Ich denke, wir müssten Mal definieren was "drüber" ist. Mir fällt nämlich immer wieder auf, dass ich darunter oft etwas anderes verstehe bzw meine Messlatte dafür viel, viel weiter unten liegt als bei anderen.
Was ich bei meiner Fleek bisher zum Beispiel noch nie hatte, war der "Supergau" daheim wild durch die Bude schießen. Oder mich "spielerisch" attackieren. Als sie vom zu langen Gassi drüber war, ist sie ruhig durch die Wohnung getapert und hat sich immer Mal ein Spielzeug geholt, damit im Hundebett liegend gekaspert oder auf was rumgekaut. Zu einer Zeit, zu der sie sonst längst geschlafen hat. Das ist bei mir die erste Stufe von drüber. Das reicht mir um zu wissen, dass ich das so nicht noch Mal will für meinen Hund.
Ich weiß dass du denkst, dass du einer der wenigen Menschen bist, die in der Lage sind, Stressanzeichen bei ihren Hunden zu erkennen.
Die anderen sind alle entweder zu blöd und zu ignorant und checken es einfach nicht oder es ist ihnen egal..
Aber ganz so ist es dann halt doch nicht..
Das was du beschreibst, als den Supergau hat Kalle auch noch NIE gezeigt. Und der wird Ende des Monats zwei.
Der hatte noch nie „wilde fünf Minuten“, der hat sich noch nie „Stress abgerannt“ draußen, er hatte auch noch nie Zoomies, er hat mich auch noch nie wild attackiert oder dergleichen..
Das höchste der Gefühle ist Stress abschütteln nach einer Begegnung mit einem Leinenpöbler, der ihn schon mal direkt angegriffen hatte..
Mir ist das auch wirklich wichtig, dass sich meine Hunde wohl fühlen, dass es ihnen gut geht, dass sie nicht übermäßig Stress ausgesetzt sind, der ihnen in der Summe zu viel ist.. auch ich mag meine Hunde und ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit sind mir sehr wichtig.