Sehe ich auch problematisch, aber was wäre die Alternative? Alle Hunde einschläfern? Nur noch nachts das Haus verlassen?
Da kommen wir doch zum Kern der Frage: ist es für einen Hund, der unter massiver Atemnot leidet, der sichtbar leidet, denn wirklich besser, im Sinne der Lebensqualität des Hundes, weiter zu leben?
Würde man einen nicht-brachyzephalen Hund mit den gleiche Symptomen ohne weitergehende tierärztliche Behandlung weiter leben lassen? Oder würde man da (eher) die Grenze ziehen?
Und warum mutet man brachyzephalen Hunden mehr leid zu? Weil sie schon so geboren wurden?
Dieser Frage müssen sich aber die meisten Hundebesitzer irgendwann stellen.
Ja, ich kenne es gut, sich diese Frage zu stellen. Ich habe im Februar meine Hündin gehen lassen müssen. Nach über zwei Jahren schwere Krankheit.
Immer, absolut immer, stand ihre Lebensqualität im Vordergrund. Mein Tierarzt war von Anfang an offen und ehrlich.
Ihre Lebensqualität war die ganze Zeit die Richtschnur.
Und ich habe ganz bewusst nicht bis zum aller letzten Moment gewartet, sondern sie gehen lassen, als es (unabänderbar) schlechter wurde, aber sie noch sie selbst war.
Die in dem pdf Dokument angesprochenen Überlegungen fand ich in dem ganzen Prozess sehr hilfreich
https://www.tierarztpraxis-moers.de/mediapool/78/7…_gen_Ablage.pdf
Vlt bin ich da auch so empfindlich, weil ich bei meiner Hündin diesen langsamen „Zerfall“ miterlebt habe. Und weil ich es mir nie hätte verzeihen können, diesen wunderbaren Hund auch nur eine Minute unnötig leiden zu lassen.