Das ist ganz einfach menschliche Verdrängungsleistung. Wie eben die Meisten sich beim Schnitzel auf dem Teller auch keine Gedanken machen, wo es herkommt und aufrichtig entsetzt sind, wenn sie Reportagen z. B. über den Kastenstand sehen. Oder sich vergegenwärtigen, dass im Napf des eigenen Hunds (ob Qualzucht oder nicht) höchstwahrscheinlich ein gequältes Tier landet. Dafür braucht es keine spezielle Mentalität, das ist Mensch.
Der Unterschied zum Fleischkonsum ist doch aber: die Menschen leben mit ihren Qualzuchten zusammen..
Ich behaupte mal, wenn man ein Schwein bei sich zu Hause in Ständerhaltung halten und dann selbst schlachten und zerlegen müsste, würden deutlich mehr Menschen ihren Fleischkonsum einschränken. Weil „das kann ich nicht“.
Aber einem Hund, der unter seinen Qualzuchtmerkmalen tagtäglich leidet, dazu zusehen, können dann doch deutlich mehr Menschen..
„Der grunzt immer so süß“
Das ist echt ein Punkt, den ich nie verstehen werde: wie man sich ganz offensichtlichem Tierleid im eigenen Haushalt so konsequent verschließen kann.
Wie es einem einfach komplett egal ist, dass das eigene Tier tagtäglich leidet..
Ich könnte das einfach nicht. Wenn es meinen Hunden nicht gut geht, dann muss ich was dagegen machen.
Ares hatte im Sommer ne leichte, sporadische Lahmheit. Trat mal auf und war dann wieder weg. Ich war zweimal mit zu dem Zeitpunkt gerade mal wieder lahmfreien Hund beim Tierarzt. Zweimal war die umfangreiche orthopädische Untersuchung ohne Befund. Drei verschiedene Physios haben unabhängig voneinander auch kein orthopädisches Problem gefunden..
ja, ich hätte das auch einfach ignorieren können, wie so viele Halter von Hunden mit Qualzuchtmerkmalen das Leid ihrer Hunde ignorieren, aber das kann ich einfach nicht. Ich leide da viel zu sehr mit.