Beiträge von miamaus2013

    Zum Thema Adoption: man kann Hunde (in Deutschland) nicht adoptieren. Adoption bedeutet die Annahme als Kind, das geht bei Hunden nicht.

    So schnöde es klingt: man kauft Hunde.


    Und es ist doch gar nicht so, dass es in Frage gestellt wird, weil der Hund abends bisschen drüber ist.

    Sondern eher, weil so wie du euer Zusammenleben beschreibst, der Hund quasi permanent im Dauerstress ist.

    Mal beispielsweise was du genannt hast: offene Gefriertruhe, Geräusch des Reißverschlusses, draußen sein bereitet ihr Stress, sie erträgt es nur, kurz draußen zu sein, Auto fahren ist nicht möglich, neue, unbekannte Gegenden stressen sie sehr, man kann sie nicht tierärztlich untersuchen, ohne sie zu sedieren.

    Es ist ja nicht nur der eine Punkt, dass der Hund abends bisschen drüber ist. Sondern eher der Punkt, dass du ihr so, wie du euer Zusammenleben beschreibst, auch aktuell keinen Ausgleich für den sich bei ihr aufbauenden Stress bieten kannst, weil das alles nicht funktioniert, weil es alles zu große Stressfaktoren für den Hund sind.

    Mal ehrlich: so wie du es beschreibst, hat der Hund quasi Dauerstress, ohne, dass er den man irgendwie los werden könnte.

    Weil zb der Vorschlag, dem Hund die Möglichkeit zu geben, den Stress abzulaufen, aus diversen Gründen nicht geht.

    Oder anders: es baut sich bei der Hündin immer mehr Stress auf, ohne dass sie das irgendwie kompensieren kann.

    Ja, ich verstehe, dass das nicht schön ist, das so zu lesen.

    Aber ich denke, für den Hund ist es auch sicher alles andere als schön, in so einem Dauerstress zu leben.

    Und das ist es auch, was ich meinte: man kauft sich doch einen Hund aus dem Tierschutz, weil man dem ein besseres Leben bei einem bieten will - da ist es doch einfach sehr schade, wenn das nicht der Fall ist und das neue Leben dem Hund mehr Stress zufügt, als er verkraften kann. Und ja, da kann man sich dann meiner Meinung nach eben auch mal die Frage stellen, ob das jetzt wirklich so sinnvoll war und man dem Hund damit wirklich einen Gefallen getan hat. Weil: der Hund hat es sich nicht ausgesucht, der muss sich jetzt halt damit arrangieren.

    Man kann sich ja mal in die Lage des Hundes versetzen: würde man ein Leben, dass einen ununterbrochen stresst, wirklich leben wollen? Vor allem, weil Hunde eben auch im Hier und Jetzt leben und nicht den menschlichen Weitblick haben, dass es möglicherweise in ein paar Wochen/Monaten/Jahren besser wird. Der Hund lebt nur im Hier und Jetzt des nicht enden wollenden Dauerstress ohne Ventil.

    Auch auf die Gefahr hin, mich komplett in die Nesseln zu setzen ... ich würde da schon drüber nachdenken, ob so einem Hund damit geholfen ist, wenn man ihn in ein Leben adoptiert, das ihn völlig aus der Bahn wirft und wo er 0 klar kommt. Finde ich echt sehr schwierig so was und kann nur bedingt nachvollziehen, warum man das tut.

    Gibt es irgendeine Beschäftigung, die du mit der Hündin machen kannst, die ihr eine ruhige, sinnvolle Betätigung bietet? Bisschen Selbstwirksamkeit gibt? So als Klassiker, gut aufgebaute Nasenarbeit?

    Die Idee, ein eingezäuntes Gelände zu mieten, find ich auch sinnvoll. Dass der Hund frei, reizarm, im bekannten Gelände Dampf ablassen kann. Weiß nicht, ob Gassigehen grad so das Wahre für den Hund ist.

    Ich bin da absolut bei dir.

    Ich finde so ein Leben in ständiger Angst auch ganz furchtbar für den Hund.. mir tun diese Hunde immer so unendlich leid..

    Aber ist bei Hunden aus dem Ausland ja zb auch gängig und da bekommt man meist böse auf die Ohren, wenn man das nicht super klasse findet. :fear:

    Da heißt es das kommt vom Trieb und ist nicht unnormal. Vermutlich wird es besser wenn er sicher an den Geräten ist.

    Bei Kalle ist laut werden wie gesagt nicht der Trieb, sondern Unsicherheit oder unklare Führung. Oder wenn ich ihm in den Laufweg laufe.

    Das geht dann schon, menschlich gedacht, in die Richtung, dass er mit mir schimpft.

    Ich persönlich vermute es liegt daran, dass er mehr zuhören muss.

    Warum lässt du ihn im Agility nicht auf mehr über zuhören arbeiten?

    Also man kann da ja auch den Hund auf größere Distanz Dinge abarbeiten lassen.

    Dass das jetzt nicht in jedem Parcours geht ist klar, aber wenn Turniere eh nicht das Ziel sind. :ka:

    Da wir am Wochenende eine Woche in den Urlaub fahren bin ich auf der Suche nach einem Anti-Durchfall Mittel für Peggy was man eventuell auch in der Apotheke bekommt. Peggy neigt dazu am ersten oder zweiten Tag wegen Aufregung/ neue Umgebung Durchfall zu bekommen und dann möchte ich was habe um es gleich im Keim zu ersticken. Olewo Pellets habe ich schon gerichtet aber die brauchen ja etwas um zu wirken.

    Tanna Comp hat bei uns bisher immer gut funktioniert.

    Zur Aktivität nach dem Fressen: das haben meine Hunde auch. Mittlerweile sind die 8 Jahre und 2 1/2 Jahre und die spielen nach dem Fressen immer noch gerne ne ausgelassene Runde miteinander. =)

    Der „Zustand“ nach zu viel Protein bei meinem Mali ist ein anderer. Da wirkt er viel „getriebener“.

    Sorry, kurz OT, aber was ist bei deinem Mali die Grenze zwischen „richtige Menge Protein“ und „Zuviel Protein“.

    Ich lese das oft und kann mir da nichts drunter vorstellen. Ist das rassebedingt?

    Mal auf Trockenfutter bezogen: Sorten mit bis zu 25 % Protein gehen bei ihm völlig problemlos.

    „Komisch“ wurde er zb bei dauerhaft 28 %.

    Leute, die ihn gut kennen, merken ihm zb auch an, wenn er nen großen Kausnack hatte. Also da ist er durchaus noch regulierbar, aber er muss sich mehr beherrschen.

    Ist bisschen wie ein müdes Kind auf Zucker. :lol:

    Also nicht falsch verstehen: der ist auch bei höheren Proteinmengen kontrollierbar und korrigierbar. Aber man merkt ihm einfach an, dass er viel mehr „dumme“ Ideen hat, man arbeitet mehr „gegen“ ihn.

    Daher mache ich das nicht mehr bei ihm. Es gibt dauerhaft eher moderate Proteinmengen. Dann ertrage ich auch mal einen Kausnack-Tag (ergo: müdes Kind auf Zucker). =)

    Ob’s rassetypisch ist, keine Ahnung. :ka: