Beiträge von Zucchini

    die er in deutlich besserer Qualität leben kann.

    Wurde dieser Hund jemals irgendwie untersucht? Ist er überhaupt transportfähig?

    Wäre es nicht sinnvoller, ihn erst einmal in Italien untersuchen zu lassen, um zu gucken, ob es wirklich noch sinnvoll ist, ihn nach Deutschland zu transportieren? Bzw. ihn vor Ort zu päppeln und zu gucken, ob er überhaupt noch Lebenswillen hat?

    Wenn mir jemand sagt, daß ein Tier "echt hin" ist, dann ist es in meinem Verständnis nicht transportfähig. "Nicht gut beieinander", "pflegebedürftig" etc. ist etwas anderes.

    Ich habe mal die Patenschaft für einen Hospizhund übernommen, Capitan, ein grausam misshandelter, bis aufs Skelett abgemagerter Jagdhund aus Spanien. Capitan wurde dort vor Ort gepäppelt, bis er transportfähig war, dann kam er nach Deutschland auf einen Hospizplatz und hatte dort noch eine wunderschöne Zeit. Hätte man ihn direkt nach der Übernahme losgeschickt, er hätte es vermutlich nicht überlebt.

    Versteht man, was ich meine? Tierschutz heißt nicht, todkranke Tiere um jeden Preis zu transportieren. Tierschutz bedeutet auch, nur Tiere auf den Transport zu geben, die ihn gut überstehen können. Es ist keinem Tier damit geholfen, nach einem stressigen Transport in einer fremden Umgebung zu sterben, nur, weil man es gut gemeint hat...

    Sonst wird hier im DF immer eine tierische Welle gefahren, wenn es um Auslandstierschutz geht. Da wird gegen verantwortungslose Vereine gewettert. Und hier ist plötzlich alles anders? Da ist es plötzlich kein Problem, ein Tier mit unklarem Gesundheitszustand und vermutlich starken Schmerzen über viele Stunden zu transportieren, nur, weil jemand Mitgefühl hat?Warum arbeitet dieser Verein nicht mit Pflegestellen vor Ort?

    Ich finde es wundervoll und menschlich stark, solche Gnadenplätze anzubieten. Aber nicht um jeden Preis auf Kosten des Tieres.

    hilde1970 : mit psychischer Belastung meinte ich den Druck der Pflege eines alten Hundes, den man liebt. Hier findest du seitenweise Lesematerial dazu. Kann man eine berufliche Erfahrung, die einen (vermutlich) sehr distanziert macht, auf den privaten Bereich umlegen? Oder ist es eine komplett andere Belastung? Das kannst nur du entscheiden.

    hilde1970 : mit viel Liebe und Sonne auf dem Pelz ist nur ein winziger Teil dessen abgedeckt, was der CC braucht.

    Er wird große Mengen an Futter brauchen, evtl. Spezialnahrung. Medikamente etc. für große Hunde gehen auch sehr ins Geld. Dazu dann noch die körperliche und psychische Belastung für dich - auch nicht zu unterschätzen.

    Und dann die letzte Frage - tut man einem todkranken Hund wirklich einen Gefallen, ihn auf einen stundenlangen Transport zu schicken? Das wird ja nicht der gepolsterte Kofferraum mit persönlichem Service sein - das wird ein Trapo mit Gitterboxen sein.

    Ich weiß nicht, was ich dir raten soll. Gutem Auslandstierschutz stehe ich sehr offen gegenüber, hab' 4 Hunde aus Spanien. Aber Mitleid ist bei so einer Entscheidung kein guter Berater.

    Du hast 4 Hunde und 5 Kinder - brauchst du da wirklich noch zusätzlich einen Schwerstpflegefall?

    Lenkradfell

    Ich hatte immer eins von einem namhaften Hersteller von Lammfellprodukten.

    Bis mir ein Werkstattleiter sagte, daß mein Auto damit seine Betriebserlaubnis verliert. Konnte ich kaum glauben. Stimmt aber. Mein Bezug ist nicht zertifiziert. Alles andere war okay (Griffigkeit, Rutschfestigkeit, Erreichbarkeit von Blinker etc.), aber das Zertifikat fehlt halt. Es gibt auch keins dafür.

    Deswegen guckt genau hin, wenn ihr solche Produkte nutzt. Im Ernstfall kann das böse teuer enden.

    Beim Gemüse muss ich allerdings tricksen: Das muss ich absolut unkenntlich pürieren und unter das Fleisch mischen, sonst wird es aussortiert.

    Gemüse ist nicht zwingend notwendig. Wenn sie es partout nicht mag, dann lass es weg.

    Ich mache es so, daß ich getrocknete Zucchini und Kürbis kaufe, die Würfel mit der Kaffeemühle schreddere und den "Staub" dann mit warmem Wasser aufgieße und kurz quellen lasse.

    Einige Hunde lieben auch Gemüse- Babygläschen.

    Von Olewo gibt es Karottenpellets, die zu Brei zerfallen, wenn man sie mit heißem Wasser übergießt.

    Meine Hunde lieben Süßkartoffelgrieß und Kartoffelflocken. Meistens mische ich diese 50:50, gieße sie mit heißem Wasser auf und lasse sie quellen (wie das Gemüse) Ab und zu gibt es auch ungezuckerte Cornflakes, die mische ich dann mit dem Süßkartoffelgrieß.

    Dazu kommt dann Fleisch aus einer Reinfleischdose (bei uns Hähnchenbrust oder Lachs). Zusätzlich noch den zum Hund passenden Ergänzer und etwas Öl. Ab und zu mal Hüttenkäse oder Magerquark.

    Das Füttern ist kein Aufwand, ich kann die Komponenten (Mischverhältnis) jeweils an die unterschiedlichen Hunde anpassen und habe keine Lagerprobleme. Ich bereite das Futter 2x tgl. frisch zu, so ist die Akzeptanz am größten.

    Ich sage es dir ganz ehrlich - die offenen Dosen würde ich entsorgen, die restlichen Lamm-Dosen spenden.

    Ein Hund, der nicht gerne aus Edelstahl frisst, ist nicht wählerisch, sondern klug. Viele Näpfe sind billig legiert, Inhaltsstoffe daraus gehen in Futter und Wasser über. Einige Hunde entwickeln auch die sogenannte Kinn-Akne, eine Kontaktallergie.

    Keramik oder Glas ist hier das Material der Wahl für meine Hunde.

    Ich habe eine Chi-Hündin aus dem Tierschutz, die auch ab und zu Futter verschleppt und erst dann frisst. Das finde ich nicht schlimm. Ich wische eh täglich

    Auch, daß ein Hund kleine Stücke beim Trockenfutter bevorzugt, ist für mich kein Alarmsignal oder ungewöhnlich.

    Ich würde beim Füttern nicht tricksen - Hunde sind nicht doof. Mit Pech wird sie danach richtig skeptisch, weil sie dann immer mit "Beschiss" rechnet.

    Meine Hunde fressen zB Futter aus 400g Dosen oder kleinen Schalen deutlich lieber als aus großen Dosen. Eingefrorenes Futter wird verschmäht, auch Futter, welches länger als 8 Stunden im Kühlschrank war.

    Warum sollte ich sie zwingen etwas zu fressen, was sie nicht mögen? Um meine Überlegenheit zu demonstrieren (a la "kein Hund verhungert vor einem vollen Napf") oder um den Fehler des Einkäufers auszubügeln? Der Hund hat keine Schuld daran.

    Ich kann dir nur raten, das Ganze entspannter und flexibler anzugehen. Kauf keine Riesenmengen an Futter, bei dem du dir nicht sicher bist, ob der Hund es mag. Habe immer ein paar Sorten auf Vorrat und füttere abwechselnd.

    Hunde, die bestimmte Futter äußerst überzeugt verweigern, haben häufig einen triftigen Grund dafür. Oft vertragen sie es nicht/ haben es mit Übelkeit und Schmerzen verknüpft.

    Hier verweigern übrigens 4 von 4 Hunden Lamm. ;)