Beiträge von Zucchini

    Habt ihr schon von den internationalen Leitlinien zum Canine Cognitive Dysfunction Syndrome (CCDS) gehört? Die wurden im Januar 2026 veröffentlicht. (ich bekam das über ein Instagram Video einer deutschen Tierärztin mit, hab's leider nicht gespeichert.

    Die Erkenntnisse finde ich erschreckend.

    Ab 7 Jahren geht es bei einigen Hunden mit Demenz los.

    Zwischen 8-10 Jahren betrifft es 1 von 7.

    Das Risiko für Demenz steigt mit jedem Lebensjahr nach dem 10. Geburtstag um mehr als 50 %.

    11-12 Jahre - fast jeder dritte Hund

    14 Jahre - jeder dritte Hund

    15-16 Jahre - zwei von 3 Hunden

    Körperlich aktive Hunde mit angepasster Ernährung haben einen langsameren Verlauf.

    Ich kam darauf, als ich das Video von Cooma und dem Graben sah. Das ist (in meinem Verständnis) ein Zeichen von Demenz, wenn ältere/alte/sehr alte Hunde Aufgaben, die sie sonst sicher und souverän gelöst haben, plötzlich nicht mehr können und Anleitung/ Hilfe brauchen.

    Unsere Cookie ist mit ihren 14 Jahren auch dement, das wurde vor einem Jahr nach 2 Vollnarkosen innerhalb von 3 Stunden deutlich. Noch ist es gut zu managen. Sie findet sich zurecht, nimmt am Leben teil. Aber sie fängt nachts an zu "weinen", weil sie nicht mehr weiß, ob sie draußen war und wo ihre Höhle ist. Und das wirklich jede Nacht irgendwann zwischen 1-5 Uhr... Also anziehen, Hund die Treppe runtertragen, Hund in den Garten bringen, Hund steht da "was soll ich hier?" (macht dann aber irgendwann doch noch mal ein winziges Pfützchen), dann wieder Treppe hochtragen, Hund in Höhle navigieren und wieder versuchen, einzuschlafen. (es liegen Pads für Notfälle aus, Cookie kann sie normalerweise auch nutzen, aber sie weckt uns trotzdem)

    Cookie verträgt kein Karsivan und nichts Vergleichbares mit dem Wirkstoff. Sie "vergreist" dann im Galopp. Bei ihr steuern wir mit MCT Öl und Canimove Mini Senior dagegen.

    möglichst wenig jagen

    Bei zwei Jagdhundrassen mütterlicherseits?

    Mit viiiiiel Glück ganz eventuell, aber aller Wahrscheinlichkeit nach eher nicht.

    Jackies und Bodis sind Solitärjäger, d.h. sie jagen blitzschnell und unabhängig. Da sind sie unglaublich eigenständig mit einer irre kurzen Zündschnur. Du musst IMMER all' deine Antennen beim Hund haben, entspannt rumdallern, sich abgelenkt unterhalten oder gar aufs Telefon gucken beim Spaziergang ist nicht.

    Und das bleibt bis ins hohe Alter so. Die Schwester meiner leider verstorbenen JRT Hündin ist 15, hat keine Augen mehr und ist völlig dement, aber Ratten fangen und töten klappt immer noch.

    Sie jagen ALLES, was sich in der Umgebung befindet, egal ob Maus oder Wildschwein, wenn du nicht rechtzeitig eingreifst oder den Hund an der Leine hast.

    Das soll dich jetzt bitte nicht abschrecken, auch solche Hunde können in den Freilauf, das sind keine blutrünstigen Monster. Aber sie sind blitzschnell (schneller, als du dir das jetzt vorstellen kannst) und kompromisslos. Terrier eben. Mutig bis zum Größenwahn. Nicht mit Hunden mit viel Will to Please (wie zB deinen ehemaligen Mix) zu vergleichen.

    Bei meiner Hündin kam der Jagdtrieb mit der ersten Läufigkeit, vorher war sie ein absolut braver und folgsamer Welpe und Junghund. Also wähne dich nicht in Sicherheit, falls da erst mal nichts in der Richtung kommt. Uns hat es eiskalt überrascht, obwohl wir wussten, daß sie ein Jagdhund ist. Einfach, weil sie vorher so absolut brav und folgsam war und wir dachten, sie wäre die Ausbahme ohne Jagdtrieb.

    Wir haben jahrelang Antijagdtraining gemacht - so gut wie erfolglos. Auch Alternativbeschäftigungen fand sie nur 1-2x interessant, danach nicht mehr. Und wir haben trotzdem 13 wunderschöne Jahre miteinander verbracht. Wir haben unseren Weg gefunden, gemeinsam Spaß zu haben, ohne jemanden zu gefährden. Wir haben regelmäßig lange Fahrten in Kauf genommen, damit sie frei rennen konnte. Es ging alles. Und es gibt bis heute keinen Tag, wo sie nicht fehlt.

    Du wirst gewiss an einigen Tagen sagen, daß ein Terrier (d)ein Sargnagel ist. Du wirst vielleicht auch ein paar graue Haare mehr bekommen. Aber gleichzeitig wird dir dein Herz vor Glück und Liebe schier überlaufen. Es sind geniale Hunde, aber es wird vermutlich komplett anders sein als das, was du bis jetzt gewöhnt bist.

    Auch ich würde auf Decken setzen. Deine Waschmaschine wird es dir danken. Regelmäßig schwere nasse Hundebetten in der Trommel verkürzen die Lebenszeit der Maschine. ;)

    Wer plant noch schon bereits und wohin?

    Ich hab bereits letztes Jahr für dieses Jahr gebucht.

    Mit 4 Hunden, davon 3 inzwischen wirklich alt, gehe ich noch mehr auf "sicher und vertraut" als eh schon.

    "Unsere" Parzelle ist von Mitte April bis Mitte Juni gebucht. Wir stellen den Wohnwagen dann dort ab und sind flexibel - reisen an und ab, wie wir wollen und wie es passt.

    Es ist (wie immer ;) ) Fanø. Von dort aus sind wir schnell zu Hause, falls etwas mit den Seniörchen sein sollte.

    Im Spätsommer fahren wir dann noch mal für ein bis zwei verlängerte Wochenenden los, wenn es gesundheitlich passt.

    Und evtl. (witterungsabhängig) fahren wir schon Anfang April/Ende März für ein oder zwei Wochenenden per Alpacacamping hier irgendwo in die nähere Umgebung.

    Das ist alles nichts Spektakuläres, aber wir haben festgestellt, daß wir uns in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Ritualen einfach besser erholen, als wenn wir uns immer wieder auf neue Bedingungen einstellen müssen. Und den Hunden geht es genauso.

    Ich wünsche mir ganz doll, daß wir diese Saison noch einmal in vollen Zügen genießen können. Es ist nicht leicht, abzuwägen, ob man einem alten Hund mit einer räumlichen Veränderung eine Freude macht oder nicht. Das haben wir erst jetzt wieder deutlich nach einer langen Autofahrt gemerkt. Die Hunde sind danach deutlich länger erschöpft als "früher". Den Urlaub an sich fanden sie wunderbar, aber nach An- und Abreise haben sie deutlich länger und tiefer geschlafen als eh schon.

    Alles nicht so einfach, aber wir werden das Beste daraus machen.

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    Mal eine Frage an die, die viel und weit mit ihren Hunden reisen - habt ihr einen Plan, was ihr macht, wenn euer Hund während einer Reise plötzlich verstirbt? Mit nach Hause nehmen? Dort vor Ort begraben? In einer Praxis abgeben? Oder zu einem Krematorium fahren und ihn dann als Urne nach Hause schicken lassen?

    vor allem wegen des Jack-Russell-Anteils

    Jackies sind wundervolle Hunde. Wenn man bereit ist, sich auf sie einzulassen, gehen sie mit euch durchs Feuer und bis ans Ende der Welt. Das schafft man auch als Anfänger.

    Border Collie

    Das würde mich eher besorgen.

    Aber es sind nur Schätzungen. Ihr werdet ein kleines Ü-Ei bekommen. Da kann alles Mögliche durchschlagen.

    Wichtig ist von Anfang an Ruhe. Das ist das A und O bei kleinen Terriern. Den Off-Schalter musst du von Anfang an installieren. Nichts ist schlimmer als ein überdrehter Terrier. Es ist wirklich viel wert, wenn der Hund sich im Haus einfach hinlegt und Ruhe hält.

    Achtet darauf, ihn nicht zum Junkie zu machen. Also nicht Bällchen werfen und sinnlos "ballern" lassen.

    Lasst es zu, daß diese Hunde eine eigene Meinung haben. Mit Härte und Strenge verprellst du so einen Typ Hund. Entweder hält er dann gegen oder er lässt dich stehen. Wenn er sich verstanden fühlt, dann gibt er alles. Diese Hunde sind nach außen Rauhbeine. Innendrin sind es Sensibelchen. Davon darf man sich nicht täuschen lassen.

    Viel Freude mit eurem neuen Familienmitglied!