Beiträge von Mejin

    Also wenn Zoey an der Leine einen Hund sieht, wird sie langsamer, stacksiger und friert dann irgendwann meistens ein.
    Ich kann sie manchmal noch umlenken, wenn ich ihr Käse oder so vor die Nase halte, evtl. dazu noch blocke - und sie wegführe.
    Bürste gibt's, Rute ist steif nach oben, oder hektische kleine Wedler(also ganz klassisch) - und dann geht's los.
    Sie macht sich also groß, die Lefzen pumpen z.T. - es wirkt so, als würde sie es manchmal unterdrücken wollen.

    Oder aber - sie riecht was - und fängt dann schon an zu knurren und läuft auch ganz steif herum.

    Das Ganze kann auch so schnell gehen, dass es innerhalb von einer halben Sekunde umschwenkt.

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    Freilauf - sie guckt von weitem und hat meistens keine Lust - und geht lieber mit uns mit.

    Ansonsten geht sie nach und nach langsam näher oder läuft im Bogen zum anderen Hund hin.
    Wie früher, wo sie hingebombt ist und sich dann auf den Boden geworfen hat - das macht sie nicht mehr - sie rennt auch nicht mehr hin, sondern geht eher locker langsam im Trab.

    Sie fiddlet dann manchmal kurz - aber verscheucht den Hund eher dadurch auf "nette" Art und Weise.
    Man sieht es daran, dass sie in Spielposition geht, aber eher so ruckartig 2, 3x etwas anspielt und dann abweicht/weggeht.

    Manchmal mögen sie sich und spielen auch tatsächlich ne Weile, bzw. Rennen.

    Im Freilauf gab es bei uns zum Glück wie gesagt eher weniger Probleme.

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    Sichtung bei Hundefreunden/Menschenfreunden:
    Wippen vom Kopf, der ganze Hund wackelt, fiepen, Schwanz rotiert als Kreisel wie ein Lasso herum in verschiedene Richtungen.
    Der ganze Gang ist glücklich und freudig, ein wenig schwebend/rehartig.
    Sie legt sich mal hin, geht wieder ins Sitz(da sie oft früher erst dann freigegeben wurde, wenn sie eine Ruheposition hatte).
    Manchmal stampft sie auch auf der Stelle hoch und runter aus Freude, da sie nicht so nach vorne ziehen darf(war dann 'ihre' Alternative).

    Wenn sie mit Hunden dann spielt - dann geht es gleich in ein Spiel über, z.T. versucht sie zwischendurch die Lefzen zu lecken etc..., es gibt Ruhephasen zwischendurch, dann wird mal wieder gespielt... usw. .

    Ich kenne aber z.B. eine Hündin, die total souverän ist.
    Sie ist ernsthaft und sehr ruhig.

    Streitereien geht sie aus dem Weg und nimmt es aber auch nicht übel, wenn sie angemacht wird.

    Sie weicht wie gesagt einfach aus - und hält sich zurück - geht aber auch nicht dazwischen, wenn z.B. einer Polizei spielen möchte.

    Bei ihr z.B. würde ich nicht sagen, dass sie im infantilen Gehabe steckengeblieben ist.

    Sie ist einfach souverän im Umgang mit der Menge an Hunden.

    @physioclaudi: Haha, Zoey ist z.B. eher froh, wenn sie dann angeleint wird und wir dann bitte gehen können. Sie stellt sich dann immer ganz an den Rand und guckt mich mit einem Seitenblick an.
    Oder sie sitzt einfach rum und guckt durch die Gegend.
    Aber es kommt immer wirklich darauf an, welche Hunde es sind.
    Ihre Spielpartner - wenn die dann frei laufen, da macht sie dann eher Ansätze noch mitzumachen.

    Aber ich versuche die Leine immer locker zu haben, oder eben mit Schleppleine zu arbeiten.
    Auch, wenn man dann ab und an fröhlichen Leinensalat hat. X-)

    Zoey überdreht im Freilauf eigentlich fast gar nicht mehr.

    Sie geht dann einfach immer weiter und weiter weg.

    (Da muss man wie gesagt aufpassen, dass sie nicht auf einmal ganz weit wegrennt und nach Essbarem irgendwo sucht)

    Wir haben ja gerade auch den Fall - unsere Hündin war immer verträglich - aber unsicher.
    Das schon, seit sie zu uns kam.
    Wir haben immer versucht ihr Sicherheit zu geben und sie für ruhiges Verhalten zu bestätigen.

    Z.B., wenn sie angebellt wurde und zu uns guckte - ohne zu reagieren.

    Seit der ca. 4 Läufigkeit etwa fing sie dann an zu Pöbeln.

    Unsere Trainerin meint, dass es Unsicherheit gepaart mit vermutlich Hormonen seien.

    Wir arbeiten also gerade daran.

    Ich bin mir unschlüssig darüber, ob Unverträglichkeit vom Grundcharakter her kommt - oder nicht.

    Eine gewisse Gelassenheit und 'kein Interesse' an anderen Hunden ab einem bestimmten Alter gibt's ja offenbar schon bei manchen Rassen.

    Und ich kenne auch Hunde, die öfter angegriffen wurden und trotzdem noch total verträglich sind.

    Aber auch welche, wo ein Ereignis ausgereicht hat, dass sie andere Hunde seitdem doof fanden/sehr vorsichtig wurden.

    Vermutlich hängt es auch echt sehr stark am Charakter, ob sie sehr sensibel sind, oder eher einen sehr dicken Geduldsfaden haben.. .

    Achso, vergessen zu schreiben - wir haben die 2 Freundinnen inzwischen nochmal getroffen.
    (Mehrmals)

    Erstmal haben wir eine Begegnung so gemacht, dass sie sich von weitem sehen konnten, Zoey freute sich, ich war nicht ganz sicher, ob über unsere Bekannte oder über die Hunde.
    Wir ließen dann, als sie recht nah waren die Leinen fallen und Zoey begrüßte diesmal die Hunde zuerst - dann erst unsere Bekannte(war vorher andersrum).

    Sie spielten, als sei nix gewesen.

    Wir haben da aber natürlich ein Auge drauf.

    Ansonsten kopiere ich mal aus einem anderen Thread:

    Heute bellte sie einmal eine Gruppe von Hunden auf der anderen Straßenseite an, aber evtl. auch nur, da unsere Bekannte mit den Beiden zur Gruppe ging, da sie die kannte.

    Mein Freund hat dann das Z&B gemacht und sie ließ sich recht schnell beruhigen - kein Vergleich zu dem, wie es mal war, da hätte man
    vermutlich hinter einen Zaun/einer Ecke gehen müssen, bzw. sie wäre viel mehr nach vorne gegangen.
    Sie guckte hin und dann zu meinem Freund um sich ihren Käse abzuholen - und pöbelte nicht mehr.

    Auch hat sie wohl vorgestern Nacht oder so einen Erzfeind gesehen,
    einmal gewuffelt und sich dann aber super benommen, hingeguckt, still
    geblieben zu meinem Freund geguckt.

    Man merkt, das sie langsam ansprechbarer wird.

    Aber ich glaube, die Läufigkeit müsste auch echt bald kommen, sie ist
    sehr platt allgemein, kuschelbedürftig und etwas schreckhaft.

    Mal sehen... ob es bald soweit ist... .

    Danke für Deine Gedanken, aber bisher konnte ich leider nicht wirklich etwas aus Deinen Anstößen ziehen.
    Einerseits schreibst Du oft immer "Dies und das kann so und so sein" - und dann "Das kann/will ich nicht hier ausführen" - also bei verschiedenen Dingen.
    Auch kein konkretes Beispiel wird genannt oder alles allgemein gehalten, damit man "nichts falsch umsetzt."

    Alleine das sehe ich eben anders. Eine ausführlich geschilderte Erfahrung ist für mich immer interessant zu lesen und ich glaube auch nicht, dass jetzt andere Hundehalter dadurch so sehr etwas falsch interpretieren könnten.

    Ich habe nicht gesagt, dass sie früher gefüttert wurde, ich habe gesagt, dass ich sie bestätigt habe.
    (Bellen von anderen Hunden als Marker z.B. - wie ein Clicker - so kann man es z.B. auch machen)

    Ich habe nicht geschrieben, dass Zoey früher sicher war.
    Ich habe immer schon gesagt, dass sie unsicher ist.

    Die "Ersatzhandlung", wie Du sie beschreibst war bei Ihr fiddlen - und das zum anderen Hund hinwollen.
    Daran haben wir gearbeitet - und konnten sie schließlich bei Hundesichtung auf uns lenken und woanders hingehen/weggehen.

    Die "Grenzen', die Du für Dich und Deine Hunde steckst mögen bei Deinen Hunden mit Deinen Methoden(wie auch immer sie aussehen) - wohl gut funktioniert zu haben.
    Das ist doch schön.

    Wunderbar auch, dass Du es so vereinfachen kannst: "Wenn die Ausführung im rein positiv Bereich und deine Deutung absolut korrekt gewesen wäre, dann würde sie heute nicht so handeln."
    Das hätte ich von Dir gerne mal z.B. im Thread große Hunde vs. kleine Hunde gelesen - oder generell dem Thema.
    Damit wären die 'Bomber' die in kleine Hunde ja offenbar oft reinschießen und oftmals nen Hund zum Kläffer machen oder ängstlich werden lassen alle das Resultat einer nicht korrekte Ausführung einer Erziehungsmethode.
    D.h. man müsste alles voraussehen können und dann könnte man 100% so etwas vermeiden.
    Dafür hätte ich dann wirklich gerne ein Lehrbuch. ;-)

    Ich bin kein 'Führer', für mein Verständnis. Wir bilden kein Rudel, sondern eine Gemeinschaft.
    Ich gebe ihr im Besten Fall Sicherheit und bin ein guter Deal.
    Ich denke auch nicht jeder Hund strebt nach einer "Führung".

    Ich überdenke sehr wohl Dinge von früher und denke, dass ich z.B. früher das ein oder andere Mal evtl. einen kläffenden Hund z.B. hätte wegscheuchen sollen. Egal ob Kleinhund oder nicht.

    Ich denke nur, wir beide sind einfach verschieden in unseren Ansichten - und das, was Du KONKRET sagst, mag durchaus verwendbare Ansätze für mich haben, doch ich glaube, wir sind einfach zu unterschiedlich in manchen Ansichten.

    Also - danke - und ja, ich möchte Dir Deine wertvolle Zeit nicht stehlen, darum rechne ich es Dir hoch an, dass Du Dir Gedanken gemacht hast - aber bin auch vollends konform damit, dass Du es jetzt nicht mehr machst.

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    Zoey hat inzwischen ihre beiden Freundinnen wiedergetroffen - und trotz ein paar stressiger Tage war sie lieb und es lief alle gut zwischen ihnen.

    Heute bellte sie einmal eine Gruppe von Hunden auf der anderen Straßenseite an, aber evtl. auch nur, da unsere Bekannte mit den Beiden zur Gruppe ging, da sie die kannte.
    Mein Freund hat dann das Z&B gemacht und sie ließ sich recht schnell beruhigen - kein Vergleich zu dem, wie es mal war, da hätte man vermutlich hinter einen Zaun/einer Ecke gehen müssen, bzw. sie wäre viel mehr nach vorne gegangen.
    Sie guckte hin und dann zu meinem Freund um sich ihren Käse abzuholen - und pöbelte nicht mehr.

    Auch hat sie wohl vorgestern Nacht oder so einen Erzfeind gesehen, einmal gewuffelt und sich dann aber super benommen, hingeguckt, still geblieben zu meinem Freund geguckt.

    Man merkt, das sie langsam ansprechbarer wird.

    Aber ich glaube, die Läufigkeit müsste auch echt bald kommen, sie ist sehr platt allgemein, kuschelbedürftig und etwas schreckhaft.

    Ich bin kein Mensch, der gerne Grenzen setzt? Soso.

    Ich glaube einfach, die Auffassung, was Grenzen setzen bedeutet unterscheidet sich bei uns. ;-)

    Und nein, Zoey war die, die früher immer zu Hunden hinwollte.

    Sie hat Beschwichtigungssignale gezeigt ja, aber nein, ich stand nicht nur daneben und das war's.

    Und nö, wenn sie früher von nem Hund angebellt wurde, dann blieb sie ruhig und wir haben sie bestätigt.

    Also da, wo wir Zoey auch ableinen, laufen die Meisten frei, ja.
    Wenn Zoey im Freilauf ist, funktioniert es auch bisher gut, da sie ja selbst dann auch die Entfernung bestimmen kann.

    Ansonsten kann ich nicht immer ausweichen, wenn z.B. auf dem Bürgersteig oder am Parkweg jmd. kommt - da müsste ich schon gleich die Flucht ergreifen - und um die nächste Ecke könnte ein anderer Hund kommen.

    Das ist ein wenig blöd... .

    Hm, andere Hunde... ja... naja... irgendwie deckt Zoey einfach schon gut kritische Stellen ab, die mir aber wichtig sind. X-D
    Und für "Hund zu dick" oder so - dafür kann der Hund ja nix... .

    Und ja - Du hast Recht - vermutlich ist ein kooperativerer Hund dann auf einmal wie Zuckerwatte! ;-D

    @Juliaundbalou: Hachja... sie sind eben 'besonders'. X-) Wir hatten uns ja eigentlich gar nichts erhofft(hatte ich ja auch schon mal gesagt irgendwo) - ich bin eher davon ausgegangen laut Schilderungen aus der Familie, dass irgendwann die große Testphase kommt und der Hund sich gegen mich wendet um mal zu testen und so... - das war aber nie der Fall. ;-)

    Mit der Zeit habe ich nur gesehen, wie einfach es mit nem Hund sein kann - oder was für einfache Hunde es gibt.
    Da wird kaum was gemacht und er läuft irgendwie so nebenbei mit, eine Ermahnung reicht und so weiter.

    Das hat dann natürlich dann schon die Erwartungen beeinflusst, bzw. ich fragte mich zwischendrin, ob die HuSchu falsch ist, wir was grundlegend falsch machen... - aber Zoey ist eben einfach speziell.
    Durch ihren Mix gibt's auch nichts 'verlässliches' an dem man z.T. anknüpfen könnte - wie es z.B. bei Rassehunden der Fall ist.
    Retrievern z.B. liegt es ja schon irgendwie ein wenig im Blut mit dem Dummy.

    Das einzige verlässliche bei Zoey ist eben Futter.

    Wir wohnen ja leider wie gesagt nicht ländlich oder so - und Zoey trifft so zwangsweise immer ein paar Hunde am Tag.

    Für einsame Runden müssten wir rausfahren - das geht aber leider momentan auch nicht(Auto hinüber, Bahn≠Zoey).

    Aber z.B: gestern gab es ne Runde von 20 Minuten um den Block, einmal Pöbeln von Zoey... - kurz in der Sonne gesessen und zurück - und Zoey fiel dann wieder in einen Schlummer.
    (Ok, wir hatten 5 Std. aufgeräumt und sie hatte eher begrenzt geschlafen... aber trotzdem)

    Wenn sie denn gerade so schlapp und müde ist, darf sie das auch natürlich einfach sein.
    Obwohl ich mich dann auch wieder frage, ob wir zu wenig Kopfauslastung bieten und sie einfach resigniert oder so.