Beiträge von Gandorf

    Von Panik schreibt immer ihr.

    Ich hab nur erwähnt, dass sich wesensfeste Welpen mal Angst haben dürfen.

    Die Gefahr, wenn man Welpen einfach mal dort hinquatiert wo sehr starke Reize sind, das ist ein wendender Trecker aus der Nähe nun mal,
    dann kriegt man
    1. nicht mit, wenn‘s öfter mal zu viel ist.
    und
    2. kriegt man nicht mit, wenn sie ungute Lösungsstrategien entwickeln,
    weil vielleicht der Trecker blöderweise dann mit wenden fertig ist,
    wenn die Denkblase mit dem „aha“ noch nicht erscheint.
    Sondern wenn sie noch mitten in der ersten Unsicherheit oder Kläffen sind.

    Eigentlich logisch, oder?

    Und was lernen sie dann? „Grad noch mal gutgegangen, weil ich mich schnell versteckt / gut gekläfft hab.“ Super.

    Und woher soll der Hund wissen, dass Angst nicht angebracht ist?

    Es wurde mal erwähnt, wie seltsam man Freuhunde findet, die treu doof in drohende Fremdhunde kacheln.

    Genauso gruselig fände ich einen Hund der zum ersten Mal vor einem fauchenden Staubsauger, einem laufenden Trecker etc steht und dran schnuppern will.
    Der springt dann wohl auch aus Fenstern, leckt an Wunderkerzen usw.

    Das ist nicht unweltsicher sondern umweltignorant.

    Zwischen ner Kaffeetasse und nem Trecker ist aber doch ein ziemlicher Unterschied?

    Bei der Kaffeetasse würde ich dir sofort zustimmen.

    Aber das Ziel von Wesensfestigkeit kann doch nicht bei jeder Rasse sein, dass sie völlig tumb gegenüber sämtlichen visuellen und auditiven Reizen zu sein und erst zu merken, dass man besser zur Seite geht, wenn sie sich ernsthaft verletzt haben.

    Wenn man erwachsenen Hunden verschiedener Rassen zugesteht unterschiedliche Ansprüche und Fähigkeiten zu haben, dann trifft das auch die Welpen dieser Rassen doch noch viel mehr zu.
    Da ist ein Pudelwelpe genauso "wesensfest", nur weil er Kühen und Trekkern nicht genauso resolut begegnet wie ein Aussie, Cattle or whatever. Dafür ist er, für Pudelliebhaber zum Glück, als erwachsener Hund eben auch anders als Aussie und Cattle.

    Wenn nicht alle Hunde Hundewiesen-Typen sein müssen, warum sollte dann alle Welpen neben Treckern und Kreissägen bleiben wollen?

    Ok, ne Kreissäge bewegt sich nicht viel. Aber ist die nicht schweinelaut? Muss ja nicht aus Angst sein. Aber wäre es nicht schlicht und ergreifend bequemer woanders zu liegen?

    Wesensfestigkeit hat NICHTS aber aucvh GAR NICHTS mit Schutzdienst oder was auch immer zutun. Herje es ist ein Trecker..wahlweise auch Mopet oder was auch immer? JA und? Wie kommt man auf die Idee dass ein Welpe zwangsläufig denkt das Teil will ihn fressen? Gott sei Dank gibt es wenig Rassen die derart wesensschwach sind...selbst Chihuahuas leben nicht permanent in Todesangst sobald eine neue Situation auf sie zukommt...dafür muss man schon extrem viel falsch machen

    Die Trecker, die ich kenne, sind so laut und so riesig, dass ich selbst als Mensch hoffe „der sieht mich beim Rangieren aber schon?“

    Gibt auch Hunde die schnallen nie, wann es für sie gefährlich wird. Selbst wenn der Trecker frontal auf die zufährt.
    Die sind dann besonders wesensfest?

    Das es möglich ist, bestreitet niemand.
    Aber wünscht man sich nicht etwas besser als „möglich“?

    Warst du, die geschrieben hat „top“ Aufzucht?
    Also, dann halt nicht „positiv“, wenn dich das Wort stört, sondern „top“.

    Das schließt ja auch nicht aus, auf die Genetik zu achten.
    Aber da gibt es ja mehr zu berücksichtigen als „Hund konfrontiert furchtlos alles Unbekannte“.

    Egal ob Mali, Sheltie oder Chi, ein Welpe der so auf einen fremden Reiz, der in nicht direkt bedroht, reagiert, hat ein anderes Problem, als einen fehlenden Puppyplan.
    Da ist schlicht die Genetik Rotz und dann braucht man eben großen Prägungs- und Sozialisierungsaufwand um das, was man bei der Wurfplanung versaut hat, wieder hinzubiegen.

    Woher soll jetzt der Welpe wissen, ob ihn der Trecker bedroht oder sich nur bedrohlich verhält?

    Es begreifen ja die wenigsten erwachsenen Hunde, dass der Briefträger weder Bedrohung, noch Beute ist.
    Ist da auch die Genetik Rotz?

    Ich finde es eigentlich ganz nachvollziehbar, dass ein Hund der eine Stockbelastung im Schutzdienst noch oberaffengeil findet, sich schon als Welpe etwas anders verhält,
    als ein Welpe einer Rasse, der später wildfuchtelnden Personen aus dem Weg gehen darf.

    Der älteste Mensch der Welt ist Raucher.
    Wurde der jetzt so alt, obwohl oder weil er geraucht hat?

    Die Millionen von Hunden aus einer Aufzucht, die halt einfach ablief.

    Zum einen kenne ich keine Million Hunde ohne „Problemchen“. Ich kenn noch nicht mal ne Million Hunde, muss ich zugeben.

    Aber sind die so unkompliziert für ihre Besitzer obwohl oder weil man sich um frühe Erlebnisse keinen Kopf gemacht hat?

    Und wer weiß wieviel einfacher sie und ihre Besitzer es hätten, wenn ihre frühen Erlebnisse positiver gewesen wären.

    Mulders Jugendfreundin war eine Mini Bullterrierhündin. So toll, so schlau, so souverän, so lieb.
    Sollte mir jetzt der Gedanke kommen, es wäre ratsam zu einem polnischen Welpen Schnäppchenmarkt zu fahren, nur weil bei ihr die Puppy Mill als Sozialisation gereicht hat?

    Wie die als erwachsener Hund ist, weiß ich nicht. Wurde nach nem Jahr abgegeben.